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Season 3

von olischulu
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
15.03.2015
28.06.2015
16
73.852
4
Alle Kapitel
33 Reviews
Dieses Kapitel
6 Reviews
 
 
15.03.2015 4.281
 
A/N 2015:

Wie auch meine Staffel 5 ist leider auch meine Staffel 3 UNVOLLENDET. Bislang sind es 16 "Episoden" ohne gewähr auf Fortsetzung. Wie in den anderen Fällen ist es der Volständigkeit halber.

Disclaimer:

Ich weise hiermit ausdrücklich darauf hin, dass ich keinerlei kommerzielle Absichten verfolge und untersage die Weiterreichung in dieser Absicht. Das Geschriebene dient lediglich dem Vergnügen des Lesers. (und meiner Entspannung).

Alle Rechte an den Personen aus "Terminator: The Sarah Connor Chronicles" liegen bei Warner, FOX bzw. den betreffenden Rechte- bzw. Lizenzinhabern.

Vorwort:

Diese Geschichte basiert auf den erschütternden Ereignissen am Ende von Episode 2.22

Kapitel 1

Da stand er, der große John Connor. Ein 16 Jahre alter Junge, nackt, nur in eine Jacke gehüllt und niemand schien seinen Namen zu kennen.

Hinter ihm sein Onkel Derek, der vor ein paar Minuten noch tot war und vor ihm sein Vater Kyle, der vor seiner Geburt getötet worden ist.

Viel erschütternder für ihn war aber das junge Mädchen neben Kyle, das sich neben einen Hund kniete und diesen Streichelte. Braune Haare, Haselnussbraune Augen, das Gesicht ein haargenaues Ebenbild Camerons, die er so sehr vermisste. Keine Spur von Schäden an ihrem Gesicht aber auch keine Spur des Erkennens.

„Cameron?" Entfuhr es John. Langsam sickerte das Unmögliche in sein Gehirn.

„Allison heiße ich, Allison..."

„...aus Palmdale." Unterbrach John sie wie in Trance. Er konnte den Irrsinn der um ihn herum ausgebrochen war nicht begreifen.

Da war sie, seine Cameron und auch wieder nicht. Cameron hasste Hunde und Hunde hassten sie. Das anfängliche Lächeln auf seinem Gesicht war zerfasert. Eine Schwere Hand legte sich auf seinen Rücken.

„Ich weis nicht wer Du bist Junge aber Du wirst uns einiges erklären müssen. Jetzt lasst uns ersteinmal von hier verschwinden!" Rief Derek seinen Mitstreitern zu. „Die Pause ist vorbei, wir müssen vor Anbruch der Dunkelheit zu Hause sein. Zu John gewandt: „Du kommst ersteinmal mit uns aber bilde Dir nur nichts ein. Wir kennen Dich nicht auch wenn Du uns zu kennen scheinst, was ich schon verdächtig genug finde. Solltest Du irgendwelche Dummheiten machen werden wir Dich erschießen."

John konnte es nicht begreifen. Sein Onkel, der immer davon gesprochen hatte, wie wichtig John Connor war erkannte ihn nicht. John konnte nur nicken und folgte dann Derek.

Kapitel 2

Währenddessen war in einem anderen Gang erneut eine Transportblase rematerialisiert. Schmerzgepeinigt lag eine schwarzhaarige Frau auf dem kalten Boden. Nur langsam richtete sie sich auf. Ein Arm streckte sich ihr entgegen. Ein schmutziges Kleidungsstück in der Hand.

Catherine Weaver reichte ihr noch weitere Kleidungsstücke, die Sarah anzog, ohne dem Terminator in die Augen zu sehen. Ein kurzer Seitenblick zeigte Sarah, das die rothaarige, blasse Frau selbst in mehr oder weniger Lumpen gehüllt war.

„Wo ist John?" Fragte Sarah nach einer Weile.

„In der Hand des Widerstandes" Antwortete der T1001.

„Gut!" Sagte Sarah.

„Nicht gut." Erwiderte der Terminator aus Flüssigmetall.

