You are in my Head

KurzgeschichteRomanze / P16 Slash
Hao Asakura Ren Tao
03.04.2015
03.04.2015
1
2004
3
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
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Dies ist eine offizielle Neufassung [2015] meines Oneshots „You're in my Head“,
den ich ursprünglich 2011 verfasste.
Da ich ihn (aus heutiger Sicht) sehr schlecht finde, habe ich diese Neufassung geschrieben,
die nun deutlich besser und auch sogar etwas länger ist.
[Statt die ursprünglichen knapp 900 Wörter sind es nun fast 1650]
Ich hoffe euch wird diese Version ebenfalls besser gefallen.

Den ursprünglichen Oneshot werde ich löschen. Ich bitte um Verständnis.
Und nun viel Spaß mit dem Oneshot zu Shaman King.
[Angedeutetes Pairing: Hao x Ren]

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You are in my head

Unfähig Schlaf zu finden, lag Ren auf seiner Tatami-Matte in einen der schlichten Häuser von Dobbie-Village. Sie hatten es endlich geschafft es zu finden und einige Tage waren seitdem bereits vergangen, doch darüber machte er sich nicht im geringsten Gedanken. Denn etwas anderes hielt ihn vom Schlaf ab, nahm seine Gedanken vollkommen ein. Stur an die Decke schauend, versuchte er ihn aus seinen Gedanken zu verbannen, doch es gelang ihm nicht. Immer wieder tauchte dieses Bild in seinem Kopf auf, wie er in einiger Entfernung vor ihm stand und ihm anbot sich ihm anzuschließen. Dieses wissende, bösartige Lächeln, würde er niemals vergessen können, doch aus irgendeinen Grund, hatte er sich gefreut gewollt zu werden. Bevor Yoh ihn verändert hatte, strebte er nur nach Macht und danach der Stärkste zu sein, dieses Angebot zeigte ihm, das Hao viel von ihm zu halten schien. So sehr er es auch versuchte, er konnte nicht verhindern, das es ihn mit einer unbekannten Wärme erfüllte. Dieser überaus mächtige Gegner wollte ihn in seinem 'Team'! Er lächelte und schloss kurz seine Augen, ehe er sie wieder erschrocken aufriss. Erst jetzt realisierte er, was er da gerade dachte. Er schien nicht nur von dem Angebot angetan zu sein, auch die Stärke ihres größten Feindes schien ihn auf einmal zu imponieren. Was war denn nur los mit ihm?
Er richtete sich zu einer sitzenden Position auf und ließ seinen Blick über seine beiden Kameraden gleiten, die jedoch seelenruhig schliefen. Ein leichtes Lächeln huschte über seine Züge, er mochte die beiden, auch wenn sie sich im wesentlichen nur in der Wolle hatten. Mit seinen Gedanken an Hao hatte er das Gefühl, diese Menschen zu hintergehen und vor allem bei den Gedanken an Yoh, schmerzte es ihn. Denn der jüngere Asakura hatte so viel für ihn getan, ihn eigentlich von Grund auf verändert. 'Ich möchte das du dich mir anschließt' schloss es plötzlich wieder durch seinen Kopf und ein gewisser langhaariger Asakura drängte sich zurück in seine Gedanken. Doch jetzt reichte es ihm, er schlug die Decke beiseite, zog sich seine Sachen über und verließ leise das Haus. Er brauchte dringend frische Luft!

Er brachte eine relativ Große Entfernung zwischen sich und dem Haus und machte erst an der Klippe von Dobbie-Village halt. Er konnte einen großen Stein ausmachen, auf den er sich setzte und augenblicklich wieder in Gedanken versank. Und erneut galten sie Hao. Es machte ihn verrückt, war er etwa in seinem Kopf und steuerte ihn? Doch das war natürlich mehr als abwegig, er war ohne Frage mächtig, doch dazu wäre er bestimmt nicht in der Lage. Sowie er darüber nachdachte, wie scheinbar unbesiegbar sein Gegner war, musste er zwingend darüber nachdenken, was passieren würde, wenn er wirklich Shamanen König werden würde. Würde er wirklich alles menschliche Leben, abgesehen von seinen Auserwählten, auslöschen? In diesem Fall, wäre es von Vorteil, zu seiner Seite zu gehören. Geschockt über diesen Gedanken, weiteten sich seine Augen. Er ermahnte sich selbst, über so etwas durfte er einfach nicht nachdenken. Er war einer von den Guten, er musste die Welt beschützen, nicht zerstören! Doch er gestand sich ein, das er vollkommen verwirrt war und es bereitete ihm ein sehr schlechtes Gewissen. Er mochte Yoh zu sehr, um ihn zu hintergehen und er hätte auch keinen Grund dazu, wären da nicht diese merkwürdigen Gedanken über Hao. Vielleicht hatte dieser auch genau das gewollt? Das er sich verrückt machte? Aber was hätte ihm das schon gebracht? Er wusste so langsam nicht, mehr was er denken sollte, das er mit den Gedanken spielte, sich Hao anzuschließen, war einfach nur falsch....

