Ein Teil von dir

von JoeBestan
KurzgeschichteFantasy / P12
19.03.2015
19.03.2015
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„Wo bin ich hier bloß?“, fragte Marco, Kommandant der 1. Division der Whitebeardpiratenbande sich gerade, „Und wie zum Teufel bin ich hierhergekommen?“
Das waren gute Fragen, denn er wusste nicht wie diese Insel hieß geschweige denn wie er hierhergekommen war. Also lief der Blonde schon seit einer gefühlten Ewigkeit durch die
Gegend, um jemanden zu suchen der ihm Antworten auf seine Fragen geben könnte. Doch bisher hatte er niemanden gefunden und die Suche war alles andere als leicht, denn dichter Nebel hüllte seinen jetzigen Aufenthaltsort ein.
Er war so dicht, das Marco das Gefühl hatte er würde durch eine Wolke laufen. Er konnte nichts außer den Nebel sehen und das gefiel ihm absolut nicht. Er war müde, hatte Hunger und fühlte sich einfach einsam. Der Blonde wollte sich schon der Verzweiflung hingeben, als er Geräusche wahrnahm. Sie waren leise und er konnte hören, dass jemand seinen Namen flüsterte. Marco drehte sich in Richtung des Geflüsters um und zuckte innerlich zusammen.

Vor ihm tanzten hell erleuchtet die Nebelschwaden in einem scharlachroten Licht. Langsam entfernte sich das Licht von dem Blonden, wurde dann aber immer schneller. Da der Vize nicht mehr alleine sein wollte folgte er dem Licht, in der Hoffnung endlich jemanden zu treffen der ihm helfen konnte. Marco hätte ja lieber seine Teufelskräfte benutzt, aber er konnte sie aus ihm unerklärlichen Gründen nicht aktivieren. Also folgte er diesem komischen Leuchten zu Fuß. Er rannte und rannte, immer weiter bis eine tief dröhnende Stimme laut zu rief:
„Halt!“
Der Blonde gehorchte. Gerade noch rechtzeitig wie er ein paar Sekunden später feststellte. Vor seiner Nase erhob sich ein Felsen in den er um Haaresbreite hineingerannt wäre. Marco schaute sich um.
„Verdammter Mist.“, fluchte er leise. Er hatte das Licht aus den Augen verloren, doch ehe er sich darüber aufregen konnte tauchte es vor ihm auf. Es flog direkt auf ihn zu und dann über seinen Kopf hinweg in den Nebel. Kurz nachdem das Licht verschwunden war, war ein ohrenbetäubender Schrei zu hören. Gleichzeitig kam ein heftiger Wind auf und wehte den Nebel mit einem Mal weg.
Marco stand jetzt inmitten einer Lichtung und die Sonne schien vom strahlend blauen Himmel auf ihn hinab. Der Blonde blinzelte verwundert. Er war es zwar gewöhnt, dass sich das Wetter auf der Grand Line schnell änderte, doch das war selbst ihm zu schnell. Der Vize der Whitebeardpiraten schaute sich um. Die Lichtung auf der er war, war umringt von Laubbäumen und der Fels vor dem er stand war in der Mitte.
Wieder war ein lauter Schrei zu hören. Marco sprang einen Satz nach hinten und machte sich kampfbereit. Der Blonde sah sich nach dem Angreifer um, doch alles was er sah war ein seltsamer Vogel, der auf dem Felsen vor ihm saß. Er musterte Das Tier genauer. Es war ein scharlachroter Vogel mit langen goldenen Schwanzfedern und azurblauen Augen. Der Vogel schaute ihn an und ein angenehme Wärme breitete sich in Marcos Brust aus.
Dem Blonden kam dieses Tier äußerst bekannt vor, doch wusste er nicht wo er es schon einmal gesehen hatte. Er war sich sicher, dass er es nicht vergessen würde, wenn er solch ein schönes Tier irgendwo schon mal gesehen hätte. Der Vize überlegte. Dieses Gefühl als er den Vogel gesehen hatte kam ihm so vertraut vor. Er besah sich das Tier noch einmal genauer.
„Natürlich!Du kommst mir deshalb so bekannt vor, weil du ein Phönix bist!“, rief Marco.

„Das hat noch einen anderen Grund, mein Junge“
Der Blonde erschrak heftig und machte einen Sprung nach hinten. Er drehte sich schnell um und machte sich angriffsbereit. Doch als er den vermeintlichen Angreifer sah, atmete er erleichtert aus.
„Hey, hey, hey, du kannst mich doch nicht so erschrecken, alter Mann.“
Marco hielt kurz inne.
„Einen Moment mal. Was meinst du mit „Das hat noch einen anderen Grund?“

„Du weißt was ich meine. Vertrau deinen Gefühl.“, sagte der alte Mann, „Dann wirst du es verstehen.“
Marco wollte etwas darauf erwidern, doch ließ er es dann bleiben. Also konzentrierte sich der Blonde. Der Phönix krächzte leise, woraufhin Marco ihn ansah.
„Hm, diese seltsame Wärme, die ich spüre, wenn ich ihn ansehe... Und dieses Gefühl, diesen Phönix schon mein Leben lang zu kennen...“
Der Vize der Whitebeardbande grübelte eine Weile lang nach bis ihm die Erkenntnis kam.
„Natürlich!“, rief er, „Er kommt mir deshalb so bekannt vor, weil er meine Teufelskraft ist.“

„Gut, du hast es herausgefunden. Sehr schön“, sagte der alte Mann anerkennend.