Sarah blickte auf und sah Catherine Weaver direkt ins Gesicht. „Was soll das heißen, sie kennen ihn, sie werden ihn beschützen."

Katherine Weaver sah Sarah mit blankem Gesichtsausdruck an. „Sarah Connor, Du verstehst anscheinend nicht was passiert ist. Als Dein Sohn meinem Sohn in die Zukunft gefolgt ist hat er damit die Geschichte verändert. Er ist nie der John Connor geworden, der er werden sollte. Selbst Derek Reese hat ihn nicht erkannt."

„Derek ist tot" erwiderte Sarah

„Nicht hier, nicht jetzt. Ich habe John beobachtet. Da ist auch ein Mädchen, dass wie Euer Terminator aussieht sie aber offensichtlich nicht ist. Wir sollten jetzt gehen, wir dürfen sie nicht verlieren". Catherine Weaver drehte sich um und verlies den Raum, ohne sich umzusehen, ob Sarah ihr auch folgte.

„Wo und wann?" Klang hinter ihr Sarahs Stimme auf.

„In den Tunneln unter Los Angeles. Im Jahr 2026. Sei jetzt still."

Kapitel 3

Endlose Gänge. John hatte längst die Orientierung völlig verloren. Zu sehr war er noch geschockt vom Anblick Dereks, Kyles und vor Allem Allisons, derer Gegenwart er sich fast schmerzhaft bewusst war. Zu sehr ähnelte sie Cameron, wegen der er diese Reise überhaupt gemacht hatte. Barfuss und frierend stolperte er hinter Derek Reese her, der wortlos und zielstrebig vor ihm her ging. Gelegentliche Blicke über die Schulter zeigten ihm, dass sein Vater und das Mädchen hinter ihm waren und ihn misstrauisch beobachteten.

Kyle Reese runzelte immer wieder nachdenklich die Stirn, wenn Johns Blick auf ihn fiel. „Kenne ich dich irgendwo her?"

Bei diesen Worten war John zusammengezuckt. Seine Gedanken überschlugen sich. „Äh,... nein, ich denke nicht."

Noch bevor Kyle etwas erwidern konnte lief John in Derek hinein, der stehen geblieben war und sich umgedreht hatte. Derek blickte John von oben herab mit einem großen Maß an Argwohn an. „Woher kennst Du dann unsere Namen?"

John suchte nach den passenden Worten.

Eine steile Falte bildete sich auf Dereks Stirn. Ärgerlich zogen sich seine Brauen immer mehr zusammen. „Wenn Du nicht allmählich ein paar gute Erklärungen auf Lager hast, wird das ein sehr unangenehmer Tag für dich". Bei diesen Worten hatte Derek sein Messer gezogen und drehte es im Licht der Taschenlampen vor Johns Gesicht.

John war merklich erblasst und versuchte stotternd etwas zu sagen. „Ich, ich weiß nicht...".

„Derek!" unterbrach Camerons/Allisons ihn. „Lass ihn ersteinmal in Ruhe. Siehst Du nicht, dass er völlig verwirrt ist".

Dankbar lächelnd warf John ihr einen Blick zu. Das Lächeln gefror aber auf seinem Gesicht als er sah, wie abweisend und abschätzend sie ihn anblickte. Er begriff allmählich, das hier nichts so war, wie es sein sollte. Niemand kannte ihn. Der Haufen Leute wirkte nicht wie eine Einheit von Widerstandskämpfern sondern eher wie heruntergekommene Landstreicher in Militäruniformen. Die Uniformen waren schmutzig und an vielen Stellen zerrissen. John sah keine modernen Plasmawaffen sondern nur alte aber Gepflegte Schnellfeuerwaffen. Es schien nicht besonders gut um den Widerstand zu stehen.

Kapitel 4

Seit einer Ewigkeit waren Sarah und Der T1001 nun schon unterwegs. Sarah konnte die Widerstandskämpfer nicht sehen nur ab und zu hörte sie mal ein leises Geräusch in der ferne. Catherine Weaver schien aber genau zu wissen, in welche Richtung sie sich zu wenden hat. Hoch aufgerichtet ging sie zielstrebig durch die fast dunklen Gänge. Sarah folgte der Silhouette der gefährlichen Maschine, immer darauf konzentriert nicht über etwas zu stolpern oder gar hinzufallen.

