Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

The Desire for Comfort and Security

von Biggi1985
Kurzbeschreibung
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P12 / Gen
BigFoot Dr. Helen Magnus Nikola Tesla
16.03.2015
12.10.2015
6
7.602
3
Alle Kapitel
4 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
16.03.2015 1.599
 
So, erstmal wünsche ich euch allen einen schönen Tag und hoffe, dass ihr heute auch etwas Sonnenschein bekommen habt  :-)
Diesmal versuche ich mich mal an ein paar mehr Kapitel´ n, welche aber alle eine Kurzgeschichte zum Thema Trost und Geborgenheit beinhalten sollen...
Hoffe euch gefällt´s  :-)
*************************************************************



A little Comfort after a bad day...
******************************************

Sie wurde alt.

In Wirklichkeit war Helen mittlerweile über ein Jahrhundert alt, aber dieses war, das erste mal, dass sie es wirklich glaubte und es wirklich in all ihren Knochen spüren konnte.
Mit den Schlägen, die sie hatte einstecken müßen, sollte sie nicht wirklich  darüber überrascht sein, dass sie sich so schrecklich fühlte und zum ersten Mal seit Ashleys Tod, gerade am liebsten in ihr Bett kriechen und einfach nur weinen wollte.

Wenn sie nur in ihr Bett gelangen könnte, ohne auf dem Weg dorthin zusammen zu brechen.

Sie hoffte zumindestens, dass sie dorthin gelangen könnte ohne das sie jemand so sehen würde.
Sie wollte nicht, dass sich jemand ihredwegen Sorgen machte, wünschte nicht das Interesse auf sich zu ziehen oder viel Aufhebens um ihre derzeitige Situation zu machen.

Als sie es endlich und ohne von jemandem gesehen worden zu sein in ihr Schlafzimmer geschafft hatte, schloss sie die Tür und fiel kraftlos und mit Tränen in den Augen zu Boden.

Sie wusste nicht, wie lange sie dort gesessen hatte.
ihre Beine zur Brust angezogen, den Kopf auf ihren Knien und mit geschlossenen Augen. Es schmerzte alles an ihr, alle Knochen, jeder Muskel und ihre Haut, die unter ihrer schmutzigen und zerrissenen  Kleidung brannte.

Als sie plötzlich jemanden an der Tür hörte.
Sie wollte sich bewegen, um entweder aufzustehen oder ihre Waffe zu ziehen aber sie hatte einfach keine Kraft mehr, als Nikola in den Raum kam und sich neben sie hockte.

„Mein Gott Helen,“ sagte er besorgt, als sie ihre Augen öffnete, um ihn ansehen zu können. „Du brauchst dringend medizinische Hilfe“ fügte er sanft hinzu, während er sich neben ihr erhob.

Sie fand genügend Energie um ihre Hand zu heben, seinen Arm zu ergreifen und stoppte ihn so in seiner Bewegung.

„Nein bitte nicht, Nikola.“ flehte sie ihn kaum hörbar an.

„Helen, du blutest stark“ sagte er, nun mit großer Sorge in seiner Stimme.

„Bitte Nikola, lass mich einfach allein.“ wisperte sie daraufhin leise.

„Das kann und will ich nicht. Ich lasse dich so nicht allein, Helen“ sagte er liebevoll.

Sie starrten einander an für einen Augenblick und sie glaubte zu spüren, wie erneut eine Träne ihr schmutziges Gesicht hinunterlief.


„Mach die Tür zu, bitte“ flüsterte sie nun.

Nikola nickte, stand auf und schloss ihre Schlafzimmertür.
Er stand da und betrachtete sie, während sie immer noch am Boden sitzend, völlig Erschöpft und den Tränen nah erneut ihre Augen schloss.

„Du kannst nicht die ganze Nacht da unten auf dem kalten Boden bleiben“ sagte er sanft, jedoch in dem Moment für sie völlig unerwartet, sodass sie bei seinen Worten leicht zusammen zuckte.
Als sie nach oben zu ihm schaute, hielt er ihr seine Hand hin um sie zu sich hochzuziehen.
Sie nahm dankend seine Hand und er zog sie sanft auf ihre Füße aber sie fiel völlig entkräftet gegen ihn.

