Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Pet Rock

von somali77
GeschichteAllgemein / P18
Revy Rock
05.04.2015
12.02.2020
50
36.112
12
Alle Kapitel
21 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
12.04.2017 1.759
 
~

„Zieh dich aus.“

Es schließt erst die Tür zum Maschinenraum hinter sich. Dann gehorcht er.
Erst die Krawatte. Dann das Hemd. Knopf für Knopf. Dann seine Hosen.

„Setz dich hier drauf.“

Ich packe den Holzstuhl an der Lehne, den Dutch hier bereitstehen hat, falls er irgendwas reparieren will. Er schlittert mit quietschenden Stuhlbeinen auf seinen Platz, zwischen Motor und Rohre, mitten in Öl und Metall. Rock zögert kurz an der Unterhose. Vielleicht fällt ihm ein, dass keiner so genau weiß, wann Dutch und Benny entscheiden, weiter zu fahren. Oder hier runter zu kommen.
Ich bezweifle, dass sie das tun. Wie gesagt... ein Schiff ist ein geschlossener Mikrokosmos. Man bekommt ein Gespür für Dinge. Wenn ich mir nicht zu viel Zeit lasse, wird keiner hier nach ihm sehen.

Auf jedem Schiff gibt es außerdem Seil.
Das liegt in der Natur der Sache. Fingerdickes, grobfransiges Arbeitsseil. Rock schaut mir zu. Er nimmt seine Arme hinter die Lehne, zieht die Unterschenkel nach hinten. Alles, was er dafür braucht, ist eine kleine, auffordernde Handbewegung.

Ich binde ihn.
Sanft... so, dass das Seil nicht zu brutal in seine Haut beißt, sondern ihn festhält. So wie Tang eine Schiffsschraube lahmlegt. Mit viel Fläche. Und wenig... sehr wenig Bewegungsspielraum. Ich binde ihn so, dass nur die Spitzen seiner Zehen unter dem Stuhl noch den Boden berühren.

Als ich fertig bin, mache ich es mir auf seinem Schoß bequem. Lasse meine Hand mitsamt dem fingerlosen Handschuh über seine Brust gleiten. Er schaudert. Und atmet.

Atmet...



„Tut mir leid“, wispert er plötzlich, „Ich werd´ so schnell emotional... und ich denke zu viel... ich kann nichts dagegen machen...“

„Kein Ding“, beruhige ich ihn, „Ist egal jetzt... ich helf´ dir vergessen.“

Er schluckt sichtbar. Zwischen seinen an die Stuhlbeine gefesselten Schenkel wippt sein halb harter Schwanz mit jedem Herzschlag ein bisschen. Das Schiff schlingert sanft im Wellengang. Um uns her knirschen die Schiffswände. Wir sehen Beide erst auf sein Gemächt, und dann uns in die Augen.

„Entspann´ dich“, murmle ich, und lasse die Hände an seiner Brust nach oben gleiten. Seine weiche Haut merke ich nur immer dort, wo die Handschuhe aufhören. Ich stoppe an seinen Nippeln und lasse die Daumen kreisen. Sein Kopf sinkt mir entgegen.

„Ich-... ich versuch´s...“, atmet er.

„Gut“, murmle ich. Seine Nippel sind eine hübsche Ablenkung. Während ich die Fingerspitzen immer wieder seine Rippen hinab und herauf gleiten lasse, rolle ich sie zwischen Daumen und Zeigefinger, schnippe daran, kneife sie leicht. Zwirble. Er beißt sich auf die Unterlippe.

„Mmh.“

„Ich steh drauf, dass du so empfindlich an den Nippeln bist“, schmunzle ich.
Er wird rot.
„... verarsch mich nicht schon wieder.“

„Ich verarsch´ dich nicht. Ich steh´ drauf. Die reine Wahrheit.“

Ich lecke an meinem Zeigefinger, um damit an empfindlichen Punkten Kälte zu verteilen.

Er zieht die Lippen über gefletschte Zähne.
„Du sollst dich echt entspannen“, murmle ich geduldig, und gleite mit den Fingerspitzen in die Kuhle der Wirbelsäule- oder das, was ich davon erreiche.
„Wetten, ich kann dich zum Abspritzen bringen, ohne deinen Schwanz direkt anzufassen?“

„Oooh... nein, bitte nicht!“

Besagtes Körperteil macht zwei, drei sehr interessierte Hüpfer zur Bauchdecke. Rock spreizt die Schenkel, versucht auf dem Holzstuhl nach vorne zu rutschen. Was nicht wirklich funktioniert, weil seine Gliedmaßen, das Seil und die Stuhllehne ihn effektiv daran hindern.

„Fass ihn bitte an“, quängelt er.