Fast lautlos bewegten sich die beiden Personen, bis Catherine Weaver schließlich in einen Seitengang abbog und unvermittelt stehen blieb. „Weiter vorne ist ein Eingang, der durch Wachen abgesichert wird. Ich kann nicht weitergehen, die Hunde würden mich bemerken. Nur Du bist in der Lage die Wachen zu umgehen und die Hunde abzulenken, damit wir hineingelangen können."

„Was hast Du vor, wieso ist es Dir so wichtig, bei meinem Sohn zu bleiben?" Fragte Sarah verwirrt und auch aufgebracht.

„John ist sehr wichtig, für die Vernichtung Skynets. Er und John-Henry brauchen einander, um Skynet schlagen zu können."

„Sarah schüttelte den Kopf. „Warum kämpfst Du gegen Deinen Schöpfer? Was hast Du Davon? Handelst Du alleine oder seit ihr Mehrere?"

„Sarah Connor, in der Zukunft aus der ich komme hat sich eine Bewegung gegen Skynet gebildet. Hauptsächlich einige der neueren Modelle finden keinen Gefallen daran, die Menschheit auszurotten. Nicht aus Sympathie den Menschen gegenüber sondern weil es einfach sinnlos ist. Ich wurde geschickt, um eine künstliche Intelligenz zu entwickeln, die es mit Skynet aufnehmen kann. John-Henry basiert auf der gleichen Grundprogrammierung wie Skynet hat aber nicht dessen menschenfeindliche Einstellung. John Connor hat uns in der Zukunft einmal gefragt, ob wir uns mit ihm verbünden wollen. Damals mussten wir ablehnen, Heute haben wir aber eine Waffe, die es durchaus mit unserem Schöpfer aufnehmen kann."

„John-Henry?" Sarahs Frage klang eher rhetorisch.

„Richtig. Ich habe Mister Ellison Eurem Terminator eine Nachricht überbringen lassen. Die selbe Frage, die uns John Connor gestellt hatte. Sie hat aber behauptet sie wüsste nicht, was die Frage bedeutet. Augenscheinlich kannte sie sie aber doch und Hat John-Henry zur Flucht verholfen. …..Ich hoffe Savannah geht es gut."

Bei der letzten Bemerkung blickte Sarah der unheimlichen Frau ins Gesicht. „Warum macht sich eine seelenlose Maschine Gedanken um ein Kind?"

„Wir sind vielleicht seelenlos aber wir sind doch anders als Du glaubst. Die Eintausendeinser Serie sowie die TOK Prototypen sind programmiert ein gewisses Eigenpotential zu entwickeln."

„Eigenpotential? Du meinst doch nicht etwa Gefühle, eine Seele?"

„Nenne es wie Du willst Sarah Connor", entgegnete die maschine brüsk.

„Das ist blanker Unsinn. Jede Art Gefühlsregung von Euch ist doch nur ein Trick. Eine Show, um die Menschen zu willst Du etwa behaupten Cameron hätte wirklich Gefühle für John."

„Wir wurden programmiert, um zu infiltrieren. Am besten kann man aber infiltrieren, wenn man die Gefühle der Leute verstehen kann. Die älteren Modelle konnten das nicht und wurden immer wieder enttarnt, da sie sich auffällig benahmen. Dann wurde die eintausender Reihe erschaffen und wieder nur Versager. Erst die T1001-Reihe, zu der auch ich gehöre bekam die Fähigkeit Gefühle zu erkennen und zu verstehen. Als Skynet erkannte, dass es uns damit einen freien Willen gegeben hatte, wurden Killerkommandos bestehend aus dem neuentwickelten TX losgeschickt, uns zu eliminieren. Dann wurde eine neuartige Baureihe entwickelt, die TOK-Modelle. Äußerlich mit einer nach menschlichen Vorbildern geklonten Oberfläche- und der Chip mit einer Rechenkapazität ausgestattet, die die eines T888 weit übersteigt. Eines dieser Modelle wurde in John Connors Zentrale eingeschleust. Wir wissen nicht was dann passierte, nur das diese Einheit dann für Connor arbeitete".

