Von Osterhasen und Sommerkrokodilen (Gaylien Romance - Teil 3)

KurzgeschichteRomanze, Fantasy / P18 Slash
03.04.2015
03.04.2015
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© by Sitala Helki
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Falls euch, liebe Leser, diese Geschichte irgendwo unter anderem Namen begegnet, würde ich mich über einen kurzen Hinweis freuen.


~*~*~



»Oster ... was
»O s t e r h a s e.« Golan spricht das Wort betont langsam aus, als meine er, mir erschließe sich dadurch der Sinn. Nur liegt es weniger am Tempo, sondern schlicht am Inhalt dieses Wortes, dass ich derzeit dümmlich aus der Wäsche schaue.
»Du bist dir sicher, dass du dich nicht versprochen hast? Das ist doch vollkommener Blödsinn! Ich glaube dir ja Vieles, aber irgendwo hört es auf!« Golans Fantasie wurde in den letzten Monaten auf der Erde deutlich beflügelt, aber allmählich wäre Urlaub von der Erde ratsam. Osterhase - also wirklich.
»Du glaubst mir nicht!« Beleidigt verschränkt Golan die Arme.
»Hör dir doch mal selbst zu.«
Er schnaubt und schnappt meinen Oberarm. »Ey, was ...?« Wortlos zieht er mich hinter sich her zu diesem Kasten. War das jetzt der Computer oder der Fernseher? Ich verwechsle die ständig. Was habt ihr auch so viele ähnliche Geräte? Viel zu ineffektiv.
Eigentlich bin ich noch immer verärgert über meinen Freund, weil er mich letztens ausgelacht hat, als ich meinte, der Fernseher sei defekt. Man sah nur noch ein Bild und es rauschte die ganze Zeit. Kann ich denn ahnen, dass das Teil in der Küche eine Mikrowelle ist?

»Hier!« Er tippt auf der Tastatur herum. Also der Computer. Beim Anblick dieser Vorrichtung zur Buchstabeneingabe zweifle ich jedes Mal ein kleines Stückchen mehr an eurem Intellekt: Diese ganzen Zeichen einzeln einzutippen und dann noch mit den Fingern. Gut, bei eurem bescheidenen Wortschatz ist der Aufwand diesbezüglich gering, dennoch ist diese Methode viel zu zeitraubend. Golan hatte nur nachsichtig gelächelt, als ich anfangs nach einem Sprachkoppler gefragt hatte. Unsere Spezies verfügt ebenfalls über computerähnliche Geräte - natürlich nicht derart primitiv - doch sind diese mit einer mentalen Schnittstelle ausgestattet, zur Steuerung mittels Gedanken. Die Spracheingabe erfolgt auf ähnlichem Weg.
Auffordernd sieht er mich an und ich schaue auf den Bildschirm. Dass es bei uns so etwas nicht gibt, sondern die visuelle Ausgabe direkt in unser Gehirn projiziert wird, verwundert vermutlich niemanden mehr.
Okay, da ist ein Artikel zum ›Osterhasen‹. Diesen Brauch scheint es tatsächlich zu geben. Wo genau das herkommt, ist nicht so klar. Vielleicht sollte ich eine Anfrage an unser Archiv stellen. Schließlich beobachten wir euch schon so lange, da existieren sicher entsprechende Aufzeichnungen.
Ein Satz lässt mich stutzen: »Christentum?«, frage ich. »Sag nicht, das hat auch etwas mit unserem Deppen von damals zu tun?«
Golan kichert. »Doch.« Stöhnend schüttle ich den Kopf und schließe die Augen.
»Welche seiner Heldentaten wird da gefeiert?« Meine Stimme klingt genau so resigniert, wie ich mich fühle.
»Seine Wiederauferstehung.«
Unwillkürlich halte ich die Luft an. »Du willst mir jetzt nicht ernsthaft erzählen, dass die Menschen das nach wie vor glauben?«
»Nicht alle, nein. Aber einige.«
Entschuldigt, aber jetzt habt ihr es wahrhaftig geschafft: Ich bin überzeugt, dass ich es nie schaffen werde, euch zu respektieren. Wie dämlich seid ihr eigentlich?
Soll ich euch mal schildern, wie es in Wirklichkeit war? Oje, dass ich das tatsächlich tun muss ...
Also, dieser Jesus, wie ihr ihn nennt, ist damals ein wenig größenwahnsinnig geworden, hat Dinge angestellt, die für eure noch primitiveren Vorfahren eben wie Wunder aussahen. Ihr könnt euch das in etwa so vorstellen, als würde einer von euch heute mit seinem Smartphone oder Tablet zweitausend Jahre in der Zeit zurückreisen und das Teil ungeniert benutzen. Da würdet ihr von euren eigenen Vorfahren ebenfalls als ›Gott‹ angesehen werden. Buntes Blinkerding, das merkwürdige Geräusche macht - kann ja nur ein Gotteswerk sein. Oder das eines Teufels - aber DAS ist wahrlich noch mal eine ganz andere Geschichte. Ja, die Schlauen unter euch ahnen bereits, dass wir in dieser Sache ebenso nicht ganz unschuldig sind. Glaubt mir, ich bin definitiv nicht stolz auf den Mist, den einige wenige von uns bei euch verzapft haben.
Aber ich war ja bei Jesus. Die Obersten hatten irgendwann spitzbekommen, was er auf der Erde anstellte und ihn zurückbeordert. Da er aber nicht einfach so von der Bildfläche verschwinden wollte, musste ein Abgang her, der im Gedächtnis blieb. Die Kreuzigung. Müßig zu erläutern, dass ihn das mitnichten getötet hat. Als wenn wir von ein paar Nägeln und ein wenig Herumhängen gleich sterben würden. Hätte selbst euch damals schon klar sein müssen. Ihr habt geglaubt, dass er aus Wasser Wein macht - was übrigens nur eine nette Sinnestäuschung war - oder fünftausend Menschen verköstigen kann, dass er alle möglichen Krankheiten heilt oder einen Seesturm stilllegt, und da soll er nicht in der Lage gewesen sein, sich selbst zu retten? Jetzt mal ehrlich ...
Also: Er ließ sich nun an ein Holzkreuz nageln, um zu ›sterben‹. Hinterher hat er es bereut, denn auch, wenn er daran nicht gestorben ist, soll es ordentlich wehgetan haben. Tja, selbst schuld! Deshalb hat er seinen Tod auch so schnell inszeniert. Denn einen Tag herumhängen soll einen bereits töten? Ähm, ja ...
Er ließ sich begraben und wartete, bis alle verschwunden waren, um aus seinem Grab zu entfliehen. Einen ganzen Tag hat er es geschafft, dass diese Tatsache unentdeckt blieb. Dann fanden ein paar neugierige Weiber heraus, dass sein Grab leer war. Echt: größenwahnsinnig und dämlich - schlechte Kombination. Aber vermutlich war er schon zu lange auf der Erde gewandelt und ihr habt auf ihn abgefärbt. Sein Versteck war außerdem nicht sehr geschickt gewählt und einige seiner Stalker, wie man es heute ausdrücken würde - damals hießen sie ›Jünger‹ - hatten ihn entdeckt. Seinerzeit gab es zwar nur Mundpropaganda und keine Fotos, keine Telefone oder gar euer merkwürdiges Internet, dennoch verbreitete sich diese Neuigkeit ebenfalls wieder. Tada! Jesus war wiederauferstanden. Dieser Vollpfosten! Na ja, ist ja nicht so, dass er nicht eine gerechte Strafe dafür erhalten hätte.

