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Riddick and Kyra

von Svahara
GeschichteSci-Fi, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Aereon Jack B. Badd / Kyra Richard B. Riddick
12.03.2015
05.06.2016
24
69.087
9
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Dieses Kapitel
5 Reviews
 
 
12.03.2015 2.897
 
>> Ich habe nie verwunden, dass die Chroniken eines Kriegers, wie eigentlich geplant, aus finanziellen Gründen nicht weiter verfilmt wurden. So habe ich mich entschlossen eine eigene Geschichte, die sich besonders um die Beziehung zwischen Riddick und Kyra dreht, weiter zu schreiben. Das große Universum mit den Necromongern, hätte ich gern auch weiter fabuliert, da ich aber besser in Lovestorys bin, als in Action, wird es erstmal etwas kleiner bleiben. Ich erhebe nicht den Anspruch auf lupenreine Grammatik, dafür gibt es Lektoren, die das beruflich machen, mein Job ist ein anderer, viel erfüllenderer ;-)
Ich schreibe einfach aus Spaß an der Sache und teile meine Storys hier, um anderen ebenfalls eine Freude zu bereiten. Wenns gefällt, gern ein Sternchen, Favo oder Kommi hinterlassen, denn geteilte Freude ist doppelte. Für gute Ideen bin auch auch immer offen. Zur Einstimmung ist hier für dich ein wunderbarer kleiner Rückblick was bisher geschah https://www.youtube.com/watch?v=WvV1ytnvBMQ
Ich behalte mir vor, Dinge im Riddick Universum, neu oder anders zu erfinden.
GLG Svahara <<<

Im Dunkeln der Nacht

Riddick schlug die Augen auf. Es war dunkel in seiner Kajüte auf dem alten Starcruizer, aber er sah genauso gut als wären die Tageslicht-LED´s in den Wänden bereits angesprungen.
Ein Geräusch hatte ihn geweckt. Leise hörte er wiederholt ein angstvolles Keuchen, als litte jemand unter starken Schmerzen. Kyra, die nebenan schlief, hatte wieder Alpträume, wie fast jede Nacht seit er sie vor einigen Wochen aus dem Underverse zurückgeholt hatte, oder zumindest den Teil der so etwas wie ihr energetisches Selbst gewesen war. Danach zeigte ihr toter Körper überraschender weise wieder schwache Vitalfunktionen und er hatte sie zu einer natrixanischen Ärztin gebracht, die keine Fragen stellte, ihm einen Kredit auf die Behandlung gewährte und Kyra durch eine Behandlung mit Nanobots schnell wieder hin bekommen hatte. Zumindest physisch.

Kyra weigerte sich über ihre Erlebnisse im Underverse zu sprechen, aber in Nächten wie diesen spürte Riddick deutlich, dass es keine so glorreiche Zeit gewesen sein konnte, wie die Necromonger immer propagandiert hatten.
Ihr Atmen ging schneller und das Stöhnen wurde lauter.
"Nein nicht!....... lasst mich..lasst mich!...Riddick...wo bist du?"  

Eigentlich wollte er liegen bleiben, er konnte ihr ja doch nicht helfen.
Eine Weile war es unnatürlich still, dann hörte er ein Flüstern. "Verlass mich mich nicht, RIDDICK......Bitte!“

Etwas kratzte unangenehm an den gut isolierten Wänden in seinem Inneren. Das vermochte bisher nur eine Person und die wälzte sich gerade nur wenige Meter von ihm entfernt in ihrem Bett unruhig hin und her.
Da fiel etwas krachend zu Boden und splitterte, doch Kyra schien noch immer nicht erwacht zu sein, denn weiterhin hörte er ihr schmerzerfülltes Wimmern.
Seufzend sprang er in seine schwarzen Cargohosen und legte die Hand auf den Türsensor, worauf diese mit einem elektronischen Schnalzen aufschob. Barfuß lief er wenige Meter nach rechts, den nur schwach von der Notbeleuchtung erhellten Flur entlang und trat ohne anzuklopfen in Kyras Zimmer. Kurz bemerkte er, dass sie nicht abgeschlossen hatte, aber wozu auch? Auf dem Starcruizer waren ja nur sie beide.

