Sein Name ist Pool. Deadpool.

GeschichteAbenteuer, Humor / P18
Deadpool / Wade Winston Wilson Wolverine
21.03.2015
31.12.2015
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Ich habe jetzt schon so einiges auf FF.de gelesen - aber VIEL zu wenig Deadpool-Fanfictions! Und ich dachte mir, ändern wir das mal! Das Ganze ist aus einer fixen Idee meinerseits entstanden, ich hoffe, es gefällt euch ;)
Weder Deadpool noch die noch kommenden Marvelhelden gehören mir, sondern nur Marvel...und filmtechnisch unter anderem auch Fox, je nachdem, um welche Rechte es geht ;)
Aber die OCs sind einhundert Prozent meine Schöpfung ^^

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„Gott, was für ein Tag!“, seufzte ich, als ich mein Zimmer betrat und den Rucksack mit den Uni-Sachen zu Boden gleiten ließ. Ich streckte die müden Arme und wollte gerade den Raum wieder verlassen, um zu Mina hinüberzugehen, als mich irgendetwas stutzen ließ.

Etwas war anders. Etwas stimmte nicht. Etwas...Nein. Jemand.
Ich wirbelte herum und starrte meinen Besucher an, der sich genüsslich auf dem Bett räkelte, mein Plüschkrokodil in den Armen. Ich blinzelte, schüttelte den Kopf, öffnete den Mund, um etwas zu sagen, hob eine Hand, um das, was ich nicht herausbrachte, mit Gesten zu unterstreichen, blieb stumm. Passend zu meiner Bettwäsche ganz in Rot und Schwarz und eng die Muskeln umspannendem Elasthan, lag da ein mir wohl vertrauter Comic-Antiheld.

„Du bist sicherlich ganz sprachlos von meiner eindrucksvollen Erscheinung.“, bemerkte er und hob eine Augenbraue. Zumindest wirkte die Bewegung unter seiner Maske so. Seine Stimme war genau so, wie ich sie mir vorgestellt hatte - hart an der Grenze zu einem sehr nervtötenden Tonfall.
Immer noch wie vom Donner gerührt stand ich da und starrte. Gut, bis zu einem gewissen Grad hatte er Recht. Es geschah nicht jeden Tag, dass sich ein Mann mit so perfektem Körper in mein Bett verirrte, gut, eigentlich nie. Doch es geschah ebenfalls nie, dass sich ein fiktiver Charakter in meine Wohnung verirrte. Hinter mir ging die Tür auf und meine Freundin betrat mit einem irritierten „Wo bleibst du denn, wir wollten doch Dr. House...“ den Raum und brach jäh ab, als sie sah, was auch ich sah.
Gut, immerhin bedeutete das, dass ich nicht völlig den Verstand verloren hatte. „Oh, zwei Mädels gleich. Jackpot!“, flötete Deadpool und erhob sich. Er war verdammt viel größer, als ich ihn mir ausgemalt hatte. Ich fand als erste meine Sprache wieder, nachdem Mina und ich einen alarmierten „Okay-der-Tag-war-zu-lang-und-Biochemie-hat-uns-den-psychischen-Rest-gegeben“-Blick gewechselt hatten. Ich räusperte mich.

„Ähm...hi, Deadpool. Nicht, dass wir uns nicht freuen würden, dich als Gast zu haben, aber eine kleine Frage hätten wir da schon: WIE ZUR HÖLLE KOMMST DU HIER REIN UND IN DIE REALE WELT UND WAS ZUM GEIER SUCHST DU DA AUSGERECHNET IN ULM?!“
Er kratzte sich nachdenklich am Hinterkopf und stieß dabei mit der Hand an den Griff eines seiner Katanas. Fasziniert betrachtete ich diese. Was hätte ich dafür gegeben, sie mal in die Hand zu nehmen... „Tja...also, ich bin mir zu 100% sicher, dass Weasel Schuld hat. Ganz klar. Er hatte meinen Teleporter ruiniert und dann wieder repariert, aber irgendwie bin ich nicht in Mystiques Schlafzimmer gelandet wie geplant, sondern in...deinem. Hat aber auch was. Vor allem mein Bild an deiner Tür gefällt mir. Da sieht man gleich, dass man herzlich willkommen ist.“