„Oh Darling, ich wusste es doch immer, dass Du meine Nähe willst.“ versuchte er sie aufzuheitern.

Aber Helen antwortete nicht, sie hatte einfach keine Kraft mehr.
Er schob sie vorsichtig zu ihrem Bett und bat sie sich hinzulegen.

„Beweg Dich bitte nicht“, sagte er, bevor er in ihrem anliegenden Badezimmer verschwand.
Als ob sie in der Lage gewesen wäre sich zu bewegen.

Er kam zurück mit ihrem Verbandskasten und einem nassen Tuch. Sie saß sanftmütig und zurückhaltend auf ihrem Bett, während er den Schmutz und das Blut von ihrem Gesicht, welches von etlichen Schlägen gezeichnet war abwischte. Sie hatte das Gefühl von einem Kloß in ihrem Hals und
ihr kamen erneut die Tränen. Sie wollte nicht umsorgt werden, sie wollte gerade nur allein gelassen werden um zu Schlafen oder es zumindestens zu versuchen.

Jedoch könnte sie Blut spüren, welches durch ihre Jacke sickerte und nun langsam ihre linke Wade hinunter lief. Ihr wurde klar, dass müsste wahrscheinlich sogar genäht werden.

Es schmerzte einfach jede Faser ihres Körpers.

„Was ist passiert?“ fragte er vorsichtig.
„Ich kann nicht glauben, dass Du einen Kampf verloren hast, Darling.“ witzelte er in der Hoffnung, sie so vielleicht etwas aufmuntern zu können.

„Es war eher ein Unentschieden,“ murmelte sie leise.
Das ließ ihn schmunzeln, während er sich weiter zu ihr bewegte, um ihr den Mantel auszuziehen. Er ließ ihn zu Boden fallen und ging dann zu den Knöpfen ihrer Bluse über.

Normalerweise würde sie ihn weg gestoßen und seine Hand weg geschlagen haben, aber sie blieb weiterhin still sitzen, während er sie nun von ihrer Bluse befreite.
Er ging einen Schritt zurück, um ihren Körper und ihre Wunden so besser betrachten zu können.

„Ich habe von diesem Augenblick geträumt, Liebes, aber nie davon.“ sagte er leicht schockiert.

Wieder mit dem feuchten Tuch bewaffnet, wusch er vorsichtig das getrocknete Blut weg um dann die Wunde mit einem Antiseptikum zu säubern und sie anschließend sorgsam zu verbinden.
Er legte seine Hand vorsichtig auf die Wunde, seine Finger streichelten sanft über ihre Haut und sie seufzte leise wegen der wärme Nikolas, seiner Sorgfalt und seiner Liebevollen Art.

„Hast Du noch weitere Verletzungen?“ durchbrach er plötzlich die Stille.

„Mein Bein“ kam es leise von ihr.

„Ausgezeichnet“ erwiderte er ruhig.

Seine Hände steuerten ihre Taille an und sie legte sich vorsichtig zurück auf ihr Bett, um es ihm so etwas einfacher zu machen.
Das Grinsen auf seinem Gesicht, ließ sie ihn schlagen wünschen, aber sie war wirklich selbst dafür zu müde und seine Fürsorge ließ sie sich tatsächlich etwas besser fühlen. Langsam.

Er zog ihre Hose nach unten  und trat einen Schritt zurück.

„Oh mein Gott.“ kam es nun leicht geschockt von ihm.

Sie glaubte ein kleines Lächeln und ein erröten auf ihrem Gesicht zu spüren als er neben ihr auf seine Knie fiel. Er säuberte die Wunde schnell aber trotzdem vorsichtig.
Es war beruhigend zu wissen, dass sie nun nicht länger über ihrem Schlafzimmer blutete.
Alles an ihr schmerzte zwar aber als sie hörte, dass Nikola wieder vom Boden aufstand, hoffte sie, dass er im Begriff war ihr vielleicht ein leichtes Schmerzmittel zu geben.

