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Magi in der modernen Welt?

GeschichteFantasy, Freundschaft / P12 Slash
Matal Mogamett OC (Own Character)
26.03.2015
11.05.2018
51
73.796
6
Alle Kapitel
7 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
13.07.2016 1.297
 
Ui schon das 43. Kapitel und ich habe das Gefühl ich bin immer noch lange nicht fertig mit der ganzen Geschichte. Aber es würde mich mal interessieren was ihr bis jetzt so von meiner Geschichte haltet, was verbesserungswürdig ist oder ausbaufähig. Also hinterlasst doch bitte eine Review oder schreibt mich persönlich an :)
LG Sunfirebolt
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Als mein Vater, Shina und Tom im Haus verschwunden waren, wandte ich mich zu Sam um. Diese sah noch immer bedrückt zu Boden. Scheinbar hatte Jumiji nichts ausrichten können. Bevor ich jedoch etwas sagen konnte, begann sie bereits zu sprechen. „Warum hast du mich ausgewählt? Ich bin nichts Besonderes wie diese Shina und stamme auch nicht aus einer reichen Familie, jedenfalls nicht mehr. Ich fall dir nur zur Last.“ Genervt atmete ich aus. Jumiji konnte Sam zwar nicht komplett verstehen, da sie momentan Deutsch sprach, jedoch auch er schien zu verstehen, was sie sagte, denn er schlug ihr leicht mit seinem Katana auf den Kopf. „Nun hör aber mal auf ständig an dir selbst zu zweifeln.“ Sam sah Jumiji erst erschrocken an und nickte dann leicht wieder mit gesenktem Kopf. „Ich hätte dich nicht die ganze Zeit begleitet, wenn ich nicht denken würde, dass du das Zeug zur Königin hättest. Du bist nicht wie Shina. Sie ist etwas Besonderes und bestimmt ist sie auch zu Großem bestimmt, aber du bist ebenso etwas Besonderes und ich glaube, dass du die beste Wahl bist. Also hör auf sowas ständig zu fragen. Es ist mir egal, was andere denken. Schließlich ist doch nur wichtig, was ich selbst denke und wovon ich überzeugt bin wenn es um eine persönliche Beurteilung geht, findest du nicht auch.“ Ich grinste und war froh, dass sie jetzt wieder etwas selbstsicherer zu mir aufsah. „Danke.“