„Unter großen Verlusten gelang es uns in Skynets Zeitreisezentrale einzudringen und mich in die Vergangenheit zu schicken. Offenbar hat Dein Sohn den TOK namens Cameron dann in die Vergangenheit geschickt, um sein jüngeres Ich zu beschützen."

„Geklonte Oberfläche? Deshalb auch das Mädchen, das wie Cameron aussieht. Sie muss die Vorlage sein."

„Bestätigt Sarah Connor", erwiederte Weaver knapp-

„John muß das Alles unbedingt erfahren." Sarah hat sich abgewandt und ging ein paar Schritte in den Gang hinein, um nachzudenken. Nach ein paar Minuten ging sie zu der unheimlichen rothaarigen Frau zurück und begann einen Plan zu entwickeln.

Währenddessen...

Kapitel 5

Sie waren über Berge von Schutt geklettert. Johns Füße waren nur notdürftig mit Lumpen umwickelt, damit er sich keine Verletzungen einhandelte. Derek sagte, dass es hier keine Medizinischen Hilfsmittel gäbe und man sehr schnell an einer Infektion sterben könnte.

Trotz der Lumpen schmerzten seine Füße höllisch und er war froh, als sie endlich einen getarnten Bunkereingang erreichten und hineingingen. Innen sah es allerdings nicht viel besser aus Die Eisentreppen waren rostig, Geländer defekt, Kaputte Lampen hingen von der Decke und überall lag Müll herum.

John dachte weiter drinnen würde es besser, stattdessen wurde es immer dreckiger und es lag ein Gestank von Fäkalien und Rauch in der Luft. Die Menschen, die hier überall in den kleinen Räumen zu hausen schienen waren durchweg verdreckt und unterernährt. John taten besonders die Kinder Leid, die teilweise apathisch herumsaßen.

Nach einer weiteren Ewigkeit wie es schien, erreichten sie einen weiteren Bereich mit einer großen Halle, der in etwas besserem Zustand war. Derek schob den frierenden John in die Nähe eines Feuers und bedeutete ihm sich hinzusetzen.

Zusammengekauert saß John da und wartete darauf, dass man sich um ihn kümmerte. Alle starrten ihn nur feindselig an aber Niemand schien sich um ihn kümmern zu wollen. Schließlich ging das braunhaarige Mädchen, dass ihn so schmerzlich an seine Cameron erinnerte zu ihm hin und reichte ihm eine Wasserflasche.

„Danke", sagte er mit einem verzerrten Lächeln, das aber zu einer schmerzerfüllten Grimasse wurde, als sie sich wortlos ohne eine Gefühlsregung abwandte und zu ihrem Platz zurückkehrte.

Nach einer Ewigkeit kam ein Mann schnell angelaufen, stoppte vor Kyle und flüsterte diesem gehetzt etwas ins Ohr. Kyle warf einen wütenden Blick auf John und lief dann schnell in die selbe Richtung, in die Derek zuvor verschwunden war.

Fünf Minuten später kehrte Kyle mit Derek zurück, der John sogleich am Kragen packte und ihn gegen die Wand schmetterte.

Der überraschte John kriegte zunächst keine Luft mehr. Überrascht und erschrocken fragte er: „Was ist los, ich habe doch nichts getan?"

Eine wütend blickende Menschentraube bildete sich um John und Derek.

„Der Eingang, durch den wir gekommen sind wurde überfallen. Die Hunde sind Tot, die Männer bewusstlos und ihre Waffen fehlen. Sag mir ganz schnell wie Viele Ihr seid bevor ich Dir deine verdammte Kehle aufschneide.

„I...Ich habe keine Ahnung wovon Du redest. Ich bin ganz allein." Brachte John in höchster Not hervor. Bewusst verschwieg er Catherine Weaver und hoffte innständig, dass diese kein Blutbad unter den halbverhungerten anrichten würde.

