CatDog - Blinder Hass

GeschichteRomanze, Thriller / P18 Slash
27.03.2015
27.03.2015
4
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Eisige Kälte umgab Dog, als er zu sich kam. Um ihn herum war es dunkel, nur der leichte Schimmer einer Kerze durchbrach die Finsternis und spendete dem Raum etwas Licht. Sein Kopf dröhnte, sein gesamter Körper zitterte. Sein Hals fühlte sich rau und trocken an. Er versuchte, sich aufzurichten, doch es hatte keinen Zweck. Seine Arme waren mit Handschellen an einem Eisengitter festgekettet. Er versuchte krampfhaft, einen klaren Gedanken zu fassen. Wo war er? Was war passiert? Wie war er hier hergekommen? Tausend Gedanken schossen ihm durch den Kopf, während er sich vergeblich darum bemühte, die Handschellen zu öffnen. Panik erfasste ihn und er rüttelte mit aller Kraft an den Handschellen. Doch es blieb erfolglos. Dog fing an, heftig zu schluchzen und sank auf den Boden, der sich eiskalt unter ihm anfühlte. Er versuchte, eine Erklärung zu finden. Eine Erklärung dafür, wie er hier hergekommen war. Wer hatte ihn hier hergebracht? Er konnte sich nicht erinnern. Er versuchte, sich wieder etwas zu beruhigen und irgendeine Möglichkeit zu finden, sich zu befreien. Angestrengt suchte er den Raum nach etwas ab, womit er die Handschellen öffnen konnte. Doch es war weit und breit nichts zu finden. Wieder fing er an zu schluchzen und zu wimmern. Er zerrte mit all seiner Kraft an den Handschellen, doch schon nach wenigen Sekunden taten ihm die Handgelenke weh. Er stieß einen lauten, verzweifelten Schrei aus. Mehrmals rief er nach Hilfe, wobei er genau wusste, dass ihn niemand hören konnte. Er schrie so laut er konnte, bis sein Hals anfing zu schmerzen. Plötzlich wurde ihm unheimlich schwindlig. Sein Magen krampfte sich zusammen. Er würgte mehrmals und um ihn herum drehte sich alles. Schließlich wurde ihm schwarz vor Augen und er sackte erschöpft in sich zusammen.

Ein leises Knarren ließ Dog wieder zu sich kommen. Um ihn herum war es immer noch stockfinster. Er vernahm Schritte, die sich durch den Raum bewegten. Wieder versuchte er, sich von seinen Fesseln loszureißen, doch abermals blieb er erfolglos. „Wer... wer ist da?“, stotterte er heiser. Seine Stimme klang rau, war kaum zu hören. Keine Antwort. Nur sanfte Schritte, die durch den Raum wanderten. „Wer ist da?“, wiederholte Dog lauter. Zögernd hob er seinen Blick und konnte schemenhaft eine Gestalt auf der anderen Seite des Raumes ausmachen. „Hallo?“, rief Dog ihr zu. Die Gestalt drehte sich um und kam mit langsamen Schritten auf ihn zu. Dog wich so weit er konnte zurück. Etwa einen Meter vor ihm blieb sie stehen. Die Gestalt trug einen dunklen Umhang mit Kapuze, sodass Dog ihr Gesicht nicht erkennen konnte. „Wer... wer bist du?“, stotterte Dog. Sein Herz begann zu rasen. Die Gestalt antwortete nicht, sondern blieb regungslos vor ihm stehen. „Wer bist du?!“, wiederholte Dog verzweifelt. „Warum tust du das?“. Der Unbekannte blieb stumm. „Was habe ich dir getan?!“, schrie Dog und fing an zu heulen. „Warum tust du mir das an?! Was habe ich dir getan?!“. Die Gestalt stieß ein trockenes, finsteres Lachen aus. „Du gehörst mir“, flüsterte sie mit tiefer Stimme. „WER BIST DU?!“, schrie Dog so laut er konnte. „Das müsstest du doch wissen“, antwortete die Gestalt mit tiefer, dröhnender Stimme. „Warum hältst du mich hier fest?“, heulte Dog. „Bitte lass mich gehen! Bitte!“. „Ich kann dich nicht gehen lassen“, entgegnete der Unbekannte. „Du gehörst mir. Für immer“. Dog stieß einen lauten, verzweifelten Schrei aus. „Lass mich gehen!“, flehte er. „Bitte!“. Die Gestalt wandte sich ab und ging zur Treppe, die sich auf der rechten Seite des Raumes befand. „Warte!“, schrie Dog. „Lass mich gehen, bitte!“. Der Unbekannte stieg unbeirrt die Treppe empor. Als er oben an der Tür ankam, drehte er sich noch einmal um. „Bis später“, flüsterte er mit tiefer, unheimlicher Stimme. „Nicht weglaufen, ja?“. Dann stieß er abermals ein unheimliches Lachen aus. „WARTE!“, rief Dog schluchzend. In diesem Moment schloss sich die Tür und Dog war wieder von völliger Finsternis umgeben. Eisige Tränen flossen ihm über die Wangen. Es gibt keinen Ausweg, wurde ihm klar. Er war gefangen. Für immer.
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