„Aber wie kann das sein?“, fragte Marco.

„Wie es sein kann das der Phönix deine Teufelskraft ist, meins du? Der Grund dafür liegt in den Anfängen dieser Welt.
Fawkes hier ist der erste Phönix.“, damit zeigte der Alte auf den Phönix, „Er ist der Stammvater aller Phönixe auf dieser Welt. Außerdem schuf er die Phönixfrucht, dessen Kräfte du jetzt in dir trägst.“

„Er gab also einen Teil seiner Fähigkeiten in diese Frucht?“, fragte Marco erstaunt.

„Ja, aber nur einen kleinen Teil seiner Fähigkeiten. Deshalb wollte Fawkes dich sehen.
Er möchte noch mehr seine Kräfte in diese Teufelsfrucht legen.

„Ok, was muss ich tun?“, fragte Marco.

„Schau ihm einfach tief in die Augen“

„Ok“

Der Blonde Vize drehte sich um und schaute dem, auf dem Felsen immer noch sitzenden Phönix in die Augen. Dieser blickte zurück und musterte ihn mit schief gelegten Kopf. Ein leisen Krächzen war zu hören und dann löste sich ein goldener Schimmer von Fawkes. Er sammelte sich vor den Augen Marco und flog dann auf ihn zu. Der goldene Glanz drang in ihn ein und Der Blonde fühlte eine wohlige Wärme seinen Körper durchströmen.
Dann war es vorbei.
Marco atmete laut aus.
„Das war ein unbeschreiblich schönes Gefühl.“, sagte der Blonde ergriffen, „Hm, was ich wohl jetzt für neue Fähigkeiten habe?

„Das wirst du schon herausfinden, mein junger Freund“, sagte der alte Mann.

„Hm, ok. Eine Frage dann noch.“, sagte Marco.

„Frag und ich werde so gut es geht antworten.“

„Warum bin ich ein blauer Phönix, während Fawkes ein scharlachroter ist?

„Es liegt an deinem Charakter. Wenn jemand anderes diese Kraft besäße, hätte das Erscheinungsbild
auch eine andere Farbe.“




Marco legte den Kopf schief. Der Blonde versuchte sich sein Aussehen in einer anderen Farbe vorzustellen. Lächelnd schüttelte er den Kopf.
Der alte Mann lächelte ebenfalls und sagte dann:
„Ich glaube es ist Zeit für dich zu gehen. Ich werde dich zurück auf dein Schiff bringen.“

„Zurück auf mein Schiff,“, fragte Marco verblüfft, „Ähhh, Ok.“
Daran hatte er überhaupt nicht mehr gedacht. Als es dem Blonden wieder einfiel war er sehr erleichtert, dass er wieder zu seinen Nakamas zurück konnte.
„Wie willst du das machen?“, fragte Marco.

Das wirst du schon sehen.“, antwortete der alte Mann, bleib einfach dort, wo du gerade stehst.“
Der Alte kramte in seinem Gewand und fand schließlich, was er suchte.
Er hielt einen Zauberstab in der Hand, schwang ihn und zeichnete ein paar Schnörkel in die Luft.
Die Welt um Marco begann sich langsam aufzulösen. Alles um ihm herum wurde durchsichtig. Der Blonde Vize stand trotzdem gelassen da, als ob er so was jeden Tag machen würde. Plötzlich fiel ihm noch etwas ein.
„Halt warte!“, rief Marco dem alten Mann noch zu, „Ich kenne deinen Namen noch nicht.“

Der Alte sah ihn mit durchdringendem Blick an. Der Blonde Vize fürchtete schon, dass er keine Antwort mehr bekommen würde, doch er konnte noch etwas Geflüstertes wahrnehmen.
Dann war er verschwunden.


XXXXX



Völlig verdutzt fand Marco sich in seinem Bett wieder. Er schaute sich in dem Zimmer um, in dem er war. Es war auf jeden Fall seine Kajüte, so viel war sicher. Dann schaute der Blonde aus dem Bullauge hinaus. Es war mitten in der Nacht.
Erleichtert atmete der Vize aus.
Gut, alle schliefen noch und keiner vermisste ihn.
„Da drüben auf der Insel ging die Zeit wohl langsamer als hier. Hm, auch gut.“, dachte Marco sich und gähnte laut, „Aber jetzt sollte ich mich in die Koje packen, morgen gibt es wieder viel zu tun und dann muss ich ausgeruht sein.“
Das Letzte an was Marco dachte, bevor er einschlief, war der Name des Alten auf der Insel.
Albus Dumbledore.
 
 
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