»Golan, jetzt mal ehrlich: Die Menschen sind doch selten dämlich! Ich meine, selbst wenn ihnen damals noch das Wissen fehlte, um gewisse Dinge, die ach so wundervoll waren, logisch erklären zu können - inzwischen ist ihre Wissenschaft doch so weit, dass das Meiste entzaubert sein muss. Was kommt denn als Nächstes? Das Sommerkrokodil?«
Auch wenn er sauer ist, kann sich Golan ein Grinsen nicht verkneifen. »Sommerkrokodil? Klingt ein wenig an den Haaren herbeigezogen, findest du nicht?«
Schulterzuckend sehe ich ihn an. »Auch nicht mehr als ein kleines Felltier, das bemalte Hühnereier versteckt, damit die Menschen danach suchen.«
»Okay. Der Punkt geht an dich.«

~*~*~


Als ich am folgenden Tag abends nach Hause komme, glaube ich für einen Moment, mich im Haus geirrt zu haben. Dabei weiß ich, dass es das richtige ist, denn unser Orientierungssinn ist schlicht nicht zu verwirren, auch wenn plötzlich überall dieses bunte Zeug herumhängt und -liegt. Zum Glück scheint es Ostern nicht üblich zu sein, diese Blinklichter aufzuhängen.

»Ah, da bist du ja!«, begrüßt mich Golan freudig. Sein Lächeln gefällt mir nicht.
Skepsis. Etwas, das mir früher unbekannt war, doch inzwischen hinterfrage ich beinahe alles, was Golan sagt oder tut. Denn irgendwie läuft es doch immer darauf hinaus, dass wir irgendetwas Menschliches machen.
»Was?« Ein schneller Blick zur Tür. Ob ich noch rechtzeitig wieder verschwinden kann?
»Komm! Wir müssen uns ranhalten.« Er zieht an meinem Arm, bis ich ihm in die Küche folge. Auf dem Tisch ist ein Wirrwarr aus verschiedenen Schalen und Eiern aufgebaut. Außerdem Pinsel und kleine Gläser mit buntem Inhalt.
»Setz dich. Ich zeig dir, wie es geht.«
Mit einiger Verzögerung setze ich mich vorsichtig auf den Stuhl.
»Was wird das?« Nicht, dass es mich großartig interessieren würde ...
»Na, wir brauchen noch Deko.«
»Ähm ...« Ich sehe mich um. In diesem Haus wimmelt es in jedem Zimmer vor bunten Eiern, Häschen und Küken aus diversen Materialien. Selbst an den Fenstern kleben Bilder. Das reicht für die ganze Stadt. Mindestens.
»Na, für die Sträucher im Garten.«
Nachsichtig lächelnd schiebt er mir zwei Eier hin und eine Porzellanschale. Ich nehme eins der Eier, zucke seufzend mit den Schultern und greife nach einem der Pinsel.
»Nein, nein, nein. Die müssen erst ausgepustet werden.«
»Äh, wie jetzt?«
»Na, sonst vergammeln die. Außerdem sind die viel zu schwer. Schau.« Er nimmt ein Ei, pikst oben und unten jeweils ein Loch in die Schale, beugt sich über die Schüssel und pustet. Dabei blähen sich seine Wangen auf und sein Gesicht wird ganz rot. Das sieht so dämlich aus, dass ich mir das Lachen nicht verkneifen kann. Plötzlich kommt in einem Schwall der Inhalt hervor und Golan grinst mich triumphierend an. »Ha!«
Er legt das nun leere Ei vor mich hin. »Genau so muss man es machen. Dann kann man es anmalen.«
Oh, Mann! Was für ein Schwachsinn! Wer hat sich das denn bloß ausgedacht?
»Jetzt mach schon. Sonst werden wir nie fertig.«
Na gut. Ich nehme mir ein Ei, den Pikser und drücke ihn beherzt auf das eine Ende. Hm, ganz schön hart. Ich verstärke den Druck und im nächsten Moment knackt es und mir läuft der Inhalt über die Hand.
»Mann, Krinto! Pass doch auf! Wenn du zu doll zudrückst, geht es kaputt!«
Ja, danke. Das habe ich auch gerade gemerkt. Angewidert schüttle ich meine Hand.
»Warum kaufen wir das eigentlich nicht schon fertig?« Wie ich euch Menschen kenne, gibt es das bestimmt. Wenn ich eins inzwischen gelernt habe, dann dass man praktisch alles kaufen kann.
»Weil das so viel mehr Spaß macht.«
Aha. Gut, dass er das dazusagt. Wäre mir sonst definitiv entgangen.

Nach dem fünften Ei habe ich den Dreh allmählich heraus. Zumindest was das Stechen angeht. Das Auspusten gestaltet sich wiederum deutlich schwieriger.
»Du darfst das Loch auf der anderen Seite nicht zuhalten, Krinto! Ach, lass mich mal.«
Bereitwillig reiche ich ihm das Ei. Das ist definitiv eine Tätigkeit mit meinem Mund, die ich nicht gerne tue. Schließlich ist sie völlig sinnlos. Man isst nichts dabei und Küssen tut man auch nicht. Was ich momentan deutlich lieber täte. Oh, ja! Golan küssen oder seinen Körper ablecken. Die Gänsehaut, die sich bildet, wenn man über die feuchten Stellen pustet, beobachten. Zusehen, wie er sich windet und immer wieder nach mehr bettelt.
»Ey!«, reißt er mich aus meinen Tagträumen.
»Hm?«, mache ich bewusst unschuldig.
»Jetzt nicht«, zischt er, doch das Blitzen in seinen Augen verrät ihn. Schließlich ist unsere Biochemie so ausgerichtet, dass der Partner von der sexuellen Erregung des anderen ebenfalls schnell ergriffen wird. Ganz praktisch. Kein Herumgezicke. Einfach nur erfüllende Triebbefriedigung.
Und die scheint mir im Augenblick deutlich sinnvoller als den Inhalt aus Tiererzeugnissen herauszupusten, um sie anzumalen.
Golan schiebt mir Pinsel und Farben hin. »Okay, tauschen wir. Ich puste aus und du malst an. Aber streng dich an. Die sollen schön aussehen.«
Vielleicht sollten wir vorher seine Vorstellung von ›schön‹ definieren. Alternativ könnte ich auch Golan anmalen. Wie sich das wohl anfühlt? So ein Pinsel, der über die nackte Haut streicht? Ich sehe bereits vor mir, wie ich mit den weichen Borsten seine Brustwarzen umfahre oder noch besser: an seinem Schaft entlang bis nach oben und hauchzart die empfindliche Eichel reize. Der Gedanke an seine pulsierende Erektion, weil ich ihn bewusst lange kurz vor dem Orgasmus halte, lässt mich grinsen. Oh, ja! Er wird zucken, jammern, betteln und schließlich schreien, wenn ich ihn in einem unerwarteten Moment erlöse.
Huh, weshalb ist es plötzlich so warm in unserer Küche?
Ich schlucke mehrmals und sehe zu Golan. Höchst konzentriert pikst er Löcher in die Eierschale.
»Hör auf«, raunt er. »Meine Güte! Das letzte Mal ist gerade ein paar Stunden her. Kannst du dich nicht mal beherrschen?« Sein tadelnder Tonfall steht im Gegensatz zu seinem Geruch: Er will mich und er will verführt werden. Na, meinetwegen.
»Okay«, erwidere ich schulterzuckend und regle meine sexuelle Anziehungskraft ihm gegenüber herunter. Das bedeutet nicht, dass ich weniger scharf auf ihn bin, sondern nur, dass er es weniger spürt. Grundsätzlich besitzen wir diese Fähigkeit, damit wir in Krisensituationen weiterhin klar denken können und den Partner nicht ablenken. Nun, Krisen gibt es auf unserem Planeten heutzutage kaum noch, doch diese Eigenschaft ist uns bis heute erhalten geblieben.
Golan sieht mich kurz irritiert an.
»Stimmt was nicht, mein Schatz?«, frage ich betont liebevoll.
Er schüttelt den Kopf. »Nein, nein. Alles in Ordnung.« Ha, lügen kann er nur sehr schlecht. Mag sein, dass primitive Menschen auf dieses Schauspiel hereinfallen - ich tue es nicht. Dennoch spiele ich mit.
»Dann ist ja gut.«

Mit jedem Ei wird er nervöser, sodass ihm einige zerbrechen.
Ich recke mich so weit, dass das T-Shirt ein wenig hochrutscht und ihm einen Streifen Haut zu sehen gibt. Golan steht auf meinen menschlichen Oberkörper. Besonders die Bauchmuskeln haben es ihm angetan.
»Ist dir eigentlich auch so warm?« In einer schnellen Bewegung ziehe ich mir mein Shirt über den Kopf. Aus dem Augenwinkel sieht er zu mir und schluckt.
Gespielt irritiert sehe ich an mir herunter. »Alles okay?«
»Ja ... ja. Alles ... okay.«
Abrupt legt er alles aus der Hand und rückt vom Tisch ab.
»Oh, fertig?«
»Mhm. Das sollte reichen. Ich ... gehe mir mal die Hände waschen.«
Ich gebe ihm etwa zwei Minuten, bevor ich ihm folge. Der Anblick, der mich im Badezimmer erwartet, lässt mich überrascht aufkeuchen. Der will doch nicht etwa ohne mich Spaß haben?

»Golan ...« Er zuckt zusammen und hält inne. Im Spiegel treffen sich unsere Blicke, während ich langsam auf ihn zugehe und ihn von hinten umarme. Dabei schiebe ich seine Hand beiseite, um meine auf seinen Schwanz zu legen.
»Denk doch an dein Handgelenk«, mahne ich ihn leise und streiche an seinem Schaft entlang. Golan seufzt und lässt sich gegen mich fallen. »Du wolltest ja nicht«, mault er leise und stöhnt gleich darauf, als ich meinen Griff ein wenig verstärke.
»Das habe ich nie behauptet«, flüstere ich gegen sein Ohr. »Aber du wolltest, dass ich mich zurückhalte. Also habe ich das getan.«
Seine Hände krallen sich in meine Oberschenkel. Seine Beine zittern und ich reize unablässig seinen Schwanz.
»Du hörst doch sonst nicht auf mich«, erwidert er brüchig. Seinen Kopf hat er gegen meine Schulter gelehnt und bietet mir seinen Hals dar. Ich lecke über die empfindliche Haut und puste darüber. Wie in meiner Vorstellung bildet sich eine Gänsehaut. Golan erschauert.
»Soll das heißen, du wolltest vorhin gar nicht, dass ich aufhöre?«, frage ich grinsend, meinen Blick auf den Spiegel, auf ihn gerichtet.
Keuchend schüttelt er den Kopf.
»Wenn du ›nein‹ sagst, meinst du eigentlich ›ja‹?« Golan nickt heftig. Natürlich habe ich ihn längst durchschaut, aber ich gebe es zu: Ich mag es, ihn ein wenig zu ärgern.
»Aber nicht immer«, wendet er ein.
»Aha. Und woher soll ich wissen, wann du wirklich ›nein‹ meinst und wann das Gegenteil? Ist das wieder so ein Menschending?«
Meine Hand hält nicht still. Golan windet sich in meinem Arm, wimmert leise.
»Ich ... das ... Hua! Können wir das nicht ... später besprechen?«
Ich setze zarte Küsse auf die Haut hinter seinem Ohr. »Hm, ich würde das schon gerne jetzt wissen. Soll ich dafür lieber aufhören?«
»Nein!«
Abrupt lasse ich los und ernte einen empörten Laut.
»Nein ... mach weiter ... bitte!«
»Ach so. Das ist jetzt ein echtes ›Nein‹, ja?«
»Krinto, verdammt!« Blitzschnell dreht er sich um, presst seine Lippen in einer verzweifelt anmutenden Geste auf meine und öffnet meine Hose. Seine Hand umschließt unmittelbar meine Erektion. Stöhnend dränge ich mich an ihn.
»Woran hast du vorhin gedacht?«, fragt er dicht an meinem Mund. Augenblicklich grinse ich.
»Nun ... ich habe mir vorgestellt, deine Pinsel anderweitig einzusetzen.« Seine Hand bewegt sich schneller. Keuchend schaue ich nach unten und sehe, wie er unsere beiden Erektionen in seiner Hand hält und stetig auf und ab streicht.
»Erzähl mir davon«, fordert er mit rauer Stimme.
»Ich ... in meiner Vorstellung habe ich damit all deine empfindlichen Bereiche gereizt. Die Haut hinter deinem Ohr.« Mit der Fingerspitze streiche ich hauchzart über die Stelle. »Dein Gesicht, deinen Hals.« Zur Verdeutlichung folgt mein Finger den Beschreibungen. »Um deine Brustwarzen herum.«
Mehrmals kreise ich darum und kneife kurz hinein. Ich mag es, wenn er deshalb aufkeucht. »Aber der Gedanke, der mich am meisten beschäftigt hat, war, deinen harten pulsierenden Schwanz mit den weichen Borsten zu stimulieren. Immer ein wenig mehr.« Meine Hand legt sich auf seine, bestimmt den Rhythmus. Stöhnend küsse ich ihn, lasse meine Zunge tief in seinen Mund gleiten, verstärke meinen Griff und beschleunige die Bewegungen. Golan zittert und hält sich mühevoll aufrecht. Ich schlinge meinen freien Arm um ihn. »Lass dich fallen«, raune ich ihm zu, treibe uns beide weiter. Er bebt regelrecht, als er mit einem unterdrückten Schrei kommt und mich mitreißt. Ich stolpere vor und stütze mich am Waschbecken ab, als ich versuche, meine Atmung wieder unter Kontrolle zu bekommen.
Auch so ein Aspekt, der uns unbekannt ist. Die Verschmelzung unserer natürlichen Körper ist durchaus intensiv und gefühlvoll, aber bei Weitem nicht derart explosiv und Energie raubend. Dennoch gebe ich zu, dass ich auf diese Art der Vereinigung nicht mehr verzichten möchte.

~*~*~


Warum meint Golan eigentlich, jeden eurer fragwürdigen Bräuche mitmachen zu müssen? Es ist Samstag. Ich steige gerade aus meinem Arbeitsgefährt - ja, ich kutschiere immer noch Menschen durch die Gegend - und freue mich auf ein heißes Bad oder wenigstens eine Dusche.
Ich weiß, dass ich einmal behauptet habe, Wasser sei unnötig und Menschen würden nicht stinken - diese pauschale Aussage revidiere ich hiermit. Dabei rede ich nicht nur von den unterschiedlichen und teils äußerst unangenehmen Ausdünstungen, sondern auch von den künstlichen Aromen, die ihr euch zusätzlich übersprüht. Diese Mischung ist wahrlich zum Davonlaufen.
Mein Antrag auf einen Geruchsneutralisator wurde seinerzeit abgelehnt. Wenn ich die Menschheit studieren wolle, dann nur in ihrer Gänze, hieß es in der Begründung. Ganz toll! Die obersten Bosse müssen sich ja auch nicht tagtäglich mit diversen Variationen an Aromen unterschiedlicher Intensität herumschlagen. Denn genau, wie intensive Geschmäcker unser Nervensystem überfordern können, gilt dies auch für unseren Geruchssinn. Nur, dass man diesen Reizen hilflos ausgesetzt ist.
Daher freue ich mich jeden Tag mehr auf meinen Feierabend, denn zu Hause herrscht neben Essensgerüchen, an die ich mich inzwischen gewöhnt habe, nur der äußerst berauschende Duft meines Liebsten.
Ja, ich meckere häufig über ihn, dennoch liebe ich ihn. Okay, grundsätzlich ist das nichts, das beeinflussbar wäre, schließlich ist unsere Partnerschaft vorherbestimmt, jedoch gäbe es einen letzten Ausweg, der aber schon lange von niemandem mehr beschritten wurde: die Lösung.
Hierbei handelt es sich um einen Ritus, der in den alten Schriften festgehalten ist. Wenn ein Paar, das zusammengeführt wurde, in keinster Weise harmoniert und es gesellschaftlich bedrohlich wäre, diese Verbindung aufrechtzuerhalten und beide ihr Einverständnis abgeben, gibt es eine Möglichkeit, diese Partnerschaft zu lösen; die Liebe zwischen ihnen sterben zu lassen, um etwas Besseres zu schaffen.
Wie genau das geschieht, ist nicht öffentlich bekannt. Nur einigen Wenigen kommt das Privileg zuteil, dieses Wissen ihr Eigen nennen zu dürfen.
Ich gebe zu, zu Beginn unserer Partnerschaft habe ich das eine oder andere Mal an diese Möglichkeit gedacht. Aber ich bin ein Kämpfer und Golan ebenso, denn ich fürchte, er hat es auch mit mir nicht sonderlich leicht.
Grundsätzlich ist unsere Spezies auf Beständigkeit und Harmonie ausgelegt. Aufregung und Überraschungen sind uns zuwider. Daher ist jeder neue Tag mit Golan eine Herausforderung für mich. Warum er derart aus der Art geschlagen ist, weiß niemand. Einer unserer erfahrensten Wissenschaftler hat die These aufgestellt, dass es einen tieferen Sinn darin gäbe, und sei es nur, damit wir unseren Horizont erweitern, uns weiter entwickeln und nicht auf der Stelle treten. Wie wir uns weiterentwickeln sollen, wenn wir uns wie primitive, zurückgebliebene Menschen verhalten, ist mir allerdings schleierhaft.

Momentan habe ich jedoch nichts gegen ein wenig einfache, menschliche Gewohnheiten und dazu gehört eine Badewanne voll heißen Wassers, um diesen peinigenden Druck in meinem Kopf zu lindern. Dieses duftende Zeug, das Golan gern hineinkippt, habe ich inzwischen aus unserem Badezimmer verbannt. Nicht noch mehr Gerüche! Die verursachen nur Kopfschmerzen. Während unser natürlicher Körper vor menschlichen Krankheiten und Befindlichkeitsstörungen gefeit ist, sind wir es in eurer Form leider nicht. Dennoch bleiben wir wir, was bedeutet, dass eure Tabletten nicht bei uns wirken. Die einzige Lösung: Wir wechseln die Form. Nur in letzter Zeit habe ich die quälende Erfahrung machen müssen, dass bei einem Rückwechsel die Schmerzen einfach auf mich gewartet haben und umso intensiver zurückkommen. Meine Anfrage diesbezüglich bei unseren Wissenschaftlern blieb bisher unbeantwortet, sodass ich meine eigenen Methoden entwickelt habe: warmes Wasser und sonstige körperliche Entspannung gemeinsam mit Golan. Am besten beides gleichzeitig. Oha! Der Gedanke verursacht wie so häufig ein angenehmes Ziehen in meinem Unterleib. Kaum habe ich die Tür aufgeschlossen, kommt mir Golan auch schon grinsend entgegen.
»Hab’ dich schon gerochen«, säuselt er, schlingt seine Arme um mich und presst seufzend seine Lippen auf meine. Meine Hände wandern ohne mein bewusstes Zutun auf seinen Hintern und pressen Golan an mich. Seine Zunge in meinem Mund verstärkt jede Empfindung. Stöhnend drängt er mich von innen gegen die Haustür und reibt sich an mir.
Für gewöhnlich exerzieren wir unsere sexuellen Tätigkeiten lange und ausdauernd, wie dem einen oder anderen bereits aufgefallen sein mag. Daher bin ich über seine hektische Art, mir heute blitzschnell die Hose zu öffnen, nach unten zu sinken und seine Zunge gekonnt einzusetzen, durchaus überrascht. Nicht, dass ich mich beschweren will ...
Immer wieder umspielt seine Zunge meine Erektion, schickt diese angenehmen Impulse bis in die kleinsten Nervenenden meines Körpers. Ich spüre jeden einzelnen Muskel sich anspannen, meine Hoden sich zusammenziehen, in diesem Moment, kurz bevor der menschliche Organismus aufgibt und eine Überdosis Endorphine parallel zu seinem flüssigen Erbgut ausschüttet. Keuchend drehe ich meinen Kopf hin und her. Golan soll bloß nicht aufhören. Tut er auch nicht, aber er verlangsamt schlagartig sein Tempo, als er merkt, dass mich nur Millisekunden von der Erlösung trennen. Eine fiese und gleichzeitig so erfüllende Variante, die er in Perfektion beherrscht. Ich dagegen weniger, dazu bin ich zu gierig und sehe meinen Liebsten zu gerne mit lusterfülltem Blick kommen.
»Golan ...«, gebe ich ächzend von mir, kralle mich in seine Haare. Er soll es beenden. Oder noch nicht. Ich kann nicht mehr klar denken. Ein Umstand, der neu und in gewisser Weise erschreckend ist. Selbst beim Sex sind wir in der Lage, jederzeit logische Gedanken zu verfolgen und dabei dennoch in Liebe vereint zu sein. Hört sich unromantisch an? Nun, wie man bisher mitbekommen konnte, sind wir für derartige Gefühlsregungen eher weniger bekannt. Aber in einer fremden Form sind wir manchmal in der Lage, uns komplett in deren Eigenheiten zu verlieren.
»Bitte ...«, flehe ich, wohl wissend, dass es unnötig ist. Er wird mich genau dann erlösen, wenn er es für richtig hält.
Meine Beine zittern, als meine Sinne zu schwinden beginnen. Mir entkommt ein gequältes Stöhnen.
Seine Zunge scheint sich immer langsamer zu bewegen, umspielt meinen Schaft, wandert höher, reizt die überempfindliche Eichel. Mein ganzer Körper spannt sich beinahe schmerzhaft an. Los, nur noch einmal. Als hätte er meine Gedanken gehört, wiederholt Golan seine Liebkosung. Mein Griff wird unwillkürlich fester. Ich schreie, zucke ihm entgegen und fühle mich seltsam entrückt, als endlich die gesamte Anspannung dieses Tages mit einem Schlag aus mir herausgespült wird. Wie in einem Rausch nehme ich seine beruhigenden Hände wahr, die meine Beine und meinen Bauch streicheln.
Viel zu schnell lässt dieses Gefühl nach. Golan richtet sich auf und schmiegt sich an mich. Automatisch verstärke ich die Umarmung.
»Willkommen zu Hause, Schatz!«, flüstert er an meinem Hals. Ein wohliger Schauer durchläuft mich und die menschliche Müdigkeit will sich über mich legen. Doch nicht, bevor Golan nicht ebenfalls Erlösung gefunden hat. Vorher könnte ich eh nicht schlafen, weil sein Geruch mich unbarmherzig wachhält. Das Pochen in meinem Kopf lässt allmählich nach und ich bin wieder in der Lage, klarer zu denken.
»Warum bist du heute so stürmisch?«, frage ich, als mir bewusst wird, dass wir noch immer im Hausflur stehen. Er ›überfällt‹ mich zwar gerne mal, aber nicht auf solch hektische Weise.
Kichernd reibt er sich an mir. »Weil wir gleich los müssen«, erklärt er ohne weitere Ausführungen. Das ist hoffentlich nicht sein Ernst! Ich habe keine Lust, jetzt noch irgendwo hinzufahren. Ich will meine Badewanne, etwas zu Essen und Sex. Ganz viel Sex. Am liebsten bis Montagabend durch, denn solange müssen Golan und ich nicht arbeiten.
Offenbar spürt er meine Ablehnung. Er löst sich von mir und sieht mich mit einem von Liebe erfüllten Blick an, der mich alles vergessen lässt. Selbst das Atmen, wie mir kurz darauf bewusst wird, als mich mein menschlicher Körper schmerzhaft an diesen Umstand erinnert und ich hektisch einatme. Liebevoll streichelt Golan über meine Wange. »Es wird dir gefallen«, versichert er mir.
Eine Aussage, die ich gerne glauben würde, doch ich kenne meinen Freund. Meist bedeutet dies, dass es im Grunde ihm gefällt. Gut, wenn er glücklich ist, bin ich es auch. Dennoch bezweifle ich diese pauschale Aussage.
»Komm«, flüstert Golan und zieht mich in unser Wohnzimmer, um mich zur Couch zu dirigieren. Er setzt sich hin und zieht mich vor sich. »Schließ die Augen. Entspanne dich.« Dabei drückt er mich an sich und ich spüre seine Erektion in meinem Rücken.
»Was ist mit dir?«
»Schsch .... Lass das meine Sorge sein. Notfalls kümmere ich mich selbst darum!«
Kurz darauf spüre ich Golans Finger an meinen Schläfen. Die kreisenden Bewegungen bewirken einen wohligen Schauer, der so anders als die sonstigen ist, die seine Berührungen üblicherweise hervorrufen. Ich gebe einen brummenden Laut von mir, als ich spüre, wie das Stechen und Hämmern allmählich nachlässt. Der sanfte Kuss, den er auf meinen Nacken haucht, scheint die Wirkung zu beschleunigen. Keine zehn Minuten später fühlt es sich an, als hätte ich noch nie unter Kopfschmerzen gelitten.
»Danke«, flüstere ich und ziehe seine Arme eng um mich. »Wie bist du denn auf die Idee gekommen?« Dass man mit Druck von außen dem inneren begegnet, hätte ich nie in Betracht gezogen.
»Internet«, erwidert er leise. Hätte ich mir denken können. Golan sitzt recht häufig vor dieser Kiste und kann gar nicht genug Informationen bekommen. Er saugt regelrecht alles in sich auf.
»So, und jetzt müssen wir los. Sonst verpassen wir das Beste.«
Meinen Protest ignorierend, erhebt er sich und wackelt aufreizend mit seinem Hintern. Ich weiß, dass er das absichtlich tut und er weiß, dass er mich damit um den Finger wickeln kann.


»Und?«, fragt er erwartungsvoll. Ja, ich gebe zu, es ist nett. Nein, eigentlich ist es sehr schön. Warm und friedlich.
»Mhm«, gebe ich brummend von mir. Golan steht vor mir und zieht meine Arme enger um sich, während er in die Flammen schaut.
»Wie nennt man das noch mal?«, frage ich nach. Allmählich verliere ich den Überblick bei der Vielzahl der menschlichen Bräuche.
»Das ist ein Osterfeuer.« Gefällt mir. So kann man abends draußen sein, obwohl es noch nicht wirklich warm ist, doch das Feuer vertreibt die Kälte.
Wir stehen ziemlich lange da und schauen in die flackernden Flammen. Golan hat seinen Kopf an meine Schulter gelehnt und seufzt. Wie zur Antwort knurrt mein Magen. Mit einem Grinsen dreht Golan seinen Kopf und sieht mich an. »Hast du etwa Hunger?« Wundert ihn das? Schließlich ist unser Abendessen zu Hause ausgefallen.
»Warte. Ich hole uns etwas.« So ganz geheuer ist mir das nicht. Inzwischen habe ich mich zwar schon an viele eurer Nahrungsmittel herangetraut, dennoch bin ich bei jeder Neuerung skeptisch. Nicht vollkommen unbegründet, wie ich das eine oder andere Mal herausfinden musste. Diese kleinen grünen Dinger, Rosenkohl, zum Beispiel lassen mich allein beim Gedanken daran schaudern. Grauenhaft. Wie bekommt ihr so etwas herunter?
Strahlend kommt Golan zurück. In einer Hand hält er ein Brötchen mit undefinierbarem Belag, in der anderen einen Becher. Stimmt, etwas trinken ist sicher nicht verkehrt. Dieses übermäßige Bedürfnis nach Flüssigkeit eines menschlichen Organismus’ habe ich noch immer nicht verinnerlicht, denn unser natürlicher Körper bedarf auch Wasser, keine Frage, aber der ist nicht derart dämlich konstruiert, dass er so viel davon stetig wieder verliert. Doch allmählich wundert mich gar nichts mehr: nicht nur, dass ein Großteil eurer Nahrung wieder herauskommt, auch die Energie, die eure Körper aufwenden, um eure Körperbehaarung ständig wachsen zu lassen, bis sie ausfallen und von Neuem wachsen. Völlig ineffizient.

»Vorsicht, heiß!«, warnt mich mein Freund. Damit meint er sowohl den Becher als auch die Nahrung. Bedächtig puste ich abwechselnd auf beides. Ein erster Schluck lässt mich husten und gleich darauf grinsen. Den Geschmack kenne ich doch!
»Glühwein!«, kommentiere ich strahlend. Ich hatte mich schon gefragt, ob ich bis zum nächsten Weihnachtsfest warten muss, bis ich den wieder trinken kann. Hastig leere ich den Becher und halte ihn Golan auffordernd entgegen.
Mit hochgezogener Augenbraue grinst er schief und dreht sich um.
Wieder wackelt er mit seinem Hintern. Nicht nur, dass sein Geruch schon die ganze Zeit um mich herumwabert, weil er sich vorhin keine Erleichterung mehr verschafft hat, nein, jetzt reizt er mich noch zusätzlich visuell. Dass euer Alkohol nicht zu meiner Beherrschung beiträgt, weiß er ebenfalls. Er provoziert mich absichtlich.
Um mich abzulenken, beiße ich in das merkwürdig gefüllte Brötchen. Etwas Langes, Rundes liegt darin und verströmt einen aromatischen Geruch. Hm, nicht schlecht.
»Was ist das?«, frage ich, als Golan mit zwei Bechern zurückkommt.
»Bratwurst im Brötchen. Schmeckt es dir?«
Kauend nicke ich.

Zwei Stunden und fünf Becher dieses köstlichen Getränks später machen wir uns auf den Heimweg. Mein Körper ist kaum noch in der Lage, geradeaus zu gehen. Dieser Kontrollverlust macht mir Angst. Hilfe suchend kralle ich mich an Golans Arm. Der hat nur einen Glühwein getrunken. Hätte ich wohl besser auch tun sollen.
Die lustvolle Stimmung von vorhin ist einer bleiernen Müdigkeit gewichen. Kaum sind wir im Haus und unserem Schlafzimmer angelangt, falle ich auf das Bett, fest entschlossen, mich nur ganz kurz auszuruhen. Als ich das nächste Mal die Augen öffne, ist es taghell.
Ich schrecke hoch und brauche einen Moment, um mich zu orientieren. Ich wollte doch nur kurz meine Augen entspannen und dann Golan genüsslich vernaschen. Was ist denn passiert?

Golans Seite des Betts ist leer. Dafür liegt auf seinem Kopfkissen ein Stück Papier.
Guten Morgen, Liebster! Ich wünsche dir Frohe Ostern! Wie bei den Menschen üblich, gibt es ein Geschenk für dich, das du allerdings erst suchen musst. Wenn du fündig geworden bist, kehre bitte ins Schlafzimmer zurück!
Dein Golan‹

Grinsend schüttle ich den Kopf. Allmählich übertreibt er. Okay, ich gebe zu, auch ich habe ein Geschenk für ihn, obwohl es genau genommen eher für mich ist. Ob ich das jetzt ebenfalls verstecken sollte? Hm, warum eigentlich nicht?
Ich schnappe mir einen Stift und schreibe unter seinen Brief:
Wie es der Zufall so will, habe auch ich ein Geschenk für dich, welches du erst suchen musst. Mal sehen, wer als Erster fertig ist.‹

Schnell hole ich das Geschenk aus meinem Schrank und überlege einen Moment, wo ich es verstecken könnte. Ich entscheide mich dafür, es auf den Badezimmerschrank zu legen. Dort sieht man es nicht sofort.
Ich laufe bereits einige Minuten durchs Haus, ohne Golans Geschenk gefunden zu haben. Das Bad habe ich abgesucht, im Wohnzimmer in sämtliche Schränke geschaut und im Flur bin ich halb unter das Sideboard gekrabbelt. Uh, nicht schön, sag ich euch. Gegen diese Sache mit dem Staub solltet ihr dringend etwas unternehmen.
Kaum habe ich mich aufgerappelt, kommt Golan mir grinsend entgegen, mein Geschenk in der Hand. Mist! War also doch nicht so schwer zu finden.
Sein Anblick lässt mich mein eigentliches Vorhaben für einen Moment vergessen. Ich mag seinen nackten menschlichen Körper. Seufzend streichle ich im Vorbeigehen seinen Hintern und sauge sein Schaudern regelrecht in mich auf.
»Beeil dich! Ich warte im Bett auf dich.«
Dieser Mistkerl! Der kann mir doch nicht so etwas zuraunen und dann gemütlich weitergehen! Schließlich weiß er, dass ich dann unfähig bin zu denken!
Ein kleiner Geistesblitz schafft es dennoch: Das ist Absicht, damit ich sein Geschenk nicht so schnell finde. Okay, ich brauche etwas Kaltes, um meine Gemütslage abzukühlen. Wahllos hole ich eine Packung Eis aus dem Tiefkühlfach des Kühlschranks und presse sie todesmutig auf meine Erektion.
»Wah! Scheiße!« Ja, fluchen kann ich mittlerweile sehr gut. Zwar habe ich bereits die Erfahrung gemacht, dass Derartiges nicht den gewünschten Effekt bewirkt, dennoch spuckt dieser Körper die Worte vollkommen selbstständig aus.
Schwungvoll werfe ich die Packung in die Spüle. Ganz blöde Idee! Jetzt bin ich nach wie vor scharf auf Golan, mein Schwanz weiterhin hart und pulsiert dafür schmerzhaft, wohl um gegen die üble Kälte anzukämpfen.
Entschuldige, mein Freund, kommt nicht wieder vor. Wie zur Beruhigung lege ich meine warme Hand um meinen Schaft. Oh, ja! Viel besser!
»Ey!«, höre ich Golan aus dem Schlafzimmer rufen. »Nicht ohne mich anfangen! Beeil dich gefälligst!«
Bedauernd lasse ich von mir ab und atme tief durch. Dann suchen wir mal weiter. Die Schränke, die Schubladen, auf den Schränken. Nichts. Hm, da habe ich noch nicht hineingesehen. Endlich. Im Backofen. Zumindest glaube ich, dass es der Backofen ist. Ich hole ein grünes Körbchen mit einem eingepackten Karton, woneben sich Ausformungen von Eiern und Hasen befinden, hervor. Das wird es dann wohl sein. Grinsend laufe ich ins Schlafzimmer zurück.
»Schatz? Ich hab’s gefunden!«, rufe ich triumphierend und bleibe abrupt im Türrahmen stehen.
»Was ...?« Dieser Körper ist doch immer wieder ein Mysterium. Da entzieht er meinem Mund sämtliche Flüssigkeit und beschleunigt den Herzschlag, um gewisse Schwellkörper nur noch stärker mit Blut zu füllen. Bei dem Anblick auch nicht weiter verwunderlich.
»Gefällt es dir?«, fragt Golan unschuldig.
»Was ...?« Ich fürchte, ich bin nur noch in der Lage, dieses eine Wort zu stammeln. Für den Rest meines Lebens. Na, meinetwegen, wenn das wiederum bedeutet, dass ich ab sofort dieses Bild sehen darf.
»Frohe Ostern!«
Langsam dämmert es mir. Da war doch was.
»Oster ... Osterhase?«, bringe ich krächzend hervor.
Golan liegt bäuchlings auf dem Bett, nur minimal bekleidet. Wenn man es überhaupt so bezeichnen kann, denn außer einem Haarreif mit textilen Hasenohren und einem Puschelschwanz trägt er nichts. Wann hat er unsere Bettwäsche gewechselt? Das Laken ist grün und sieht flauschig aus mit den langen Fäden und wirkt wie eine Wiese. Er hat sogar künstliche Blumen verteilt, um den Eindruck zu komplettieren.
Immer wieder wandern meine Augen auf und ab, unfähig sich zu entscheiden, welcher Teil von ihm heißer aussieht. Als mein Blick erneut an diesem rosa Puschelteil hängen bleibt, drängt sich mir eine Frage auf.
»Wie hast du den befestigt?«
Golan wackelt ein wenig mit dem Hintern, was das künstliche Fellanhängsel in Bewegung setzt. »Sieh doch nach«, fordert er lasziv.
Das muss er mir nicht zwei Mal sagen. Ich eile zum Bett, stelle das Körbchen ab, beuge mich vor und spreize seine Backen, was mit einem Stöhnen seinerseits kommentiert wird. Okay, keine Bänder oder Schnüre zu sehen, dann bleiben ja nicht viele Möglichkeiten. Vorsichtig ziehe ich an dem Ding. Tatsächlich! Das ist wie einer eurer Dildos, nur mit Fellanhängsel.
Golan windet sich unruhig, als ich das Teil ein wenig vor und zurück schiebe.
»Krinto ...« Stöhnend schiebt er sich mir entgegen. Lachend küsse ich seinen Hintern. Erst links, dann rechts.
»Warum hast du mir nicht vorher gesagt, was genau es mit diesem Osterhasen auf sich hat? Du siehst ... heiß aus.«
Golan lacht und stöhnt gleich darauf, als ich ihn weiter verwöhne. »Das ...« Keuchend unterbricht er sich selbst. »Das ist nicht die offizielle Variante.«
»Stört mich nicht«, erwidere ich und erhöhe das Tempo. Es dauert nicht lange, bis er sich unter meinen Berührungen ergießt.
Doch ich lasse ihm keine Ruhe, spiele weiter mit ihm. Immer wieder bäumt er sich auf, ergibt sich einem Höhepunkt nach dem anderen, den ich ihm beschere.
»Krinto ... gib mir einen Moment«, fordert er schwach. Manchmal vergesse ich, dass unsere Körper zwar inzwischen gut trainiert sind, aber die Erschöpfung schließlich unbarmherzig Besitz von ihnen ergreift.
Ich lasse ihn verschnaufen, entziehe ihm das Spielzeug und streichle beruhigend über seinen Rücken und Hintern, nur um diese Stellen gleich danach zu küssen und mit meiner Zunge zu berühren. Ich mag es, wenn er sich seufzend windet.
Nach einiger Zeit richtet er sich auf und holt sein Geschenk von seinem Nachttisch. Ich habe ihm ein Bodypainting-Set mit essbarer Farbe geschenkt, denn der Gedanke daran ließ mir keine Ruhe mehr.
»Dreh dich auf den Rücken«, fordert er rau und lächelt über meinen fragenden Blick. »Äh ... ich dachte, ich male dich an.«
»Mein Geschenk, meine Regeln«, erwidert er. »Meinst du, du bist der Einzige, dem die Vorstellung gefällt?«
Zögernd lege ich mich hin. »Schließ die Augen.« Sanft küsst er mich, bevor ich das Knistern der Verpackung höre und angespannt warte. Die erste Berührung direkt um meine linke Brustwarze überrascht mich, sodass ich zusammenzucke. Golan kichert. »Und?«, fragt er.
»Ein wenig kühl.«
»Schlimm?« Der Pinsel kreist und ich schüttle den Kopf. »Nein, ungewohntes Gefühl, aber irgendwie schön.«
Seufzend genieße ich die fremdartige Stimulation.
Pausenlos bestreicht er kleine Bereiche meines Körpers, umkreist den Bauchnabel, wandert weiter nach unten, während er die Farbe von den anderen Stellen wieder ableckt. Die Borsten bewirken ein Kribbeln, als sie über meine Hoden streichen und langsam meinen Schaft hinauf. Mein Schwanz zuckt, giert nach mehr Berührung. Mein Becken zuckt, doch der Pinsel ist erneut auf dem Rückweg.
Meine Hände greifen automatisch an die Stäbe am Kopfende. Ich biete mich ihm an, will verwöhnt werden.
»Krinto ...« Golans Stimme klingt belegt.
»Hm?« Träge öffne ich die Augen.
»Du bist so wunderschön«, flüstert er und streichelt mich hingebungsvoll. »Ich weiß gar nicht, wo ich dich zuerst anfassen soll, wo ich dich verwöhnen soll.«
Ich schlucke und befeuchte meine Lippen. »Fang mit meinem Schwanz an«, schlage ich vor.
»Boah! Krinto, echt!« Der plötzliche Klaps auf meinen Oberschenkel lässt mich zucken, zumal sich ›zärtlich‹ definitiv anders anfühlt.
»Was denn?!«
»Du weißt, wie man eine romantische Stimmung zerstört«, beschwert er sich.
»Entschuldige. Aber die menschlichen Hormone verwandeln meinen Verstand in sinnlose, wabernde Masse. Ich kann nicht mehr klar denken.«
Grinsend beugt er sich zu mir. »Dann hör einfach auf zu denken«, flüstert er dicht an meinen Lippen.
»Ich weiß aber nicht, wie.«
»Schsch ... Mach die Augen zu und konzentriere dich nur auf dein Gefühl.« Augenblicklich spüre ich den Pinsel erneut. Sowie seine Hand, die sich locker um meine Hoden gelegt hat. Als male er Punkte, tupft er an den unterschiedlichsten Stellen auf meinem Schwanz mit dem Pinsel herum, während seine Hand meine Hoden streichelt und schließlich tiefer wandert.
Als er eine Stelle trifft, die besonders empfindsam ist, zuckt mein Schwanz und ich stöhne lang gezogen. Er wiederholt die Berührung und es fühlt sich an, als stimuliere er mich von außen und innen gleichzeitig. Immer schneller, immer intensiver. Mein Körper spannt sich an. Ein Impuls jagt den nächsten, selbst als Golan den Pinsel gar nicht mehr benutzt. Wie macht er das? Schlagartig wird es mir bewusst: Er stimuliert mich von innen! Etwas, das wir bisher noch nicht in dieser Konstellation ausprobiert haben. Zwar habe ich keine Angst vor Schmerzen, denn schließlich sind wir entsprechend anpassungsfähig, doch Golan wollte es bislang nicht. Keine Ahnung, ob er zu faul ist und einfach mich lieber die Arbeit machen lässt. Na, würde zu ihm passen. Ist mir momentan aber relativ egal.
»Gut?«, fragt er leise.
Ich nicke hektisch. »Sehr! Mach weiter! Mehr! Bitte!« Er hält kurz inne und dann ist er plötzlich in mir. Überrascht reiße ich die Augen auf, umschlinge ihn sofort mit den Armen.
»Wow! Nicht aufhören!«
Lächelnd küsst er mich. »Nie im Leben!«
Dieses Mal bin ich es, der von einem Höhepunkt in den nächsten getrieben wird, bis wir schließlich beide gänzlich erschöpft nebeneinanderliegen.