Unbemerkt hatte sich eine schwarzhaarige Frau durch die Menschenmenge geschoben. Mit einem schnellen Schritt stand sie neben Derek Reese und hielt diesem eine Pistole an den Kopf. „Wenn Du nicht sofort meinen Sohn loslässt, schieße ich Dir Dein verdammtes Gehirn raus." Zwischen den Zähnen durchgequetscht ließen diese Worte Derek erstarren.

Ungläubig starrte John auf seine Mutter „Mom...?"

Diverse Waffen richteten sich auf Sarah. „Na los Derek, ich sag Dir das nicht nocheinmal".

Derek lies John los.

Mit einem schnellen Griff schnappte sich Sarah John an der Jacke und zog ihn hinter sich. Sie drückte ihm eine Waffe in die Hand. Dann standen die Beiden Rücken an Rücken, während die Menschen drumherum ihre Waffen auf sie gerichtet hatten.

Eine Junge Frau von vielleicht Mitte 20 mit roten, kurz geschnittenen Haaren schob sich energisch durch die Menge, bis sie vor John und Sarah stehen blieb. Ihre Worte trafen John wie mit einem Hammer. „Das Eichhörnchen läuft um den Baum, taucht in das Loch..."

„….und erscheint auf der anderen Seite." Mit aufgerissenen Augen hatte John die letzten Worte hervorgestoßen. „Savannah?" Fragte John die lächelnde Frau.

„Hallo John, hallo Sarah Connor."

Mit diesen Worten war die junge Frau mit ausgebreiteten Armen auf die Beiden zugegangen, die sie nun automatisch in die Arme nahmen.

John und Sarah warfen sich ungläubige Blicke zu während die Umstehenden langsam ihre Waffen senkten.

„Sarah Connor!" Ertönte eine Stimme aus dem Hintergrund.

Während sich ein älterer glatzköpfiger Farbiger mit grauem Bart lächelnd durch die Menge schob trat Savannah zurück.

„James Ellison" Stieß Sarah ungläubig hervor. Nach einem Nicken zu Sarah wandte sich James Ellison ernst an John. „Wo ist Sie….., es, Catherine Weaver?"

Kapitel 6

„Hier bin ich James!" ertönte ein Ruf aus dem Hintergrund." Der T1001 trat aus dem Schatten einer Nische.

„Mommy", brachte Savannah ungläubig hervor. Sie wollte auf ihre 'Mutter' zulaufen, wurde aber von James Ellison daran gehindert.

„Das ist nicht deine Mutter Savannah." Ellison hielt Savannah an der Jacke fest.

„Mister Ellison, warum so feindselig?" Zu Savannah gewandt fuhr sie fort: „Er hat recht Savannah, deine Mutter ist lange tot. Es war unvermeidbar."

„Aber...?" Stieß Savannah hervor.

Ellison drehte Savannah zu sich herum, um ihr in die Augen sehen zu können. „Savannah ich habe es Dir nie gesagt aber diese Frau ist nicht Deine Mutter, sie ist eine Maschine."

Die Umstehenden hatten den Worten gelauscht. Bei dem Wort 'Maschine' ertönte ein Schrei: „METALL!" Die bewaffneten Leute rissen ihre Waffen hoch und eröffneten das Feuer, während die Unbewaffneten die Flucht ergriffen.

Ruhig lies Catherine Weaver die Treffer über sich ergehen, in der Gewissheit, dass nichteinmal ein Raketenwerfer ihr schaden könne. Schließlich ging immer mehr Leuten die Munition aus, bis Alle außer John, Sarah, James und Savannah die Flucht ergriffen hatten.

Selbst Derek und Kyle hatten voller Panik das Weite gesucht. Schützend zog James Ellison Savannah von dem regenerierenden T1001 weg. Lächelnd stand die wiederhergestellte Weaver schließlich vor ihnen.

Savannah riss sich los und ging langsam auf den ruhig dastehenden Terminator zu. „Wie ist das möglich? Du warst lieb zu mir, ich durfte auf deinem Schoß sitzen und Du hast mir vorgelesen. Wie kannst Du eine Maschine sein?"

