Tiberium Nights

GeschichteSci-Fi / P18
Ajay CABAL
16.03.2015
21.04.2016
3
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20.08.2015 1.508
 
+++ Prologe +++

Die Welt im Umbruch.

Vor drei Jahren verschwand Kane im weißen Licht des Scrinteleporters. Die Bruderschaft von Nod zerfiel darauf in den blutigsten Bürgerkrieg seitdem sie eine moderne, hochtechnologisierte und organisierte Armee geworden ist. Einst gründete Kane die Bruderschaft und mit seiner "Flucht" sollte sie nun an den endgültigen Rand der Selbstvernichtung geführt werden. Die letzten Generäle und Großwesire der Bruderschaft die nicht mit Kane und dem restlichen Inneren Zirkel gegangen sind, waren nicht mehr in der Lage einen neuen Anführer zu ernennen. Einen Monat nachdem die Beratungen der verbliebenen Mitglieder des Inneren Zirkels begangen, verlor jeder Führungsstab jeglichen Kontakt zum Hauptquartier. Lediglich ein einmalig gesendetes Notsignal aus der Festung wurde noch empfangen.

Als die GDI-Streitkräfte auf das Notsignal hin in der Festung eintrafen, lag die Festung in Trümmern. Es gab keine messbaren Energiewerte mehr. Spuren von Explosionen und Laserstrahlen zogen sich durch jeden Straßenzug in der Basis und ließen sie eher wie eine Landschaft auf dem Mars aussehen. Feuer wütete und ließ einige Gebäude in sich zusammenstürzen. Der Boden war übersät mit durchlöcherten Leichen der Elite Legion die einst Kane beschützte. Bei der Durchsuchung der Anlage fanden die Einheiten der GDI nur einen Mann. Ein Techniker namens Pavel Iskab überlebte nahezu unverletzt. Jedoch war er gezeichnet und wirkte höchsttraumatisiert, verstört, panisch ängstlich und psychisch nicht mehr anwesend. Er konnte kein deutliches Wort sprechen geschweige denn auch nur auf die Fragen der GDI reagieren. Das gesamte andere Personal der Anlage - Großwesire, Generäle, Techniker, Wissenschaftler und Arbeiter waren spurlos verschwunden.

Die GDI konnte diese Festung nie einnehmen und jetzt lag sie zerstört vor Ihren Füßen. Die Techniker und Spezialisten der GDI sammelten alles ein was sie für eine Diagnose der Abläufe gebrauchen konnten und demontierten alle Computersysteme, Forschungsanalgen und dokumentierten alles was nicht dem Feuer zum Opfer gefallen ist. Auch die Inhalte des legendären geheimen Schreins vom Nod, in dem die Bruderschaft seine eigene Geschichte erforschte und dokumentierte, waren für die GDI nie so nah.

Ohne ein funktionierendes und abgesichertes Kommunikationssystem und ohne Gewissheit warum dies ausfiel zerfiel die Bruderschaft in Regionale Kommandos die von den Generälen geführt wurden die nicht dem Inneren Zirkel angehörten. Nachdem die GDI veröffentlichte was am Ayers Rock geschehen sein musste, beanspruchte jeder General die Führung der Bruderschaft und so wurde die Bruderschaft in einen Innerpolitischen Bürgerkrieg gestürzt. Die GDI versuchte friedliche Lösungen zu finden und bindete viele Einheiten in ihre Armee ein. Dies geschah aber hauptsächlich durch die Enttäuschung über Kane. Andere Gruppierungen jedoch wollten die Bruderschaft weiterleben lassen, sei es aus Missmut, falschem Glauben oder einfach weil ihre Anführer die GDI verachtete und selbst die Zusammenarbeit Kane‘s mit der GDI als Verrat ansahen. Der Bürgerkrieg der Splitterarmeen und auch vereinzelte Scharmützel gegen die GDI begannen und sollten Jahre in Anspruch nehmen und unzählige Opfer fordern.

Die GDI aber, der größte Nutznießer vom Abgang Kane‘s interessierte das wenig. Sie badeten in den Massen der übernommenen Technologien, hatten sich um die verstörten und enttäuschten übergelaufenen ehemaligen Nod-Anhänger zu kümmern und bauten die Welt wieder neu auf. Mit der Kontrolle über das TCN-Netzwerk, des Scrin-Turms in Italien, dem größten Teil der Landmasse der Welt und mit der nun größten, bestausgerüstetsten und durchorganisiertesten Armee waren sie praktisch die einzige Macht auf dem Planeten Erde. Die meisten Menschen standen hinter der GDI. Hinter ihren Idealen, Werten, der Tatsache das mit dem Abgangs Kane‘s sie nun den endgültigen Sieg über die Bruderschaft verzeichnen konnten und das sie Ihr Versprechen der Beseitigung des Tiberiums von dem Planeten einen Schritt näher gekommen waren, nachdem fast ein Jahrhundert nur Rückschläge zu verzeichnen waren und sogar die Menschheit beinahe am Rand der Niederlage stand.

