Timeline X

GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
Homura Akemi Kyouko Sakura Madoka Kaname Mami Tomoe Sayaka Miki
29.03.2015
19.11.2015
26
62.208
4
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Dieses Kapitel
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29.03.2015 1.636
 
Hey :) Herzlich willkommen zu meiner allersersten Madoka FF. Sie liegt mir ziemlich am Herzen, da Madoka Magica wahrscheinlich mein All Time Favourite Anime ist^^
Die Geschichte deckt eine komplette Zeitlinie ab. ^^
Viel Spaß :D
PS: The Yuri is strong in this one :D Also freut ich euch auf viel HomuMado und KyouSaya xD
XXXXX

Ich öffnete langsam meine Augen. Das Sonnenlicht blendete mich leicht und dieser Hauch an Surrealität, den Walpurgisnacht in Mitakihara hervorgerufen hatte, war verschwunden. Es konnte auch gar nicht anders sein. Schließlich hatte ich mal wieder am Zahnrad der Zeit gedreht um meine ganzen begangenen Fehler rückgängig zu machen. Wieder einmal war es mir nicht gelungen sie zu retten.

Es sollte auch gar nicht anders sein. Was hatte Kyuubey in meinem letzten Kampf mit Walpurgis gesagt? ''Du bist auf ewig verdammt. Du wirst deine komplette Existenz dafür verschwenden Madoka Kaname vor ihrem aussichtslosen Schicksal zu retten. Du weißt aber genauso gut wie ich, dass es Madoka's Schicksal ist, zu Kriemhild Gretchen zu werden und damit euren Planeten auszulöschen. Es ist inzwischen schon so unvermeidbar, wie die Geburt des Universums selbst.''

Ich hatte ihm daraufhin mehrere Kugeln in den Körper gejagt. Das es nichts brachte, war mir bewusst, jedoch war es besser meinen negativen Gefühlen freien Lauf zu lassen, als sie in meinem Soul Gem aufzunehmen.

War aber natürlich wieder ein Fehler, mich so ablenken zu lassen. Madoka kam wieder einmal angelaufen. Sie wollte mir helfen, wie in schon so vielen Zeitlinen zuvor. Sie war unvorischtig und ein gefundes Fressen für Walpurgis Familiare. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich konnte es nicht mit ansehen, wie Madoka von ihnen zerissen wurde. Musste mich schon von dem Geräusch übergeben.

Im Hintergrund hallte immer wieder Walpurgis verhöhnendes Lachen. Wie als würde sie wissen, was meine Aufgabe ist. Ich hatte das Gefühl, dass sie ganz genau jeden meiner Fehlschläge kannte, aus jeder der Welten. Das sie einfach nur immer wieder bis zu diesem einen Tag wartet, nur um mir dann den Rest zu geben.

Ich schüttelte mit dem Kopf, versuchte eine von vielen dieser kläglichen Erinnerungen jetzt loszuwerden. Es war eine neue Welt. Ein neuer Versuch. Mein sechsundsiebzigster, wenn ich mich recht erinnerte.

Ich stand langsam auf und streckte mich vorsichtig. Meine Glieder schmerzten. Ich hatte dieses Mal viel einstecken müssen, da ich fast alleine kämpfte. Ich hatte mir in der letzten Welt zwar Mami Tomoe zur Verbündeten gemacht, sogar Sayaka Miki, aber da Sayaka's Magical Girl Leben mal wieder ein jähes Ende fand, kämpfte ich mit Mami alleine und hatte sogar noch zwei wertvolle Grief Seeds sinnlos an Madoka's blauhaarige Freundin verschwendet.

Mami war wieder sehr geschwächt und psychisch instabil. War sie aber sowieso immer schon. Weder sie, noch Sayaka waren zum Magical Girl geeignet. Das wusste Kyuubey natürlich. Die zwei waren gute Kandidaten um schnell Hexen enstehen zu lassen.

Kyoko Sakura war dieses Mal gar nicht aufgetaucht. Laut Kyuubey war sie auch ein Opfer des Sakura-Massakers. Ein irreguläres Ereignis wie dieses, trat ungefähr alle fünf Zeitlinen mal auf. Schade eigentlich. Kyoko Sakura ist eigentlich das einzige Magical Girl, was an meine Fähigkeiten herankommt.