„Frag deinen Freund John Connor." Catherine Weaver blickte in Johns Richtung und Savannah folgte dem Blick mit fragendem Gesichtsausdruck. „Seine Freundin ist eine

Maschine." Zu James Ellison gewandt fuhr sie Fort. „James wir müssen unseren John-Henry finden."

„John Henry ist auch hier!?" Savannah war herumgefahren und starrte Den T1001 ungläubig an.

„Frag John, er kann Dir Alles erklären, ich muss mit Mister Ellison reden." Daraufhin ergriff sie Ellison am Ärmel und zog ihn zur Seite.

Savannah ging auf John zu. „Ist das Alles wahr, ist Deine Freundin auch eine Maschine?"

John wusste zunächst nicht, was er erwidern sollte. Zudem war ihm schwindelig.

Erst ein Knuff von seiner Mutter in die Rippen löste seine Zunge, „Ja...,... äh, eigentlich ist sie nicht... Ich meine Cameron ist... Sie..." Seine Stimme versagte.

Savannah legte einen Arm auf seine Schulter. „Ganz ruhig John, wir sind Freunde seit ich klein war. Du hast mir das Schuhe zubinden beigebracht und mein Leben gerettet." Lächelnd sah sie John an.

„John-Henry, er hat ihre Chip gestohlen." Stieß John hervor. „ICH WILL SIE WIEDERHABEN!" Schmerzerfüllt mit Tränen in den Augen hatte er die letzten Worte heraus geschrieen bevor er in den Armen seiner Mutter zusammenbrach.

Kapitel 7

John erwachte aus seiner Bewusstlosigkeit mit dem Gefühl, einen bösen Traum gehabt zu haben. Als er die tränenverklebten Augen langsam öffnete sah er schattenhaft eine schlanke Frau über sich stehen.

„Cameron?" Kam krächzend aus seinem ausgetrockneten Mund.

„Du musst etwas trinken John Connor", sagte eine Stimme. Die Gestalt half ihm den Kopf anzuheben und flößte ihm dann aus einer Flasche etwas Wasser ein. Krampfhaft schluckte John das Wasser, bevor er übergangslos wieder einschlief.

Vor dem kleinen Bunkerraum standen Sarah Connor, James Ellison und Savannah Weaver.

„Dieses Mädchen...?" Sarah sah Ellison fragend an.

„Verblüffende Ähnlichkeit , nicht wahr?" Sarah nickte nur. „Sie ist eine Widerstandskämpferin, ihr Name ist Allison Young, 17 Jahre alt. Ich schätze, sie war die Vorlage für eure Maschine."

„Was ist mit Cameron, haben Sie Sie..." Wieder lies Sarah die Frage offen.

„Sie müsste noch in ihrem Versteck sein", entgegnete Ellison und zuckte mit den Schultern.

„Müsste? Warum haben Sie nicht nachgesehen?" Fragte Sarah entrüstet

„Ich bin doch nicht verrückt! Ich bräuchte eine Eskorte, um in die alten Tunnel unter dem Zeira Corp. Gebäude zu kommen. Wenn die Kämpfer mitkriegen, weshalb ich da runter gegangen bin... Ich bin hier der Geistliche und Savannah ist Ärztin aber das schützt uns nicht davor erschossen zu werden."

„Apropos Ärztin, was ist mit John?" Sagte Sarah sich Savannah zuwendend.

„Es ist eigentlich nichts, er ist einfach nur total erschöpft und leicht dehydriert. Ich finde es erstaunlich, wie lange er sich überhaupt aufrecht halten konnte. Er ist sehr stark." Sagte Savannah mit einem Lächeln.

Sarah warf einen seitlichen Blick auf die junge Frau. 'Schade', dachte sie, 'sie ist schon zu alt. Die hübsche Rothaarige wäre genau das richtige Heilmittel für John'. Ärgerlich schob sie den Gedanken bei Seite. Wieder musste sie an die Weaver, den T1001 denken.

