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Bilder von dir

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Derek Morgan Dr. Spencer Reid
14.03.2015
15.08.2015
23
21.770
15
Alle Kapitel
56 Reviews
Dieses Kapitel
8 Reviews
 
 
14.03.2015 1.031
 
Ich dachte ich wage mich einfach mal an ein neues Fandom. Dies ist meine erste CM-Geschichte. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

"Bilder von dir" ist ein Song von Laith Al-Deen.


Disclaimer: Die folgende Geschichte ist frei erfunden. Durch ihre Veröffentlichung wird keinerlei Gewinn erzielt. Die Figuren sind nur geliehen, alle Rechte liegen bei den Schöpfern / CBS.

Kurzbeschreibung: Bei der Einweihungsfeier zu Dereks gerade neu bezogenem Haus kochen alte Erinnerungen und allgegenwertige Gefühle hoch. Die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart verschwimmen, als ein Anruf Spencer zu einem frühen Rückzug zwingt. Was folgt sind schmerzliche Zeiten für alle Beteiligten, ohne dabei jedoch die Hoffnung auf ein Happy End aus den Augen zu verlieren. [Spencer Reid/Derek Morgan]

Bilder von dir

Kapitel 1 - Jello


Laute Musik begrüßte Spencer, bevor der Hausherr auch nur den Anflug einer Chance gehabt hätte ihr zuvorzukommen. Während er das Für und Wider eines Klingelns abwog, das sowieso niemand hören würde, öffnete sich die Tür von innen und Derek, der über das ganze Gesicht strahlte, stand vor ihm.

Spencer zog eine Braue nach oben. Hatte der andere Profiler etwa hier auf ihn gelauert, ihn gar durch den Türspion beobachtet oder einfach nur auf die Tatsache vertraut, dass er genau zur angegebenen Zeit hier auftauchen würde? Er hoffte inständig, dass Derek nicht mitbekommen hatte, das er bereits einige Minuten hier gestanden und gewartet hatte, um genau 20:00 Uhr einzutreffen.

„Pünktlich wie ein Uhrwerk“, zwinkerte Derek, bevor er seinen jüngeren Teamkollegen und langjährigen besten Freund hereinwinkte, um dessen Abneigung bezüglich Händeschütteln wissend und darauf wartend, ob er eine der seltenen Umarmungen abstauben konnte, die jedoch von Reid initiiert werden mussten.

Spencer wirkte seit ein paar Wochen angespannt, saß wie auf glühenden Kohlen, dachte es wäre unbemerkt geblieben – doch Derek war es aufgefallen, da er mehr denn je ein Auge auf in geworfen hatte. Er hoffte den jüngeren dadurch, dass sie privat wieder mehr Zeit miteinander verbrachten, die Sicherheit signalisieren zu können, welche dieser benötigte, um sich ihm baldmöglichst anzuvertrauen.

Der Doktor streckte ihm die Zunge heraus, seine Arme verschränkte er parallel vor der Brust, die gewohnte Abwehr- und Schutzhaltung einnehmend.

„Danke für die Einladung“, sagte er schließlich, ein Lächeln andeutend.

„Hätte dich fast nicht erkannt“, erwiderte Derek, bevor er Spencers Erscheinungsbild von oben nach unten mit Blicken nachzeichnete, was diesen erröten ließ.

Der jüngere trug seine Brille, etwas das schon länger nicht mehr vorgekommen war, sich aber hin und wieder nicht vermeiden ließ, wenn sich seine Augen nach etwas Entspannung sehnten, da er ihnen wieder einmal zu viel Lesestoff zugemutet hatte. Zwei verschiedenfarbige Hosenträger, die hervorragend mit den unterschiedlich farbigen Socken harmonierten, spannten sich über schmale Schultern. Er selbst ordnete es dem Faktor der Bequemlichkeit zu, dass er sie über seinem Hemd trug und nutzte sie aus, um die Tatsache zu kaschieren, dass er seinen Gürtel nicht hatten finden können. Die Mädels der Runde würden es unterdessen einfach als stylisch durchgehen lassen. Die allgegenwertige Umhängetasche durfte natürlich auch nicht fehlen.