Ihre Kajüte roch sinnlich nach ihrem Schweiss. Diesen einen Geruch hätte er unter Millionen erkennen können. Die Nachttischleuchte war offenbar zu Boden gefallen und ihr Glasschirm zerbrochen. Riddick ging zu dem Bett und sah auf die junge Frau hinab. Er konnte es noch immer nicht fassen, dass sie wieder lebte. Es war klug gewesen ihren Körper in Kryostase zu legen. Manche hätten das als blanken Unsinn oder gar Verrücktheit abgetan eine Leiche aufzubewahren, wenn sie den Mut gehabt hätten es ihm zu sagen, aber sein Instinkt hatte wieder einmal recht behalten.

Erneut stöhnte sie auf und trat die, ohnehin fast schon halb aus dem Bett gefallende Decke mit ihren Füßen. Sie trug nur einen schmalen schwarzen Slip und ein weisses Top, das sich hochgeschoben hatte, so dass er ihren nackten Bauch sehen konnte, der genau wie der Rest ihres makellosen Körpers vor Schweiss glänzte. Einige Strähnen ihrer braunen Locken klebten an Hals und Gesicht, dass sie unruhig hin und her warf.

"Riddick .....!" flehte sie undeutlich und krampfte immer wider ihre Hände zu Fäusten.
Er kniete sich neben sie und berührte ihre Schulter.
"Wach auf!"
Keine Reaktion. Er rüttelte sie etwas grober.
"Kyra wach auf, es ist nur ein Traum."

Plötzlich schlug sie die Augen auf und starrte über ihn blicklos ins Dunkel, da sie ihn nicht sehen konnte. Blitzschnell packte sie intuitiv seine linke Hand und wollte mit der anderen dem unsichtbaren Gegner offenbar ins Gesicht schlagen.
Mühelos fing er ihre Faust mit der Rechten ab und fixierte diese auf dem Laken neben ihr. Langsam löste er seine Hand aus ihren Griff, hob die Nachttischlampe wieder auf dem Absatz neben dem Bett und tippte auf den Metallfuß. Sofort flutete für seine Augen schmerzhaft helles Licht den Raum.

"Ich bin es, Riddick!"


***

Schwer atmend blickte Kyra auf den massigen, bloßen Männerkörper, der über ihr im Halbdunkel aufragte und blickte verdutzt in die, wegen der Helligkeit, heftig blinzelnden Augen ihres Retters.
"Riddick? Was machst du hier?"

Ehe er antwortete richtete er sich auf und dimmte die Lampe wieder etwas runter.
"Ich höre dich fast jede Nacht, wie du im Schlaf sprichst. Worum geht es in deinen Träumen?“

Kyra sah nachdenklich auf seinen nackten, muskulösen Oberkörper und wurde sich mit einem mal bewusst, wie wenig sie selbst anhatte.
Fahrig zupfte sie an ihrem alten verwaschenen Tanktop in dem kläglichen Versuch, dass sich nicht soviel von ihren Brüsten darin abzeichnete.
"Ich … ich kann nicht darüber reden. Ich muss was trinken."  Hastig rutschte sie zum Fußende an Riddick vorbei, der immer noch neben ihren Bett hockte und ging ins Bad.

***

Wortlos schaute er ihr hinterher. Ihre knappen Panties gestatteten ihm einen Blick auf ihr ansehnliches Hinterteil. Riddick schaute weg, es fiel ihm zunehmend schwer Kyras Weiblichkeit zu ignorieren. Sie war längst kein kleines Mädchen mehr, aber das war ihm auf Crematoria schon aufgefallen.

Er hörte den Wasserhahn und spürte, wie sie zurück zum Bett kam. In ihre Decke gewickelt hockte sie sich an das Kopfteil und Riddick wusste nicht, ob er erleichtert sein sollte oder es bedauern.
Er sah auf die Uhr im Display an der Wand. "Schlaf noch etwas." Er richtete sich auf und ging zur Tür.

***

Abwesend sah ihm Kyra hinterher. Als er die Tür geöffnet hatte und fast durch war, überkam sie erneut eine irrationale Furcht, als drohe durch seine Abwesenheit das Underverse mit seinen furchtbaren Dämonen in ihre Kajüte zurück zu kehren.

"Riddick?"
Wortlos drehte er sich um und seine Augen reflektierten opalisierend das schwache Licht.

