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Another Hetaoni

GeschichteAbenteuer, Schmerz/Trost / P12 / Gen
England Italien Süd-Italien
30.03.2015
08.05.2017
36
37.448
 
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31.03.2015 1.328
 
Schottlands Sicht

Ich rieb mir die Augen und gähnte Herzhaft. Es war Wochenende. Endlich konnte ich mal wieder ausschlafen. Ich kicherte vor mich hin und sah auf die Uhr. Es war genau 8. Natürlich… egal wie sehr ich es versuche ich konnte nicht länger als bis um 8 schlafen. Seufzend stand ich auf und ging ans Fenster. Ich schob die langen, dunkelroten Vorhänge zur Seite und sah aus dem Fenster. Die Sonne strahlte bereits und bedeckte die grünen Hügel meines Landes in Goldene Flüsse. Es war schön, dass mein Grundstück noch so viel Natur zu bieten hatte. England der Idiot hingegen hat immer weniger Natur. Betonbauten neben Betonbauten. Irgendwann wird er dies noch bereuen…
Noch im Pyjama ging ich in die Küche und bereitete mir ein Frühstück zu. Schottisches essen war um einiges besser als der Fraß den England zubereitet!
Achja England… mein nur um wenige Jahrzehnte jüngerer Bruder. Er schien sich toll zu fühlen, nur wie er die Repräsentation Großbritanniens war. Doch ich wusste es besser, sie hätten mich für den Job  holen sollen. Allerdings konnte ich nichts dagegen tun. Während ich meinen Tee aufgoss kamen immer mehr Gedanken in meinen Kopf. Gott wieso musste ich so früh schon an diesen Idioten denken. Nicht nur das er mir meinen Job geklaut hat, er ist ein schlechter großer Bruder!  Behandelt meine kleinen Schwestern nie mit den richtigen Mitteln! Ich kann von Glück sprechen, das Nord Irland etwas weiter von ihm weg wohnt und nicht so sehr beeinflusst wurde, doch meine liebe kleine Wales… hängt wie ein kleines Kind an ihm! Und wenn dies nicht schon genug ist! Sie glauben alle auch noch an irgendwelche komischen Kreaturen. Pff! Bei N. Irland sind es ja nur diese grünen Zwerge aber Wales… ich schüttelte den Kopf. Wenigstens verstehen sie etwas davon sich anständig zu benehmen. Man kann sagen was man will, aber ein Gentlemen kann England schon von Zeit zur Zeit mal sein.
Fertig gefrühstückt zog ich mich um und sah noch einmal auf die Uhr. „N. Irland wollte doch heute vorbei kommen!“,  fiel mir ein und schnell räumte ich noch etwas auf, ehe ich anfing meinen berühmten Haggis anzufertigen. Es würde etwas dauern, bis er fertig ist, aber die Mühe wird es Wert sein.
Es dauerte nicht lange bis es auch schon an der Tür klopfte. „N. Ir.. ahh Wales!“, sagte ich überrascht und begrüßte meine jüngste Schwester. „Hallo Schottland“, begrüßte sie mich freudig und ich half ihr ihre Jacke los zu werden. Es war eine kleine Überraschung, dass sie mich besuchen kam, doch ich freute mich trotz allem. Ich wusste nicht ganz worüber ich sprechen sollte, also fragte ich nach ihrem Walisisch. Es war eine lustige Tatsache, dass wir, obwohl wir alle zum Britischen Königreich gehören, alle eine separate Sprache besitzen.
Ich bot ihr an einen Tee zu trinken, schließlich war das essen noch nicht fertig. Zusammen setzten wir uns ins Wohnzimmer und genossen feinen Earl Grey. „Weißt du eigentlich wohin England möchte?“, fragte sie mich und innerlich seufzte ich auf. „Nein, nicht wirklich. Aber das Interessiert mich auch nicht.“, sagte  ich und lachte spöttisch auf. „Er will in eine gruselige Villa gehen.“, erklärte sie mir, doch ich war mit meinen Gedanken schon bei was ganz anderem. Und wie erwartet klingelte es an der Tür. „Sie ist da!“, sagte ich lächelnd und lief in Richtung der Eingangshalle. „Hallo Irland“, begrüßte ich meine andere Schwester. „Nord Irland wenn ich bitten darf. Hallo Schwester“, begrüßte sie mich und ich lächelte ihr zu. „Das Essen ist bald fertig. Du kannst dich solang schon mal ins Wohnzimmer setzten“, sagte ich und zeigte in Richtung des Wohnzimmers. „Schau mal wer hier ist, Wales!“, schrie ich noch aus der Eingangshalle zu Wales ins Wohnzimmer ehe ich in der Küche verschwand. Innig hoffte ich, die beiden würden sich vertragen. Es kommt selten vor, dass sie mehr als fünf Minuten mal nett zu einander sind.
„Ich bin nicht genervt, sondern du! Und jetzt verschwinde!“, hörte ich die jüngste schreien und ging Kopfschüttelnd ins Wohnzimmer. „Was hat sie denn?“, fragte mir Nord Irland in einem leicht gereizten Tonfall. „England ist ohne sie weg gegangen und nun ist sie sauer. Dass sie so schnell sauer wird, haben wir England zu verdanken…“, seufzte ich. „ICH WERDE NICHT SCHNELL sauer...“, schrie Wales und schlürfte an ihrem Tee. Es war nichts schwer zu sehen, wie gereizt sie war. Ich schüttelte nur den Kopf und bot Nord Irland ebenfalls einen Tee an.
„Naja, also. Ich gehe dann mal wieder nach Hause! Ich muss noch Drage, Füttern! Tschüss!“, verabschiedete sich Wales, stand auf  und wand sich um. Schnell holte sie sich Jacke und Schuhe, machte einen knicks und war schon halb aus der Tür raus. „Warte doch, Wales!“, sagte N. Irland und folgte ihr, „Ich bin doch erst gekommen, genau wie du! Bleib doch noch ein wenig!“
„Als ob ich mit dir hier bleiben würde!“, grummelte Wales und verließ das Haus. „Da kann man nichts machen, auch wenn sie von uns diejenige ist, welche am meisten Lady ist, ist sie auch die, deren Temperament am meisten dem Idioten England ähnelt“, versuchte ich Nord Irland zu erklären und sie nickte zustimmend ehe sie ärgerlich sagt: „Oni-sama ist kein Idiot.“ Ich schüttelte nur den Kopf. England war kein guter Umgang für die beiden. „Was auch immer, hast du Hunger? Mein Haggis ist bald fertig?“, sagte ich etwas besser gelaunt doch sie sah mich nur mit großen Augen an. „Ich ähm… passe, außerdem muss ich heute noch wo hin“, sagte Nord Irland und ich nickte nur. „Gut dann viel Erfolg bei deinen Vorhaben“, sagte ich mit einem Lächeln und es dauerte nicht lange bis auch Nord Irland mein Haus verließ. „Was ist nur los … alle sind so aufgeregt heute Morgen…“, seufzte ich und ging in die Küche. Während ich an meinem Haggis knabberte klingelte auch schon wieder das Telefon. „Schottland am Apparat“, sagte ich etwas kalt und hoffte darauf, dass mich nicht noch mehr Probleme heimsuchten. Beim Klang der Stimme, welche aus dem Apparat drang färbten sich meine Wangen rosa rot. „Du könntest mich auch etwas netter begrüßen… Idiota“, drang die Stimme Romanos aus dem Telefon. „Ich … ähm ... tut mir leid. Wie kommt es das du so früh schon anrufst?“, fragte ich in einem wärmeren Tonfall. Ich sah auf die Uhr, welche allerdings bereits ein Uhr Nachmittag anzeigte. „Mein Idiotischer Bruder ist heute Morgen mit seinen Freunden… wenn man es denn so nennen kann, abgehauen. Ich hab kein gutes Gefühl dabei, verdammt“, sagte er und klang etwas bedrückt. „Ich verstehe… sollen wir vielleicht darüber reden? Oder vielleicht musst du auch einfach auf andere Gedanken kommen“, sagte ich, dabei versucht besorgt zu klingen. „Das… das würde mich freuen. Aber nicht übers Telefon. Ich werde vorbeikommen. Bis später dann… Bella“, sagte er mit noch immer besorgter Stimme. „Ja, dann bis gleich“, antwortete ich und mit einem schnellem „Ciao“ verabschiedete er sich.
Probleme über Probleme diesen Morgen….
Ich stand auf und zog mich um. Es war schon etwas her seid ich mich das letzte Mal mit Romano getroffen habe. Bei dem Gedanken daran wurde ich wieder leicht rot. „Geht die junge Meisterin außer Haus?“, hörte ich eine Stimme und wand mich um. „Oh, Mister Poltergeist! Ja ich werde für wenige Stunden weg gehen, bitte kümmern sie sich um das Haus“, sagte ich zu meinem Mitbewohner. „Ich hab sie den ganzen Morgen nicht gesehen, ist alles in Ordnung?“, fragte ich weiter. „Ich musste bloß wenige Besorgungen erledigen, doch den Rest des Tages werde ich in dem Schlosse verweilen“, antwortete er mir und lächelnd verabschiedete ich mich von ihm. Es war schön nicht alleine leben zu müssen. Ein feiner Herr wie Mister Poltergeist wäre bestimmt auch ein besserer Umgang für Wales und Irland… dann würden sie vielleicht aufhören sich mit diesen irrealen Fantasie Wesen rum zu schlagen.
Ich verließ das Haus und machte mich auf dem Weg zu meinem Berühmten See „Loch Ness“. Hier hatten Romano und ich uns schon die letzten Male immer getroffen.
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