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★Lυllαby ★

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Familie / P12 / MaleSlash
Dr. Helen Magnus Nikola Tesla
12.03.2015
22.04.2015
26
67.876
6
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19.04.2015 2.408
 
Kaum hatte er die Tür geöffnet, wehte ihm ein heftiger Windstoß entgegen.
Seine Augen mussten sich zunächst erst an die grellen, hellen Sonnenstrahlen gewöhnen, welche von oben schonungslos auf den Abnormen herab schienen.
Ein saphirblauer, klarer, von einzelnen, watteähnlichen Wolken bedeckter Himmel, erstreckte sich  sogleich über seinem Haupt.
Das mit Glaselementen versehene, asphaltierte Dach des Gebäudes, welches einem Parkhausdeck ähnelte, war gut überschaubar.
Es enthielt einen Hubschrauberlandeplatz und war auf den ersten Blick nur durch die Tür, durch die er gekommen war betretbar.
Eine kreisrund nach unten verlaufende Feuertreppe, welche am kuppelförmigen Rand der Brüstung auftauchte, schien der einzige, alternative Fluchtweg zu sein.
In der Ferne, drang das Geräusch eines sich nähernden Helikopters, gemischt mit dem stetigen Ton von gegen die Brandung schlagenden Wellen, an seine Ohren.
Nikola riskierte einen flüchtigen Blick und schaute sich gespannt, sowie mit wild schlagendem Herzen um.
Da war nichts, außer der azurblaue Ozean, ein schwindelerregendes, mit dem Unterschlupf verschmelzendes Felsplateau und ein atemberaubend-schöner Sandstrand, von dem sich auf dem steinernen, funkelnden Untergrund, ab und zu immergrüne Palmen abhoben.
Umgehend fiel ihm die Frau mit dem raspelkurzen, strohblonden, fast ins Weiß-Graue übergehenden Haar, dem teuren Buisness-Kostüm, dem hellen, makellosen Teint und den schwarzen High-Heels auf, welche nicht weit von ihm entfernt stand und ihn feindselig anstarrte.
Sie hatte das Kleinkind in ihrer Gewalt und hielt ihm mit ihren perfekt manikürten, purpurrot lackierten Fingernägeln, ein langes, gezacktes, blutbeschmiertes Messer an den Hals.
Kalter Stahl, blitzte unheilverkündend und gefährlich, im Licht der auf sie herunter knallenden Sonne auf.
Einer der beiden angeheuerten und bewaffneten Personenschützer, lag von Kates Kugeln getroffen, verletzt und vollkommen kampfunfähig, direkt neben dem Schwarzhaarigen, einen Meter neben der Tür.
Der Zweite brach gerade stöhnend und sich seine Brust hebend, neben der Geschäftsfrau, welche ihn nicht mal eines Blickes würdigte, zusammen.
Ein hasserfülltes, nicht menschliches Knurren, verließ die Kehle des in Smiljan geborenen Mannes, welcher sich mit ausgefahrenen Fangzähnen und rasiermesserscharfen, krallenähnlichen Fingernägeln, kampfbereit vor seiner Feindin aufbaute.
Die menschliche Miniaturausgabe mit dem süßen Puppengesicht und dem zierlichen, schlanken, in ein verdrecktes, blütenweißes Kleid gehüllten Kinderkörper, saß bitterlich schluchzend auf der Hüfte der Schwarzmarkt-Händlerin.
Sie schlug verzweifelt und vollkommen verängstigt um sich, schrie und versuchte vergebens, sich aus ihrem festen Griff zu befreien.
Ihre Beinchen strampelten wild.
Die Klinge der Stichwaffe drückte sich unangenehm an ihren Hals und berührte dort schmerzhaft ihre elfenbeinfarbene, weiche Haut.
Kastanienbraune Augen, fanden den Weg zu silber-grauen, kobaltblauen.
Eine seichte Briese, wirbelte ihr langes, ebenholzschwarzes Lockenhaar auf, welches das tränengezeichnete, blasse Gesicht umrahmte.