"Kannst ....." , sie räusperte sich, weil ihre Stimme mit einem Mal kratzig klang, "Kannst du noch etwas bleiben? Nur solange bis ich wieder eingeschlafen bin?“

Eine Moment verharrte er, dann drehte er sich um und schloss die Tür wieder.
Seufzend lies er sich in den Sessel neben dem Bad, ihrem Bett gegenüber nieder und betrachtete sie mit seinen einzigartig schimmernden Augen.

Wie er dort so saß, aufmerksam und stark wie ein mächtiges Raubtier, fand Kyra plötzlich, dass sie noch nie etwas Schöneres gesehen hatte. Ein beinah unerträglich starkes Gefühl, das sie nicht recht einordnen konnte, zog schmerzhaft in ihrem Innern. Langsam legte sie sich hin und schloss die Augen, doch immer wieder wenn sie kurz davor war einzuschlafen, riss sie sie wieder auf, nur um sich zu versichern, dass er noch da war.

***

Es mochten Stunden vergangen sein, als die Tageslichtsensoren wieder hochfuhren und einen neuen Tag simulierten. Langsam schlug Kyra die Augen auf. Das erste Mal seit vielen Tagen fühlte sie sich erholt.
Sofort sah sie zu dem Sessel hinüber und konnte es nicht fassen, als sie Riddick immer noch dort sitzend vorfand. Sein Kopf war an die Wand hinter ihm gelehnt, seine Augen geschlossen. Vorsichtig schlug Kyra ihre Decke zurück, da flogen seine Augenlieder hoch und sie verharrte Augenblicklich. Langsam richtete er sich auf und ließ seine Nackenwirbel beeindruckend knacken.

"Hast du etwa die ganze Nacht dort gesessen?"

"Offensichtlich. Bilde dir aber bloß nicht ein, dass ich das jetzt immer so machen werde" , mit diesen Worten stand er auf um ihr Zimmer zu verlassen.

"Krass, dass du in der Haltung überhaupt schlafen konntest" , bemerkte sie bewundernd.

"Wenn du ständig auf der Flucht bist, kannst du irgendwann in jeder Position schlafen."

"Gut, dass das nun vorbei ist, oder?"

Riddick hielt inne, drehte sich aber nicht um. Er hatte ihr erzählt, dass die Necromonger und der Rest des bekannten Universums wahrscheinlich glaubten, dass er es nicht überlebt hatte, weil er eine Woche im Underverse verbracht hatte ohne Kontakt zum Mutterschiff und sie sich nun ebenfalls dort befanden auf der Suche nach ihm. Nachdem sich der Riss in den Dimensionen hinter ihm und Kyra aus unerfindlichen Gründen wieder geschlossen hatte, waren sie die Necromonger vermutlich los. Doch das war keine Garantie. Außerdem wurde er immer noch von der Justiz der vereinten Planeten gesucht.
"Wir werden sehn."


***                      

Kyra stand in der Kombüse am Ende des Flurs und shakte Milchpulver mit Wasser auf, um es sich anschließend auf die instant Getreideflocken zu gießen, die sie in einer der Schränke gefunden hatte, da hörte sie Riddick ihren Namen rufen. Sein Ton begann dabei auf der ersten Silbe etwas tiefer, was ein untrügliches Zeichen dafür war, dass es Ärger gab. Sie stellte die Milch ab und ging in Richtung des Rufens, als sie Riddick erneut hörte "Kyra!" nun klang die erste Silbe höher als die Zweite. Das hieß, dass er langsam die Geduld verlor, weil sie immer noch nicht geantwortet hatte.
Sie grinste in sich hinein, als sie zum Cockpit lief aus dem die tiefe Stimme kam. Schnell durchquerte sie den Aufzug, dessen gegenüberliegende Türen meist offenstanden, um so einen direkten Zugang zum vorderen Bereich des Schiffes zu ermöglichen.
Sie fand ihn auf dem Pilotensitz über die Anzeigen gebeugt, wie er entnervt immer wieder Zahlen in den Hauptrechner eingab.

"Was ist?" , fragte sie über seine Schulter gebeugt.

