Kimi no Gin no Niwa/ ( y) our Silver Garden

KurzgeschichteDrama, Freundschaft / P12
Homura Akemi Madoka Kaname
30.03.2015
17.11.2015
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30.03.2015 846
 
Hallo Leute.
Mir kam auf einmal die Idee für diese Fanfiktion und ich dachte ich muss sie einfach schreiben!
Sie wird nicht so lang sein,  aber ich hoffe trotzdem, dass  sie euch berührt!:-)
Für Reviews wäre ich euch dankbar, Verbesserungsvorschläge und Ideen sind immer gern willkommen!^^
Ich wünsche euch nun viel Spaß mit dem Kapi!^^
Bis bald
Lg eure Setosgirlfriend/ Freya

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Homura seufzte, als sie mit Tränen in den Augen aus ihrem Fenster in dem Mittakihara Krankenhaus speziell für herzkranke Kinder blickte.
Gerade hatten ihr die Ärzte eröffnet, dass sie nichts mehr für sie tun konnten und dass sie wohl nur noch ca. einen Monat zu leben hätte.
Sie war schon seit ihrem 5. Lebensjahr hier und hatte den Glauben an eine Lösung, an eine Hoffnung auch, wenn sie noch so klein war, nie aufgegeben, doch nun, nun hatten ihr die Ärzte diese Hoffnung genommen und für sie brach eine Welt zusammen.

Sie wusste, dass sie niemand vermissen würde. Sie hatte nie viel mit den anderen Kindern zu tun. Sie war schüchtern, anders als sie und immer, wenn sie ihnen begegnete blickten sie sie mit einem Blick an, der so viel sagte wie " Du bist ein Außenseiter! Geh weg! Dich will niemand als Freundin haben!"
Auch, wenn Homura sich kühl gab und mit der Zeit gelernt hatte diese Blicke über sich ergehen zu lassen, so konnte sie nicht verhindern, dass sie jedes Mal ein schmerzhafter Stich durchfuhr, wenn sie diese Blicke sah.
Es schmerzte sie, dass niemand sie vermissen würde, oder sie mochte.
Warum war die Welt so grausam zu ihr? Alles was sie wollte, war doch nur ein ganz normales Leben zu führen, so, wie all die anderen Menschen auch, die auf dieser Erde lebten.
Alles was sie wollte war eine richtige Freundin, einer, der sie vertrauen konnte und mit der sie ihre Gedanken und Gefühle teilen konnte, doch anscheinend war schon das zu viel verlangt.
In all diesen Jahren hatte sie Versuche unternommen sich mit den anderen Kindern anzufreunden, doch sie war immer nur auf Abweisung gestoßen und so hatte sie es schließlich aufgegeben und sich damit abgefunden alleine zu sterben.

Das zumindest redete sie sich ein, denn es machte ihr alles andere als wenig aus, immer allein zu sein. Nicht einmal ihre Eltern, von denen sie nur noch vage Erinnerungen hatte kamen sie besuchen. Sie hatte einmal eine Krankenschwester nach ihnen gefragt, doch die Antwort hatte sie nur noch mehr Schmerzen empfinden lassen.
Ihre Eltern hatten sie im Stich gelassen. Gleich nachdem sie sie in das Krankenhaus gaben, sollen sie die Stadt verlassen haben und irgendwo anders hingezogen sein.

Homura schluchzte, so wie immer, wenn sie sich die bittere Wahrheit vor Augen hielt. Niemand wollte sie haben, Zeit mit ihr verbringen, oder sich um sie kümmern, oder nach ihren Bedürfnissen fragen.
Selbst die Krankenschwestern mit denen sie versuchte hin und wieder ein Gespräch aufzubauen blieben stumm und wenn sie redeten, dann nur das nötigste und versuchten ihre Aufgaben bei ihr so schnell wie möglich hinter sich zu bringen.
Es schmerzte, doch sie verstieß den Schmerz nicht, nein, sie hieß ihn willkommen!
Denn der Schmerz erinnerte sie daran, dass sie immer noch am Leben war.

Langsam, mit kalten gefühlslosen Augen, deren Wärme schon längst verloschen war und welche von einer karmesinroten Brille umrahmt wurden drehte sich das Schwarzhaarige Mädchen um und beschloss mal wieder etwas in die Gärten des Krankenhauses zu gehen.
Denn dort gab es etwas, dass sie tun konnte und das ihr auch niemand nehmen konnte. Dort konnte sie träumen und für einen winzigen Augenblick der Wirklichkeit entfliehen und in ihrer Welt ihre eigenen Regeln aufstellen.
Sie konnte fliegen, die Welt sehen und so viele Freunde haben wie sie wollte, ja in ihren Träumen war sie frei!


Sie schritt langsam und wie in Trance die grauen monotonen Gänge des Krankenhauses entlang und kam schließlich an die Grenze, welche sie von den Gärten trennte.
Immer, wenn sie diese Grenze übertrat, fühlte sie sich besser. Es war, als ob sie an einem anderen, an einem besseren Ort war.
Nichts konnte sie hier zurück halten. Nichts konnte ihre Fantasie in diesem farblosen grauen Zimmer gefangenhalten.
Nein in dieser Welt, ihrer Welt, war sie frei!

Langsam übertrat sie die Grenze und lief mit kalten nackten Füßen und nur mit einem lila/weißen Schlafanzug bekleidet auf das von der Sonne gewärmte, leuchtende Gras und ließ sich in der Mitte des Gartens direkt neben einem Rosenbusch mit  lilanen, fast schon schwarzen und rosanen Rosen nieder.
Genießerisch schloss sie die Augen und lauschte der Natur um sie herum.
Diesen Garten besuchte so gut wie niemand. Er lag in dem etwas verlasseneren Teil des Krankenhauses und war auch gut vor Lärm geschützt. Homura hatte ihn einmal bei ihren Rundgängen entdeckt und ihn kurzerhand zu ihrem Versteck gemacht.

Nun lag das Schwarzhaarige Mädchen einfach nur da und genoss die frische Brise, welche ihr durch die Haare fuhr und hörte den Vögeln bei ihren Liedern zu.
Ein hauchdünnes Lächeln schlich sich bald darauf auf ihre Lippen, als sie bemerkte, dass sie die Müdigkeit übermannte.
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