Magi in der modernen Welt?

GeschichteFantasy, Freundschaft / P12
26.03.2015
11.05.2018
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Dieses Kapitel
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//Hey, schön dass ihr meine Geschichte angeklickt habt:). ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir eine Review da lasst, egal ob ihr die Geschichte gut findet oder nicht. Sagt mir einfach was gut geworden ist und was scheiße ist. über Verbesserungsvorschläge freue ich mich natürlich riesig:)
LG Sunfirebolt//

Als mein Wecker klingelte, wurde ich ruckartig aus meinem Schlaf gerissen. Verdammt, ich hatte gerade einen sehr interessanten Traum gehabt. Nachdem der erste Schock verdaut war, richtete ich mich verschlafen auf und schaltete meinen nervtötenden Wecker aus. Ich stand unbeholfen auf und streckte mich erstmal herzhaft gähnend. Müde suchte ich mir ein schwarzes Top und eine rote Hot Pants aus meinem Schrank. Es war Sommer und dementsprechend heiß draußen, auch wenn gegen sechs noch nicht allzu viel von der Hitze zu spüren war. Danach kämmte ich vor einem kleinen Spiegel in meinem Zimmer meine Haare. Mit meinen dunkelbauen Augen musterte ich mich. Ich hatte oberflächlich kurze kohlrabenschwarze Haare und darunter einen langen geflochtenen Zopf, der mir ungefähr bis zum Po ging. Meine Frisur sah zwar ziemlich ungewöhnlich aus, aber mir gefiel es so. Und auch wenn das komisch klang, fühlte es sich einfach richtig an.
Als ich mit meinem Aussehen zufrieden war, ging ich in die Küche, um das Frühstück vorzubereiten. Ich lebte und arbeitete zusammen mit meinen Eltern in der Villa eines reichen Mannes und seinem Sohn. Während mein Vater der Sekretär von Herrn Müller war, machten meine Mutter und ich den Haushalt. Meine Eltern bekamen zwar ziemlich wenig Gehalt, aber dafür durften wir kostenlos in der Villa von Herrn Müller leben und bekamen drei Mahlzeiten am Tag, die wir aber selbst machen mussten. Es war also kein allzu schlechtes Leben.
Als ich mit den Vorbereitungen für das Frühstück fertig war, deckte ich den Tisch im Esszimmer. Wenige Sekunden nach dem ich fertig geworden war und halb schlafend in einer Ecke stand, betraten auch der restliche Haushalt das Esszimmer. Meine Mutter und mein Vater begrüßten mich liebevoll wie jeden Morgen, Herr Müller ignorierte mich wie immer, als wäre ich ein minderwertiges Wesen, und John, der Sohn von Herrn Müller, sah mich abwertend an. Er dachte genauso wie sein Vater, nur dass John es liebte, mich zu beleidigen und zu mobben. Aber schließlich war ich diese Behandlung schon gewohnt, da ich seit meiner Geburt in diesem Haus lebte und arbeitete.

Nach dem Frühstück holte ich schnell meine Schulsachen und ging zum Eingang um meine Schuhe anzuziehen und auf John zu warten. Er kam fast immer zu spät und ließ mich warten, doch wenn ich mal auch nur eine Sekunde nach ihm kam, bekam ich Ärger von ihm und von Herrn Müller, weil ich zu spät war und angeblich meine Pflicht als Angestellte der Familie vernachlässigte. Dabei war ich noch minderjährig und dürfte noch gar nicht als Angestellte gelten. Doch meinen Eltern zu liebe benahm ich mich.
Als John es dann endlich geschafft hatte aufzutauchen, ging ich zügigen Schrittes los Richtung Bushaltestelle. Der Bus kam schon in wenigen Minuten, aber das war nichts Neues. Ich hasste es, dass wir zusammen zum Bus gehen mussten. Und seine ständigen Beleidigungen und Witze auf meine Kosten waren nervig, auch wenn ich sie ignorierte. Alleine war John aber noch erträglicher als in seiner Gruppe.
Im Bus, den wir nur bekommen hatten, da der Busfahrer wusste, dass er auf John warten musste und einen Haufen Ärger bekommen würde, täte er dies nicht, setzte ich mich dann zu meiner Freundin Maja. Sie hatte blonde Haare, Sommersprossen und warme grüne Augen und war meine beste Freundin. Sie hatte zwar manchmal ihre Stimmungsschwankungen und war dann verdammt anstrengend, doch liebte ich sie dennoch über alles. Denn Maja konnte verdammt süß, liebenswürdig und aufmerksam sein und so verzieh ich ihr ihren Launen gerne. Außerdem akzeptierte Maja mich so, wie ich war und davon gab es wahrlich nicht viele. Dafür war ich meiner besten Freundin überaus dankbar.

