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Magi in der modernen Welt?

GeschichteFantasy, Freundschaft / P12 Slash
Matal Mogamett OC (Own Character)
26.03.2015
11.05.2018
51
73.796
6
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Dieses Kapitel
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07.10.2016 1.147
 
Am nächsten Morgen passierte etwas sehr ungewöhnliches. Es waren noch zehn Minuten bis der Wecker klingeln würde, doch ich lag bereits hellwach in meinem Bett und … ich lernte. Der Grund dafür war ein Albtraum der mich vor ca. einer Stunde aus dem Schlaf geholt hatte und danach hatte ich das dringende Bedürfnis doch noch etwas für die Geschichtsarbeit zu lernen. Bevor der Wecker jedoch klingelte und Sam aufwachte hatte ich alles wieder in meinem Rucksack verstaut. „Wow, Saiga du bist ja schon wach?“ ungläubig sah Sam mich an. „Ich habe eben schlecht geschlafen und deshalb etwas früher aufgewacht.“ Da ich nichts näher erklären wollte zog ich mich schnell an und ging in die Küche um Frühstück vorzubereiten.

Der Weg zum Bus war sehr ruhig verlaufen. Tom war in der Villa geblieben, vielleicht um einige Informationen zu sammeln. John traute sich nicht irgendetwas in Shinas Nähe zu sagen und Shina studierte ihren Stundenplan und die Notizen die sie bekommen hatte. Sie sollte in Johns Klasse gehen, was ich jedoch nicht verstand, denn schließlich war sie doch ein Jahr älter und müsste eigentlich schon in der zwölften Klasse sein. Doch ich traute mich nicht in Johns Gegenwart zu fragen.
Im Bus setzte sich Shina allein auf einen Platz während wir zu Maya gingen. Ich wollte sich eigentlich nicht alleine lassen, doch als ich mich hatte neben sie setzen wollen, winkte sie mich unauffällig weiter. Wahrscheinlich wollte sie nicht den Eindruck erwecken, als wenn wir gut miteinander klar kamen und somit Misstrauen erzeugen. Oder sie wollte einfach nur ihre Ruh beim Lernen haben.
Maya unterbrach meine Gedanken. „Freut ihr euch schon auf nächste Woche? Schließlich fahrt ihr nach England! Und dann auch noch ans Meer. Der Wetterbericht hat sogar gutes Wetter vorausgesagt und da eure Jugendherberge direkt am Meer liegt könnt ihr bestimmt baden gehen. Ich freu michvoll für euch. Wir hatten letztes Jahr ziemlich schlechtes Wetter.“ Schnell waren Sam und Maya in ein Gespräch über die Klassenfahrt vertieft. In Wahrheit stellte die Klassenfahrt ein Problem für uns da, denn Jumiji würde alleine zurückbleiben, da er nicht in unserer Klasse ist. Ich hoffte jedoch darauf, dass Tom und Shina etwas auf ihn aufpassten, denn auch wenn Jumiji Fortschritte machte war sein Deutsch noch ziemlich schlecht.
Plötzlich wurde das Gespräch auf mich gelenkt. „Mit wem wollen wir eigentlich in ein Zimmer Saiga?“ ahnungslos sah ich Sam an. Wir hatten nicht wirklich Freunde finden können in unserer Klasse und Juiko war noch immer verschwunden. Auch gab es nur Viererzimmer. „Ich habe keine Ahnung. Wahrscheinlich werden wir am Ende einfach aufgeteilt. Ich hoffe zumindest das ich wenigstens mit dir in ein Zimmer komme.“ So ging das Gespräch bis zu unserer Schule weiter. Dort musste ich mich verabschieden, da ich noch Shina zu ihrem Klassenzimmer bringen musste. Kurz bevor sie dieses betrat flüsterte sie mir noch etwas zu. „Sei vorsichtig!“ Ich nickte ernst und ging zum Geschichtsunterricht.

Als der Schultag sich endlich dem Ende zuneigte wurde die Zimmeraufteilung für unsere Klassenfahrt beschlossen. Ich hatte noch ein Hochgefühl von der Geschichtsarbeit, da ich das erste Mal in Geschichte das Gefühl hatte eine gute Note zu bekommen, als dieses zerstört wurde. „Ok, da nur Sam und Saiga übrig geblieben sind geht Sam mit in Zimmer vier“ die Mädchen, die von sich als die schönsten und besten dachten, stöhnten „und Saiga geht ins Zimmer 6.“ Eine Gruppe von Mädchen die eher zu der Strebertruppe sahen mich komisch an. Meine Noten waren nicht die besten und diese Mädchen schienen Menschen nach Noten zu beurteilen. Na toll. Das konnte ja noch heiter werden.