Es war mitten in der Nacht und somit stockdunkel in Dobbie-Village, doch Ren saß noch immer weitgehend regungslos auf dem großen Stein und blickte hinunter ins Tal. Es war ziemlich kalt, doch Kälte war für ihn noch nie ein großes Problem gewesen, schließlich lief er so gut wie immer Ärmellos durch die Gegend. Er genoss den Anblick des Tales sehr, denn er musste zugeben, das es sehr schön aussah, wie die Landschaft nur von dem Mondlicht spärlich erhellt wurde. Doch laut zugeben würde er das niemals. Er bemerkte einige Sterne, die man in dieser Nacht sehr gut sehen konnte und fixierte sie unbewusst, indem er gen Himmel schaute. Die Ruhe die ihn umgab, war wirklich wohltuend, er musste sich weder mit Horohoro streiten, noch Jokos überaus schlechte Witze ertragen.

"Ein wunderschöner Anblick, nicht wahr?" Rens Augen weiteten sich vor Schreck und er senkte den Kopf fast mechanisch. Diese Stimme, würde er immer wiedererkennen, genau wie diesen gewissen Unterton, den er nie wirklich zuordnen konnte. Er sprang seitlich von dem Stein und nahm ohne Umschweife, seinen Feind fixierend, eine Kampfhaltung ein. Er signalisierte, das er bereit war sich zu verteidigen.
Wütend funkelte er den Asakura an und blieb bewusst auf Abstand. Doch Hao schenkte ihm nur sein übliches halbes Lächeln und erhob seine Stimme erneut. "Ich bin nicht hier, um mit dir zu kämpfen, Ren" versicherte er ihm und betonte Rens Namen auf eine sehr ungewöhnliche Art und Weise. Es jagte dem Jüngeren einen eiskalten Schauer über den Rücken und er wich instinktiv einen Schritt zurück. Doch sehr viel weiter konnte er nicht zurückweichen, denn er stand nun bereits zu nah an der Klippe. Er fühlte sich zunehmend wie ein, in die Enge getriebenes Reh. Und als Hao nun einige Schritte auf ihn zu ging, schien es kein Entkommen zu geben. "Du hast über mein Angebot nachgedacht, hab ich Recht?" Ren erschreckte, als ihm diese Worte direkt ins Ohr gehaucht wurden. Hao stand auf einmal direkt vor ihm und er war einfach nur unfähig sich zu bewegen. Eine ungesunde rötliche Farbe, breitete sich auf seinen Gesicht aus und er spannte seinen gesamten Körper an. Er fühlte sich vollkommen unterlegen und fast schon schwach. Warum nur, konnte er sich nicht bewegen? Die Ehrfurcht schien ihn vollkommen einzunehmen. Auch der Asakura bemerkte das Gefühlschaos, das er ihn den kleinen Tao hervorrief und er genoss es gerade zu. Er legte seine Hand an das Kinn des Kleineren und hob dessen Gesicht an, um ihn direkt anschauen zu können. Tatsächlich erwiderte Ren den Blick, doch es schien eher, als würde er nicht anders können. Diese unergründlichen, schwarzen Augen hielten ihn gefangen. Alles in ihm schrie 'stoß ihn weg' doch er konnte sich nicht rühren, spürte nur die warme Hand an seinem Kinn, während Haos Gesicht immer näher kam.