Unsere erste Unterrichtsstunde heute war Chemie im Chemie Raum. Auf unserem Weg dorthin lernte ich noch, da ich zuvor keine Lust dazu hatte, aber auch keine schlechte Note haben wollte. Heute sollte nämlich jemand mündlich zum Thema Säuren drankommen und ich hatte das Gefühl, dass ich drankommen würde, da meine Noten nicht die besten waren. Ich war zwar nicht versetzungsgefährdet, aber dennoch meckerten meine Eltern und Maja immer, dass ich mehr lernen sollte. Wir waren erst in der achten Klasse, die angeblich noch recht einfach sein soll, und ich hatte schon gewaltig die Schnauze voll von Schule. Doch jedes Mal, wenn ich mich beklagte, bekam ich nur zu hören, wie wichtig Schule doch war für meine Zukunft und das ich doch wenigstens ein einigermaßen gutes Abi machen soll. Jap, ich war auf einem Gymnasium.
Vor dem Chemieraum entdeckte ich dann John und seine „Freunde“, die sich wieder über irgendwas lustig machten. Höchstwahrscheinlich über mich, denn das machten sie meistens. Diese Idioten hingen zwar nur mit John ab, weil er reich und verschwenderisch war, aber das schien dieser Idiot nicht zu kapieren, oder er wollte es nicht kapieren. Alleine schon seine Freundin Charlotte, die sich ständig irgendwelche teuren Geschenke wünschte, und auch bekam, hätte ihm seine Augen öffnen müssen. Ich hatte diese Leute schon öfters dabei gehört, wie sie über John abzogen, wenn dieser nicht in der Nähe war und Charlotte ging laut Gerüchten auch fremd, was ich gerne glaubte. Doch eine gemeinsame Vorliebe haben sie dann doch mit John. Und zwar mich so sehr zu demütigen wie nur irgend möglich. Ich war verdammt beliebt.

Pünktlich zum Klingeln, keine Sekunde früher oder später, ließ uns unsere Chemielehrerin dann endlich in den Raum, nur um sich dann zu beschweren, warum wir noch nicht ausgepackt hatten. Wie immer verschwendete sie nicht viel Zeit und begann gleich uns zu fordern mit irgendwelchen komplizierten Formeln und Reaktionen. Mein Gehirn schaltete nach ca. zehn Minuten ab, was aber ein Fehler war, denn prompt kam ich dran. Nach einer kleinen Blamage, da ich keine Ahnung hatte, was unsere Lehrerin von mir wissen wollte, wurde ich mal wieder von der ganzen Klasse ausgelacht und bekam von Maja einen mitleidigen Blick. Ich hasste Mitleid, war ihr aber gleichzeitig dankbar, denn sie war neben dem scheinbar emotionslosen Jungen neben mir, die einzige, die nicht lachte.
Am Ende der Stunde sollte dann jemand an die Tafel, wie angekündigt. „Ok, Saiga, deine mündlichen Noten sind ziemlich schlecht, deswegen kommst du jetzt nach vorne. Dann kannst du dich gleich etwas verbessern.“ Na toll, ich hatte es doch gewusst. Missmutig stand ich auf und ging nach vorne, während Frau Meiers mir sagte, was ich tun sollte. „Du schreibst die Dissoziationsgleichung von Schwefelsäure an die Tafel und erklärst an dieser dann den Vorgang, verstanden?“ Ich nickte und überlegte fieberhaft, was die Formel von Schwefelsäure war.
Plötzlich stolperte ich. Na toll, jetzt flog ich auch noch vor der ganzen Klasse auf die Fresse, weil ich über Luft gestolpert war. Heute war echt mein Glückstag. Als ich mich dann auffangen wollte, um mein Missgeschick etwas abzufangen, bemerkte ich erst, dass mein Körper scheinbar wie gefroren war. Ich konnte nicht mal mit einem Finger zucken! Dann verschwamm auch noch meine Sicht, bis ich nichts mehr sehen konnte. Was zur Hölle war hier los?!

Als ich meine Augen aufschlug, riss ich diese vor Erstaunen gleich auf. Ich befand mich in einem hohen, mittelalterlich wirkenden Raum. Panisch sah ich mich um und versuchte herauszufinden, wo ich war und wie ich hier her gekommen war. Noch etwas wacklig auf den Beinen stand ich auf und versuchte eine Tür oder etwas Ähnliches zu finden. Vollkommen ahnungslos was hier los war und panisch, weil ich keine Türen oder Fenster entdeckte, begannen Tränen meine Wangen hinunter zu laufen.
Plötzlich füllte sich der Raum mit blauem Rauch. Wahrscheinlich, weil ich eben noch im Chemieunterricht saß, dachte ich, es sei Gift und hielt mir Mund und Nase zu. Doch der Rauch begann sich bereits wieder zu verflüchtigen und aus seiner Mitte trat ein blauer Riese hervor und setzte sich vor mich hin. Er war vielleicht fünfmal so groß wie ein normaler Mensch und fast komplett nackt. Was mich aber fast am meistens aus der Fassung brachte, dass der Riese mich scheinbar freundlich anlächelte und mit einer tiefen, warmen Stimme sprach, die so gar nicht zu seiner Erscheinung passen wollte. „Willkommen Saiga. Es freut mich dich kennenlernen zu dürfen. Mein Name ist Ugo.“
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