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Vier Bekloppte in Mittelerde

von Ceawen
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Fili Kili Legolas OC (Own Character) Thorin Eichenschild
25.03.2015
12.08.2017
93
222.432
43
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Dieses Kapitel
25 Reviews
 
 
25.03.2015 1.992
 
Hallo, ihr da draußen!
Ihr habt euch echt getraut, das hier anzuklicken? Dann bekommt ihr jetzt schon einen Orden. *ganz viele Orden verteil* Zu viert haben wir diese Geschichte geschrieben und jedes Kapitel ist immer aus einer anderen Sicht. WIr wollen hier jetzt auch nicht weiter rum labern...Also, lest es euch einfach mal durch. Kritik, Anregungen und Kommentare sind immer gerne gesehen, wir würden uns echt darüber freuen. Wir wollen hiermit niemandem schaden, außer unseren vier OCs gehört uns nichts, sondern dem wunderbaren Tolkien(leider :D) Wer Tauriel mag, sollte diese Geschichte lieber nicht lesen, nur als kleine Vorwarnung. Also, jetzt gehts los!


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Nasse Landung im Blumenbeet


Lea POV:
Ich hasste es. Ich hasste es, wenn der Regen in meinen Nacken lief. Jedes Mal bekam ich eine Gänsehaut und ich hasste es, wenn es dazu auch noch kalt war. Ich drehte die Musik noch lauter auf, sodass man sie wahrscheinlich auch als Außenstehender hören könnte. Dann zog ich den Reißverschluss meiner dünnen Jacke höher und schüttelte meine haselnussbraunen Haare einmal.
Wer kommt auch auf die bescheuerte Idee, es im Sommer regnen zu lassen? Man, ey...
Kurz warf ich einen Blick auf die Anzeigetafel. Noch eine Minute, das würde ich jetzt auch noch aushalten.
„Now I see fire, inside the mountain...“, dudelte Ed Sheeran aus meinen Kopfhörern. Für einen Moment schloss ich die Augen und versuchte mich zu entspannen. Mein Tag war eine einzige Katastrophe gewesen und ich war froh, mich endlich mal beim Sport abreagieren zu können. Die Uni wurde gerade einfach zu viel, obwohl ich gerade erst angefangen hatte zu studieren, mir reichte es jetzt schon. Ich seufzte, öffnete die Augen wieder und setzte mich in Bewegung. Als ich in den Bus einstieg, wurde mir klar, wieso das solange gedauert hatte. Dieser eine alte Busfahrer kam immer zu spät, das kannte ich schon. Ich zeigte kurz meine Fahrkarte vor und wollte eigentlich noch fragen, wann er denn endlich in Rente ging, doch wie so oft, traute ich mich nicht. Es gab viele Dinge, die ich Leuten sagen wollte, es aber dann doch nicht tat. Dafür war ich viel zu zurückhaltend Fremden gegenüber.
Ich setzte mich auf den erstbesten Platz und positionierte meine Sporttasche auf dem Sitz neben mir. Kaum war der Bus los gefahren, brummte mein Handy. Schnell schaltete ich die Musik aus und nahm den Anruf auf Skype entgegen. Das Fenster wurde geöffnet und im Gruppenchat erschienen mir drei allzu vertraute Gesichter. Sofort breitete sich auf meinem Gesicht ein Lächeln aus und ich winkte meinen drei Freundinnen einmal zu. Franziska, von uns Franzi genannt, warf ihre schwarzen Locken nach hinten und grinste. Für viele wirkte sie befremdlich, was auch verständlich war, da sie zwei unterschiedliche Augenfarben hatte. Das rechte war dunkelblau, das andere grün, doch für uns war das schon längst nicht mehr komisch und auch Franzi hatte gelernt, damit zurecht zu kommen, sie war sogar eigentlich die von uns, die am meisten Selbstbewusstsein hatte.
„Hey, ihr!“, sagte sie und bekam sofort eine Antwort von Emmi: „Huhu!“, lachte diese.
„Leute, für heute Abend ist alles vorbereitet, aber könnte einer von euch vielleicht noch Popcorn mitbringen? Ich hab keins mehr“, mischte sich nun meine andere Freundin Anne ein. Wie jeden Freitag, machten wir auch heute Abend einen Filmabend, dieses Mal bei Anne.
„Jo, das mach ich“, meldete sich nun Emmi wieder zu Wort.
„Gut dann wäre das geklärt“, sagte Franzi und ich hörte wie bei ihr leise im Hintergrund Musik lief.
Ich blickte kurz von meinem Handy auf und erschrak, weil ich gar nicht bemerkt hatte, dass ich bei der nächsten Station aussteigen musste.
„Leute, ich muss Schluss machen. Muss gleich aus dem Bus raus“, sagte ich hektisch und die anderen nickten.
„Dann bis heute Abend“, sagte Anne.
„Ja, bis heute Abend“, bestätigte Franzi.
„Macht's gut Leute und viel Spaß beim Training, Lea.“
„Jaja, danke Emmi. Tschau Leute.“
Schnell stopfte ich mein Handy wieder in die Jackentasche und sprang dann vom Sitz auf. Der Bus hielt an und ich hüpfte förmlich auf den Asphalt. Ich war schon wieder zu spät dran und das alles nur wegen diesem blöden Busfahrer. Die letzten Meter zu meinem Verein rannte ich und versuchte dabei, nicht meine Sporttasche zu verlieren. Dabei stolperte ich einmal und packte mich fast hin, als ich kurz vor der Auffahrt zum Vereinshaus war. Gerade noch konnte ich mich mein Gleichgewicht wieder finden und fluchte einmal leise. Jaja, mit dem Gleichgewicht hatte ich es nicht so, ich war ziemlich tollpatschig und konnte wirklich an den unmöglichsten Orten hinfliegen.
Meine Gedanken schweiften wieder zu meinen drei Freundinnen ab und ich musste an Franzi denken, die immer so leichtfüßig über die Flure an der Universität tänzelte, manchmal dachte ich echt, dass sie über den Boden flog. Auch wenn wir vier so unterschiedlich wie Tag und Nacht waren, wenn wir alle zusammen waren, verhielten wir uns genau gleich. Laut, lustig, überdreht und einfach nur bescheuert. Es war jetzt schon viele Jahre her, seit wir uns kennengelernt hatten und mit der Zeit waren wir immer engere Freundinnen geworden. Ich war echt froh, so tolle Mädchen an meiner Seite zu haben, mit denen wurde einem wirklich nie langweilig.

*


Nachdem ich mir schnell meine Sportklamotten angezogen hatte und meine schulterlangen Haare zu einem Zopf nach hinten gebunden hatte, lief ich auf den Bootsplatz. Die anderen warteten schon auf mich und zu meinem Erstaunen sagte meine Trainerin May ausnahmsweise mal nichts dazu, dass ich zu spät war. Wahrscheinlich wollte sie einfach nur schnell mit dem Training anfangen. Ich ruderte schon seit ich neun war und ich liebte diesen Sport einfach. Ich konnte mich draußen auf dem Wasser auspowern und für zwei Stunden meine ganzen Sorgen vergessen. Drei Mal in der Woche ging ich zum Training und unsere Trainer bereiteten uns auf Wettbewerbe vor, die auch bald anstanden. Sport war eine der wenigen Sachen, wo die Meinungen von mir, Emmi, Franzi und Anne auseinander gingen. Franzi ging reiten, Bogen schießen und machte Leichtathletik, Emmi tanzte und Anne spielte Badminton seit sie klein war. Jede von uns machte einen anderen Sport und damit kamen wir eigentlich auch ganz gut klar. Nur manchmal diskutierten wir, was denn jetzt der beste Sport sei.
Inzwischen hatte es aufgehört zu regnen und wir konnten endlich anfangen. Erst als ich dann nach einer Viertelstunde im Boot saß, konnte ich aufatmen. Ich brauchte die Bewegung jetzt einfach, sonst würde ich noch durch drehen. Ich schlug den Weg zu einem größeren See ein, wo ich nur einen kleineren Kanal runter fahren musste. Da es Freitagnachmittag war und jetzt auch die Sonne wieder schien, waren viele auf dem Wasser unterwegs. Ich fuhr sogar an einigen Badestellen vorbei, wo ein paar Familien am Strand lagen oder im Wasser schwammen.
Ich genoss die frische Luft und den leichten Wind, der mir ein paar Haarsträhnen aus dem Gesicht pustete, sodass sie mich nicht nervten. Als es dann auch noch wärmer wurde, weil die Sonne jetzt noch einmal ihre ganze Kraft nutzte, bevor sie dann bald am Abend untergehen würde, stieg meine Laune wieder und ich ignorierte das leichte Ziehen in meinen Armen einfach, das von der Anstrengung beim Rudern stammte.
Doch dann näherte sich mir ein kleines Motorboot viel zu schnell, das eine große Welle verursachte. Eigentlich sollte man hier langsamer fahren, aber das störte die Besitzer des Motorbootes so gar nicht, die fuhren einfach weiter und drosselten ihr Tempo dabei überhaupt nicht. Langsam wurde ich nervös und versuchte ein bisschen Abstand zwischen uns zu bringen, was aber so gar nicht klappte. Schon kam die große Welle auf mich zu und brachte mein Ruderboot zum Schaukeln. Da es  ein Sportboot war und somit relativ schmal, musste man bei größeren Wellen aufpassen, dass man nicht das Gleichgewicht verlor. Doch plötzlich ging alles ganz schnell, das Motorboot verschwand ich wackelte, verlor das Gleichgewicht und landete im nächsten Moment auch schon in dem relativ kühlen Wasser. Ich war schon öfters rein gefallen, doch irgendetwas war heute anders. Sofort zog sich meine Kleidung mit Wasser voll und drückte mich nach unten. Ich konnte die Wasseroberfläche sehen und paddelte mit Händen und Füßen, kam aber einfach nicht nach oben, im Gegenteil. Ich sank immer weiter nach unten. Jetzt bekam ich Panik, da mir auch langsam die Luft ausging und ich versuchte verzweifelt an die rettende Wasseroberfläche zu kommen. Ich wusste nicht, wie tief der See an dieser Stelle war, aufjedenfall konnte ich den Grund nicht sehen.
Luft, ich brauche Luft! Verdammt!
Ich wurde immer panischer und verzweifelter. Was ich auch tat, ich kam nicht vor und nicht zurück. Dann lief auch noch Wasser in meinen Mund und in meine Nase. Ich wollte husten, was damit endete, dass ich nur noch mehr Wasser in meine Lungen bekam und wenn ich in diesem Moment weinen könnte, hätte ich geweint. Es waren in Wirklichkeit nur ein paar Sekunden, bis mir schwarz vor Augen wurde, aber mir kam es wie eine halbe Ewigkeit vor. Verdammt, ich wollte noch nicht sterben. Nicht heute und auch nicht in den folgenden Jahren. Langsam konnte ich keinen klaren Gedanken mehr fassen. Das Wasser umhüllte mich von allen Seiten und wurde plötzlich zu einem Freund. Alles war so still und friedlich hier. Ich wehrte mich nicht, stellte meine verzweifelten Rettungsversuche ein. Es hatte keinen Sinn, ich musste es so hinnehmen, dies war also mein Schicksal. Mit zwanzig Jahren ertrunken.
Dann verlor ich das Bewusstsein...