"Keine Bewegung! Wenn Sie mir auch nur einen Schritt zu nahe kommen oder es wagen sollten, mich anzugreifen, schneide ich dem Gör den Hals durch! Ich warne Sie, bleiben Sie schön brav da stehen!" sprach Dianna ihre Drohung aus und verstärkte demonstrativ ihren Druck auf die scharfe Waffe.
Aris Weinen wurde immer lauter.
Sie schluckte schwer, als sich der Stahl immer fester an ihre Kehle drückte.
Angespannt und innerlich fluchend, ruhte der Klavierspieler fügsam auf seinem Platz.
Er hielt es kaum aus, die Vierjährige in der Gewalt der skrupellosen, eiskalten und unberechenbaren Dame zu wissen.
"Gib Ruhe, du dämliches, nervendes Balg! Und hör verdammt nochmal auf, so zu zappeln!" fuhr Whitrows das Mädchen lautstark an.
Danach krallte sie die Nägel ihrer anderen Hand, mit der sie die Geisel festhielt, gewaltsam in das nackte Fleisch und beobachtete zufrieden, wie der Winzling, welcher augenblicklich in seinen derzeitigen Bewegungen inne hielt und den Protest zitternd unterbrach, lammfromm verstummte.
Ein kaum hörbares, flüsterndes Wimmern, kam von dem eingeschüchterten, hilflosen Sprössling, welche gepeinigt das Gesicht verzog.

"Sie wiederlicher Abschaum! Hören Sie sofort auf, ihr weh zutun! Setzen Sie das Kind auf der Stelle auf den Boden und lassen Sie sie laufen! Dann verspreche ich Ihnen, dass ich Sie schnell und möglichst wenig schmerzhaft töten werde! Andernfalls, garantiere ich für nichts. Sie machen mir keine Angst und drohen, lasse ich mir schon gar nicht, Schätzchen! Ich bin schneller, als alle ihre Leute zusammen und überaus geschickt mit meinen Händen, wie Sie sehen können. Ich habe Ramón, der glaube ich, zu ihrer Elite-Einheit gehört hat, mit einem einzigen Hieb, den Kopf von seinen Schultern getrennt. Niemand wird mich davon abhalten, das Kind mitzunehmen. Wenn Sie also vermeiden wollen, dass ich mich Ihnen in den nächsten Sekunden nähere und entweder den Hals durchbeiße oder Sie enthaupte, noch bevor Sie sich wehren können oder überhaupt dazu kommen, die Kleine zu verletzen, sollten Sie besser kooperieren. Es ist vorbei, Lady! Sehen Sie es endlich ein!" kam es kompromisslos von Tesla, welcher unaufhaltsam, selbstsicher und von einer rasenden Wut gepackt, mit langsamen Schritten auf die Kriminelle zuging.
Unsicher, nervös und mit Schweißperlen auf der Stirn, wich das Firmen-Oberhaupt zurück und trat immer weiter mit ihrem wehrlosen Opfer auf den Rand des Dachs zu.
Unruhig und erwartungsvoll, suchte sie den Luftraum ihrer Umgebung ab, jedoch nicht, ohne den über 150-Jahre alten Adamssohn aus den Augen zu lassen.
"Stopp! Bleiben Sie stehen! Verflucht! Wer und was zum Teufel sind Sie überhaupt? Gehören Sie zum Sanctuary? Und warum ist Ihnen dieses Balg so wichtig?  Wenn Sie auf den Lichtbringer aus sind, muss ich Sie leider enttäuschen. Er stirbt, genauso wie der unbedeutende Wirt hier in meinen Händen. Hören Sie: Das Gebäude wird in nicht mal fünf Minuten in die Luft gehen! Ich an ihrer Stelle, würde schnellstens zusehen, dass ich von hier verschwinde! Tut mir leid, aber diese todgeweihte, kleine Mistkröte, ist mein Ticket in die Freiheit. Niemand wird mir was tun, solange sie mein Schutzschild ist. Hier wird gleich ein Hubschrauber aufkreuzen und mich abholen. Ich werde hier alle mal lebend rauskommen und mein Werk woanders fortsetzen. Ihr könnt mich nicht aufhalten!" sagte die Vorsitzende der SCAS&H Corporation sicher und mit einem wahnsinnigen, diabolischen Grinsen.
