Sein Name ist Pool. Deadpool.

GeschichteAbenteuer, Humor / P18
Deadpool / Wade Winston Wilson Wolverine
21.03.2015
31.12.2015
37
115.979
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Dieses Kapitel
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24.03.2015 1.284
 
So, habe mich rangesetzt und ein paar Zeilen eingehämmert ;)  Heute: biologische Lebensmittel-Experimente am lebenden Objekt ^^
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Deadpools imaginäre Konversation schien endlich fertig zu sein und er wieder im hier und jetzt. Er sah mich an, zögerte kurz, dann drückte er sein Gesicht in mein Decolleté. Ich spürte seine Lippen irgendwo am Saum meines BHs, ehe er sich schnell losriss und von mir abließ. Ich holte tief Luft und setzte mich auf.

Was war das denn?
„Du hast nicht gesagt, WOHIN ich dich küssen soll.“
Ich muss präziser werden...
„Du drückst dich immerhin geschickter aus als Bob. Aber an Spiderboy kommst du noch nicht ran.“
Challenge accepted, Dude! Das kriege ich noch hin!

„Also, Deadpool“, ergriff Mina das Wort, „du kommst hier also so schnell nicht mehr weg?“ Er zuckte die Schultern. „Ich würde sagen: so schnell WILL ich hier nicht weg. Ihr habt’s schön hier. Ich mag das Lila dieser Wand. Und den flauschigen Teppich.“
„Na dann wissen wir schon, wo du schlafen wirst.“, stellte sie fest. „Yay! Teppich!“, rief er und warf sich auf den Boden.
Ich legte den Kopf schräg. „Äh...Mina? Soll er wirklich bei uns pennen?“ „Soll er da draußen unbeaufsichtigt Amok laufen?“ „Auch wieder wahr.“
Deadpool rollte sich immer noch glücklich über meinen Teppich. Ich stoppte ihn mit dem Fuß.
„Gib mal Ruhe. Also, du darfst hier schlafen. Aber du hältst dich an unseren Tagesablauf und gehst nicht alleine vor die Tür.“

Und du bleibst nachts, während ich schlafe, auch auf diesem Teppich. Sonst verbanne ich dich auf die Transeninsel aus One Piece.
„Ja ja, schon klar, Mom.“
Braver Junge.

Er zuckte mit den Schultern. „Ist in Ordnung.“
„Das bedeutet, dass du auch morgen Vormittag Emergency Room mitschauen musst.“ Er zog einen Schmollmund. „Können wir nicht lieber Grey’s Anatomy gucken? Patrick Dempsey ist doch sooo viel besser als George Clooney.“
Wir wechselten einen raschen Blick und ich musste losprusten.
„Das kommt gegen Mittag. Wenn du willst, kannst du das schauen, während wir kochen.“ Ich hätte schwören können, dass er Sternchen in den Augen hatte. Da fiel mir siedend heiß etwas ein. „Wollten wir nicht Dr. House schauen??“ Mina erschrak. „Mist. Die erste Werbepause ist sicher schon rum!“ „Dann zappen wir eben jetzt dazu. Ich kann dir vielleicht rekonstruieren, was bisher passiert ist, hab's ja schonmal gesehen.“
„Und ich?“ Wir beäugten Deapool beide. „Passen wir zu dritt auf dein Bett?“ „Bestimmt.“

Es wurde eng. Deadpool war wirklich VERFLUCHT groß. Und so lief es darauf hinaus, dass er in der Mitte zwischen uns lag, einen Arm um jedes Mädchen, schlicht, damit seine viel zu muskulösen Arme keinen Platz mehr wegnahmen. Und er konnte einfach die Klappe nicht halten. Zu jeder Szene musste er einen Kommentar abgeben.
„Warum ist DIE Leiterin des Krankenhauses? Die sollte Stripperin werden.“
„Also MIR würde das ja nichts ausmachen, wenn man mir eine Arterie durchtrennt.“
„Warum hat er die Leiterin nicht schon längst flachgelegt?“
„Warum machen sie sich eigentlich die Mühe, dieses Arschloch zu heilen?“
Ich boxte ihn in die Seite. „Halt jetzt endlich die Klappe!“ „Und warum...“
Ich stürzte mich auf ihn und versuchte, ihn zum Schweigen zu bringen. Was nicht sehr effektiv war mit seiner blöden Maske. Mina seufzte entnervt auf und ging zum Schreibtisch. Mit einer Rolle Paketklebeband kam sie zurück und drückte es mir in die Hand.
„Walte deines Amtes.“ Ich nickte, griff danach, und ehe Deadpool schalten konnte – er war zu abgelenkt von Dr. Cuddy’s eingeblendetem Hintern – hatte ich seine Maske ein Stück nach oben gezogen und ihm das Klebeband über die Lippen geklebt. Mit einem Ruck riss ich den Streifen ab und krempelte die Maske wieder herunter.

Selber schuld.

Er grummelte etwas, gab aber Ruhe. Nach einer Weile wanderte seine eine Hand gefährich nahe an meine Brust. Ich biss hinein. Er jaulte auf und zog die Finger zurück.

