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Keine Rose ohne Dorn

von Riniell
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
Tiranu
27.03.2015
12.11.2015
16
64.020
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12.11.2015 2.411
 
Epilog – Nur ein Traum

Der Abend war schnell über das Land gekommen. Fast nicht schnell genug, dachte Morwenna, die junge Fürstin, als sie mit gerafften Röcken die Treppen zu ihren Gemächern hinaufschritt. Seit dem frühen Morgen war sie in den Heilhäusern gewesen, wo die Lage langsam aber sicher außer Kontrolle geriet. Die Armut ließ einen Großteil der Bedürftigen zu Patienten werden, entweder weil ihre Körper und Seelen so ausgelaugt waren, dass sie auf offener Straße zusammenbrachen, oder weil die sicheren Essensrationen, welche von Helfern in den Heilhäusern verteilt wurden, allzu verlockend auf sie wirkten. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Situation für die Heiler der Stadt nicht mehr zu bewältigen sein würde.

Erschöpft trat sie vorbei an den Wachen durch die Tür in ihre Gemächer, wo sie der warme Schimmer von Barinsteinen empfing, ebenso wie die vertraute Note von Rosenöl und dem Eigengeruch des Holzinterieurs.  Und das strahlende Lächeln eines aschlonden Elfen, dessen verschiedenfarbige Augen in den Brauntönen erdigen Bachkiesels und dem Blau des klaren Februarhimmels verschlagen blitzten.

In gönnerhafter Manier bedeutete er ihr, neben ihm Platz zu nehmen. Sein Lächeln konnte nicht verbergen, wie müde seine Züge erschienen. Dazu seine zerzausten Haare, die unordentlich wie nie in einen Knoten gefasst waren, und seine zerknitterte Tunika … Morwenna schüttelte das Haupt als sie ihn musterte, was ihr nur ein Augenrollen einbrachte. Seit die Verhandlungen mit Valarias Bevollmächtigten im Rosenturm seit nunmehr vier Tagen andauerten, mahnte sie ihn immer wieder, sich nicht zu übernehmen. Jornowell aber empfand diese Anhaltungen eher als… lästig.

Als sie sich gehörig Zeit lassend zu ihm begab und mit anerkennendem Blick das Teeservice musterte, welches auf dem gläsernen Beistelltisch arrangiert war, sprang er unvermittelt doch auf die langen Beine und zog sie an sich: „Du hast mich lange warten lassen.“

Morwenna lächelte entschuldigend, als sie sich auf die Sitzbank sinken ließ. Wenn sie ehrlich war, hatte sie vergessen, ihn heute zum Abendessen treffen zu wollen. Dafür schien es wohl zu spät. „Man könnte meinen, es sei eine Epidemie ausgebrochen, wenn man die Häuser der Heilung betritt.“ Die Elfe schnaubte. „Der Tag wollte nicht enden …“

Dankend griff sie nach der dampfenden Porzellantasse, welche Jornowell ihr soeben reichte. Anschließend ließ er sich theatralisch seufzend neben sie auf grüngepolsterte  Sitzbank fallen, seine nackten Füße platzierte er lässig auf der Tischplatte. Der neuernannte Hofmeister strich sich durch das Haar und lehnte den Kopf zurück. Im Schein der Barinsteine leuchteten seine Gesichtszüge in warmen Tönen. Trotzdem entging ihr nicht, wie tief die Ringe unter seinen verkrampft geschlossenen Augen waren, oder wie blass die Haut unter dem magischen Schein wirklich anmutete. „Mir geht es genauso“, murrte er. „Die Arbeit will nicht aufhören, immer weiter auszuufern. Diese Unterhändler Valarias … Sie müssen glauben, sie wurden von den Alben persönlich gesandt! Und es wird nicht besser … Amana verlangt nach meiner Hilfe in Larion.“

Morwenna runzelte die Stirn. Amana war die Gattin eines ihr entfernten Vetters, welcher bereits lange verstorben war. Zu den vergangenen Debatten mit dem Adel war sie nicht zuletzt aber auch wegen ihrer langjährigen Erfahrung in Handelsführungen geladen und schließlich interessant geworden. Als Spross einer der einflussreichsten Händler Langollions schien es ihr in die Wiege gelegt, einmal – trotz der unverhofften Heirat in ein Adelshaus – ihre eigenen Geschäfte zu großem Erfolg zu führen. Was sie auch bewiesen hatte. Ihr Name war, soweit es den Güterverkehr mit Tuch und Garn betraf, weit über die Grenzen der langollischen Küste bekannt geworden. Morwenna hatte sie als Nachfolge für die Führung eines unbesetzten Handelskontors vorgeschlagen – und schließlich war die Elfe nach Larion, eine Provinz im Süden, gezogen, wo sie, die Alben mochten ihr helfen, den Ausbau der Werkstätten und die Lager der Edelholzvorkommen unterstützen würde.