"Wir haben ein Problem. Als ich das Schiff von den Necromongern stahl, war es bereits zur Hälfte ausgeschlachtet und ich hatte nicht mehr die Zeit es vollständig auszurüsten. Durch den Umweg über die Medi-Station fehlt uns nun die nötige Energie, um die nächste Raumstation zu erreichen.“

"Hm, wir könnten unter Lichtgeschwindigkeit fliegen dann reicht sie länger."

"Das habe ich bereits gecheckt, dann bräuchten wir im besten Fall sechs Wochen anstatt fünf Tage und Sauerstoff wie Proviant reichen vielleicht noch für anderthalb Wochen."

"Was ist wenn wir mit Autopilot fliegen und in Kälteschlaf gehen? Dann verbrauchen wir kaum Sauerstoff und keine Nahrung.“

"Kein Stickstoff mehr an Bord, den haben ebenfalls die Necros."

***

Kyra ließ sich seufzend neben ihn auf den Co-Piloten Sessel nieder.    
"Du willst mir sagen, dass du mir den Hintern aus all dem Scheiss gerettet hast, nur damit wir jetzt verhungern?"

"Oder ersticken, je nach dem was zuerst kommt."

Riddick sah ihr nicht ins Gesicht. Es war sonst nicht seine Art, nicht alles genau vorher zu planen, aber als es um ihr Leben ging, hatte er andere Prioritäten gesetzt und nun würde es ihr beider Leben kosten.

"Gibt es keine andere Möglichkeit, z.b. Planeten oder Raumstationen die näher liegen?"

"Nein, das habe ich bereits alles gecheckt. Nichts brauchbares dabei. Wir sind hier am Arsch der Galaxis."

"Okaaay...hmmm ........warte, was ist wenn wir die künstliche Schwerkraft und die Lebenserhaltungssysteme unten in den Laderäumen ausschalten, dann hätte der Antrieb mehr Energie. Könnte das reichen?"

Riddick sah Kyra an, trotz ihrer Jugend von gerade mal 19 Jahren hatte sie einen scharfen Verstand und offenbar einiges bei den Mercs gelernt. Er widmete sich dem Computer. Immer wieder ging er das Menü der Systemsteuerung durch, doch er fand nicht was er suchte. Wütend schlug er neben die Schaltfläche.

"Verdammt. Es gibt keine Möglichkeit die Systeme separat zu schalten."

"Doch die gibt es, man muss nur die Sicherungen unten auf dem Deck rausdrehen."
Grinsend sah sie ihn an und er betrachtete abschätzend ihr strahlendes Gesicht.

"Das könnte gehen."

***

Wieder einmal war Riddick unbeabsichtigt in Betrachtungen von Kyras Rückseite versunken. Sie hatte einen Stiefel weiter oben auf ein Rohr gestellt um sich abzustützen, während sie in den Kabeln hinter der offenen Schiffswand neben Laderaum 2 wühlte.
Einladend streckte sich ihr Hintern prall in ihrem olivgrünen Cargos entgegen. Als er sie auf Crematoria gefunden hatte, war sie fast verhungert gewesen. Die Zeit auf dem Schiff hatte ihr gut getan und sie hatte ein paar Kilos zugelegt, die nun ihre weiblichen Rundungen ansehnlich betonten.
Riddick fuhr sich über den kahlrasierten Schädel und wünschte, er hätte sich in der Zeit auf dem Necromongermutterschiff als Lord Marshall doch erlaubt, sich mit der ein oder anderen seiner Gespielinnen zu vergnügen, aber nach Kyras Tod hatte er alles andere als Lust auf Sex gehabt. Es hatte ihn überraschend schwer getroffen. Die Jahre davor war er auf einem Eisplaneten gewesen, auf dem es kein anderes menschliches Wesen gegeben hatte. Er konnte sich nicht mal mehr erinnern, wann er das letzt mal... war das nicht auf?...

"Verdammt, diese Kackschraube sitzt total fest, gib mir mal den Laser."
Riddick bückte sich und gab ihr das entsprechende Werkzeug.

"Vielleicht, solltest du mich mal..."

"Vielen Dank, aber ich kann das selbst. Ich muss das Gewinde nur etwas erhitzen, dann wirds schon gehen" , unterbrach sie ihn entnervt. Unwillkürlich musste er grinsen, weil sie fast so scheiss stur, wie er war.