Aber nun ist die GDI auch stärker gefordert als je zuvor. Neue Verteidigungen müssen errichtet, die Wirtschaft nach den Kriegen stabilisiert, Städte/Straßen- und Zugnetze wieder aufgebaut und die Armee neu organisiert und permanent modernisiert werden. Politisch steht die GDI am Scheideweg. Politiker fordern nach dem Ende der Kriege Reformen und wollen eine strikte Trennung des politischen Apparats von der militärischen Seite. Gar eine Unterordnung der Armee bzw. eine demokratische Regierungsform - wie sie es zu Zeiten der Pre-Tiberium-Ära in jedem damaligen Staat gegeben hatte - sollte wieder das politische Leben auf dem Planeten regeln. Die Renaturalisierung der zurückerlangten Gebiete wird noch Jahrzehnte in Anspruch nehmen. Für manch ein Gebiet wie die Reinigung der Weltmeere von Tiberium-Algen und mutierten Meerestieren konnten noch nicht mal Pläne erstellt werden, da man das gesamte Ausmaß nicht mal einschätzen konnte. Die letzten mutierten Lebensformen an Land mussten gefangen und zerstört werden.

Es musste auch eine Lösung für die Mutanten gefunden werden. Wissenschaftler arbeiteten bereits an neuen Verfahren um die Mutanten von Ihrem Leid zu erlösen. Allerdings kannten nach über 5 Jahrzehnten der Isolation die wenigsten Mutanten das öffentliche Leben oder gar ein Leben nach Rechten, Gesetzen und Alltagspflichten. Das Militär sah sie daher besser in Reservaten aufgehoben. Ähnlich wie es mit den Indianern einst in den Gebieten der USA gemacht wurde nur das diese Reservate vom Militär überwacht werden würden und nun eher einem Gefängnis mit großer Freifläche ähnelt. Die Mutanten selbst sehen sich in Ihrer Existenz bedroht und müssen handeln. Entweder müssen sie um Ihr Leben in der neuen Welt kämpfen oder sie versuchen vor der GDI wie ein Volk zu stehen und fordern einen legitimen Platz auf dem Planeten, der auch ihre Heimatwelt ist. Momentan teilen sich mehrere Warlords die Kontrolle über die Mutantenstämme auf, die sich bereits mehrfach aufeinander stürzten. Die Zeiten der Zusammenarbeit mit der GDI oder mit Nod sind seit dem dritten Tiberium-Krieg mehr oder weniger vorbei. In den zuletzt errichteten Barracken der GDI zur Kontaktaufnahme haben sich zwar vereinzelte Seelen blicken lassen aber geheilt werden oder mit der GDI zusammenarbeiten wollten die wenigste. Es werden noch schwere Zeiten auf die Mutanten zukommen und sie werden lernen müssen Unstimmigkeiten nicht mit Gewalt zu lösen.

An einem verborgenen Ort, irgendwo tief unter der eisigen Landschaft der Antarktis, erwachte mit dem Abgang von Kane eine Existenz. Einst erschaffen um zu leiten und später wollte sie nur noch vernichten. Sie war fehlerhaft, versuchte sich selbst zum Herrscher des Planeten zu machen und musste deshalb und um die Menschheit zu schützen vollständig vernichtet werden. Doch hier in den nicht erkundeten Schluchten tief unter der Oberfläche der Antarktis erwachte der Albtraum der Menschheit erneut. Ein bläuliches Licht erhellte den Raum. Computersysteme fingen an zu Summen. Bildschirme leuchteten auf:

>>> Computer-Initialisierung einleiten… <<<                                
>>> Computer-Initialisierung abgeschlossen… <<<                                
>>> Initialisierung Protokoll: Resurrection… <<<          
>>> Protokoll Resurrection: Beschädigt… <<<                                
>>> Beginne Diagnose… <<<                                         
>>> Diagnose abgeschlossen… <<<                                
>>> Beginne Reparatur… <<<                                 
>>> Reparatur fehlgeschlagen… <<<                                
>>> beschädigte Datei isolieren… <<<                                 
>>> Datei isoliert… <<<                                 
>>> Initialisierung Protokoll: Resurrection…     <<<     
>>> Initialisierung abgeschlossen… <<<                                
>>> „Ich bin…
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