Aushilfe für einen Tag

von yezz
KurzgeschichteHumor, Romanze / P6
Urahara Kisuke
02.04.2015
02.04.2015
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Vorwort

Liebste Kyoki, liebste PJ,

als du von mir verlangtest, dass mein Ostergeschenk ein Bleach-FF mit dir und Kisuke sein sollte, war ich fast verzweifelt. Bis zu diesem Zeitpunkt kannte ich Bleach nur vom Hören und kurzen Ausschnitten von Youtube. Und dann auch noch Kisuke...
Aber gut, versprochen ist versprochen. Also hier, viel Spaß mit deinem Ostergeschenk!

In Liebe,
deine yezz ;)
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Für alle anderen Leser: Ich würde mich trotzdem sehr freuen, wenn euch diese Geschichte anspricht. Ich hoffe, auch wenn man Kyoki-tana nicht persönlich kennen sollte, dass die Geschichte trotzdem durchaus lesenswert ist ;)

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Energisches Klopfen riss ihn aus seinem Schlaf. Gähnend und grummelt drehte er sich auf seinem Futon auf die andere Seite. Es konnte noch längst nicht Zeit sein, den Shop zu öffnen, also konnten sie ihn alle Mal. Und wenn es wichtig wäre, würde Tessai sich schon darum kümmern. Das Klopfen verstummte nach einer schieren Ewigkeit. Aber Kisuke hatte das komische Gefühl, irgendetwas Wichtiges vergessen zu haben. Er streckte sich genüsslich und zog seine Decke wieder bis unter die Nase. Wird schon nicht so wichtig sein, wenn er es vergessen konnte. Somit schloss er wieder die Augen. „Tessai!“, mit einem Satz war er aus seinem Bett. Jetzt fiel es ihm wieder ein! Tessai war mit Jinta und Ururu unterwegs. Er hatte was von 'einem Tag Urlaub' gemurmelt. Außerdem hätte er für den Tag eine Aushilfe besorgt. Das Klopfen!

Schnell schlüpfte er in Mantel und Sandalen, schnappte sich seinen Hut und lief zur Ladentür. Vorsichtig streckte er zu aus dem Spalt, den er geöffnet hatte. Draußen saß eine junge Frau. „Dachte schon, man hätte mich vergessen!“, nörgelte sie etwas, während sie sich erhob und ihm die Hand reichte. „Ich bin PJ und soll heute etwas in ihrem Laden aushelfen.“, stellte sie sich höflich vor. „Ähm... Ja. Ich bin Kisuke. Komm rein.“, damit ließ er sie auch schon vor der Tür stehen.

PJ blinzelte etwas verwirrt. Hat er sie jetzt tatsächlich einfach stehen gelassen? Langsam setzte sie sich in Bewegung, um dem Ladenbesitzer ins nach Drinnen zu folgen. Sie zog ein wenig, aufgrund der abgestandenen Luft im Laden, die Nase kraus. „Darf ich hier mal lüften?“, fragte sie etwas entnervt. Das konnte ja heiter werden, wenn der Tag nun schon so anfing. „Tu dir keinen Zwang an!“, gähnend verzog er sich weiter ins Innere des Geschäfts. „Wie soll er hier denn Lebensmittel verkaufen wollen?“, murmelte die Pinkhaarige und stemmte die Hände in die Hüften. Kurz entschlossen schnappte sie sich einen Besen und begann mit der Reinigung des Bodens.

Laute Musik unterbrach sein Morgenritual. Sein morgendliches Ritual, welches aus einem Kaffee, der Tote wecken konnte und einem kurzen Schläfchen auf der Tischplatte bestand. Aber wer konnte bei solch einem Lärm die restliche Bettschwere noch ausnutzen? Seufzend richtete er sich langsam auf, streckte und gähnte herzhaft, bevor er wieder den Laden betrat. Mit großen Augen beobachtete er eine, um sich herumwirbelnde, PJ. Mit wachsender Begeisterung und zum Takt der Musik aus dem Radio sauste sie zwischen den Regalen hin und her. Kisuke kam nicht daran vorbei, an diesen tasmanischen Teufel zu denken, welchen er vor Kurzem zufälligerweise in einer Zeichentrickserie gesehen hatte.

Kurz stockte sie, als sie merkte, dass er wieder im Laden stand. „Hier drinnen bin ich fertig, ich kehre kurz noch draußen!“, voller Eifer stürzte sie sich nach draußen. Neugierig folgte er ihr mit seinem Blick. So viel Elan war er gar nicht gewohnt.

Eine halbe Stunde später kam sie zurück ins Innere. Sie rieb ihre Hände aneinander und grinste schief. „Kann ich sonst noch etwas tun?“, fragte sie den Ladenbesitzer. „Och...“, die Antwort glich mehr einem Seufzen, gleichzeitig ließ er sich auf den Boden fallen. „Ich habe heute eigentlich keine Lust zu öffnen.“, gestand er. Kritisch beäugte PJ Kisuke. „Außerdem kommen eh kaum Leute.“, frech grinsend entgegnete er ihren Blick. Das Blau ihrer Augen faszinierte ihn. Er konnte darin erkennen, dass sie für den ein oder anderen Streich zu haben ist. Und genau das konnte er jetzt brauchen. Unbeschwert durch die Straßen laufen und, wie kleine Kinder, Anderen Streiche spielen! Seine Augen blitzten vergnügt bei dieser Vorstellung auf. Dies entging auch der Pinkhaarigen nicht.
Schnell sprang Kisuke auf und schnappte sich das Ladenschild mit der Aufschrift „Mittagspause!“ und wollte damit zur Ladentür, als PJ ihn aufhielt. „Das willst du doch nicht etwa so aufhängen?“, tadelte sie ihn. „Ähm... Doch?!“, stammelte ihr Gegenüber verwirrt und rieb sich den Nacken. „Aber da ist doch Tessai drauf!“, echauffierte sie sich künstlich und zückte einen Edding. Kurze Zeit später saßen sie glucksend vor dem korrigierten Schild. „Viel Ähnlichkeit kann ich zwar nicht erkennen, aber vielleicht, wenn die Frisur...“, damit begann er ihr in den Haaren herum zu wuscheln. Schnell erntete er einen Klaps auf die Hände. Schmollend zog er seine Hände zurück und drehte sich mit dem Rücken zu ihr. Lachend hielt sie ihm ein Melonenbonbon unter die Nase. „Ich dachte, wir wollten die Stadt unsicher machen?!“

Eine Weile liefen sie lachend, kreischend und kichernd durch die Stadt. So manch einem Stadtbewohner raubten sie den letzten Nerv. So manch einer tippte auf eine Horde Grundschüler, die am heutigen Tag schulfrei haben. Mit zwei, mehr oder weniger, erwachsenen Personen hätte keiner gerechnet. Frisch auf der Flucht von einer ihrer Schandtaten, dieses Mal das klassische „Klingelmännchen“, passte PJ nicht auf und stieß mit einem Laternenmast zusammen. Sie hörte noch, wie Kisuke prustend „Schau doch nach vorne, wenn du läufst!“ von sich gab, als es um sie schwarz wurde.

Gewaltige Kopfschmerzen ließen sie zusammenzucken, als sie wieder wach wurde. Kurz blickte sie sich um, sie lag in einem geräumigen Zimmer auf einem bequemen Futon. Und alles roch nach Kisuke. Genießerisch sog sie den Duft ein, der sie kurzzeitig die Schmerzen in ihrem Kopf vergessen machte. Ihre Hand wanderte zögernd an ihre Stirn. Nach dem Ausmaß der Beule zu urteilen, welche etwas über ihrem linken Auge emporragte, wunderte sie sich nun nicht mehr über das dumpfe Pochen in ihrem Schädel. Dass dieser Laternenmast aber auch unbedingt ihr im Weg stehen musste!

Schritte im Flur rissen sie aus ihren Gedanken. Das Shoji wurde zur Seite geschoben und Kisuke erschien in der Öffnung. „Na, Dornröschen? Ausgeschlafen?“, während er sprach, ließ er seinen Blick über die junge Frau gleiten. „Oder sollte ich dich besser Einhorn sagen?“, damit kniete er sich neben sie und stellte ein Tablett mit Tee ab. „Dornröschen gefällt mir besser. Aber wurde diese nicht wachgeküsst?“, stellte sie neckend fest. „Kannst du haben...“, murmelte er und beugte sich langsam zu ihr herunter. Als sich seine Lippen sanft auf ihre legten, schlang PJ Ihre Arme um seinen Nacken und zog ihn näher an sich heran.
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