Den Rest der Stunde beredeten wir noch einmal unser Programm für die Klassenfahrt. Ich holte in dieser Zeit etwas Schlaf nach. Dies war auch der Grund, warum ich am Montag ohne Sam zu spät gekommen wäre.
Am Wochenende hatten wir viel über die Klassenfahrt geredet und Jumiji sehr oft gesagt, dass er sich ruhig halten soll und bloß nichts Unbedachtes machen sollte. Auch hatte ich ihm mein Handy gegeben, damit wir über Sams Handy in Kontakt bleiben konnten. Auch hatte ich mit Tom geredet und er hatte versprochen, dass er etwas auf Jumiji achten würde.
Als wir dann, zum Glück doch noch rechtzeitig, im Bus saßen und auf dem Weg zum Flughafen waren, schlief ich bereits wieder. Ich hatte in der Nacht vor Sorge und vielleicht auch vor Aufregung kein Auge zubekommen. Dies sorgte dafür, dass Sam mich immer dorthin führte, wo ich hin musste und mir sagte, was ich tun sollte. Ich nahm alles nur wie in Trance war. Eben waren wir noch im Bus, plötzlich standen wir an der Sicherheitskontrolle und schon wurde mir gesagt ich müsste mich wieder anschnallen, da wir nun landen würden.

Unsere Herberge war in Wales in einer Stadt namens Newquay. Es war eine schöne Stadt direkt am Meer. Der Strand sah sehr einladend aus und Maya hatte Recht behalten, denn das Wetter war sehr schön. Man konnte viele Fischerboote sehen und auch waren Touristen in großen Zahlen vorhanden. Es war ein sehr schöner Anblick, jedoch machte mir ein Gebäude etwas weiter weg vom Strand im Meer etwas Sorgen. Aber es würde schon nichts passieren, versuchte ich mich zu beschwichtigen. Schnell war das Gebäude im Meer auch schon wieder vergessen, denn wir waren in unserer Jungendherberge angekommen. Ich verabschiedete mich nach der Belehrung unserer Lehrer von Sam und folgte meinen Zimmergenossinnen auf Zimmer. Ihre Namen hatte ich wieder vergessen, aber aus irgendeinem Grund hatten heute alle drei offene Haare, was normalerweise bei ihnen, glaubte ich jedenfalls, nicht der Fall war. Vielleicht wollten sie sich von mir absondern. Naja, mir sollte es egal sein. Ich warf mein Zeug auf das untere Bett eines Doppelstockbettes und bemerkte wie die anderen auslosten, wer über mir schlafen sollte. Ein Mädchen mit einer unscheinbaren blauen Brille und langen lockigen blonden Haaren verlor und richtete sich zögernd über mir ein und verstaute ihr Gepäck im Schrank. Ich machte mir gar nicht erst die Mühe mein Zeug einzuräumen, außerdem wollte ich diese Mädchen nicht stören. Vielleicht wirkte ich so als wäre mir alles egal, aber ich fühlte mich ziemlich unwohl und wollte einfach nur raus hier. Glücklicherweise hatten wir in einer halben Stunde eine Stadtführung.

Während der Stadtführung beschwerten Sam und ich uns über unsere Zimmerkameradinnen und Sam hatte etwas Sorge, denn die Mädchen ihrem Zimmer hatten schon einige der Jungs für die Nacht eingeladen. „Schlaf doch einfach bei uns. Es wird zwar ziemlich eng aber du kannst ruhig bei mir im Bett schlafen. Ich hab damit kein Problem.“ „Und dann hast du wieder einen komischen Traum und verprügelst mich im Schlaf. Nein danke. Außerdem will ich nicht ständig davonlaufen.“ Verständnisvoll nickte ich. Jedoch hatte ich bei dieser Klassefahrt kein gutes Gefühl. Plötzlich bekam Sam eine Nachricht von Jumiji. „Shina und Tom streiten mit Müller“ wir hatten etwas gebraucht zu entziffern was dies hieß, doch als wir es endlich hatten, sahen wir uns geschockt an. „Scheiße!“
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