„Sagtest du nicht etwas von einem netten kleinen Beisammensein?“, erinnerte ihn Spencer, während er durch den Flur zu den davon abgehenden Zimmern spähte, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen.

„Das hab ich nur gesagt, weil ich wusste, dass du nicht kommst, wenn ich Party in einem Satz mit deinem Namen verwende“, erklärte Derek schmunzelnd, woraufhin ihn Spencer mit einem eindeutigen Blick über die Ränder seiner Brille hinweg bedachte.

„Zumindest wenn es nicht im Zusammenhang mit Geburtstag vorkommt“, grenzte Morgan ein, an die verschiedenen Gelegenheiten denkend, an denen Spencer diese Feierlichkeit bei der Arbeit über sich hatte ergehen lassen dürfen.

„Krieg ich die Tour oder muss ich hier irgendwo eine Nummer ziehen?“, fragte Spencer, mit gezielten Armbewegungen die Gesamtheit des Hauses einschließend.

Morgan nickte, einen Daumen für die Nr.1 in die Höhe reckend.

Nach einer kurzen Begrüßung der anderen Teammitglieder und gegebenenfalls deren Partner, am Nachmittag waren sie nach einer Woche Abwesenheit wegen eines Falles wieder in Quantico gelandet, die im Wohnzimmer in kleinen Gruppen zusammenstanden und sich dank heruntergedrehter Musik nun auch in normaler Lautstärke unterhalten konnten oder über das kalte Buffet hermachten, führte Derek den jüngeren zunächst in die einladend ausladende Küche.

Mit intensiven Blicken betrachtete Spencer jedes noch so kleine Detail, um es seiner mentalen Karte hinzuzufügen, für spätere Verwendung zu speichern.

„Du kannst die Schränke auch öffnen, nur falls der Röntgenblick heute nicht funktioniert“, witzelte Derek, während Spencer die Chance nutzte, um einen Blick in den Kühlschrank zu werfen.

„Nichts nach deinem Geschmack auf dem Buffet, Pretty Boy?“

„Ich wollte nur eine Theorie überprüfen“, erwiderte dieser, bevor ein ganz bestimmter Konsumgegenstand seine Aufmerksamkeit auf sich zog.

„Erwischt“, murmelte Morgan, der es gesehen hatte, die Frage nach der Theorie, welcher Spencer hatte auf den Grund gehen wollen, längst vergessen.

„Götterspeise“, stellte Reid unterdessen fest, wobei seine Augen leuchteten und beide Parteien automatisch an ein bestimmtes Ereignis zurückdachten.

„Ich dachte, falls du Lust darauf hast, bin ich wenigstens vorbereitet, so als guter Gastgeber“, erklärte Derek.

Spencer nahm einen der Becher in die Hand, um sie genauer zu studieren.

„Der hier ist mehrere Monate über dem Verfallsdatum“, stellte er dann fest, drehte sich mit einer unausgesprochenen Frage in den Augen zu ihm um.

Sanft nahm ihm Derek den Becher aus der Hand, stellte ihn zurück in den Kühlschrank, schloss die Tür, um sich dann von außen dagegen zu lehnen.

„Das Ganze erinnert mich daran, dass ic- wir dich beinah verloren haben und spornt mich an, jeden Tag noch ein bisschen besser auf dich aufzupassen“, gestand er schließlich in einem rar gewordenen Augenblick der Offenheit.

In gewisser Weise spielte er somit den Ball in Spencers Hälfte, der nun entscheiden konnte, wie er damit umgehen wollte. Schließlich flirteten sie schon seit Monaten, gar Jahren, wenn man ehrlich war - zumindest auf Dereks Seite. Spencer war einfach nur Spencer - dem Tatsachen zuweilen zu bewusst waren, der andererseits in Sachen zwischenmenschlicher Interaktionen an mancher Stelle an seine Grenzen stieß und auf dieser Ebene keine subtilen Hinweise zu verstehen schien oder dies absichtlich vermied.

Spencer schwieg zunächst, schluckte dann heftig gegen die trockene Kehle an, die sich ihm zugeschnürt hatte, bevor die allgegenwertige Informationsflut bezüglich eines Teilaspekts dessen folgte, dass Morgans Worte in seinem Kopf auslöst hatten.
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