Mokkanixe

GeschichteAllgemein / P16
Jared Leto OC (Own Character) Shannon Leto
09.03.2015
09.03.2019
55
206474
3
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So, ich dachte ich widme mich mal etwas Neuem. Pünktlich zum Geburtstag unseres Lieblings. Mal kein Slash und mal ein fiktiver Charakter dazu gedichtet, der ganz mir gehört. (Alle nicht fiktiven Charaktere gehören sich selbst, sowie eventuell auftauchende Firmen-/Markennamen etc.)

Ein wenig Romantik ist geplant, aber auch sehr wichtige Freundschaften und die ein oder andere Zwistigkeit werden hier anwesend sein. Es wird kein Erotikroman, kein Mord und Totschlag. Etwas Drama zwischendurch und sonst einfach abwarten was das Leben so bringt

Ansonsten viel Spaß. Konstruktive Kritik  gerne in den Reviews da lassen. Lange Rede wenig Sinn. Have Fun! : * <3

LG BirthOFASong







Unentschlossen stand ich zwischen den Regalen und schaute zwischen der Halbfett und der Biomilch hin und her. Welche hatte sie nochmal gewollt? Oder war es doch die Laktose freie. Suchend sah ich mich nach meiner besten Freundin um. „Mona?“ Weg. Ich seufzte und nahm mein Handy heraus, da ich keine Lust hatte durch den kompletten Supermarkt zu rennen. Auf der Suche nach Empfang, lief ich den Gang auf und ab. „Entschuldigung“, ich drehte mich um, um nach der Quelle des Wortes Ausschau zu halten. Ein Mann, vielleicht Anfang bis Mitte 30 hielt mir einen Zettel hin. „Sie haben was verloren.“ Verwirrt griff ich nach dem Stück Papier. „Oh... danke. Mein Einkaufszettel… Ah Laktose freie Milch da steht’s ja sogar, danke.“ Ich lachte verlegen als er lächelte. „Unverträglichkeiten sind eine unangenehme Sache“, sagte er und sah mich mitfühlend an. Nun wurde ich noch röter und erwiderte rasch, „nein, nein, die sind für die Tante meiner Freundin… ich suche sie gerade!“ Ich hielt mein Handy in die Höhe „Kein Empfang!“ „Sie können meins benutzen. Ich hab Empfang.“ Er hielt mir hilfsbereit sein Smartphone hin und ich nahm es dankbar entgegen. „Sie haben was gut bei mir… wenn wir uns jemals wieder sehen sollten.“ Ich wählte und hielt das Handy ans Ohr. Nach einer Weile hob sie ab.

„Hallo? „Mona ich bin‘s-“ „Ah gut, gut, ich bin gerade bei den Keksen. Soll ich Schokoladen Cookies mitbringen oder mit Karamell?“ „Karamell“, meinte ich und konnte mir den Rest der Frage direkt sparen, da sie diese bereits beantwortet hatte. „Sag mal hast du ‘n neues Handy? Da stand Nummer unbekannt.“ „Ist ausgeliehen, hatte keinen Empfang.“ „Schon mal nach der Flugmodus Einstellung geschaut? Vergisst du oft.“ Ich entsperrte mein Handy und tatsächlich. Oh Gott war das peinlich. „Okay, wir treffen uns an der Kasse, bin gleich da.“ Mit diesen Worten legte ich auf und reichte dem Fremden das Handy zurück. „Vielen Dank.“ „Sie hatten den Flugmodus an, stimmt‘s?“Er grinste und steckte es wieder in die Tasche. Mein Gesicht strahlte nun mit den Äpfeln in meiner Plastiktüte um die Wette. „Kann vorkommen“, rechtfertigte ich mich und presste die Lippen aufeinander. „Ist Ihnen doch bestimmt auch schon mal passiert.“ Er kniff die Augen etwas zusammen und musterte mich. „Könnte ich sagen, tu ich aber nicht.“ Sein grinsen wurde breiter und ich schnaubte leise.