Am Abend, nachdem mich Sam noch dazu gezwungen hatte eine Stunde lang Geschichte zu lernen, bis ich fast den ganzen Hefter auswendig aufsagen konnte, waren alle im Haus mit den Vorbereitungen für das Abendessen beschäftig. Was nicht wirklich dazu beitrug unsere Arbeit zu erleichtern, war John, der aufgewühlt auf dem Flur auf und ab lief. Er hatte einen Anzug an und hatte sich für den Abend ungewöhnlich rausgeputzt. Ich konnte ihn jedoch gut verstehen, schließlich würde er in wenigen Minuten seine Verlobte kennenlernen, die auch noch älter war als er selbst. Auch war mir nicht entgangen, wie er vor einiger Zeit mit seiner Freundin Schluss gemacht hat. Ihr hatte das natürlich nicht gefallen und ich habe gehört, sie soll ausgerastet sein und John ziemlich runtergemacht haben. Seitdem herrschte Funkstille zwischen den beiden. Er konnte einem schon leidtun. Aber nur ein wenig.
Anstatt des normalen Abendessens gab es heute ein Festmahl. Es wurden mehr Gerichte zubereitet als selbst zehn ausgewachsene Männer essen konnten. Ich fragte mich, was mit den Resten geschehen würde und mir entging auch nicht der angeekelte Blick Jumijis. Ich konnte ihn nur zu gut verstehen. Glücklicherweise hatte Sam sich schnell um ihn gekümmert, bevor die Situation eskalieren konnte. Nun war er draußen und hackte etwas weiter weg vom Haus Holz für den Kamin. Dieses ging eh langsam aus und ich war erstaunt, dass Sam dies mitbekommen hatte, vielleicht war es aber auch nur Glück gewesen.
Nach wenigen Minuten waren dann die Vorbereitungen abgeschlossen. Der Saal, in dem man nun aß, sah aus wie aus einem alten Schloss. Der Raum wurde größtenteils in Rot- und Goldtönen gehalten und nur recht spärlich beleuchtet. Draußen war die Sonne bereits untergegangen, denn trotz der bereits herrschenden Wärme war es erst März. Herr Müller wartete bereits am Tisch während John vor der Treppe auf Shina wartete. Diese kam auch nach wenigen Augenblicken. Wir Bedienstete standen an der Wand und bildeten eine Art Gasse, jedoch konnten alle merken, wie jeder beim Anblick Shinas den Atem anhielt. Sie hatte nun ein edleres dunkelblaues Kleid an und ihre Haare waren lockig und hochgesteckt. Tom, der sie begleitete, trug ebenfalls einen schwarzen Anzug, der so gar nicht zu seinem Stab passen wollte. Shina war nun komplett die feine Lady und ließ sich von John in den Speisesaal führen.
Sobald die Tür verschlossen war, zerstreuten sich die Bediensteten. Auch Sam und ich verschwanden, jedoch gingen wir hinaus um Jumiji Gesellschaft zu leisten und auch um ihm ein wenig zu helfen. Natürlich hatten sich auch etliche Bedienstete wieder Positionen zum Lauschen gesichert, doch ich war diesmal nicht daran interessiert. Bei Jumiji angekommen arbeiteten wir schweigend. Sam reichte uns immer die nächsten Holzstücke während Jumiji und ich sie zu Kleinholz verarbeiteten.
Jumiji stand noch immer die Wut und der Ekel ins Gesicht geschrieben. Verdenken konnte ich es ihm nicht, schließlich hatte er hungrig aufwachsen müssen und war wahrscheinlich auch ein paar Mal drauf und dran gewesen zu verhungern. Und hier wurden so viel Essen verschwendet wie nur irgend möglich. Ehrlichgesagt war ich erstaunt, dass er noch so „ruhig“ war.
Nach ca. einer Stunde gingen wir müde zurück ins Haus. Ich war als einzige von uns dreien noch fürs abdecken und abwaschen eingeteilt, weshalb Sam und Jumiji bereits schlafen gingen, ich jedoch wartete auf dem Flur mit einigen anderen. Zum Glück musste ich nicht lange warten, denn schon nach wenigen Minuten wurde die Tür geöffnet. Heraus kamen Tom, Shina, John, der recht bedrückt wirkte, und Herr Müller, der begeistert schien. Er erhob als Erster das Wort, sobald er uns Bedienstete erblickte. „Ah das hatte ich ja ganz vergessen, Miss Montgomery. Bitte wählen sie doch eine der hier anwesenden Bediensteten aus, die dann für euch sorgen soll.“ Er deutete in die Runde, während wir uns leicht verbeugten. Mich nervte dieses unterwürfige Benehmen, aber ich hatte es Sam ja versprochen. Shina jedoch schien meinen genervten Gesichtsausdruck gesehen zu haben, denn sie schien sich ein Lachen verkneifen zu müssen. Als Herr Müller sie jedoch wieder ansah, war sie erneut eine feine Lady. Bescheiden antwortete sie. „Das ist sehr freundlich von ihnen Herr Müller und gerne nehme ich Ihr großzügiges Angebot an. Ich würde mich mit einer gleichaltrigen wohler fühle, wäre es daher in Ordnung wenn ich das junge Mädchen mit den schwarze Haaren wähle?“ Ich wusste nicht recht, ob sie aus Unsicherheit mich wählte, was ich ehrlich gesagt bezweifelte, oder weil ich ihr einfach schon bekannt war. „Dieses Mädchen geht noch zur Schule und ist deshalb nur eine Aushilfskraft hier, daher wäre es ratsamer jemand anderes zu wählen.“ Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass Herr Müller mich von Shina fernhalten wollte, doch ich konnte es mir auch nur einbilden. „Da ich auch zur Schule gehen werde, erscheint es doch recht logisch, finden sie nicht?“ Shina sah Herrn Müller mit einem sehr unschuldigen leicht unsicheren Ausdruck an, der aber auch eine leichte herausfordernde Präsenz zu haben schien. Auch Herr Müller hatte dies bemerkt, denn seine Mundwinkel zuckten leicht nach unten. „Wenn Ihr es wünscht werde ich es Euch nicht verbieten. Saiga wird Ihnen dann alles sagen und zeigen und Ihnen helfen. Sollte es Probleme geben, richten Sie sich an mich.“ Mit einer leichten Verbeugung verabschiedete Herr Müller sich und auch John folgte ihm nach oben.
Perplex sah ich Shina an. „Na kommst du jetzt oder willst du noch alles aufräumen?“ Shina wandte sich ebenfalls Richtung Treppe und noch verwirrt folgte ich ihr. „Ich hoffe das macht dir nichts aus, aber das Angebot abzulehnen wäre unhöflich gewesen und eine andere Person zu wählen wäre für unser Vorhaben sehr unpraktisch gewesen.“ Versuchte Tom mir die Situation zu erklären. „Welches Vorhaben?“ fragte ich neugierig. Waren die beiden etwa aus einem anderen Grund hier als der Hochzeit? Es schien logisch da Shina auf mich nicht wie eine Person wirkte, die brav und gehorsam irgendeinen fremden Mann heiraten würde und schon gar nicht so einen wie John. „Seit leise. Das sollten wir nicht hier besprechen.“ Maulte Shina uns genervt an, weshalb wir ihr stumm auf ihr Zimmer folgten. Ungewollt und unbewusst hörte ich auf ihren Befehl.
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