Stattdessen glaubte sie zu spüren, wie er an ihrer Decke zog um sie kurze Zeit später über ihr auszubreiten.

„Nikola,“ murmelte sie und bewegte sich bei dem Versuch sich aufzusetzen.

Er legte daraufhin sanft seine Hand auf ihren Bauch und drückte sie vorsichtig zurück, woraufhin sie sich nun wieder entspannt unter ihre dicke Daunendecke fallen ließ.

„Keine Angst, ich werde dir schon nix tun, Helen.
ich verspreche Dir, dass Du dich gleich besser fühlen wirst.“
versicherte er ihr sanft.

„Oh Nikola, Ich ahne schlimmes,“ sagte sie etwas drohend, aber doch ohne den üblichen Biss dahinter. Er schmunzelte leicht darüber, während er sich flink seine Schuhe und Weste aus zog, bevor er sich zu ihr ins Bett legte.

„Vertrau mir Helen“ flüsterte er leise.

Sie seufzte leise und versuchte ein Gähnen zu unterdrücken. Das Gefühl weinen zu müssen war zwar noch da, aber der Drang war merklich weniger geworden und während Nikola nun sanft über ihre Haut streichelte, konnte sie spüren, wie ihr langsam neue Energie in ihren Körper zu strömen schien.

Sie hörte ein leises Seufzen und erwartete schon einen weiteren dummen Kommentar von ihm, aber er war ungewöhnlich still, bevor sie plötzlich seine Lippen auf ihrer Wange glaubte.
Sie hatte gerade genügend Energie, um nach Luft zu schnappen, während er sich mit sanften Küssen ihren Lippen näherte. Er neckte sie nicht, wie sie es eigentlich von ihm erwartet hätte. Stattdessen küsste er sie liebevoll und nahm sie sanft in seine Arme, sodass sie ihren Kopf auf seiner Brust ablegen konnte.

Sie hatte schon oft an Momente wie diesen gedacht aber sie war in einer viel besseren Verfassung in ihrer Fantasie gewesen.

Ihr kamen erneut die Tränen, was ihm nicht lange verborgen blieb.
Er hob leicht seinen Kopf an, zog sie näher zu sich und sagte sanft
„Ist schon okay, Liebes, ich bin hier und glaub mir, es wird alles wieder gut.“
Durch seine Worte und die Sanftheit seiner Stimme überwältigt, wurden ihre Tränen nur noch mehr und sie schmiegte sich halt suchend in seine Umarmung.
Er küsste sie daraufhin ergriffen in ihre Haare,
bevor er leise zu ihr sagte „Versuche etwas zu schlafen, mein Engel und habe keine Angst, ich bleibe bei dir.“

Als Helen nach Stunden erwachte, lag sie noch immer in Nikolas sicherer Umarmung, nur das er mittlerweile auch eingeschlafen war.
Er lag nah bei ihr, bis auf seine Schuhe und seine Weste noch völlig bekleidet.
Seine Gesichtszüge waren sanft und er wirkte sehr entspannt, während er sie sanft im Arm hielt.

Langsam wurde ihr bewusst:
Sie fühlte sich viel besser und nicht mehr annährend so schlecht, wie als sie nach Hause gekommen war. Der Schmerz hatte stark nachgelassen, ihre Kopfschmerzen waren weg und sie hatte nicht mehr das dringende Bedürfnis zu Weinen. Durch die warme Decke, welche Nikola über sie beide gelegt hatte und auch durch seine Körperwärme, fror sie nun auch nicht mehr so schlimm.
Er hatte sein Versprechen eingehalten und es ging ihr wirklich besser durch seine Fürsorge und besonders durch seine Nähe.
Nikola war ein wahrer Freund, auf den sie sich immer verlassen konnte. Er war immer da wenn sie ihn brauchte, dass wusste sie in diesem Moment einmal mehr.
Sie kuschelte sich erneut näher an Nikola und wickelte einen Arm um ihn, schloss ihre Augen und lächelte zufrieden.
Es dauerte nicht lange und sie war wieder eingeschlafen.


Fin.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast