Traumtänzer

KurzgeschichteDrama, Poesie / P12
31.03.2015
31.03.2015
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Traumtänzer

Unser Leben hat sich geändert
Der kalte Blick, mit dem du mich musterst
Die harten Worte, unter denen du mich begräbst
Das frostige Schweigen, mit dem du mich zu strafen versuchst

Du beschuldigst mich
Treibst mich mit dem Rücken gegen die Wand
Die Tränen, die mich Nacht für Nacht bis in den Schlaf begleiten
In dunklen Rinnsalen laufen sie meine Wangen hinab, und tropfen auf den staubigen Boden

Ist es zu spät, um auf Erlösung zu hoffen?
Heimlich träume ich davon endlich frei zu sein
Das Einzige, das du mir noch nicht nehmen konntest: Die Hoffnung

Hoffnung auf eine Besserung
Das Einzige, das mir Kraft gibt, wenn du mich,
gebunden an Ketten aus Schmerz, erneut in die Ecke wirfst,
wie ein ungeliebtes Spielzeug

Ist es zu spät?
Zaghaft strecke ich meine Arme nach dir aus, doch du stößt mich zur Seite
Blut, rot, wie Wein, rinnt meinen Arm hinab
Eine weitere Narbe, die mich an dich erinnern wird

Erneut weine ich mich in den Schlaf
Nimmt dieser Albtraum,
der sich Leben nennt, denn kein Ende?

Wie oft sehne ich mich nach Erlösung,
die ich schließlich völlig übermüdet,
mit dem salzigen Geschmack der Tränen auf meinen Lippen,
endlich in der Dunkelheit der Nacht finde

Und dann tauche ich ein,
in eine Welt aus Harmonie,
in der ich glücklich sein kann

Aber wenn ich erwache, beginnt mein Albtraum erneut
Deine kalten Augen wachen über mir und erwarten mich
Und ich stelle mir erneut die Frage:
Ist es zu spät?
Ja!
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