*


Das erste was ich hörte, war ein spitzer Schrei, der mich aus der schwarzen Leere riss. Ich hustete einen Schwall Wasser aus und öffnete dann langsam meine Augen. Ich bekam immer noch nicht richtig Luft und in meine Lungen brannten, wie Feuer.
Ich brauchte einen Moment, bis ich wieder klar sehen konnte. Vor mir stand ein kleiner Mann mit braunen verwuschelten Haaren.  Entsetzt schaute er auf mich hinunter und brabbelte wirres Zeug vor sich hin, von wegen ich würde in seinem Blumenbeet gelandet sein. Etwas verwirrt schaute ich mich um realisierte, dass ich wirklich in mitten von blauen, gelben und roten Blumen lag.
„Ähm, guten Morgen…?“, sagte er irritiert
„Tachchen.“, murmelte ich und versuchte aufzustehen, dabei rutschte ich auf dem Erdboden aus und landete wieder auf dem Hinter.
Meine neue Sporthose war jetzt sicher im Eimer, überhaupt war ich pitschnass. Wie von selbst wanderte meine Hand zu meinem Hals und als ich die Kette spürte, atmete ich erleichtert auf. Es war ein Lederband, an dem ein silberner Anhänger hing, in Form einer Schmuckschließe aus dem berühmten Buch „Der kleine Hobbit“.  Das schwarze eingravierte Muster war eines der Erkennungszeichen von Thorin Eichenschild. Ich hatte die Kette von meinen Freundinnen zum achtzehnten Geburtstag  bekommen.
Apropos „Der kleine Hobbit“ … ist das etwa…
„Ach du scheiße!“, rief ich erschrocken aus und stand nun endlich auf.
„Wie bitte?“ fragte der Mann vor mir, den ich bis jetzt noch garnicht beachtet hatte. Ich drehte mich zu ihm und starrte ihn eine Weile lang mit großen Augen und offenem Mund an.
„Bist du…bist du…?“, stotterte ich, doch er sah mich nur an, ohne zu wissen, was ich wirklich von ihm wollte.  Ich sah mich um und blinzelte mehrmals, weil ich einfach nicht wahrhaben wollte, was ich sah. Ich stand in einem kleinen Garten und um mich herum sah alles so aus wie im Auenland. Ich stand auf einem kleinen Hügel und es führten überall viele kleine Pfade durch Wiesen, kleine Felder und schöne Gärten. Die Sonne schien und trocknete meine nasse Kleidung etwas, aber mir war trotzdem kalt.
„Okay, ich hab jetzt kein Bock mehr. Wo sind die versteckten Kameras?“, sprach ich den Mann an, der Bilbo Beutlin verblüffend ähnlich sah.
„Ich weiß nicht, wo von ihr sprecht oder was Kameras sind. Gerade eben habe ich in Ruhe den guten Morgen genossen und im nächsten Moment landet ein Mädchen in meinem Blumenbett…aber wollt ihr nicht erstmal herein kommen und euch vor dem Kamin aufwärmen?“, fragte er höflich.

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Soooooo, das wars erstmal! Wir hoffen, dass das erste Kapi halbwegs okay ist.
Bis zum nächsten Mal von Anne, Franzi, Lea und Emmi! ^^
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