Kurz bevor sich ihre Lippen trafen, wanderte die Hand des Asakuras vom Kinn zu Rens Wange, hielt ihn sanft fest. Und dann ging alles unbegreiflich schnell. Ren spürte, die Lippen seines Feindes auf seinen eigenen und blickte nun nicht minder geschockt in die seelenruhigen Augen seines Gegenübers. Als sich Haos zweite Hand sich zusätzlich an seine Hüfte legte, schloss er überrascht die Augen und ein Zittern ergriff ihn. Ihre Lippen bewegten sich gegeneinander, während Ren fester an den Körper des Asakuras gedrückt wurde. Einzelne Haarsträhnen des langen Haares von Hao berührten sein Gesicht. Es schien alles so unwirklich, als würde er gleich aufwachen. Doch diese warmen Lippen und das Zittern das durch seinen Körper jagte, waren einfach zu real um nur ein Traum zu sein. Hao hätte ihn ohne weiteres umbringen können, doch das hatte er nicht erwartet.
Als sich ihre Lippen, nach gefühlten Minuten wieder trennten, öffnete Ren zeitgleich seine Augen. Kurz lächelte der Größere ihn an, bevor er ihn von der Klippe wegzerrte. Der Tao verstand nicht, warum er das tat, aber im Grunde genommen, verstand er schon seit einigen Minuten gar nichts mehr.

In gesunder Entfernung zur Klippe, zog Hao den Kleineren wieder an sich, um ihn erneut zu küssen, jedoch viel intensiver als zuvor. Ren allerdings erwachte langsam aus seiner Trance und fing an zu realisieren, was geschah. Er versuchte seinen eigentlichen Feind von sich zu drücken, indem er seine Hände an die, unter den Umhang versteckte Brust legte. Doch es gelang ihm nicht im geringsten. Stattdessen musste er unweigerlich auf keuchen, als sich eine Hand unter sein rotes Shirt schob und seine nackte haut berührte. Sein auf keuchen hatte ungeahnte Folgen, den Hao nutze die Chance, um seine Zunge in den Mund des Taos gleiten zu lassen. Er umspielte die fremde Zunge, doch Ren war viel zu geschockt, um zu reagieren. Der Asakura bemerkte erneut, das Gefühlschaos, das in dem Tao wütete und größer zu werden schien. Er freute sich darüber, denn es gefiel ihm schon immer, die Kontrolle zu haben. Doch er beschloss, das er nun genug Überzeugungsarbeit geleistet hatte, löste den Kuss und ließ völlig von Ren ab.
Dieser sackte daraufhin zusammen, denn seine Beine gaben nach, waren unfähig ihn weiter zu tragen und so fand er sich auf dem Boden, direkt vor Haos Füßen wieder. "Überlege dir mein Angebot gut, ich warte nicht ewig" hörte er jenen noch monoton sagen, bevor er genauso schnell verschwand wie er einst aufgetaucht war.

Er hinterließ einen aufgewühlten Tao, der einfach nicht verstand, was da gerade passiert war. Er berührte seine Lippen mit einen seiner Finger und konnte noch deutlich die Wärme spüren, die Haos Lippen mit sich gebracht hatten. Auch die Hand an seinen Rücken, schien nach wie vor präsent zu sein. Was bezweckte er nur damit? Wollte er ihn aufziehen? Verunsichern? Es machte ihn schier wahnsinnig, die Beweggründe nicht zu wissen. Doch wer wusste schon genau, was in Hao Asakura vor sich ging?

Er brauchte eine ganze Weile, um wieder aufzustehen, denn seine Beine fühlten sich noch immer schwach an, wie hatte sein Feind es nur geschafft, ihn dermaßen aus der Fassung zu bringen? Er hatte sich nicht einmal wehren können und hasste sich dafür. Wie sollte er den anderen noch unter die Augen treten können? Wahrscheinlich hatte Hao genau das erreicht, was er wollte und Ren bemerkte es noch nicht einmal. Letztendlich schleppte er sich zurück zu dem Haus, in den seine beiden Kameraden schliefen und versuchte seine Gedanken zu sortieren. An Schlaf war auch weiterhin nicht zu denken...

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Das war die Neufassung [03.04.2015] zu meinem alten OS,
hoffe euch hat es gefallen! ♥
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~Colourful Fairy
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