The Tape

von StillDoll
KurzgeschichteSchmerz/Trost / P12
Eliot Nightray Leo Baskerville
25.03.2015
25.03.2015
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Guten Tag :3
Diesen One Shot habe ich angefangen in einem Ordner gefunden und es wurde an der Zeit, das er mal beendet wird.
Es ist eine Widmung an die Liebe Eternity- <3
Ich habe ihn also mit Mühe zuende geschrieben und hoffe sehr das er euch gefällt ^^

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The Tape

Das Band das zwischen ihnen besteht, ist all die Jahre fest und eisern geworden. Kein Mensch kann dieses Band zerstören, da waren sich eigentlich beide sicher...
Doch war das die eigentliche Wahrheit...?
Jedes Band hat ein Schwachpunkt, jedes Band geht auf irgendeine Art und Weise kaputt, das wussten sie auch...
Doch sie hielten beide durch...
Und haben beide verloren...


Beide befanden sich im selben Raum, trotzdem war es Still. Sie hatten keinen Schreit oder ähnliches, nein beide waren nur leicht angespannt. Es drehte sich mal wieder um die Tatsache, das irgendwas nicht stimmte.

Das tut es eigentlich immer, mit dieser Familie sind die Fehler vorprogrammiert. Doch leider war dieses Problem nicht einfach aus der Welt zu schaffen. Schon Jahre zuvor war dieses Problem schon Teil der Familie Nightray.

Seufzend ließ Eliot die ganzen Dokumente auf den Tisch sinken. Es waren neue Informationen über den Kopfjäger, er hatte sie mühevoll zusammen gesammelt. Leider waren es alles Sachen, die er bereits wusste. Scheinbare neue Fakten, die schon lange an den Zellen im Gehirn haften und nicht mehr als Erinnerung abfallen wird.

Sein bester Freund beobachtete ihn dabei und saß seelenruhig am Klavier. Er spielte ein Lied, welches Eliot einst schrieb. Dieser ließ sich derweilen in den gewaltigen Stuhl, vor dem hiesigen Schreibtisch, fallen und seufzte abermals.

„Leo! Es ist nicht der richtige Moment um Klavier zu spielen, das macht mich ganz nervös!“, rief Eliot energisch und sah aus dem Fenster. Sein Freund hielt seine Bewegung inne und die letzten Töne waren dissonant.

Er sah Eliot an, wenn er zu ihm herüber geschaut hätte, hätte ihm sein Blick ein ,,Es tut mir Leid“ gesagt. Doch Eliot sah nicht hin. Leo stand auf und wanderte hinüber zum Bett. Dort kramte er Eliots Lieblingsbuch hervor.

Holy Knight

Eine Geschichte, die Eliot liebte. Schon seit, er Kind war.
Die Geschichte ging über einen Herr und sein treuen Gefolgsmann. Eine sehr spannendes Buch, welches Eliot immer las um sich abzuregen oder einfach um den ganzen Problem für einen kurzen Moment aus dem Weg zu gehen.

Er legte das Buch auf den Ebenholztisch vor Eliot. Er musterte das Buch und schob es kräftig nach hinten. „Ich will jetzt nicht lesen... Ich muss...“
„Vielleicht würde dir eine Pause gut tun.“, meinte Leo bloß.
Sein Freund war da jedoch andere Meinung.

Er fühlte sich dazu verpflichtet, seine Familie zu rächen. All die geliebten Menschen die er verloren hatte...
Sie waren alle weg..
Weg..

Noch ganz konnte er es immer noch nicht glauben das sein Leben wie eine kaputte Vase war.
Sie ist schon mal zu Boden gefallen und zerbrach in seine Einzelteile.
Man hat immer versucht diese Vase wieder zu kleben, zusammen zu halten um größere Katastrophen zu verhindern. Doch niemand verstand, das eine kaputte Vase, eine kaputte Vase ist und sie nicht mehr ganz zu bekommen ist.

„Wieso ist das alles so kompliziert?“, murmelte Eliot und versuchte mit seinem Blick die ganzen Dokumente zu vernichten. Gelingen tat es ihm nicht.
Leo würde ihm gerne eine Antwort geben, doch auch er kannte sie nicht. In letzter Zeit war es schwierig.
Auch zwischen ihnen.

Sie stritten oft... Immer wegen dem selben Problem. Leo war der Meinung, das Eliot ein wenig zu verbissen ist. Er versucht mit aller Kraft zu bekommen, was er sucht. Zugegeben, er sucht es schon sehr sehr lange.
Jedoch glaubte Leo, das es noch Zeit braucht bis er die Wahrheit findet.
Er konnte sich nicht Gedulden, das wusste er auch... Aber es blieb ihm letztendlich nichts anderes übrig.

„Alles geht kaputt...“, meinte Eliot, „Verstehst du Leo... Es geht alles kaputt! Es fühlt sich so an, als würde alles verschwinden was mir gehört... Da kann mir ein Buch auch nicht weiterhelfen“
Leo wusste, das er Recht hatte.
Es sah so aus als ob alles ihnen entglitt, wie Sand durch die Finger rutschte.
Aber sie bemühten sich so sehr.

Leo verkrampfte ein wenig bis er Eliot fest drückte.
Sie waren nicht einfach Herr und Gefolgsmann.
Sie waren viel mehr, sie waren doch schon eine Familie.
Sie verbrachten viele Jahre zusammen. Ununterbrochen, rund um die Uhr.
Aus den Fremden wurde eine Bekanntschaft.
Aus der Bekanntschaft wurden Freunde.
Und aus den Freunden wurde eine Familie.

Auch wenn die Vase viele Risse hatte und schon wieder am Rande des kleinen Tischchens stande, wird immer jemand da sein der diese Vase auffängt.
Auch wenn beide im Moment wie verloren scheinen werden sie den richtigen Weg wieder finden.
Das Band kann man schließlich wieder zusammen knoten, falls es mal reißen sollte.  
„Es wird wieder....“

Diese Worte waren kein Trost und auch kein Glauben.
Diese Worte waren ein Versprechen das hält wie ihr Band...