Ich grinse. Mit den Fingerspitzen fahre ich seine Innenschenkel hinauf. „Halt ganz still“, murmle ich in sein Ohr, „Atme ruhig weiter... und überlass´ die Entscheidung gefälligst mir, kapiert?... Wer ist der Boss?“

„Nein, komm schon...! Du hast es versprochen-...!“

„Rock... Wir beide merken doch, dass dir das hier gefällt. Verdirb dir nicht so schnell den Spaß, mh? Und versuch nicht, zu schummeln.“

Ich streichle jetzt die Grenze, da wo der Oberschenkel in den Bauch übergeht, und sehe Gänsehaut an ihm prickeln, „Genieß einfach, wie sich das anfühlt...“

„Bitte-...“, er jammert, „fass ihn an, ich-... ich brauch´ das...!“
Wieviel davon ist wohl ehrlich, und wieviel nur Show, damit er noch seinen Willen kriegt...?
„Ich will, dass du ihn anfasst... bitte!“

„Fein, Roxy. Kompromiss: Ich fass´ ihn an, aber dafür-...“, ich entdecke einen von Benny´s leeren Cocktails auf dem Arbeitstisch. Schwinge mich von Rock´s Schoß herunter, und angle das Stäbchen heraus. Es ist ein winziger Speer aus Plastik, mit einer kleinen Kugel am Ende,
„Dafür nehmen wir das hier dazu...“

Er macht große, verwirrte Augen. Zuerst versteht er nicht.
Ich drehe das Spießchen herum, so dass die Kugel nach unten zeigt.

Dann schwinge ich mich zurück auf seinen Schoß und greife ihm zwischen die Schenkel. Jetzt plötzlich kapiert er. Auf einen Schlag.
„W-w-w-warte mal!“, seine Stimme ist hektisch.

Der Versuch, seine Beine anzuziehen, bringt das Holz zum Knirschen,
„Was machst du-... du kannst nicht-...! Man muss das erst desinfizieren! Ich hab gelesen, es ist gefährlich, wenn man so einfach-...!“

„Hey. Easy...“
Ich greife mir den nächsten Flachmann von einem der Stahlrohre, schraube die winzige Öffnung auf, kippe klare Flüssigkeit über den Stab, und lasse das, was zu viel ist, neben uns auf den Boden tropfen.

„Desinfiziert... siehst du? Und jetzt komm her.“

Ich greife nach seinem Schwanz.


„N-n-nh-...!“, hechelt er.

Sein ganzer Körper spannt sich an.
Oh Gott, wie herrlich das ist... Er schwitzt. Er hat Angst. Er kann absolut nichts tun, um zu verhindern was ich vorhabe, und insgeheim... insgeheim, in einer dunklen Ecke von seinem Hirn... will er es auch ein bisschen...

Ich drücke die Kugel sanft gegen seinen Schlitz. Es zuckt und zwinkert, drückt einen klaren Tropfen zäher, klebriger Flüssigkeit heraus. Ich rolle die Kugel sorgfältig darin herum, bis sie von allen Seiten gut angefeuchtet ist. Dann nehme ich seinen Schwanz in die Hand, drücke ihn zusammen, um den Schlitz an der Spitze zu öffnen, und presse mit sanfter Endgültigkeit die Kugel des Cocktailstäbchens hinein.

Er japst. Seine Beine zucken.
Ich lasse die Kugel sehr vorsichtig tiefer rutschen.

Er gibt ein Geräusch von sich, das man weder beschreiben noch nachahmen kann. Sein ganzer Körper bebt. Das ist unglaublich. Er wirft den Kopf zurück. Ich gleite Milimeter für Milimeter tiefer... tiefer...

„Entspann´ dich...“, gurre ich, „Lass ganz locker, sonst tut es nur noch mehr weh... vertrau mir. Du machst das gut...“

Er gurgelt, und... kommt. Sein Sack zurrt sich zusammen. Sein Bauch zuckt. Die Kugel versperrt den Weg, und nur ein dünnes Rinnsal von milchigem Scheim schafft es daran vorbei. Er zuckt noch mehr, weiter. Ich ficke ihn sanft, ganz vorsichtig, in seinen Schwanz. Leider komme ich nicht bis ganz runter, weil das Stäbchen zu kurz ist. Wenn ich damit bis zur Prostata kommen würde...

Sein Stöhnen ist laut und kehlig, er atmet mit offenem Mund, als würde er sonst nicht mehr annähernd genug Luft kriegen.



Beim Rausziehen wichse ich ihn zur Belohnung. Ich gleite leicht, mit zwei Fingern über die Stelle, wo die Kugel seinen Schwanz noch die paar Millimeter mehr spannt. Man kann es fühlen.
Er ist jenseits von Gut und Böse. Seine Fußnägel kratzen Muster über den Boden, und plötzlich wird er ganz regungslos, lässt geschehen was mit ihm passiert und wimmert nur noch sehr leise.