Er folgte mir zur Kasse, wo ich auf Mona stieß, die ihre Cookie- und Eisschachteln gerade aufs Band legte. „Ey... Mona bist du schwanger, oder was?“ Sie zog blitzschnell ihre Finger aus der noch unbezahlten Keksschachtel und grinste. Dann deutet sie genervt mit dem Daumen auf ihren Vordermann und flüsterte, „der Vollidiot da hat sich vorgedrängelt, sonst hätte ich schon längst legal essen können.“ Dieser drehte sich um, als hätte er jedes Wort mitgehört. „Als ob“, meinte er, rümpfte seine Nase und strich sich die langen Haare hinters Ohr. „Ich bin nur nicht gewillt drei Stunden zu warten, bis die schwangere Lady mit essen fertig ist. Zudem bin ich in Eile.“ Mona schnaubte überdeutlich, „ach…verzeihen Sie mir bitte die Nicht-Existenz meiner Fähigkeit  zur unnötigen Eile.“ Ich zischte leise ihren Namen als der Kerl sich wieder umdrehte. „Mona, jetzt komm runter!“ Der Handy-Typ legte seine Sachen hinter mir aufs Band. Seine Einkäufe bestanden zum größten Teil aus Milch, einem Sixpack Bier und Zigaretten. Er beobachtete mich als ich seine Sachen betrachtete und meinte, „Na, was interessantes dabei?“ „Milch“, sagte ich, von meiner ab und an aufkeimenden Intelligenz verlassen. „So sieht’s aus.“ Ich wollte etwas erwidern, als Monas frisch erkorener Erzfeind sich zu uns Umdrehte. „Ey, komm doch nach vorn.“ Mona schnappte nach Luft und drehte sich nach hinten. Mit in die Hüften gestemmten Händen und zusammen gezogenen Augenbrauen sah sie den Handy-Typen an. Dieser hob abwehrend die Hände. „Ich warte lieber, ich will meinen Kaffee nicht intravenös eingeschleust bekommen… dafür ist er mir dann doch zu schade.“ Jesus zuckte mit den Schultern und drehte sich wieder um, bezahlte mit Karte und wartete ungeduldig auf seinen Begleiter.

Im Loft angekommen, half ich Monas Tante dabei die Lebensmittel einzuräumen, während ihre Nichte es sich auf der ausladenden Couch bequem machte, den Fernseher einschaltete und sich einen Cookie nach dem anderen in den Mund schob. „Sag mal hast du sie noch alle?“ fragte ich entgeistert. „Sollen wir vielleicht noch für dich kochen?“ „Lasagne“, kam es von der Couch und kurze Zeit später flog die erste Kekspackung zu Boden. Magda schüttelte nur den Kopf. Sie schien die Unverbesserlichkeit ihrer Nichte schon zu kennen und hatte es bereits aufgegeben mit ihr zu ringen. Beim Abendessen schwiegen wir während jeder seinen Gedanken nachhing. Magda hatte Risotto gemacht und der Nachtisch stand bereits auf dem Balkon zum abkühlen. „Gehen wir nachher noch runter zum Strand?“ Mona putzte sich die Finger mit ihrer Servierte ab und lehnte sich zurück. „Mit Badezeug, oder nur zum entspannen?“, hakte ich nach. „Also ich nehme es mit und wenn du trockene Klamotten behalten möchtest, würde ich es dir auch empfehlen… wenn ich am Strand bin, bleibt keiner trocken.“ Das hätte man jetzt auch leicht falsch verstehen können.

Also packten wir zwanzig Minuten später unser Zeug und gingen die paar Straßen hinunter zur Promenade und breiteten unsere Handtücher in der Nähe vom Wasser unter zwei Palmen aus. Mona lief zur Strandbar und besorgte uns zwei Cocktails. „Sexy Badenixe.“ Stichelte sie als sie zurückkam und reichte mir den Drink. Ich schnaubte bloß, da sie wusste, dass ich momentan nicht gut in Form war. Mochte vielleicht daran liegen, dass ich die letzten zwei Monate in der Klinik lag und sie mich mit selbstgemachtem Süßzeug vollgestopft hatte. Sie grinste und trank ihr Glas zur Hälfte leer. Mona deutete in Richtung Strand, wo knapp sechs Leute, männlichen Geschlechts, allem Anschein nach, Beachvolleyball spielten. Meine beste Freundin schmiss sich gern unter Männer, ich hingegen war da etwas zurückhaltend. Nicht zuletzt wegen meiner Schüchternheit. Dazu war ich noch die unsportlichste Person die ich kannte, da ich vor knapp zwei Jahren mit Sport aufgehört hatte und ab und an mal zum Yoga ging. „Komm schon, wovor hast du denn Schiss? Du bist nicht fett… wärst du es, hätte ich es dir gesagt. Du weißt ich nehme keinen Blatt vor den Mund. Und sieh mich an, ich mache zwar Sport aber ich stopfe mich regelmäßig mit Kuchen voll. Haste ja gesehen.“ Widerwillig ließ ich mich von ihr überreden und folgte ihr.