Die Farbe ist mittlerweile auch auf Golan verteilt und größtenteils eingetrocknet. Dazu klebt sie unangenehm. Komisches Zeug.
Golan kichert, als er merkt, wie ich mich winde.
»Hast du dein Geschenk schon geöffnet?«, fragt er leise.
»Meinst du das?« Ich greife nach seinem Hintern.
»Nein, du Blödi.« Gespielt beleidigt schlägt er gegen meinen Oberkörper, bevor er das Osternest vom Nachttisch angelt und mir auffordernd entgegenhält. Dabei würde ich diesem Körper momentan bedeutend lieber ein wenig Ruhe gönnen.
»Jetzt sieh es dir doch mal an«, fordert er. »Das sind Schokoladeneier.« Er deutet auf die bunten Teile. Allein das Wort holt die Flüssigkeit in meinen Mund zurück. »Die haben verschiedene Füllungen.«
Gut, ihr mögt fragwürdige Traditionen haben, aber dass es dafür zu jeder Gelegenheit Schokolade in den unterschiedlichsten Variationen gibt, lässt mich darüber hinwegsehen.
»Und das da?« Ich deute auf das Päckchen.
»Packs aus.«
Schnell reiße ich die Verpackung herunter. Zum Vorschein kommt ein Karton. Darin befindet sich ein Fläschchen, auf dem Schokolade abgebildet ist.
»Das ist ein Badezusatz. Ich dachte mir, wenn du die anderen nicht magst, dann vielleicht den hier.«
Neugierig öffne ich die Flasche und rieche daran. Tatsächlich! Schokolade! Ihr tut das Zeug auch überall rein, oder?


»So könnte es immer sein.« Gähnend ziehe ich Golan näher an mich und streichle träge über seinen Oberkörper.
Schokoladenduft umhüllt uns und dieses plätschernde Geräusch des Badewassers wirkt zusätzlich einschläfernd. Wir sitzen in der Badewanne, mein Liebster vor mir und ich ziehe in Erwägung, nie wieder aufzustehen.
»Mhm«, kommt es von Golan. »Und gefällt dir Ostern?«
»Deine Variante auf jeden Fall.«
»Ich hatte erst überlegt, das Ganze nach draußen zu verlagern, aber das war mir zu kalt und außerdem: Was sollen die Nachbarn sagen?«
»Ach, ich mag unsere Spielwiese.«
Grinsend lasse ich eine Hand tiefer wandern und umspiele seine Hoden. Zischend atmet Golan ein. »Schon wieder?«, fragt er ein wenig ungläubig.
»Na ja ...« Ich küsse seine Schulter. »Ich dachte, zu Ostern muss man Eier suchen.« Ich verstärke meinen Griff ein wenig. Golan kichert.
»Na, das Versteck war jetzt ja nicht allzu schwer zu finden.«
»Hm, aber ich denke, ich sollte regelmäßig nachschauen. Man kann ja nie wissen.«
Golan dreht sich ein wenig und gibt mir einen Kuss. »Guter Plan.«
Als er sich wieder zurückdreht, stockt er und deutet auf unseren Nachrichtentransponder.
»Seit wann blinkt der?«, fragt er.
»Keine Ahnung.« Interessiert mich momentan auch herzlich wenig. Doch Golan steht sofort auf. Wir bekommen selten Nachrichten von unserem Planeten, nur wenn es unabdingbar ist.
Kaum drückt Golan auf einen der Knöpfe, erscheint auch schon die Nachricht eines unserer Wissenschaftler.
»Krinto, wir haben vermutlich die Ursache für deine ständigen Kopfschmerzen eruieren können. Doch für eine abschließende Abklärung musst du dich auf unseren Planeten begeben. Wir empfehlen, dies schnellstmöglich zu tun, damit dein menschlicher Körper keine bleibenden Schäden davonträgt, welche sich unter Umständen auch auf deinen natürlichen Organismus übertragen können.«
Golan und ich starren uns an. Das hört sich nicht gut an.
»Na, komm!« Golan streckt mir seine Hand entgegen. »Wenn wir unser Raumschiff im Garten nehmen, sind wir in einer Woche da und genauso schnell wieder zurück.«
»Und wie willst du den Obersten erklären, dass das plötzlich wieder intakt ist? Schließlich hattest du doch gemeldet, es sei zerstört«, gebe ich zu bedenken. Nicht, dass ich mit der lahmen Schüssel fliegen möchte, mit der ich hergekommen bin. Schon allein der Gedanke an die Kryokammer lässt mich zittern.
»Hm, wir sagen einfach, wir hätten die ›Gastropode‹ als Ersatzteillager verwendet. Ich bin ein guter Ingenieur und in den letzten drei Monaten habe ich unser Raumschiff eben wieder repariert.«
Ich überlege einen Moment. Ja, das könnte klappen, denn ich muss zugeben, unsere Spezies kann eine gewisse Naivität nicht verleugnen. Die werden uns glauben.
Als ich keine Anstalten mache, aufzustehen, legt er den Kopf schief. »Was ist los?«
»Ich will hier nicht weg.« Huh, ich kann ja auch schmollen! Ich bin definitiv schon zu lange auf der Erde.
Golan lächelt nachsichtig. »Ich verstehe dich, aber du musst an deine Gesundheit denken. Komm, wir nehmen auch eine extragroße Ration Schokolade mit.«
Unwillig erhebe ich mich und spüre erneut die ersten Anzeichen des typischen Pochens in meinem Kopf. Verdammt!
Wortlos nimmt Golan mich in den Arm. Ich schätze, er sieht mir an, was los ist. Seufzend löst er sich von mir und zieht mich in unser Schlafzimmer.
»Lass uns nicht trödeln. Außerdem: Wir sind eine Woche ungestört. Keine Arbeit, nur wir beide«, erklärt er augenzwinkernd. Stimmt, aus der Perspektive habe ich das noch gar nicht betrachtet.
»Lass uns den Sling mitnehmen«, fordere ich rau.
»Haben wir denn dafür überhaupt Platz?« Bedauernd sieht er in die Richtung unseres neuesten Möbelstückes. Knurrend ziehe ich ihn an mich und küsse ihn hart, bis er seufzt.
»Notfalls lassen wir die Sitzmöbel hier. Und wir sollten auch ein paar von den vibrierenden Dingern einpacken, für den Fall, dass uns langweilig wird«, füge ich hinzu.
Golan grinst.
»Uh, du denkst aber auch an alles.«
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