Ihre eisblauen Augen funkelten entschlossen.
Der bekannte Lärm von sich drehenden Rotorblättern war allmählich immer deutlicher zu hören.
Plötzlich tauchte aus den Wolken ein heller Punkt auf, welcher sich mit einem rasanten Tempo näherte.
Ein dunkelblauer Helikopter, bewegte sich auf die beiden zu und kreiste nun, immer weiter an Höhe verlierend, über ihrer Position.
"Na endlich! Wurde ja auch mal Zeit!" entfuhr es der Blondine erleichtert.
Der Hobby-Pianist ignorierte das Fluggefährt.
Selbst als die Tür aufging und auf ihn geschossen wurde, blieb er ruhig und schritt weiter auf seine Gegenspielerin und die ängstliche Heranwachsende zu.
Zuerst triumphierend und siegessicher, eilte Whitrows mit Ari im Schlepptau, auf das Transportmittel zu.
Doch noch ehe die Blondhaarige, welche sich sicher war, dass ihr lästiger Verfolger von ihren Verbündeten, mittels gezielter Schüsse ausgeschaltet wurde, einen Fuß über die Brüstung setzen und damit in die Maschine zu der bewaffneten Eskorte einsteigen konnte, packten sie zwei Arme und rissen sie nach hinten.
Mit überraschter und vollends geschockter Miene, fiel die Widersacherin mit der Jüngeren zu Boden. Erstaunt und nun kreidebleich, verfolgte die gefühlskalte Evastochter, wie die abgefeuerte Munition aus den getroffenen, heftig blutenden Körperpartien des Älteren achtlos herausfielen und geräuschvoll auf den Asphalt aufschlugen.
Das Gewebe regenerierte sich schneller, als sie es je bei jemandem (inklusive allen Abnormen die sie kannte) gesehen hatte.
"Scheiße! Das ist irgend so ein Freak! Gegen den richten wir nichts aus! Nichts wie weg hier!"
brüllten vier ganz in schwarz gekleidete Söldner mit einem fremdklingenden Akzent, welche mit zahlreichen, nun leeren Maschinengewehren bewaffnet, in dem Fluchthubschrauber saßen, panisch dem Piloten zu.
Ein älterer Mann mit schütterem, hellgrauem Haar, welcher in seinem pechschwarzen Armani-Anzug, der großen, dunklen Sonnenbrille und mit der sonnengebräunten Haut, sowie der protzigen Goldkette um seinen Hals, wie ein Mafiaboss aussah, nickte und schloss eilig die Tür des Fluggefährts.
"Tut mir leid, Dianna!" stieß er zwischen seinen Zähnen, in einem schlechten Spanisch hervor.

Anschließend entfernten sich die Freunde der machtvollen, millionenschweren Argentinierin, mitsamt des Helikopters, vom Schauplatz.

Der Business-Frau war inzwischen das Messer aus der Hand gefallen.
Unerreichbar, fiel es metertief in den Abgrund.
Mit einer unmenschlichen Geschwindigkeit, hatte der von zig Pistolen und Gewehrmunition durchsiebte Ursprungsblut-Träger, das Kleinkind aus ihrer Obhut entrissen und es schützend an sich genommen.
Er beachtete den gleich wieder vergehenden Schmerz, seine Verletzungen oder das zügig davonfliegende Flugzeug nicht weiter.
Ebenso wenig kümmerten ihn die Tränen in Diannas marineblauen Augen oder den enttäuschten, schmerzverzerrten Ausdruck auf ihrem Antlitz.
Dunkelrotes Blut sickerte dort, wo ihr Haupt hart auf den Asphalt aufgeschlagen war, aus einer Wunde am Hinterkopf heraus.
Sie sah Sterne.
Höllenqualen beutelten ihren Körper, welcher regungslos da lag.
