Loads of Trouble

von MiraiShu
GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
21.03.2015
07.08.2018
94
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Hallo erstmal und schön, dass ihr euch herverirrt habt.
Die Geschichte ist das Resultat eines langen (immernoch andauernden) Roleplays von Emma (MadamedePompadour) und mir. Entschuldigt daher den Schreibstil, ich musste es aus der wechselnden Perspektive  in einen Fließtext bringen, wo ich noch nicht wirklich Übung mit hab, aber das tut der Sache erstmal keinen Abbruch. Ich übe.
Nick und Phil gehören natürlich ausschließlich uns, ebenso der Plot.
Wie in der Kurzbeschreibung schon angemerkt wird es ne Menge Sex geben, also... nichts für die ganz schwachen Nerven.

Jetzt viel Spaß und liebste Grüße!
Mirai & Emma


[nachträgliche Ergänzung: Triggerwarnung für die Themen sexueller Missbrauch und auch Suizidgefährdung. Wenn euch diese Themen beschäftigen, ihr die Geschichte aber trotzdem lesen wollt, schreibt mir einfach. Je nach Problematik lässt es sich in der Geschichte umgehen.]


Prolog


Phil lief mit seiner besten Freundin durch die Innenstadt. Eigentlich hasste er shoppen – und das hatte sich auch an diesem Tag nicht geändert -, aber Milena brauchte, ihrer Aussage nach, dringend seine Beratung. Sie war wegen ihres bevorstehenden Dates sowieso schon völlig von der Rolle, daher tat Phil ihr den Gefallen. Zudem erfüllte er damit wunderbar das Klischee eines schwulen, besten Freundes.
„Gut... I-Ich glaube, ich habe alles...“, meinte Milena irgendwann und Phil nickte bestätigend, nahm ihr pflichtbewusst die letzte Tüte ab.
„Dann lass uns noch einen Kaffee trinken gehen.“ Ohne ihre Antwort abzuwarten, zog er sie mit der freien Hand in ein Café. „Latte Macciato?“

Nick lehnte sich gelangweilt in seinem Stuhl zurück, nippte zum wiederholten Male an seinem schwarzen Kaffee. Ein Tag, an dem einfach nichts zu tun war, außer die Zeit tot zu schlagen und ein paar Leute zu beobachten. Hin und wieder hatte er schließlich das Glück einen zumindest halbwegs interessanten Mann zu treffen. Und vielleicht sollte ihm dieses Glück heute treu bleiben.
Der 20jährige setzte sich etwas auf, als ein junger Mann – etwa in seinem Alter, vielleicht ein kleines bisschen jünger – das Café betrat, rollte aber mit den Augen, als eine junge Frau ihm folgte. Erstes Date? Weniger wahrscheinlich, schließlich war der Fremde die Ruhe selbst. Und er sah bemerkenswert gut aus...

Phil drapierte Milena auf einem Stuhl und ging dann selbst zur Theke um den Latte Macciato und einen Tee mit Milch zu bestellen. Da es recht leer war und er schnell bedient wurde, nahm er das Tablett einfach selbst mit. Doch auf dem Rückweg zu seinem Tisch fiel ihm ein anderer Mann ins Auge. Dunkle Locken, dafür helle Augen und ein markantes Gesicht. Ihre Blicke trafen sich nur für eine winzige Sekunde, doch dieser Moment reichte für Phil aus, um über seine eigenen Füße zu stolpern und die eine Hälfte von Milenas Getränk über den Tisch des Fremden, die andere Hälfte über den Mann selbst zu kippen.
„Oh fuck, das... Das tut mir wirklich leid!“
Der Fremde sprang auf, stieß einen kurzen Fluch aus, gab gleichzeitig freien Blick auf seinen muskulösen Bauch, auf dem sich sein nasses T-Shirt spannte. Ein wütender Blick aus stechend blauen Augen traf Phil. Doch dann schlich sich ein sanftes Lächeln auf seine Mundwinkel. „Ist schon okay.“
Phil sah ihn einen Moment überrascht an, griff dann hastig nach einer Serviette um den Tisch abzutrocknen.
„Kann ich das wieder gut machen?“
„Ist das der Moment, in dem ich nach deiner Handynummer frage?“
Der 19jährige sah überrascht auf und direkt in ein amüsiert grinsendes Gesicht, dass nur ein paar Zentimeter neben seinem war. Röte schoss in seine Wangen.
„Wenn du das willst...“
„Wenn du mir auch deinen Namen dazu spendierst...“
„Phil...“, murmelte Phil unsicher. „Und du?“
„Nick.“ Er lächelte, zog sein Handy aus der – zum Glück trockenen – Hosentasche. „Also?“
Phil diktierte ihm seine Nummer und lächelte leicht, fasste sich aber recht schnell, als Nick ihn wieder ansah, das Smartphone in die Tasche zurück gleiten ließ.
„Ich sollte mal einen neuen Latte holen und zu Milena zurück, glaube ich...“
„Deine Freundin?“
Beste Freundin“, betonte Phil und wieder grinste Nick.
„Also... man hört sich.“ Er leerte den Rest seines mittlerweile kalten Kaffees und verschwand dann aus dem Café, ohne das leise „Tschüss“ zu hören, das Phil ihm hinterher hauchte.


Auf dem ganzen Weg zurück in seine Studentenwohnung dachte Phil nur an Nick. Ob dieser sich wirklich bei ihm melden würde?
Erst gegen sieben Uhr klingelte sein Handy endlich und eine unbekannte Nummer erschien auf dem Display.
„Ja, bitte?“
„Hallo, schöner Mann.“
Nick.
„Hallo...“ Beschämt musste Phil feststellen, dass ihm die Hitze ins Gesicht schoss. Dabei konnte Nick ihn nicht mal sehen...
„Wieder zuhause oder immer noch auf Shoppingtour mit deiner besten Freundin?“
„Ich bin zuhause“, antwortete Phil wahrheitsgemäß und  ignorierte den letzten Teil geflissentlich.
„Lust auf Gesellschaft?“, kam Nicks Stimme vom anderen Ende der Leitung.
Phils Augen weiteten sich und er hauchte ein schüchternes „Gerne“.
„Soll ich zu dir kommen oder traust du dich in die Höhle des Löwen?“ Das Grinsen war kaum zu überhören und es fiel Phil auch nicht weiter schwer, es sich bildlich vorzustellen. Nick in seiner Wohnung auf einem stylischen, modernen, dunklen Sofa, dass prima zu seinen Haaren passte, zurück gelehnt und mit dem Handy am einen Ohr, den anderen Arm über die Lehen gehängt. In seiner eigenen Wohnung jedoch herrschte Chaos... „Wenn du mir sagst, wo du wohnst, traue ich mich zu dir, Löwe.“
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