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Kimi no Gin no Niwa/ ( y) our Silver Garden

KurzgeschichteDrama, Freundschaft / P12
Homura Akemi Madoka Kaname
30.03.2015
17.11.2015
6
12.466
1
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10.04.2015 2.327
 
Hey Leute^^
Hier ist mal wieder ein neues Kapi. :-)
Entschuldigt, dass ich nichts geschrieben habe, aber, als wir vom Urlaub zurück gekommen sind, da war ich einfach müde und hatte die ersten paar Tage keine Lust zu schreiben.
Das hat sich jetzt aber zum Glück geändert und nun ist hier das neue Kapi!^^
Ich hoffe es gefällt euch!^-^
Zum Schluss noch ein riesiges Dankeschön an meine lieben Reviewer * Euch drück und durchknuddel*
Jetzt wünsche ich euch allen viel Spaß beim Lesen!:-D
Lg eure Setosgirlfriend/ Freya

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Sie schwebte. Unsichtbar für jeden glitt sie dahin.
Wie Nebel. Sie lächelte.
Ihre schwarzen Haare flatterten im Wind und wieder kehrte das Gefühl der Ungebundenheit und Freiheit zurück, welches sie so sehr vermisst hatte.
Auch, wenn sie wusste, dass das nur ein Traum war, so waren ihre Gefühle echt!
Hier konnte sie sein wie sie wollte. Sie konnte eine Königin sein, mit anderen Kindern ungebunden reden, spielen, oder viele Freunde haben.
All das lebte sie in ihren Träumen aus, das gab ihr wenigstens das Gefühl in ihren Träumen nicht allein zu sein, auch, wenn es im realen Leben anders aussah.

Diese Freude, welche sie hier spürte, diese Abenteuerlust und Freiheit, das alles war tröstend. Es tröstete sie von ihrem Schicksal, denn obwohl alles nur ein Traum war bewahrte sie die Erinnerungen daran in ihrem Herzen auf.
Und so erschuf sie ihre eigene Welt. Ihren eigenen Traum. Ihren eigenen Garten.

Lachend lag sie gerade auf einer Wolke und blickte mit glitzernden Augen auf die Felder und Wiesen, die Bäche und Seen unter ihr, während sie die frische Brise genoss, welche sanft mit ihren Haaren spielte.
Doch plötzlich hörte sie eine Stimme nach ihr rufen.
Sie war weit entfernt, doch sie konnte sie hören.
Verwundert blickte das Schwarzhaarige Mädchen von ihrer Wolke auf, direkt in die Sonne und meinte für einen kurzen Augenblick ein lächelndes Gesicht eines Mädchens mit rosanen Iriden darin zu erkennen, doch bevor sie weiter darüber nachdenken konnte löste sich auf einmal ihre Wolke und sie fiel.

Ein Schrei entkam ihr, während sie die Hand ausstreckte und versuchte, das Licht zu erreichen, doch egal wie sehr sie es auch versuchte, sie entfernte sich immer mehr davon.
Sie fiel und fiel, immer weiter in den schwarzen Abgrund.
Langsam bildeten sich Tränen in ihren Augen.
Sie wollte nicht in der Dunkelheit sein! Sie wollte nicht in den Abgrund stürzen und für immer gefangen sein! Sie wollte nicht mehr allein sein!

Noch immer streckte sie ihre rechte Hand der Sonne entgegen, doch diese war  inzwischen so weit entfernt, dass sie es unmöglich schaffen konnte sie zu erreichen.
/ Ist das mein Schicksal? Für immer allein in der Dunkelheit zu bleiben?/, fragte sich Homura verzweifelt und schloss langsam die Augen.
Sie hoffte, dass es wenigstens schnell gehen würde, denn es tat ihr weh, das Licht zu sehen, es aber nicht erreichen zu können.
/ Warum?/, fragte sich das Mädchen immer wieder.
Warum hatte sie so etwas verdient? Was hatte sie denn verbrochen?
Doch so oft sie sich auch diese Frage stellte, nie kam sie zu einer Antwort.

Langsam flossen ihr Tränen die Wangen hinunter, doch sie hielt sie nicht auf, sondern erlaubte ihnen frei zu fließen.
" Warum?", flüsterte sie, doch plötzlich spürte sie wie jemand sie an der Hand nahm und sie aufhörte zu fallen.
Das Schwarzhaarige Mädchen öffnete die Augen und versuchte zu erkennen, wer sie da rettete, doch sie musste sie sofort wieder schließen, denn das gleißende Licht, welches von der Person ausging, war zu hell für sie.
Doch sie hatte für einen Moment etwas erkennen können.
Die Person war definitiv ein Mädchen! Sie war auch nicht größer als Homura, sie war sogar etwas kleiner und sie hatte kurze pinkfarbene Haare und ebenfalls pinkfarbene Augen.
Außerdem hatte sie ihr kurz gütig zugelächelt, das hatte Homura deutlich gesehen, doch, wer war dieses Mädchen?
Sie hatte sie noch nie getroffen, also wie kam es vor, dass sie in ihrem Traum auftauchte?

Doch bevor sie noch weiter Zeit hatte darüber nach zu denken spürte sie, wie das Mädchen an ihrer Hand zog und nach ein paar Sekunden realisierte die Schwarzhaarige, dass sie begannen in Richtung Licht zu schweben.
/ Will…Will sie mir helfen? Aber warum?/, fragte sich das Schwarzhaarige Mädchen, während sie, die nun durchsichtig und kaum erkennbare Silhouette, des Mädchens vor sich betrachtete.
/ Warum hilfst du mir? Warum? Warum?/
Sie kamen immer näher, doch Homura versuchte immer noch das geheimnisvolle Mädchen zu erkennen, doch sie schien, je näher sie dem Licht kamen zu verblassen.
Schließlich wurde das Licht so hell, dass Homura überwältigt die Augen schließen musste.
" Warum?", flüsterte sie und plötzlich schreckte sie hoch.

Schweiß lief ihre Stirn herab und ihr Atem ging schnell, doch als sie sich umsah und den Rosengarten erkannte beruhigte sich Homura wieder ein wenig, doch plötzlich packte sie jemand sanft an der Schulter und erschrocken sah sie die Person an.
Noch niemand hatte sie hier gefunden, doch wenn jetzt eine Krankenschwester sie hier gefunden hatte, dann würde sie sicherlich nie mehr ohne Begleitung hier her dürfen! Es war schon schwer genug sich von den Schwestern davon zu schleichen um mal draußen ein paar ruhige Minuten zu verbringen, das durfte doch jetzt nicht alles vorbei sein!
" Ist alles in Ordnung? Ich bin zufällig gerade hier vorbei gelaufen und habe ein Geräusch von diesem Teil des Gartens gehört. Du hast schlecht geträumt. Ist jetzt wieder alles okay?", fragte sie plötzlich eine zarte Mädchenstimme und riss sie so aus ihren Gedanken, während sie nun auf das Mädchen, welches vor ihr kniete und sie besorgt musterte blickte.

Ihre Augen weiteten sich, als sie sie erkannte.
Es war das Mädchen aus ihrem Traum! Daran bestand kein Zweifel. Das kurze rosa Haar, diese schönen pinken Augen... doch, was machte sie hier?
"Was… machst du hier? Ist… ist dir jemand gefolgt?", fragte Homura noch etwas überfordert mit der Situation, doch das Mädchen lächelte sie nur an, ehe sie den Kopf schüttelte und erwiderte:" Nein. Niemand ist mir gefolgt. Ich bin allein herum gelaufen, weil ich mal wieder ein paar Stunden hier an der frischen Luft verbringen wollte, ohne, dass die Schwestern dauernd um mich herum sind und mir  sagen, was ich tun soll. Es war wirklich Zufall, dass mich mein Weg gerade hier her geführt hat.
Ich war so in Gedanken, dass ich gar nicht richtig gemerkt habe, wo ich hin lief und als ich ein leises Flüstern und Geräusche wahrgenommen habe, welche von hier kamen, war ich neugierig und wollte mal nachschauen. Entschuldige, wenn ich dich aufgeweckt habe!"
" N-Nein.. nein… schon gut.", winkte Homura ab.
/ Zum Glück war sonst niemand in der Nähe! Ich will mir nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn eine Schwester hier her gefunden hätte!/, fügte die Schwarzhaarige in Gedanken hinzu.

" Aber… ähm… wenn ich fragen darf, was machst du ausgerechnet hier… ähm…"
" Homura Akemi.", sagte Homura schnell und das Mädchen lächelte ihr dankbar zu, bevor sie sich neben sie ins Gras setzte.
" Also Homura-Chan, was machst du ausgerechnet hier in diesem Garten?", fragte sie und Homura blickte sie kurz erschrocken an, als sie sie mit Homura-Chan ansprach.
" Oh.. Äh.. Entschuldige, dass ich dich so angesprochen habe.", sagte das Mädchen schnell, doch Homura schüttelte nur den Kopf, ehe sie erwiderte:
" N-Nein nein ist schon gut. Ehrlich gesagt bin ich das nur nicht gewöhnt. Fast niemand nennt mich beim Vornamen... ich finde eh, dass er nicht schön ist!"
Plötzlich drehte sich das Mädchen zu ihr und packte sie sanft, aber bestimmt an den Händen.
" Aber das stimmt doch gar nicht! Dein Name ist doch so schön! Er bedeutet Flamme, nicht wahr?", fragte sie mit glitzernden Augen und Homura erstarrte.

Sie mochte ihren Namen? Sie hatten sich gerade erst kennengelernt und schon mochte dieses Mädchen ihren Namen. Normalerweise würde Homura jetzt das Gespräch beenden und weggehen, doch sie wollte nicht.
Irgendetwas sagte tief in ihr, dass sie diesem Mädchen vertrauen konnte, außerdem verstanden sie sich bisher ja recht gut. Wer weiß, vielleicht war das ja die Freundin, nach der sie all die Zeit gesucht hatte?
Einen Versuch war es definitiv wert, also warum nicht? Sie hatte eh nichts mehr zu verlieren.
" Danke…", brachte die Schwarzhaarige nur heraus, bevor ihr die vorherige Frage des Mädchens einfiel.
Sie beschloss nach längerem Überlegen diesem Mädchen schließlich ihr Geheimnis anzuvertrauen, zumal das Mädchen immer noch ihre Hände hielt und sie freundlich anlächelte.
/Sie hat schöne warme Hände und so ein schönes Lächeln. Ich denke ich kann ihr vertrauen!/, dachte Homura, bevor sie zu sprechen begann.

" Naja, also das hier ist mein Geheimversteck. Hier habe ich meine Ruhe vor den Schwestern und kann einfach mal eine Zeit lang für mich sein. Diesen Garten besucht so gut wie niemand, aber trotzdem ist er immer sehr schön und ordentlich gehalten. Auch liegt er etwas abseits von dem Krankenhaus und ist auch gut gegen Lärm geschützt.", erklärte Homura, während sie sich mit einem Lächeln umblickte.
" Ach so, verstehe.  Der Garten ist wirklich schön, aber fühlst du dich nicht einsam, wenn du so ganz alleine hier bist? Wo sind denn deine Freunde? Willst du sie nicht mit hier her nehmen?", fragte sie, doch Homura blickte nur traurig zu Boden.
" Hab.. hab ich was falsches gesagt?", fragte das Mädchen verwirrt, doch die Schwarzhaarige schüttelte nur den Kopf.
" Nein… jeder andere würde das auch fragen. Es… es ist nur so, dass ich… keine Freunde habe.", sagte Homura, wobei ihre Stimme nicht mehr, als ein trauriges Flüstern war.

" Dann werde ich von jetzt an deine Freundin sein!", flüsterte das Mädchen plötzlich in ihr Ohr und Homuras Augen weiteten sich, als sie die Worte realisierte.
Und plötzlich begann ihre kalte Maske zu zerbröckeln.
Durch diese gütigen Worte zerbrach der Schleier des Eises, welcher sich um ihre einsame Seele gebildet hatte und bevor das pinkhaarige Mädchen etwas sagen, oder tun konnte schlang Homura auch schon ihre Arme um den dünnen Mädchenkörper und drückte sie fest an sich.
Tränen begannen ihr die Wangen hinunter zu laufen und sie begann zu schluchzen, während sie das andere Mädchen fest umarmte.
Mit so etwas hatte sie nicht gerechnet.
Konnte sie wirklich doch noch eine Freundin haben? War es ihr wirklich gegönnt eine Freundin zu haben?

Wieder schluchzte sie auf, doch es wurde lauter, als sie spürte, wie das Mädchen die Umarmung erwiderte und flüsterte:" Ich werde dich nicht allein lassen, das verspreche ich dir!"
Nun ließ Homura  ihren Emotionen freien Lauf.
Alles, was sie unterdrückt hatte brach nun aus ihr heraus.
All die Trauer, all der Schmerz, all das Leid, all das ließ sie nun offen zu.
Nach einer Weile spürte sie, wie das Mädchen in ihren Armen ebenfalls zitterte und sie realisierte, dass auch sie weinte, doch Homura sagte nichts.
Um nichts in der Welt wollte sie diesen Moment zerstören, sie wollte sie einfach für immer umarmen.

Doch nichts hält ewig und schließlich lösten sich die Beiden nach einer Weile wieder voneinander, bevor das Pinkhaarige Mädchen ihr tief in die Augen sah.
Ihre rosanen Iriden glitzerten und ließ sie in dem sanften Sonnenlicht noch schöner wirken.
" Ich verspreche, dass ich dich nicht allein lasse Homura-Chan!", sagte sie und Homura konnte nur nicken, während stumme Tränen ihre Wangen hinunter rannen.
" Versprich es mir. Versprich mir, dass wir uns von jetzt an jeden Tag hier treffen werden… wie richtige Freundinnen!", flüsterte sie leise und das andere Mädchen nickte.
" Ich verspreche es!"
" Kleiner Finger Schwur?", fragte nun die Schwarzhaarige lächelnd und hob ihr den kleinen Finger hin.
Nun musste auch das  andere Mädchen trotz der Tränen lächeln, bevor sie nickte und ihren kleinen Finger mit dem von Homura verband und sagte:" Kleiner Finger Schwur!"

Eine Weile blickten sich die Beiden nur an, bevor Homura plötzlich eine Frage in den Sinn kam.
" Ähm… entschuldige, aber ich weiß ja noch gar nicht deinen Namen.", sagte sie verlegen und das Mädchen lachte leise, bevor sie ihr die Hand hin streckte und antwortete:" Ich bin Madoka Kaname."
Nun musste auch Homura lachen, bevor sie die Hand annahm und sagte:" Ich bin Homura Akemi. Schön dich kennen zu lernen Kaname-San!"
" Nenn mich bitte Madoka ok?", fragte Madoka mit einem Lächeln auf den Lippen und Homura nickte.
" In Ordnung… Madoka."

Den Rest des Tages verbrachten sie in ihrem neuen Geheimversteckt und redeten.
Sie redeten über alles mögliche. Alles, was ihnen eben in den Sinn kam und sie merkten, dass sie sich immer besser verstanden.
Doch, als schließlich die Sonne am untergehen war, beschlossen die Beiden, dass es an der Zeit war zurück zu gehen.
Auch, wenn sie es beide nicht wollten, so mussten sie zurück gehen.
" Also, dann sehe ich dich morgen wieder hier, ja Madoka?", fragte Homura mit einem Lächeln im Gesicht. Sie wusste nicht mehr, wie lange es her war, als sie zuletzt gelächelt hatte.
Die Angesprochene nickte und lächelte zurück, während sie Beide aufstanden.
Sie hatten herausgefunden, dass sie in unterschiedlichen Flügeln lebten. Homura im Ostflügel und Madoka im Westflügel.
" Ja ich freue mich schon! Dann bis morgen Homura-Chan. Schlaf gut!", rief Madoka fröhlich, bevor sie noch einmal zum Abschied winkte und dann wieder in das Krankenhaus lief. Das schwarzhaarige Mädchen sah ihr noch kurz hinterher, bevor sie für einen Moment glücklich die Augen schloss und sich schließlich ebenfalls wieder in ihren Flügel begab.


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Hey ich bins noch einmal^^
Eigentlich wollte ich hier noch ein Bild hinzufügen, aber da ich es leider nicht mehr gefunden habe dachte ich ich müsste es wohl leider lassen.
Aber nun bin ich zufällig wieder über das Bild gestolpert.^^
Ich hoffe es gefällt euch!^^
Dieses Bild hat mich übrigens auch dazu inspiriert diese Geschichte zu schreiben. :-D
http://i.imgur.com/HdIoTcy.jpg
Bis bald
Lg eure Setosgirlfriend/ Freya
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