Plötzlich ging das Licht aus und Riddick schwebte langsam in die Höhe, als mit dem Licht auch die künstliche Schwerkraft ausfiel. Sie hatte es offenbar geschafft. Er schob seine Brille hoch, packte ihren in der Luft schwebenden Fuß und dann ihre Kniekehle um nicht davon zu driften. Einen kurzen Moment verharrte seine Hand über ihrem Hintern dann packte er ihren Gürtel und zog sich an ihr hoch, an die Kante der offenen Wand. Er versteifte die Muskeln bis zu den Beinen und brachte somit sich und Kyra, die vor seinem Körper schwerelos hin und her schwebte in eine aufrechte Position.

"Fertig?"

"Noch nicht ganz. Ich muss noch die Notversorgung für den Aufzug freischalten, damit wir wieder aufs Oberdeck kommen. Moment..... ich brauch dazu beide Hände. Halt mich mal fest."

Riddick umfasste Kyras schmale Taillie mit der linken und zog sie an seinen Körper, dabei nahm er überdeutlich ihrem Geruch wahr. Sie roch gut. Viel zu gut.

***

Kyra schaltete den Laser an, um zu sehen welches Kabel sie wieder an die Hauptleitung anschließen musste. Links neben ihrem Gesicht wölbte sich Riddicks beachtlicher Bizeps an der offenen Lukenwand und an ihrem ganzen Rücken spürte sie seinen kraftvollen Körper. Rapide stieg ihr Puls in die Höhe. Sie schloss die Augen um kurz durch zu atmen.

"Alles klar?“

Allein diese unverwechselbar tiefe Stimme, die stets gewisse Stellen in ihrem Körper in Vibration zu versetzen schien, könnte sie schon zum Höhepunkt bringen, wenn er ihr nur lange genug aus der Bedingungsanleitung des Starcruizers vorlas, dachte sie verdrossen.

"Ja, ich überlege nur welches das richtige von den Kabeln ist" , log sie. Was hätte sie auch sagen sollen; ich versuch grad darauf klar zu kommen, dass ich rattenscharf auf dich bin?
Das hatte eh keinen Sinn, denn Riddick sah in ihr offenbar nichts als ein Neutrum, allerhöchstens so etwas wie eine Art kleine Schwester, der froh war wenn er den Ballast wieder irgendwo zurücklassen konnte. Es lohnte nicht, sich mehr auszumalen.

Als die Notbeleuchtung im Aufzug anging, steckte sie das Werkzeug in ihre seitlichen Hosentaschen und drehte den Kopf zu Riddick um.

„Was ist? Ich bin fertig, lass mich los!"

Seine Hand zog etwas langsamer als nötig über ihren Bauch, bevor er sie freigab. Kyra fragte sich verärgert, ob das nun unbedingt nötig gewesen war und schubste ihn von sich. Sie stieß sich mit den Beinen von der Wand ab und flog auf den Aufzug zu. Auf diese Art von Scherze stand sie überhaupt nicht.


***                    

"Wie lange reicht der Antrieb jetzt?" Sie waren wieder im Cockpit und vor Riddicks Gesicht liefen gerade Zahlenreihen zu Ende.

"Laut BorcComputer haben wir nun 9 Tage. Das könnte gerade reichen."

"Na gut dann wäre es ja geschafft. Ich seh mich mal nach einer Beschäftigung für die nächste Zeit um, sonst werd ich irre."

Schmunzelnd sah er ihr hinter her. Täuschte er sich oder war sie auf der Flucht vor ihm? Und wohin wollte sie gehen? Ihr Bewegungsradius hatte sich auf die Hälfte des Schiffes reduziert und das war nicht mehr viel, außer ihren Räumen und der Kombüse gab es nur noch zwei weitere Mannschaftskajüten, die zur Zeit unbenutzt waren und von denen bei einer die Hygieneeinheit defekt war.
Da wurde ihm bewusst, dass er genauso mit mit ihr hier eingesperrt war und bestimmte körperliche Aktivitäten in Bezug auf sie für ihn ein No-Go waren.

Scheisse, er würde wohl heute mal ausgedehnter Duschen müssen. Sehr ausgedehnt! Immerhin hatte der Starcruizer 6010 schon eine eigene Wasseraufbereitungsanlage, so dass sie sich um zu schnellen Wasserverlust erst einmal keine Sorgen machen mussten.
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