„Du wirst nach Larion reisen?“ Die Heilerin war nicht eben glücklich, dies zu hören. Sicher, sie war ihm dankbar. Sein Einsatz war die reinste Selbstaufopferung für ihr Reich aber eben dort lag das Problem. Seit dem Ende der Zusammenkunft des Landadels und der Handelsgilden waren gerade einmal sechs Tage vergangen, aber Jornowell  sah aus, als hätte er jahrelang allein und schutzlos im Sturm ausgeharrt. Wenn er nicht bald sein Arbeitspensum einschränkte, würde er zusammenbrechen.

Er sah sie an und lächelte aufmunternd: „Ich werde dich auch vermissen.“

Morwenna atmete tief durch und stellte die noch immer heiße Tasse auf den niedrigen Beistelltisch aus olivgrünem Glas. Es war typisch für ihn, ihre Warnungen einmal mehr in den Wind zu schlagen. Doch dies war längst nicht alles, was ihr Sorge bereitete. Es gab noch ein weiteres Problem: „Jeder scheint es zu wissen …“

„Dass du mich vermissen wirst?“ Jornowells Ton klang provokant spöttisch, aber liebevoll zugleich. Er wusste doch genau, wovon sie sprach! „Von uns“, flüsterte sie, als galt es selbst hier, im Vorzimmer ihrer privaten Gemächer, im Schutz der nahen Nacht, das Gesagte und dessen Bedeutung geheim zu halten.

Jornowell griff ihre Hand und lehnte sich so weit vor, dass er unter ihren Locken hindurch auf ihr Gesicht schielen konnte: „Das hätte uns klar sein müssen, nachdem wir im Palast deiner Schwester wie – wie hat es dein Bruder so passend ausgedrückt?– ‚ungewaschene Fjordländer‘, in den Roben der Vornacht durch die Gänge geschlichen sind … in deine Gemächer, zu zweit, vorbei an der gesamten Dienerschaft. Und auch hier im Rosenturm … eigentlich bin ich mehr oder weniger bereits in deine Gemächer eingezogen.“

Du hast dich an mir vorbei in meine Gemächer gedrückt im Palast meiner Schwester. Und hier …" Innerlich die Haare raufend dachte sie an das erschreckend kleine Bündel an Kleidung und privaten Gegenständen von dem berühmten Weltenwanderer, welches zerknautscht auf dem Boden neben ihrem Bett seinen ‚Ehrenplatz‘ gefunden hatte. „Es ist nicht so, dass du nicht dein eigenes Gemach hättest.“

„Ach das … der Balkon ist viel zu klein und die Teppiche haben eine schreckliche Farbe“, führte er in pikierter Manier aus. „Außerdem die Lage … man sollte nicht meinen, in einem Turm einen derart langen Weg zur Arbeitsstätte bewältigen zu können.“

Die Fürstin schloss die Augen und schalt sich einmal mehr eine Närrin, Jornowells Versuch, sich in ihren Räumen auszubreiten, nicht umgehend unterbunden zu haben. Seine Begründung hatte allerdings einen Damm gebrochen, von dem sie bis dahin nicht einmal gewusst hatte. ‚Damit du keine Zeit hast, dir allein das hübsche Köpfchen darüber zu zerbrechen, ob ich nicht doch ein Fehler sein könnte‘, hatte er damals – vor nicht einmal ganzen fünf Tagen –  gesagt, kaum dass er seine Tasche auf den Boden in ihrem Schlafzimmer hatte fallen lassen. ‚Hier der Beweis, ich meine es ernst.‘

„Jornowell …“, mahnte sie ihn. Die Art, in der er diese ganz spezielle Sorge aufzunehmen pflegte, missfiel ihr gehörig.

„Ich habe es dir schon einmal gesagt: Wenn sie spotten, ist mir das gleich. Wenn sie es missbilligen, ebenso … und um meinen Ruf brauchst du dir im Übrigen keine Sorgen zu machen“, entgegnete er fast gereizt. Der Schlafmangel machte sich längst bei ihm bemerkbar.