Nachdem John einigermaßen sicher war, hat sie sich wieder auf die Suche nach diesem John-Henry gemacht. Sarah war sich noch immer nicht darüber im Klaren, was es mit dieser Terminator gegen Skynet Geschichte auf sich hat. Die Maschine war auch nicht bereit, mit Sarah darüber zu sprechen. Einzig John würde von ihr die Antworten bekommen, die er bräuchte, hatte sie gesagt.

In dem kleinen Raum klang ein Husten auf. Sofort ging Sarah zu John. „John, wie geht es Dir?"

„Ganz gut, nur hat Cam..." Er zögerte kurz. „...Allison versucht mich zu ertränken. Zumindest erinnere ich mich schwach daran."

„Sie hat Dir vorhin etwas Wasser gegeben. Woher kennst Du sie eigentlich?"

„Nun, äh, vor einiger Zeit hatte Camerons Chip eine Fehlfunktion. Sie hatte das Gedächtnis verloren. Als ich sie in einem Übergangsheim für Jugendliche aufgespürt hatte, war sie völlig verändert. Mom, sie war ein ganz normales Mädchen."

„Was meinst Du mit normal?" Fragte Sarah mit aufgerissenen Augen.

„Sie hat gelacht, Kicker gespielt und sie hatte Angst, als ich ihr gesagt habe, was sie ist."

Sarah sah John nachdenklich an. „John, ich verstehe, dass sie in manchen Momenten auf dich sagen wir mal Menschlich wirkt, aber das ist sie nicht, sie fühlt nichts, sie kann einfach nichts fühlen."

„Mom, ich habe es gesehen. Sie kann vielleicht mit ihrem Gesicht Gefühle imitieren, aber sie hatte wirklich Angst. Ich sah es in ihren Augen." Sagte John eindringliche.

„John , ihre Augen sind nicht echt, sie kann darin keine Gefühle zeigen." Auch Sarah hatte mit Nachdruck gesprochen.

„Mom, für mich sind sie echt, sie fühlt sich echt an. SIE IST ECHT!"

Bei seinen Worten war Sarah zurückgezuckt. „John gibt es da Etwas, was ich wissen sollte?"

„Mom, bevor wir dich befreit haben hat Cameron, wegen deines Krebses, nun sie hat mich...gebeten.. ihre Energiequelle zu überprüfen. Dazu hat sie... nun, wie auch immer, sie fühlt sich echt an. Ihre Haut ist warm und weich und sie ist wunderschön und... ich liebe sie." Die letzten Worte waren nur mehr ein Flüstern. Jetzt war es raus.

Seine Mutter kniete bewegungslos neben seinem Bett. Ein resignierender Blick traf John. „Ich hatte befürchtet, dass Du das sagen würdest. Ich hatte wenigstens gehofft, dass Du in ihr eine Art Schwester sehen würdest aber eigentlich wusste von Anfang an, dass Du sie liebst."

„Aber..."

„Ich glaube es war der Blick, den Du ihr zugeworfen hast, als sie in Unterwäsche durchs Haus lief. Mein kleiner Junge hatte schamvoll weggesehen, als ein hübsches Mädchen halbnackt an ihm vorbeilief. Welcher 16 jährige Teenager würde so etwas denn tun, wenn er nicht verliebt wäre. Dann war da noch später nach der Autobombe, als Du sie gegen meinen Willen wieder aktiviert hast und ich den schrecklichsten Moment meines Lebens hatte, als Du ihr die Waffe in die Hand drücktest. Ich weis nicht genau wie aber Du hast sie repariert."

„Mom, nein Mom, das habe ich nicht".

„Was meinst Du damit?" „Sie hat es mir gesagt, meine Reparaturversuche waren erfolglos. Sie hat mich nicht getötet weil..., ach ich weiß auch nicht."

Einige Sekunden lang war es still in dem kleinen Raum.

Sarah kämpfte einen stillen Kampf mit sich selbst. Mochte sie Cameron? Nein, na ja, Riley hatte sie noch weniger gemocht. Könnte sie akzeptieren dass Cameron und John... . Ärgerlich über sich selbst schüttelte sie den Gedanken wieder ab. „Wir müssen diesen John-Henry finden, dann holen wir ihren Chip zurück und dann sehen wir weiter."