Auch selber schuld.

Ab da verlief alles relativ friedlich. Ich machte uns etwas Tee. Während ich darauf wartete, dass das Wasser kochte, fiel mein Blick auf die Flasche Bier auf dem Sideboard, das schon lange vor unserem Einzug und vermutlich auch schon vor Aussterben der Dinosaurier hier gewesen war. Keiner von uns hatte sich bisher getraut, diese Flasche zu öffnen. Ich kam ins Grübeln...Deadpool würde wohl kaum Pfefferminztee mit Honig trinken. Der wollte vermutlich Bier...
„Mina?“ „Was?“ „Kommst du mal kurz?“ „Soll ich auch kommen?“ „NEIN!“
Mina erschien in der Tür. „Was gibt’s? Ich lasse ihn wirklich ungern allein in meinem Zimmer.“ „Ach komm schon, er liebt dein Pui-Kissen. Das beschäftigt ihn eine Weile. Ich hatte mich gefragt: Wenn Deadpool doch normal einfach nur Bier trinkt...und mit seinem Healing Factor...“ „...das rätselhafte Bier?“ „Wäre doch ein interessantes Experiment.“ „Auf jeden Fall.“ Ich holte die Flasche vom Board herunter und öffnete sie. Dann goss ich unseren Tee auf und drückte Mina eine der Tassen in die Hand, um unsere Getränke unfallfrei in ihr Zimmer tragen zu können. Deadpool hatte sich mittlerweile vom Klebeband befreit.
„Oh, Bier!“ Ich drückte ihm die Flasche in die Hand. Gespannt beobachteten wir Mädels, wie er einen langen Zug nahm. Wir beugten uns vor, erwartungsvoll und völlig gebannt und eine Reaktion abwartend. „Alles okay mit euch?“, wollte er wissen und zog eine Augenbraue hoch. „Wie schmeckt das Bier?“ Er blickte auf die Flasche hinunter. „Yummy! Schön würzig. Und die Stückchen...wie bei Orangensaft!“ Wir lachten los und Deadpool leerte sein Bier.
„Kann ich ihn kurz deiner Aufsicht überlassen?“, fragte ich Mina und streckte mich, als die Folge sich dem Ende entgegen neigte. „Ich muss noch duschen, damit wir morgen pünktlich zum einkaufen kommen.“ Sie nickte und ich verließ das Zimmer.

Das heiße Wasser tat gut und erfrischte nach dem anstrengenden und durch und durch seltsamen Tag. Ich wusch mir die Haare und sang dabei lautstark den Pina Colada Song. Anschließend machte ich mich bettfertig und kehrte in Minas Zimmer zurück.
Dort stritten Deadpool und Mina gerade darüber, dass wir uns keineswegs eine der Pfannen aus der Dauerwerbesendung kaufen mussten, worauf Deadpool vehement pochte.
Er war irgendwie in das Dauerwerbeprogramm von Tele 5 hineingeraten und nun keiften sich meine liebste Mitbewohnerin und mein unfreiwilliger neuer Mitbewohner lautstark gegenseitig an. „...und was man damit für Pancakes machen könnte!“ „Aber wir haben schon 'ne Pfanne für Pfannkuchen!“ „Aber die würde sogar mein Katana überleben!“ „Aber WIR verwenden so selten Katanas zum Kochen!“ „Aber...“
Ich ging dazwischen, ehe Deadpool die Pistole ausrutschen konnte.
„Ganz ruhig, ihr zwei. Deadpool, du bist hier nur Gast, kein Mitspracherecht also. Mina, ich stehe voll hinter dir, aber wie wär’s, wenn wir jetzt einfach alle schlafen gehen?“ „...“ „Jeder in seinem Bett oder auf seinem Teppich.“
Deadpool ließ den Finger sinken und den Kopf hängen, spazierte dann aber ohne Widerrede in mein Zimmer und streckte sich dort auf dem bunten Teppich aus. Ich musste umständlich über ihn hinweg steigen, um zu meinem Bett zu gelangen. Meine Haare tropften dabei ein wenig auf seinen Anzug.
„Ey, ich hab heute schon geduscht!“, beschwerte er sich. Ich ignorierte diese Beschwerde geflissentlich und öffnete meine Bettzeug-Kiste.
„Brauchst du noch eine Decke oder ein Kissen?“ Er robbte mehr oder weniger auf dem Bauch (wohl, weil er zu faul war, aufzustehen) zum Rand der Kiste und lugte hinein.
„Die mit den Elchen!“, bat er und ich zog sie heraus. „Die ist ja auch flauschig!“, freute er sich, legte sich wieder auf den Teppich, streckte alle Viere von sich und warf sich die Decke über, sodass sie sein Gesicht völlig bedeckte und seine Füße frei ließ.
Ich schüttelte grinsend den Kopf und kletterte in mein eigenes Bett. Trotz den Wirrungen des Tages war ich schnell eingeschlafen.

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*euch Pancakes hinstell* Hebt euch ein paar fürs nächste Kapitel auf und lasst mir was da :)
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