„Das sagst du nun.“ Die Elfe wandte sich ihm zu, sah in seine ausdrucksstarken, verschiedenfarbigen Augen, welche ihr so viel zu sagen versuchten. „Es wird nicht lange dauern, bis die Ablehnung, welche mir entgegenschlägt, auch dich trifft. Wie könntest du damit umgehen, plötzlich verachtet zu werden?“

Der Sohn des Alvias schüttelte das aschblonde Haupt: „Lass das meine Sorge sein.“

„Du und Sorgen? Das höre ich zum ersten Mal.“

„Ich meine es, wie ich es sage, Morwenna“, hielt er sie erstaunlich hart an und legte den Kopf schief, um sie mit einem unterschwelligen Ausdruck des Misstrauens zu mustern. Ihr wurde unwohl, als er weitersprach: „Seit unserem Gespräch im ‚gläsernen Palast‘ mehr noch als davor. ‚Ich würde dich verschmähen, wenn ich dich wirklich kenne‘, hast du mir damals offenbart. Während du dich um mich sorgst, beginne ich mich zu fragen, weshalb dir noch immer jedes Mittel recht ist, mich davon zu überzeugen, einen Fehler zu begehen. Jedes Mittel, bis auf die Wahrheit …“

Die schwarzgelockte Elfe bekam große Augen. Mit dieser Reaktion hätte sie nicht gerechnet. In ihr begann es derweil zu arbeiten, tausende mögliche Szenarien prägten sich in ihre Gedanken. Vordergründig, die Angst, ihn wirklich zu verlieren. „Jornowell“, raunte sie und fand keine Worte, um weiterzusprechen.

Doch der Elf neben ihr hob nur eine Hand: „Verzeih, ich wollte nicht… Es … Ich werde dich nicht unter Druck setzen, was das angeht.“ Er stockte, lenkte den Blick ins Leere. „ Es ist nur … in dieser Nacht hatte ich einen merkwürdigen Traum. Er verfolgt mich, bis heute, so real erschien er mir.“

„Was für ein Traum war das?“

„Von deiner Mutter, wie sie dich behandelte … Nachdem sie offenbar Luana fortschickte und du nicht aufhören konntest, von ihr zu reden. Du riefst nach deinen Brüdern, als hättest du Furcht, auch sie zu verlieren.“ Er zog die Brauen zusammen und schüttelte den Kopf. „Es ist nichts … Wahrscheinlich hat die Umgebung, die Erzählungen von dir … wahrscheinlich hat das alles mein Unterbewusstsein durcheinander gebracht …“

Morwennas Hals war eng, als würden sich riesige Hände immer enger um ihn legen. Wie sehr mochte ihn dieses Thema wirklich beschäftigen, wenn es sogar seine Träume heimsuchte? „Ich sagte dir bereits, Luanas Fortgang war nicht so schlimm, wie …“

Jornowell hob die Brauen, dann nuschelte er im nonchalanten Ton: „Es schien dich aber zu treffen… Nicht nur in meinem Traum.“ Räuspernd erhob er sich von der Sitzbank, um mit langen Schritten zum Schlafgemach herüber zu gehen.

Es dauerte eine gute Weile für die junge Elfe, das Gesagte zu erfassen. Morwenna wusste, wie überarbeitet Jornowell war, wie gereizt er sein musste. Aber seine Worte … woher wusste er das, was er angeblich nur im Traum gesehen hatte? Seine Art, diese Sache anzugehen, wollte nicht zu ihm passen. Das sprach allerdings nur dafür, wie sehr es ihn wirklich bewegte.

Die Heilerin war sich nicht sicher, was sie ihm entgegnen konnte, um ihn nicht weiter zu verstimmen. Auch sie stand auf und folgte Jornowell in das Schlafgemach. Im Schein der Feuerschalen war der blonde, hochgewachsene Elf dabei, das mickrige Bündel, welches seinen einzigen Besitz in seiner neuen Heimat darstellte, auseinanderzuklauben. Die Tasche lag nunmehr auf ihrem Bett, wo sie geflissentlich in ihre Einzelteile zerlegt wurde. Jornowell hielt den Rücken zu ihr gewandt, nichts war mehr von seinem warmen Empfang nach ihrem langen Arbeitstag in den Heilhäusern der Hauptstadt geblieben.

Die Fürstin trat hinter ihn und schlang ihre Arme um seinen Oberkörper. „Ich werde dich also nicht los?“

„Vergiss es“, raunte er und entspannte sich in ihrer Umarmung. „Ich kann genauso stur sein, wie du auch. Ganz egal, wie sehr du dich in Andeutungen, Geheimniskrämerei und Ausflüchten verstrickst. Ich werde dich und meine Gefühle für dich nicht aufgeben …“

„Das will ich auch nicht“, wisperte sie in sein spitzes Ohr. „Wirklich nicht.“

„Warum machst du es mir dann so schwer?“ Fast verzweifelt schmiss er das dunkle Wams, welches Tiranus Schneider für ihn gefertigt hatte, auf das Laken.