Da fiel uns der Ball auch schon direkt vor die Füße. Mona hob ihn sogleich auf und wartete, bis einer der sechs zu uns rüber kam. Sein Kopf war über und über mit dunklen Locken übersät. „Hey“, er winkte zu uns herüber, doch Mona machte keine Anstalten ihn zurückzuwerfen. Irgendwann kam er dann zu uns hinüber. „Danke, dass ihr auf den Ball aufgepasst habt, könnten wir ihn jetzt bitte wieder haben, wir würden gerne weiter spielen?“ Mona grinste. „Klar, wenn ihr Süßen noch Platz für zwei Sahneschnitten habt?“  Ich wäre am liebsten im heißen Sand versunken. Der Lockenkopf drehte sich zu den anderen um und winkte in ihre Richtung. Einer der restlichen fünf kam angesprintet. „Ey Tomo, die beiden Ladies hier wollen mitspielen, haben wir noch Plätze frei?“ Der angesprochenen strich sich durchs  nasse Haar und nickte. „Klar, die Jungs freuen sich immer über weiblichen Zuwachs.“ Also folgten wir ihnen zu den anderen. „Oha“, sagte Mona und schnaubte. „Jetzt schau mal wer da ist!“ Sie nickte in die Richtung zweier Kerle, in denen ich Jesus und den Handy-Typen wiedererkannte. Ich presste verlegen die Lippen zusammen und wich seinen neugierigen Blicken aus. Auch sie schienen uns erkannt zu haben, denn Jesus kam auf uns zu und deutete direkt auf mich. „Wir nehmen sie. Ich will ja nicht diskriminierend schwangeren Frauen gegenüber sein, aber sie scheint eine sehr abdrängende Persönlichkeit zu sein.“

„Ich bin nicht schwanger!“ knurrte sie. „Ich wollte bloß vor, ich hatte Hunger.“ Sie streckte ihre Nase in den Wind und strafte ihn mit Ignoranz. „Whatever“, meinte er knapp und sie begannen sich der Reihe Nach vorzustellen. Der Lockenkopf in der blauen Badehose war Jamie, der schwarzhaarige war Tomo, seltsamer Name, sonderlich asiatisch wirkte er nicht. Jesus stellte sich als Jared vor und der Handy-Typ war sein Bruder Shannon. Dann war da noch ein kurzhaariger in roten Badeshorts namens Stevie. Den Namen des sechsten hatte ich gleich drauf wieder vergessen. Mona stellte uns ebenfalls vor, wobei ich wieder mit Badenixe gesegnet wurde. Den Namen trug ich dann auch für de Rest des Abends.

Ausgepowert ließ ich mich vierzig Minuten später in den Sand fallen und leerte meine Wasserflasche auf X. Als sich ein Schatten über meine Beine zog, sah ich auf. „Hey, Mokkanixe!“ „War das eine charmante Art und Weise auf meinen Bikini anzuspielen?“ Ein spielerisches Lächeln machte sich auf Shannons Gesicht breit. „Steht dir…ich mag Mokka… und die Muscheln dort.“ Wieder grinste er und deutete auf die zierlichen Muschen die am Oberteil zwischen meinen Brüsten angebracht waren. Ich wusste nicht ganz, wie ich reagieren sollte. Wollte er mich anbaggern, oder war er einfach nur freundlich. Meine naive Seite beschloss es als Freundlichkeit abzutun und so bedankte ich mich einfach. „Darf ich dir was zu trinken holen, dein Wasser sieht ziemlich leer aus.“ „Ach ne, nicht nötig“, winkte ich ab, da ich es nicht sonderlich mochte, wenn man mir etwas ausgab. Doch er ließ nicht locker, „ich bestehe darauf“, drängte er mit einem Lächeln, welches den Eisverkäufer zwanzig Meter weiter hätte Arbeitslos machen können. Also nickte ich ergeben und er marschierte von dannen. Mona sah zu mir herüber und kam dann mit einem breiten Grinsen auf mich zu, welches deutlich durchblicken ließ, dass sie bereits wusste was los war, noch bevor ich es wusste. „Na, du kleine Aufreißerin.“ Ich sah sie entsetzt an. „Bitte was? Wieso, ich hab nichts getan!“ „So so…“ Wieder lächelte sie wissend. „Ach, du kannst mich mal“, knurrte ich verärgert und wandte ihr meine Kehrseite zu.