Ein schwarzer Lederschuh, stellte sich fest auf ihren Brustkorb und hielt sie mit seinem ganzen, starken Gewicht unten.
"Tolle Verbündete haben Sie da! Sehen Sie, Ich hab's Ihnen doch gesagt! Zu ihren Fragen: Ich bin Nikola Tesla. Ein verdammt brilliantes Genie und der letzte, noch lebende Nachfolger, der Sanguine Vampire. Ich bin ein sehr guter Freund von Helen Magnus und ja, irgendwie gehöre ich zum Sanctuary-Team. Ich weiß das mit Dakara und auch sonst weiß ich bestens über ihre kriminellen Machenschaften und ihre größenwahnsinnigen Ziele Bescheid. Sie haben unzählige Leben auf ihrem Gewissen! Das Blut so vieler Unschuldiger klebt an ihren Händen! Ausserdem haben Sie einer guten Freundin von mir in den Bauch gestochen, zwei mal Helen und die Kleine entführt, gequält und fast umgebracht. Von den hier festgehaltenen Abnormen, den Auftragsmorden oder meiner Wenigkeit, will ich gar nicht erst anfangen. Glauben Sie bloß nicht, dass ihr Erpressungsversuch geglückt ist! In diesem Moment, befinden sich jede Menge bewaffneter Agenten, das FBI und etliche Polizeibeamte, anstelle der von ihnen geforderten Wesen, auf unzähligen, quer über den Globus verteilten Schiffen. Unsere Leute sind zu den Koordinaten unterwegs, die sie uns bzgl. der Transaktion durchgegeben haben. Sie werden nicht eher ruhen, bis sie jedes ihrer Verstecke gefunden, die Abnormen befreit, ihre Mitarbeiter festgenommen und alle ihrer Kunden, Käufer und Tötungstrupps, aufgespürt und zur Rechenschaft gezogen haben."

Vernichtend und ihre Niederlage noch nicht ganz begreifen könnend, glotzte ihn die Geschäftsführerin mit weit aufgerissenen Sehorganen an.
Sie konnte sich nicht bewegen und versuchte daher gerissen und zunehmend bang, zu verhandeln.
"Schließen Sie sich uns an! Sie könnten reicher werden, als Sie es je zu träumen gewagt hätten. Es ist noch nicht zu spät! Helfen Sie mir auf und lassen Sie uns zusammen von hier verschwinden. Unten steht ein Motorboot. Bitte! Ich gebe Ihnen alles, was Sie wollen! Glauben Sie mir, ich habe Kontakte zu Staatsoberhäuptern, Millionären, den besten Wissenschaftlern und schlausten Köpfen der Welt. Egal, wonach Sie sich sehnen, ich werde es Ihnen ermöglichen! Nichts ist unmöglich! Sie werden nie die Anerkennung und Wertschätzung von Helen Magnus erfahren, wie Sie sie von mir kriegen könnten. Ich könnte Sie fördern. Ein Mann mit solchen Talenten, wie Sie sie besitzen...", redete sie manipulativ auf ihn ein.
Auf einmal bemerkte der Oxford-Absolvent, wie Ari aufgeregt an seiner Hüfte strampelte.
Sie hielt sich noch immer aufgebracht, mit beschleunigtem Herzschlag und Atemfrequenz, an ihm fest.
Dicke Krokodilstränen, kullerten ihr nun haltlos über das blasse Gesicht.
Ein verletzliches, kraftvolles Schluchzen, gefolgt von einem klagenden Heulen, entrang sich ihrer staubtrockenen Kehle.
Kohleschwarze Haare, kitzelten seine Haut, während sie ihren Kopf entkräftet in der Kuhle zwischen Hals und Schlüsselbein ablegte.
Ein Arm schlang sich haltsuchend um den Erwachsenen.
Das Physikgenie spürte, wie sich ihre warme, tränenfeuchte Wange, vertraut an ihn schmiegte.
Mühsam zog sie immer wieder ihre Nase hoch.
Die Vierjährige zitterte und weinte ohne Unterbrechung.
Der Weinliebhaber streichelte ihr tröstlich über den Rücken.