„Ich werde versuchen …“ Irritiert schaute die Elfe auf. Dort! Auf dem elfenbeinfarbenen Laken bewegte sich etwas … Sie löste die Arme von Jornowell und trat angewidert einen Schritt zurück. „Ist das eine Motte?!“

Auch sein Augenmerk fand die winzig-quirlige Gestalt, mit verhältnismäßig großen Flügeln und langen Fühlern, die tastend über das helle Laken fuhren. „Oh.“

„Wie kommt sie in deine Tasche?“ Sie hob entsetzt die Brauen. „Bei den Alben, Jornowell, was hast du da alles drin? Und wie lange hast du sie nicht mehr ausgeräumt?“

Statt zu antworten, griff er nach dem Insekt und ließ es auf seine Hand krabbeln. Ihr fiel auf, dass am langen Hinterteil des Tierchens eine fingernagelgroße Verdickung war. Sie schimmerte heller, je länger sie auf seiner Hand umherfleuchte. „Das ist ein Falter, keine Motte…“

„Das ist beides … widerlich. Wie kam sie in deine Tasche?“

„Sie hielt sich an dem dunklen Wams fest … Siehst du das Leuchten? Die Kokons in den Gewächshäusern deiner Schwester … Sie muss von dort stammen!“

Morwenna runzelte die Stirn, das klang für sie eher nach einer Ausrede … andererseits: Dieses goldgrüne Schimmern… So eine Kreatur hatte sie noch nie gesehen. Eine Kreuzung aus einem Falter und einem Glühwürmchen? Sie erinnerte sich an die Lichtkokons in den Ziehhäusern. Das Schimmern wirkte tatsächlich ähnlich.

„Sie gefällt mir“, sinnierte er, als er die Hand ganz nah vor sein Gesicht hielt. „Sie hatte Durchhaltevermögen, so lange ohne Nahrung und Wasser zu überleben. Hier, sieh mal!“ Unvermittelt hielt er das Tier direkt vor ihre Nase. Mit verzogenen Lippen wich sie vor seiner Hand weg, doch der Falter hatte sich längst flatternd von ihr erhoben und flog genau in die Richtung, in die sie sich geflüchtet hatte.

Jornowell begann schallend zu lachen, als der Falter in seinem Torkelflug ihr Gesicht streifte und ihr bitterböser Blick ihn traf. Er umfing sie und küsste feixend ihre Nasenspitze, welche stolz unter zusammengezogenen Augenbrauen erhoben war. „Ich bin froh, dass du dich wenigstens ab und an wie eine normale Elfe verhältst …“

Ihr Blick wurde eine Spur dunkler: „Gewöhn dich besser nicht daran!“ Ihr Blick suchte nach dem kleinen Falter, der inzwischen längst sein Heil in der Flucht gesucht hatte. „Wo ist das Mistvieh?“

„Wirklich? Du bist mit mir, dem Elfen deiner Träume, allein in deinem Schlafzimmer … zum ersten Mal seit Tagen … und du kümmerst dich um dieses arme Geschöpf, das – “

Morwenna seufzte und ließ die Schultern sinken: „Hör einfach auf zu reden ...“ Sie schlang die Arme um seine Taille und küsste ihn. Heute Nacht wollte sie nicht länger an Sorgen, Befürchtungen … und schon gar nicht an die Vergangenheit denken.

Dennoch, Stunden später, erschöpft in den Armen ihres Geliebten eingeschlafen, träumte sie von einem langen Spaziergang mit ihrer Mutter und ihren jüngeren Brüdern, ihren Fragen nach Luana und der Drohung Alathaias, welche sie ihr Leben lang nicht vergessen sollte …

Als sie erwachte, griff sie instinktiv nach der warmen Gestalt neben sich und drückte ihr Gesicht an seine Halsbeuge. Ihr Atem ging schnell, das Herz raste.

„Was hast du?“, grummelte der Weltenwanderer neben ihr, seine Arme wieder fest um sie legend.

„Nur ein Traum.“

„Du musst nicht mehr träumen, meine Schöne“, flüsterte er noch immer schlaftrunken. „Ich bin hier ... Ich passe auf, dass du endlich lebst und nicht mehr träumst.“

„Du bist doch selbst der größte Traumtänzer, den ich kenne …“

„Vermutlich der einzige, den du kennst.“

____________

Damit findet diese Story ihr Ende. Vielen Dank für eure Leserschaft! Ich hoffe doch sehr, dass ihr in Zukunft auch wieder dabei seid, um noch mehr von den beiden in der Fortsetzung zu lesen. Ich habe schon ein paar Kapitel geschrieben und ja, es wird um Tiranu gehen, aber auch Emerelle wird dabei sein, Xern, Obilee, auch einige Nebencharaktere von hier.
Ich hoffe, euch dann wieder begrüßen zu dürfen und von euch zu hören.

Schreibt mir, was ihr von der Story gehalten habt.
Liebe Grüße
Riniell
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