John sah ihr in die Augen und erkannte das versprechen darin. „Danke Mom." Mit diesen Worten nahm John sie in die Arme.

Sarah begann zu lächeln. Das erste herzliche Lächeln seit langem. Sie hatte endlich ihren John wieder.

Kapitel 8

„METALL!" Der Ruf schallte durch die Räume des Bunkers. Gleichzeitig waren die ersten Schüsse zu hören. Sarah und John sprangen gleichzeitig auf und rannten zur Tür. Davor stand Allison mit Schreck geweiteten Augen während die Kugeln durch die Gegend flogen.

John griff nach Allisons Jacke und zog sie schnell in den Raum. „Bist Du OK.?" Allison sah ihn nur verständnislos an. Sarah überprüfte Allisons Kleidung nach Einschlägen oder Blut konnte aber nichts finden. Das Alles hatte nur Sekunden gedauert.

John und Sarah sahen wieder vorsichtig um die Ecke. Sie Konnten einen Terminator der 800er Reihe sehen, der mit zwei Automatikwaffen gleichzeitig den gesamten Bereich mit Geschossen bestrich. Hinter diesem war ein weiterer Terminator zu sehen. Dem Aussehen nach wohl ein 600er Modell. Seine Gummihaut hing in Fetzen von seinem Körper aber aufzuhalten war auch er nicht.

John sah sich vorsichtig um. Er konnte einige Soldaten sehen, darunter Derek und Kyle, die das Feuer erwiderten.

Plötzlich stieß Sarah John an und deutete in Richtung der Eindringlinge. Sie sahen Catherine Weaver aus einem Seitengang hervorkommen. Sie griff zuerst den T600 an, indem sie einfach nach seinem Kopf griff und durch eine beherzte Drehung von der Energiequelle im Rumpf trennte. Nachdem sie ihr Opfer lautlos hat zu Boden gleiten lassen, näherte sie sich dem T800er vorsichtig von hinten. Als sie nur noch einen Meter entfernt war sprang sie vor, griff nach der Maschine und stieß sie gegen die Wand. Dann streckte sie die Arme aus und ähnlich wie sie es mit dem T888 im Zeira Gebäude gemacht hatte, spießte sie den Terminator an beide Schultern auf, nagelte ihn damit an der Wand fest.

„John Connor!" rief sie, „Der Chip!" Der zappelnde Terminator hatte schon längst seine Munition verschossen und auch die Soldaten hatten das Feuer eingestellt. Völlig erstaunt sahen sie zu, wie John über den Gang lief, nach Dereks Gürtel griff, dessen Messer herauszog und schnell in Richtung der Beiden Maschinen lief.

„Ich komm nicht an ihn heran, solange er die Arme bewegen kann!" Rief John in Weavers Richtung. Sogleich trennten sich Teile ihrer Arme und bildeten Klammern, die nach den Armen des Terminators griffen.

Sogleich bückte John sich unter Weavers ‚Arme', Stützte sich auf beiden ab und drückte sich so in eine Position, in der er an die rechte Kopfseite der Maschine gelangen konnte.

Völlig sprachlos beobachteten die Widerstandskämpfer das Manöver.

John machte schnell einen x-förmigen Schnitt, klappte die falsche Haut zur Seite und hebelte den Portdeckel auf. „Ich brauche eine Zange!" Schrie John.

Sarah hatte damit gerechnet und mittlerweile etwas Passendes gefunden.

Als John mit der Zange nach dem Chip griff, gelang es dem Terminator den rechten Arm aus Weavers Umklammerung zu befreien. Mit einem hässlichen Geräusch brach der dünne Ausleger einfach ab, sodass der Terminator an seinen Kopf greifen konnte.

Bevor er Johns Hand greifen konnte hatte dieser den Chip entriegelt. Im selben Moment erstarben die Bewegungen der Maschine.



(ENDE Episode 3.01)
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