Er gab ihr einen liebevollen Kuss auf die Stirn und wiegte sie sanft hin und her.

"Tut mir leid, ich passe! Sie würden mich eh irgendwann hintergehen oder an den Höchstbietenden verkaufen. Ausserdem stehe ich nun mal nicht so auf den blonden, korrupten, eiskalten und geldgierigen Typ Frau! Sie werden das nicht verstehen, aber Sie können mir nicht geben, was ich will!" formten seine Lippen die klare Antwort.
Fassungslos und mit offenem Mund, gaffte ihn die Vierzigjährige an.
Der Gelehrte musterte lächelnd das Waisenkind in seinen Armen, welches in jenem Moment mit glasigen Rehaugen, schutzsuchend zu ihm hoch schaute.
Seine Gedanken wanderten zu der Britin, welche mit den anderen in Sicherheit, ein paar Meter vom Strand und dem Gebäude entfernt, auf ihn wartete.
"Ihre Schulden werden nun beglichen. Ich werde mir an Ihnen nicht nochmal die Hände schmutzig machen! Sie werden mit ihrem eigenen Schiff untergehen. Wir sehen uns in der Hölle, Miststück!" verabschiedete sich der Blutsauger von der SCAS&H-Corporation-Leiterin, nahm seinen Fuß von ihrem Brustkorb und zwinkerte ihr ein letztes Mal zu.
Anschließend rannte er zu der Feuertreppe und stürmte sie mit der jungen, schwarzhaarigen Schönheit hinunter.
Kaum, dass er mit ihr unten, auf dem sandigen Boden angekommen war und eine gewisse Distanz zwischen sich und den Bunker gebracht hatte, explodierte das Anwesen.
Ein ohrenbetäubender Knall ertönte.
Glas, Beton, Stein, Stahl und anderes Material, regnete von einer gewaltigen Druckwelle und einer allesverschlingenden Feuersbrunst begleitet, auf das umliegende Gebiet nieder.
Ganze Brocken, lösten sich aus ihren Verankerungen und stürzten in die tosende Tiefe.
Der Unsterbliche warf sich sofort mit dem kleinen Wonneproppen in den Sand und beugte sich schützend über ihn.
Ari fühlte, wie sie festgehalten und dicht an seine Brust gedrückt wurde.
Hitze und Schutt, fegte unheilvoll über die beiden hinweg.
Der Wissenschaftler schirmte sie tapfer von allem ab.
Er biss die Zähne quälend zusammen, als sich Metall und Glassplitter in seinen Rücken bohrten und ihm die Flammen die Kleidung und seine Haut verbrannten.
Ein angsterfüllter Aufschrei drang an die Ohren des Hausbesitzers.
"Schon... gut. Mach... die... Augen... zu, Kleines! Ist... gleich... vorbei!" rang er sich heldenhaft ab.
Das kleine Herz schlug so fest an seinem, dass es drohte, zu zerspringen.
Ihre Finger krallten sich weiterhin eisern an seinem Leib fest.
Wie ein menschliches Schutzschild, lag er über ihr.
Trotz dass sich seine Zellen, die Knochen, das Muskel-, Fett- und Hautgewebe kontinuierlich regenerierten, war es eine schlimme, äußerst schmerzhafte Tortur, die alles von ihm forderte.
Er durfte nicht schreien, doch ein gequältes Stöhnen entlockte sich ihm dennoch.
Das Bild von Dakara, ihre letzten, lieben, an ihn gerichteten Worte und der fliederfarbene Lichtball, welcher zu Staub zerfallen war, kehrten dem Serben ins Gedächtnis zurück.
"Ich... hab... dich... lieb...", flüsterte der Vampir mit seiner letzten Kraft, die er noch angesichts ihrer prekären Lage, aufbringen konnte.
Dann verlor er das Bewusstsein.
"Niko? ... Nein! ... Auch... lieb, ... ... ... Daddy...", wisperte der Sprössling mit tränenersticktem Tonfall, in sein Hemd hinein.
Dann schloss sie, wie er es ihr aufgetragen hatte, die Augen.
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