Egal. Das alles war jetzt Vergangenheit. Nur eine weitere schemenhafte Erinnerung.

Ich entledigte mich meines Krankenhaushemdes und zog Alltagskleidung an. Schwarzer Kapuzenpulli, dunkelblaue Jeans und lilane Chucks. Bloß keine auffällige Kleidung. Ich streifte nachts öfters durch irgendwelche Gassen, da musste man nicht unbedingt Aufmerksamkeit erregen. Vorallem nicht in einer Großstadt wie Mitakihara.

Ich öffnete meine Zimmertür und machte mich auf dem Weg zu meinem ersten Ziel.

Es war das erste Mal, dass ich erleben musste, wie es am ersten Tages meines verfluchten Monats regnete. Ich schimpfte leise vor mich hin, trat dann aber doch in den Regen. Ich spürte vielleicht für drei Sekunden den Regen, dann wurde er unterbrochen und ich spürte die Präsens einer Person neben mir.

„Mit deinen schönen, langen Haaren, solltest du wirklich nicht durch den Regen laufen!“ sagte die Person neben mir gut gelaunt und trat ein bisschen näher an mich heran, damit ich noch mehr unter den Regenschirm kam. Sayaka Miki. Definitiv nicht der Mensch den ich als allererstes sehen wollte. Mir blieb jetzt aber nichts anderes übrig, als freundlich zu ihr zu sein, sonst würde sie Madoka wieder gleich morgen vor mir beschützen wollen.

Ich setzte ein gekünsteltes Lächeln auf. „Ich weiß. Aber ich musste aus diesem Krankenhaus raus. Ich habe zuviel Zeit darin verbracht. Außerdem muss ich mich noch mit jemand Besonderem treffen.“ antwortete ich mit ruhiger Stimme. Sayaka lächelte mich von der Seite an. „Soll ich dich ein Stück begleiten? Nicht, dass du dir noch deine Frisur ruinierst, wenn du dich noch mit jemandem Besonderem triffst.“ kicherte sie gut gelaunt und ich spürte wie mir das Blut leicht ins Gesicht schoss. Ihr entging das nicht und so wurde ihr Kichern nun zu einem leisen, beherrschten Lachen. Verdammte...! Ich wusste, warum ich sie noch nie leiden konnte! Aber ablehnen war absolut unangebracht, da es mir nur Nachteile bringen würde einen Keil zwischen mich und Sayaka zu treiben.

„Wenn du noch nichts anderes vorhast...“ murmelte ich. Sayaka schüttelte mit dem Kopf. Ich nickte ihr zu und begann dann in Richtung meines Zieles zu laufen.
„Miki Sayaka“ sagte die Blauhaarige plötzlich. Ich sah sie verwundert an. „Das ist mein Name.“ sagte sie hastig, als sie meinen Blick bemerkte. Ich künstelte wieder ein Lächeln vor und richtete meinen Blick auf den Weg vor uns. „Akemi Homura“ erwiderte ich.

Wieder schwiegen wir. Sayaka war die Stille ziemlich unangenehm, ich genoss sie jedoch. ,,Wieso warst du solang im Krankenhaus, Homura-Chan?“ fragte sie plötzlich ganz unvermittelt. Ich wäre fast stehen geblieben, weil die Frage und Sayaka's Art mich mit Homura-Chan anzureden, völlig aus dem Konzept brachten. ,,Tut mir Leid!“ brach es sofort aus ihr heraus. „Die Frage war echt persönlich und...“ stotterte sie vor sich hin, doch ich lächelte nur und schüttelte leicht meinen Kopf.

„Ich hatte einen Herzfehler. War jetzt fast ein halbes Jahr im Krankenhaus. Ich bin froh, dass ich jetzt wieder raus durfte. Ich mag die Atmosphäre im Krankenhaus nicht. Dieser Geruch nach Desinfektionsmittel und diese kahlen weißen Wände überall...“ erzählte ich in Gedanken vor mich hin. „Warum warst du im Krankenhaus?“ fragte ich dann. Sayaka wurde rot und sah von mir weg. Mich intressierte es eigentlich überhaupt nicht. Schließlich kannte ich ihre ''Leidensgeschichte'' fast schon auswendig.