Die Falten seiner Maske dort, wo seine Mundwinkel sein sollten, kräuselten sich, er grinste wohl. Ich wurde ein wenig rot. Gut, dass er nicht wusste, dass ich noch mehr Zeichnungen von ihm hatte.
„Und ich bin überrascht, dass hier nirgendwo Justin Bieber oder One Direction an der Wand hängen. Ihr seid schließlich Mädels dieses Jahres und…“ Mina und ich machten einen Satz nach vorne und ich konnte mich gerade so beherrschen, ihn am Kragen zu packen, schlicht weil ich wusste, dass ich ihm gegenüber nicht handgreiflich werden sollte. Wade Wilson konnte mich mit zwei Fingern gegen die Wand schleudern.

„Willst du uns etwa beleidigen?“, zischte Mina aufgebracht und ich sprang mit in die Bresche. „Oder sehen wir aus wie 14-jährige, leicht zu beeindruckende Fangirls von solchen Milchbubis?“
Er hob abwehrend die Hände. „Mädels, Mädels, ich bin nicht ganz up to date, was die Vorlieben von Mädels in eurem Alter sind. Wobei ihr deutlich interessanter ausseht als 14-Jährige es würden...“ „In unserem Alter? Wir sind 21 und 20, du Horst!“, keifte Mina und ich trat einen Schritt zur Seite, nur für den Fall, dass sie ihm an die Gurgel gehen wollte. „Sorry, Deadpool, aber hier wirst du höchstens Alben von ACDC oder den Stones finden.“, meinte ich dann und zuckte mit den Schultern. Dann fiel mir etwas ein. Wenn er wirklich Deadpool war...

Ich umrundete ihn zur Hälfte und blieb hinter ihm stehen. Ich musste es einfach wissen. Mein Blick glitt tiefer. „Gefällt dir, was du siehst?“, zwinkerte Deadpool, der sich halb zu mir umwandte. Ich betrachtete seinen Hintern, der unter dem engen Kostüm sehr knackig und hervorragend zur Geltung kam. Ich nickte mit einem verschmitzten Grinsen. „Sorry, ich musste mich vergewissern, ob dein Arsch wirklich so  sexy ist wie in den Comics.“ Mina schlug sich mit der flachen Hand gegen die Stirn, ich lachte, Deadpool warf sich in die „Avengers-Poster-Black-Widow“-Pose, um sein Gesäß noch besser in Szene zu setzen. „Natürlich ist er das. Und nicht nur der, mein Sch...“ „Danke, das glauben wir dir auch so!“, schnitt Mina ihm das Wort ab. „Genau das wollte ich auch grade sagen.“, grinste ich und wir beiden gaben einander ein High Five.

Plötzlich legte er den Kopf schief und blickte nachdenklich drein. Wir sahen uns an. Er sprach wohl gerade mit einer seiner kleinen Stimmen. „Hm...“, machte er und musterte uns eingehend, scannte unsere Körper von oben bis unten ab. „Aber die Blonde steht eindeutig auf mich.“, antwortete er dann seiner Stimme und ich stemmte empört die Arme in die Seiten.
„Hallo? Ich und auf dich stehen? Sonst noch was?“ Mina kicherte. „Naja, du meintest letzte Woche noch, dass du lieber eine Bettbeziehung mit ihm führen würdest, als dich auf die Idioten in deinem Umfeld einzulassen.“ Ich seufzte tief, während ich beobachtete, wie Deadpool große Augen bekam. Naja, jedenfalls schloss ich das aus seinem eindeutig herunterklappenden Unterkiefer. „Hat sie das? Woohoo, eine Frau, die uns flachlegen will!“ Er führte einen kleinen Freudentanz durchs Zimmer auf und warf dabei einige Hände voll Konfetti.

