Mischling

GeschichteMystery, Übernatürlich / P12
Kagome Sesshoumaru
30.03.2015
09.08.2020
149
150.307
21
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01.08.2020 1.052
 
Kapitel 145. Schwerttraining

Den Dämon scheint das allerdings nicht zu stören. Er erklärt sachlich, dass jeder sein Schwert so hält wie es einem am besten in der Hand liegt. Kagome erinnert sich, dass sie Tessaiga im Grab von Inu no Taisho damals auch mit beiden Händen gehalten hat und nickt nur.

Kagome würde von ihm nun erwarten, dass er ihr einige Techniken oder den richtigen Stand zeigen würde, aber stattdessen sagt er: „Greif mich an.“
„Was?“, reagiert Kagome fast reflexartig. Verstanden hat sie ihn, sie kann nur nicht fassen was er da sagt.
„Greif mich an.“, wiederholt er seine Worte und klingt ernster. Die Dämonin fragt sich ob der DaiYokai ihr so viel zutraut, oder nur Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten hat. Wiederwillig umfasst sie den Schwertgriff fester, überbrückt die drei Schritte zwischen ihnen und schlägt mit ihrem Katana von oben herab auf ihn zu.
Bevor sie auch nur bei ihm ankommt, hat er sein Schwert schon in Abwehrposition bereit und pariert ihren Schlag mit Leichtigkeit. Kagome wird etwas zurück gefedert und bemerkt, das er sich keinen Millimeter bewegt hat. Das hätte sie eigentlich erwarten sollen, aber es verstimmt sie dennoch etwas.
Sesshomaru lässt sein Schwert etwas sinken und bemängelt ihre Fußarbeit. Echt jetzt? Sie hat das schließlich noch nie gemacht! Jedoch hört er sich nicht böse oder fies an, sondern einfach nur wie ein Lehrer der die Fähigkeiten seines Schülers kritisiert.
Er geht zwei Schritte zurück und will dass sie nun stehen bleibt und pariert. Dabei gibt er die klare Anweisung seine Bewegungen zu beobachten.
Schluckend, stellt Kagome sich so hin, wie er eben stand und versucht sich auf den Schlag zu wappnen. Er führt den gleichen Angriff aus, den sie gemacht hat, nur das es sehr viel eleganter und fließender aussieht. Interessanter weise scheint Sesshomaru sie zu schonen und sich langsamer zu bewegen als sonst. Sie kann seine Bewegungen sehr gut beobachten und auch der Schlag, den sie pariert ist etwas sanfter. Aber nur etwas, sodass sie einige Zentimeter nach unten gedrückt wird.
Der Druck lässt sehr schnell nach und Kagome richtet sich wieder auf. Sesshomaru weist sie an, es zu wiederholen und beide gehen zwei Schritte zurück. Kagome wiederholt seine Bewegungen und greift ihn wieder an. Sie versucht so gut wie möglich seine Fußarbeit und seine Körperhaltung nach zu ahmen und bekommt ein zufriedenes Nicken zur Antwort. Kagome lächelt leicht und Sesshomaru nutzt den Moment, um sie von sich weg zu stoßen. Kagome verdankt es ihrem guten Gleichgewicht, das sie nur etwas zurückstolpert und wieder sicher auf dem Boden steht.
Er meint in knappen Sätzen, dass sie mehr Gewicht in den Schlag stecken soll und ihre Aufmerksamkeit nicht vernachlässigen darf. Der DaiYokai weicht einen weiteren Schritt zurück und Kagome kann sich schon denken, das er wieder an der Reihe ist und tatsächlich kommt er mit gesenktem Schwert auf sie zu und meint nur: „Unten rechts.“
Kagome versucht zu parieren und ihr neues Wissen einzusetzen, aber vermutlich verdankt sie es nur Sesshomaru das sie nicht verletzt wird. Einerseits macht er langsam und andererseits legt er wenig stärke in den Schlag. Er bemängelt nun ihre Armhaltung und das sie ihr Schwert mehr hätte drehen müssen. Wieder zeigt er ihr, wie sie es machen soll, als sie ihn angreift.
So geht es eine Weile hin und her. Kagome hätte gedacht dass sie das alles so schnell niemals auf die Reihe bringen könnte, aber als Dämonin ist es recht einfach sich seine Bewegungen zu merken und sie danach so auszuführen, wie er es tat, während sie ihn weiter beobachtet. Dieses Training ist sehr wirkungsvoll und auch Sesshomaru Kommentare sind immer auf den Punkt genau. Vielleicht ist es auch besser, dass sie so trainieren und nicht anders. Hätte er sie vor sich trainieren lassen und immer wieder ihre Haltungen korrigiert, wäre sie viel zu leicht abgelenkt gewesen.
Nach einigen Angriffen und Verteidigungen, kann sie die Haltungen und Bewegungen fast auswendig und als hätte Sesshomaru ihre Gedanken gelesen, wird er schneller und seine Angriffe härter.
Er greift ohne eine Vorwarnung von oben an und Kagome, die seine Bewegungen nun sehr gut deuten kann, reagiert so schnell sie kann und pariert seinen Schlag. Er weicht allerdings nicht zurück und verstärkt den Druck auf ihr Schwert. Sich vorbeugend, meint er, dass sie ihr Schwert fester greifen soll. Die Dämonin grummelt etwas, weil sie selber sieht wie ihr eigenes Schwert ihr näher gekommen ist und sie gespürt hat, wie es in ihrer Hand etwas gerutscht ist. Ihren rechten Fuß etwas verlagernd, stößt sie ihn wieder etwas von sich weg. Jedoch greift er sie sofort wieder an und meint, das sie Angreifern keine Chance zum angreifen lassen soll. Kagome versteht, nickt und tut es ihm gleich.
Sie bleiben zwar mehr oder weniger im Rhythmus, das sie sich mit dem angreifen und verteidigen abwechseln, aber hin und wieder ändern sie es auch.
Der Übungskampf wird schneller und Kagome hat fast angst dass ihr neues Katana zerbricht, so viel Kraft sie und Sesshomaru verwenden. Sie kann sich aber nicht wirklich darauf konzentrieren, da sie sich anstrengen muss mit Sesshomaru mit zu halten und ihm keine Luft für weitere Angriffe zu lassen. Im nächsten Angriff kann sie beobachten wie Sesshomaru sein Yoki einsetzt und ins Schwert leitet, was sie sofort kopiert. Mit ihrem Yoki in ihrem Schwert, hat sie das Gefühlt, das es schwerer geworden ist und stabiler.
Lächelnd gewöhnt sie sich langsam an die Geschwindigkeit und kann sich wirklich vorstellen sich so verteidigen zu können.
Sesshomaru unterbricht ihren Übungskampf, als er sie ein letztes Mal angreift und sagt: „Ich glaube das reicht für heute.“ Damit schiebt er Tokijin in seine Scheide und kommt auf sie zu.
Kagome lässt ihr Schwert auch sinken und bemerkt erst jetzt das sie leicht außer Atem ist. Zum Himmel sehend, sieht sie, das die Sonne fast am untergehen ist. Allerdings beendigt er das Training nicht sofort und will dass sie noch einmal in Verteidigungsposition geht. Er stellt sich neben sie und hebt ihren Arm etwas höher. Er erklärt dass sie ihre Arme immer viel zu schnell sinken lässt und Angriffsfläche bietet.
Kagome nickt und fragt ob sie dann für heute fertig sind. Sesshomaru nickt und Kagome lässt ihr Katana wieder in der schwarzen Schertscheide verschwinden. Dann bedankt sie sich bei ihm mit einer Umarmung. Sofort erwidert er sie und Kagome kuschelt sich in seine Arme.
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