„Ich war einen alten Freund von mir besuchen. Er hatte vor einem Monat einen schweren Autounfall...“ Ihr Blick war auf den Boden  gerichtet und ihre Augen hatten ein trauriges Glitzern. „Das tut mir leid.“ flüsterte ich und heuchelte meine Anteilnahme vor. Wieso konnte es eigentlich nicht mal eine Welt geben in der Kyosuke Kamijou diesen Unfall nicht hatte? Dann hätte Sayaka nämlich keinen Grund einen Pakt mit Kyuubey einzugehen und eins meiner größten Sorgenkinder wäre damit schon erledigt.

,,Es ist alles die Schuld meines Vaters...“ riss mich ihre Stimme aus meinen Gedanken. ,,Was?“ ,,Mein Vater hat das Auto gefahren, dass den Unfall mit ihm hatte,            Und er ist einfach abgehauen! Er hat ihm nicht geholfen! Hätte er vielleicht sofort geholfen hätte Kyosuke's Hand noch gerettet werden können und er müsste jetzt nicht seinen Lebenstraum aufgeben...!“ Tränen sammelten sich in ihren Augen.

Ich sah sie geschockt an. Deswegen hing sie so an ihm! Es war nicht bloß ihre Liebe, sondern auch die Schuldgefühle die sie hatte! Kein Wunder, dass sie immer so schnell zur Hexe wurde!

„Es wird alles gut...“ flüsterte ich und legte meine Hand auf ihre Schulter. Mir war diese ganze Situation mehr als nur unangenehm. Zu allem Überfluss umarmte mich jetzt Sayaka auch noch und legte ihren Kopf auf meine Schulter. Ich verkniff mir ein genervtes Seufzen und strich ihr vorsichtig durch ihre Haare. Ich musste das jetzt einfach durchstehen.

Es dauerte ungefähr fünf Minuten, bis sie sich halbwegs beruhigt hatte. Ich hatte alles schweigend ertragen und hatte versucht mit den neu gewonnen Informationen irgendwas angfangen zu können, was mir dieses Mal einen Vorteil verschaffen könnte.

„Es tut mir leid!“ entschuldigte sie sich und wischte sich die Tränen weg. „Ich kenn dich überhaupt nicht und heul dir hier die Ohren voll!“ „Ist nicht schlimm“ sagte ich mit beschwichtigender Stimme und lächelte sie an. Plötzlich lachte sie wieder. „Stimmt, wir sehen uns ja sowieso nicht wieder!“ Schön wär's. Wenn sie nur wüsste, wer die neue Schülerin ist, die morgen in ihre Klasse kommt. „Das stimmt“ erwiderte ich trotzdem.

Ich sah mich um und bemerkte, dass ich nun fast an meinem Ziel war. „Unsere Wege trennen sich nun hier, Miki Sayaka-San“ Sie nickte kurz und sah dann auf ihre Uhr, „Ja, ich muss jetzt auch gehen. Aber, Homura-Chan...? Darf ich dir vielleicht noch eine Frage stellen...?“. Wieder unterdrückte ich ein genervtes Stöhnen und nickte.

Sayaka brauchte einen Moment um sich zu sammeln und sah mich auch nicht an, als sie anfing zu sprechen. „Welcher Wunsch, glaubst du, wäre gut genug um sein Leben dafür herzugeben?“ Ich realisierte erst gar nicht, welche Bedeutung ihre Frage hatte und antwortete deswegen auch sofort: „Ich würde mir wünschen, dass ich den Menschen, den ich liebe retten und aus eigener Kraft beschützen kann.“ sagte ich mit starker, aber dennoch kalter, fast emotionsloser Stimme, weil ich mir gerade wieder bewusst wurde, was mein Wunsch alles schon für Leid verursacht hatte.

Dann machte es plötzlich klick in meinem Kopf. Sayaka war schon auf Kyuubey getroffen! Das lief schlimmer als erwartet! Es war gerade mal der erste von achtundzwanzig Tagen und schon jetzt tauchten Probleme auf.

Ich fing an zu fluchen und machte mich so schnell wie möglich auf dem Weg zu meinem eigentlichen Ziel. Sayaka ließ ich stehen, mir war immer noch schlecht, von der Nähe, die sie mir gerade gegeben hatte.

Tag I- Ende.
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