„Wo zum Henker hat er das Konfetti her?“, fragte Mina. „Ja, DAS ist ja auch das einzige Problem, das es zu lösen gilt.“, wettert ich und versuchte, ihn irgendwie ruhig zu stellen, also nahm ich ihn bei den Schultern (naja, eher bei beiden Seiten des Brustkastens, an die Schultern kam ich nicht heran) und drückte ihn auf mein Bett.
Den Denkfehler sah ich erst, als es zu spät war und er mich mit seinen muskulösen Armen gepackt und aufs Bett gezogen hatte. Blitzschnell rollte er sich über mich, sodass wir in sehr kompromittierender Stellung in den Kissen lagen. Er roch nach...war das Ahornsirup? Und vor allem wurde mir seltsamerweise gerade und erst in diesem Moment klar, dass Deadpool, ein Amerikaner, hier in Ulm war und mit uns Deutsch sprach. Warum sprach er Deutsch? Doch wirklich zum Nachdenken kam ich nicht. Deadpool pinnte mich mit beiden Armen auf die Matratze, seine Haut lag – nur durch den dünnen Stoff seiner Uniform und meines Shirts von mir getrennt – an meiner. Er glühte regelrecht.
Ich musste mich beherrschen, um diese Situation nicht überaus angenehm zu finden.

Hm. Würde ich sie denn angenehm finden? Das ist die Frage...

Schließlich entschloss ich mich, mich doch etwas unwohl zu fühlen, weil Deadpool nun „Wenn du mir schon das Bett als Aufenthaltsort anrätst kannst du ja gleich bleiben“, murmelte. Hilfesuchend blickte ich zu Mina, doch die lehnte sich mit verschränkten Armen an meinem Schrank und schien das Schauspiel zu genießen.

Ja, ich glaube, so würde sie reagieren. Oder sie würde einfach aus dem Zimmer gehen.

Deadpool horchte auf. Ich hörte nichts. Doch er lauschte und schien irgendetwas zu denken:

„Wer bist du denn jetzt? Du klingst wie sie.“
Das ist leicht erklärt. Ich BIN sie. Also ich. Also Styx. Ich schreibe diese Geschichte.
„Ach, komm schon! Ich dachte, ich hätte mal Glück und wäre tatsächlich zufällig in eine Mädchen-WG rein geraten!“
Warum solltest du? Normale Mädels hätten dich schon längst achtkantig rausgeworfen und die Polizei gerufen.
„Stimmt auch wieder.“
Naja, würdest du tatsächlich in unserer realen WG landen, würden wir aber eigentlich alles so machen, wie ich hier grade schreibe. Die Figuren entsprechen der Realität. Aber du kannst in die dreidimensionale Welt nun mal leider nicht. Auch wenn wir das zu gerne hätten. Also dachte ich mir, hey, bastelst du mal eine Fanfiktion. Und zwar keine Slash.
„Danke dafür.“
Bittesehr.
„Heißt das, du bestimmst alles, was ich ab jetzt mache?“
Mehr oder weniger. Über dich habe ich nicht viel Kontrolle. Ich steuere im Wesentlichen die Welt um dich rum.
„Kann ich jemanden grüßen?“
Klar.
„Hi, Fangirls! Hi Cable! Und hi, Girl, die das grade schreibt. Siehst du auch wirklich so aus wie hier?“
Schön. Und natürlich tu ich das. Ist nicht perfekt, ich weiß, ich bin nicht grade Sue Storm...
„Ach, mir doch egal. Brüste und Kurven. Darf ich dich dann vielleicht...“
Jetzt nicht.
„Dann wird das aber sicher langweilig.“
Mann, nicht schmollen. Spiel einfach mit und genieß die Zeit. Du darfst sogar mit an die Uni, wenn du Lust hast.
„Aber ich habe doch gar keine Nerd-Brille...“
Wir können ja vorher einkaufen gehen. Ich hab‘ dir ein bisschen Geld eingepackt.
„Und ich darf wirklich nicht...?“
Wer weiß, wer weiß. Ein bisschen Geduld. Mal sehen, ob ich die Zeit finde, hier viel zu schreiben. Aber du kommst schon auf deine Kosten. Da das hier Fiktion ist, darfst du ein paar Leute umbringen, wenn du willst.
„Oh, okay, das klingt nach Spaß.“
Siehste! Und jetzt gib mir einen Kuss – mit Maske – und lass mich los.
„Von mir aus.“


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Ich hoffe, das erste Kapitel war zu eurer Zufriedenheit :3 Lasst mir eine kleine Rückmeldung da, wie es ankam, bald kommt Kapitel 2 ;)
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