„Revy“, keucht er, und ich bin mir kurz nicht sicher, ob er versucht, sein Safewort zu sagen, und sich nicht mehr daran erinnern kann.

„Ja... Rock?“, flüstere ich. Stirn an Stirn, Lippen an Lippen. Die Kugel verlässt den Kanal. Ein dicker Blobb weißer Saft pulst hinterher über die Eichel.

„Re-... vy“, wiederholt er nur einfach. Seine Stimme bricht. Ich flicke mit zwei Fingern das Stäbchen weg. Es rollt klimpernd über den Boden und unter schwere Maschinen. Dann fasse ich seine Halsbeuge zwischen den Lippen. An meiner Zunge hämmert sein Puls. Ich bin kurz versucht, zu beißen. Zu saugen, und ihm den Knutschfleck seines Lebens zu verpassen, aber dann fällt mir ein, dass man das wohl über dem Hemdkragen sehen würde... und das würde unserer Abmachung widersprechen.

Seinen Schwanz halte ich immer noch fest. Ein bisschen wie zum Trost. Wie man etwas festhält, das weh tut. Ich drücke ihn zu seinem Bauch, strecke die Finger zu seinen Hoden... er ist immer noch hart.

Langsam fange ich an, ihn zu drücken.

„Kommst du nochmal?“, gurre ich ihm ins Ohr, und er antwortet nicht, keucht nur: Arme und Beine in einem Kreuz aus Seemannsseil, Zehen gestreckt und völlig in meiner Gewalt.

„Lass ganz locker“, murmle ich, und dann taste ich mit den Fingern am Sack vorbei, zum Perineum. Die Stelle, direkt vor dem Arschloch. Ich kann spüren, wie er sich da zusammenkrampft- ein Reflex. Er glaubt vermutlich, ich will ihn fingern, aber nicht heute. Ich drücke nur diesen Punkt auf seinem Damm, tief dort hinein, in trägem Rhythmus mit dem Reiben der anderen Hand.

Er wimmert. Stöhnt wieder.
Hell und hoch und irgendwie fast verängstigt.
Ich schnaufe ihm meine Lust ins Ohr. Es ist herrlich, wie er nach Angst riecht. Wie er sich unterwirft.

„Gib mir noch eine Jungfräulichkeit, Rock“, sage ich, „Hör auf zu denken und tu was ich sage... Komm.“



Er sperrt sich.
Nicht mit Absicht, sein Körper, sein Kopf machen zu. Er glaubt, er schafft es nicht. Ich habe Geduld mit ihm... er versucht noch, den Kopf zu schütteln. Meine Finger werden fester. Irgendwann gibt er nach. Und kommt tatsächlich ein zweites Mal.
Vermutlich brennt es, als ihm die Flüssigkeit im Schaft nach oben schießt, er zieht die Luft etwas zwischen den Zähnen durch-... aber dann pulst der Orgasmus durch seine Venen, und er atmet tief auf. Und zuckt. Und genießt es...

„Mmmmh“, schnurre ich, high vom Machtrausch und Adrenalin. Er blinzelt, als würde er zu sich kommen aus einer Art Fiebertraum.

„...Danke“, sagt er rau und wackelig, als ich ihn losbinde.
Ich drücke die Lippen auf seine Schläfe, bevor ich ihn freigebe.



Aber er ist noch nicht mal mit dem zweiten Fuß wieder in seiner Hose, als er schon wieder zu reden anfängt...


„Glaubst du, es geht... alles gut?“
„Was?“, frage ich, und weiß noch in dem Moment als ich es ausspreche, dass ich die Frage bereuen werde.

„Der Junge...“, meint Rock, „Was glaubst du, wird mit ihm passieren, wenn wir ihn...“, er schluckt schwer, „... verkaufen?“


Ich rolle die Augen. Zähle still und langsam bis zehn. Und habe dann immer noch Lust, ihm seinen Kopf gegen eines von diesen Stahlrohren zu hämmern, bis jede Erinnerung an das verfluchte Gör ausgelöscht ist. Verflucht nochmal!

„Warum fängst du jetzt ausgerechnet von der kleinen Kröte an?“

„Ich muss nur dran denken-... würdest du -mich- auch verkaufen...?“

„Hör auf damit! Graahh! Ich wusste, das würde passieren! Oh, bei allen hunderttausend heulenden Höllenhunden, Rock! Halt wenigstens deine Klappe, bis wir an Land sind, verstanden?!“

„Ich mein´ ja nur...“

„FUCK!“


~
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast