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Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / FemSlash
Homura Akemi Kyouko Sakura Madoka Kaname Mami Tomoe Sayaka Miki
29.03.2015
19.11.2015
26
62.208
4
Alle Kapitel
44 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
04.04.2015 1.384
 
So, es geht weiter :)
Habe in den letzten 3 Tagen zweimal den Anime und dreimal Rebellion angeguckt und hoffe, dass es mir jetzt noch besser gelingt, in Homura reinzufinden und die Beziehungen zwischen den Magical Girls darzustellen^^
Viel Spaß :)

XXXXXXXXX

Ich lief noch ein Stück weiter- soweit das ich Sayaka Miki nicht mehr sehen konnte. Besagte stand nämlich immer noch völlig perplex dort, wo wir uns eben getrennt hatten. Ich lehnte mich an einen Baum und ließ mich herabsinken. Wieso war Sayaka schon auf Kyuubey getroffen? Es war doch noch viel zu früh! Normalerweise traf sie ihn nämlich am zweiten Tag, ging einen Pakt am neunten Tag ein und wurde zwischen dem fünfzehnten und vierundzwanzigsten Tag zu einer Hexe.

Ich hoffte, dass Sayaka im Moment noch die Einzige war, die ihn kannte. Wenn Madoka ihn schon getroffen hatte und zu einem Magical Girl geworden war, war dies eigentlich schon wieder eine verlorene Welt. Ich weiß, ich weiß. Nur weil Madoka einen Pakt geschlossen hat, wäre doch noch nicht alles gleich verloren. Doch es gab  einfach zwei Dinge, die mich genau darin bestärkten. Erstens hatte ich es Madoka damals in einer Zeitlinie versprochen. Versprechen bricht man nicht. Vorallem nicht eins, was ich an Madoka gegeben habe. Zweitens: Wie Kyuubey sagte, ihr Schicksal als Magical Girl ist unausweichlich. Wenn man als Magical Girl eine walpurgisnachtartige Hexe besiegt, wird man sofort zu einer stärkeren Hexe. Und Madoka ist bei Weitem die einzige von uns fünf, die eine stärkere Hexe als Walpurgis werden würde.

Ich seufzte. Andererseits könnte ich Madoka endlich wieder näher kommen. Unser Verhältnis ist seit der Welt, in der ich Madoka getötet habe, um sie davor zu bewahren eine Hexe zu werden, unglaublich kühl und distanziert, es gab natürlich auch Ausnahmen. Vielleicht war es auch meine eigene Schuld. Meine Besessenheit auf Madoka aufzupassen war nicht gut für unsere Beziehung. Ich machte ihr Angst und tat anderen weh, die ihr nahe standen, nur um ihr Schicksal abzuwenden.

Ich hob meinen Blick und sah direkt in das Gesicht von Mami Tomoe. Ich wusste schon, dass sie mich beobachtete, seitdem ich aus dem Krankenhaus kam. Magical Girls können Ihresgleichen in einem Radius von zwei Kilometern spüren. Ihr Apartment und das Krankenhaus lagen nicht weit voneinander entfernt.

Ihr Gesicht strahlte vor Freude und ihre Augen glitzerten aufgeregt. Sie hasste es wirklich allein zu sein. Einmal hatte sie zu mir gesagt, dass sie doch lieber hätte sterben sollen, dann wäre sie wenigstens mit ihren Eltern im Jenseits zusammen gewesen. Manchmal denke ich auch, dass es besser gewesen wäre. Nicht, dass ich Mami Tomoe hassen würde. Ich habe sogar ziemliches Mitleid mit ihr. Sie quält sich jedes Mal. In jeder Welt. Manchmal lebt sie lange genug und wird von ihrem Qualen zerfressen. Manchmal überschätzt sie ihre Glücksmomente und wird leichtsinnig, was so gut wie immer ihren Tod zu Folge hat. Sie nimmt sich einfach immer zu viel Last auf ihr schon angebrochenes Herz.

„Guten Abend!“ begrüßte sie mich freundlich. Ich nickte ihr zu, lächelte leicht. „Ich bin Tomoe Mami. Ich bin eins der Beiden Magical Girls, die diese Stadt beschützen! Freut mich deine Bekanntschaft zu machen!“  sprach sie fröhlich. Ich zog scharf Luft ein. Es gab ein weiteres? Verdammt! Ich versuchte mir nichts anmerken lassen. Sie sollte mich nicht von Anfang an für eine Verrückte halten.

„Akemi Homura. Ich freue mich ebenfalls dich kennenzulernen“ Ich sah mich um. Was eigentlich überflüssig war, da ich wusste, dass das andere Magical Girl nicht hier war, da ich sie nicht spürte. „Wo ist denn deine Kameradin?“ fragte ich neugierig. Diese Neugier war zum ersten Mal nicht gespielt, ich hatte nämlich wirklich Angst, dass Madoka die andere war.

„Sie ist bei ihrer Familie. Sie wohnen am Stadtrand, an der Grenze zu Kazamino City Ihr Vater ist ein Priester, musst du wissen. Deswegen ist ihm Familie sehr wichtig“ erklärte sie mit einem Lächeln auf den Lippen.
Ich atmete erleichtert auf. Also war Kyoko Sakura hier. Sehr gut, also würde ich sie auf jedenfall als Gefährtin gewinnen, wenn ich mich jetzt mit Mami ''anfreunden'' würde. Doch plötzlich stutzte ich. Kyoko lebte hier und nicht in Kazamino? Außerdem war ihre Familie noch am Leben? Schon wieder eine irreguläre Zeitlinie? Das konnte doch eigentlich gar nicht sein.

„Alles in Ordnung, Akemi-San?“ für einen Moment sah ich Mami verwundert an, nickte dann aber. „Freut mich, dass wir zu dritt sind! Da macht das Hexenjagen gleich noch viel mehr Spaß!“ sagte ich mit gespieltem Enthusiasmus und gekünsteltem Lächeln. Mami's Augen strahlten gleich noch viel mehr.

„Freut mich, dass du auch so denkst! Wie wäre es, wenn du mit zu mir kommst? Dann lernst du auch nachher noch Sakura-San kennen!“ Ich schmunzelte leicht. War klar. Kyoko würde sich niemals Essen entgehen lassen. Vor allem nicht den Kuchen von Mami.

Ich schüttelte mit dem Kopf. „Tut mir Leid, Tomoe-San. Heute Abend geht es nicht. Ich habe noch etwas Wichtiges vor. Morgen Abend gerne“ lehnte ich ihre Einladung freundlich lächelnd ab. Für einen Moment sah sie traurig aus, doch sie fing sich schnell wieder. „In Ordung. Gehst du auch auf die Mitakihara-Mittelschule?“ Ich nickte. „Ja erstes Jahr. Du bist im Zweiten, richtig?“ „Gut geraten!“ lobte sie mich.

Ich verabschiedete mich und ging weiter meines Weges.

Ich kletterte vorsichtig durch das Fenster zu Madoka's Zimmer. Ich hatte in mein Magical Girl Outfit gewechselt, damit ich im Notfall schnell die Zeit stoppen konnte. Ich kniete mich vor ihr Bett und strich ihr sanft über die Wange. „Ich bin wieder da...“ flüsterte ich sanft. Madoka grummelte kurz, wachte aber nicht auf.

„Erkennst du mich noch...? Wir sind uns vor sechsundsiebzig Monaten das erste Mal begegnet. Das ist etwas mehr als sechs Jahre. Du hast mich damals mit Mami Tomoe von der Künstler-Hexe Izabel gerettet. Ich war so unglaublich schwach damals. So unglaublich nutzlos, aber dir war das egal. Du sahst an meiner Schwäche vorbei und hast eine treue Freundin in mir gefunden. Meine Schwäche war jedoch zu stark, nahm dir etwas von deiner Kraft. Schließlich starbst du. Ich wollte dich nun beschützen. Vor Walpurgis, vor allen Hexen, vor jedem der dir Schaden zufügen wollte und vor meiner eigenen Schwäche. Wir kämpften Seite an Seite, waren fast unbesiegbar. Leider lag die Betonung auf fast. Walpurgis tötete dich. Wieder und wieder. Vor vier Jahren habe ich es dann das erste Mal getan. Ich zerstörte deinen Soul Gem, weil du mich darum batest. Du wolltest keine Hexe werden. Du wolltest keine Verzweiflung sondern Hoffnung bringen. Ich musste dir versprechen, dich vor deiner eigenen Dummheit zu retten und deinen Vertrag mit Kyuubey zu verhindern. Das alles zählt zu meinen wichtigsten Erinnerungen“ ich machte eine Pause, um ein heraufkommendes Schluchzen zu unterdrücken. Tränen liefen schon lange wie Sturzbäche über meine Wangen.
„Aber weißt du, was meine wichtigste Erinnerung ist?“ flüsterte ich leise und lehnte meine Stirn gegen Madoka's. „Die Erinnerung an letzten Monat, wo du mir am siebenundzwanzigsten, der achtundzwanzig verfluchten Tage deine Liebe gestanden hattest und unsere Lippen nach sechs langen Jahren endlich eins wurden...“ ich nahm ihr Gesicht vorsichtig in meine Hände und küsste sie dann. „Ich liebe dich, Madoka. Es tut mir Leid, dass ich es dir letztens nicht sagen konnte...“

Ich sah sie noch einen Moment lang an und ließ dann von ihr ab.

„Homu...ra-Ch..an... geh... nicht...“ flüsterte Madoka plötzlich in ihrem Schlaf. Ihre Stimme klang gequält, mit einer kleinen Spur von Traurigkeit darin.

Ich zuckte heftigst zusammen, stolperte ein paar Schritte zurück und schmiss ihre Musikanlage von ihrem Schreibtisch. Sie riss schnell die Augen auf und blickte mich an. „Einbrecher!“ schrie sie plötzlich und ich stoppte noch im selben Moment die Zeit. Das war knapp. Ich sprang schnell aus ihrem Fenster und entfernte mich schnellen Schrittes ihres Hauses.

Immernoch völlig außer Atem ließ ich mich auf den Rasen einer Parkanlage, in der Nähe meines Apartments, fallen. Hoffentlich erkannte mich Madoka morgen nicht wieder. Es war zwar dunkel genung in ihrem Zimmer gewesen, dennoch hatten ihre Augen mich sehr interessiert beobachtet.

''Wieso hatte sie meinen Namen im Schlaf gesagt? Und wieso wollte sie das ich nicht gehe?'' fragte ich mich selbst in Gedanken.

„Das ist deine Liebe, die hier gerade alles aus dem Ruder laufen lässt, Homura Akemi!“

„Incubator!“

Nacht I- Teil I Ende
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