„Ach, glaubst du etwa ich bin dämlich?“

„Willst du darauf jetzt eine ehrliche Antwort?“ Sie beachtete mich gar nicht.

„Glaubst du, mir fällt nicht auf, wie du ihm die ganze Zeit schöne Augen machst… krieg mal deine Hormone in den Griff,  Arielle.“

Ein Schnauben meinerseits war die Antwort. „Halt dich bloß zurück was Hormone angeht. Du bist hier diejenige die sich jedem Kerl gleich an den Latz wirft.“ Sie grinste nur dämlich und machte etwas Platz als sich die anderen zu uns setzten. Stevie stellte ein Sixpack neben sich ab, während Jamie, Jared und der, dessen Namen sich nicht gemerkt werden durfte, sich in Richtung Dünen davon machten. Knapp ein paar Sekunden später ließ sich Shannon neben mir nieder und reichte mir ein Glas. „Ich hoffe du magst Sex on the Beach.“ Ich nahm es dankbar entgegen und übersah die vieldeutigen Blicke von allen Seiten natürlich nicht, gab mir jedoch Mühe diese zu ignorieren. „Füße hoch, der kam flach!“, meinte Tomo und öffnete sich eine Flasche. „Wo denkt ihr nur hin? Ihr tut ja gerade so als sei ich ein frauenverachtender Aufreißer.“ Das vielsagende Schweigen, war mir schon Antwort genug. Die Drei Männer kamen mit etwas Feuerholz zurück und Jared stellte seine pfadfinderischen Kenntnisse unter Beweis und bald darauf prasselte ein angenehmes Feuer in unserer Mitte. Das Bier machte die Runde, doch Jesus und ich waren die einzigen die Ablehnten.

Als die Sonne bereits am Horizont stand, holte Jared eine Dose mit Stockbrotteig hervor, welches er mit „vegan“ anpries, was mich wunderte, da Brot in den meisten Fällen vegan war. Also wurde Munter drauf los gegrillt und kurze Zeit später kamen noch die Marshmallows dazu. Es war eine sehr klebrige Angelegenheit. Doch zum Glück hatten wir ja das Meer direkt nebenan.  Diese übertriebene Süße, für die Amerika bekannt war, war jetzt nicht wirklich mein Fall und so ging ich schon nach der dritten Schaumstoffkalorienbombe hinunter zum Wasser. Dort stieß ich auf eine dunkle Gestalt mit einem Handy in der Hand. Es war Jared. Das Ding leuchtete noch als hätte er es gerade erst benutzt. Sein Blick jedoch war gen Horizont gerichtet und er wirkte etwas niedergeschlagen. Ich wusch mir die Hände und überlegte, ob er vielleicht in Ruhe gelassen werden wollte und ich einfach zurück gehen sollte. Doch ich konnte ihn nicht einfach wie einen ausgesetzten Welpen dort stehen lassen und so ging ich zu ihm hinüber und fragte, ob alles in Ordnung sei. Er nickte bloß ab. Ich blieb jedoch stehen, da ich nicht wirklich von seinem Wohlergehen überzeugt war und so fing er nach gefühlten zwanzig Minuten doch an zusprechen. „Meine Freundin hat mich gerade abserviert… wir waren erst drei Monate zusammen. Ihr wurde es irgendwie zu viel mit dem ganzen Rummel um mich herum. Ich kann’s irgendwie verstehen. Sie hätte es mir jedoch wenigstens ins Gesicht sagen können, anstatt mich anzurufen und zu sagen, dass sie meine Nummer aus ihren Kontakten löscht.“ Ich sah die Enttäuschung in seinen Augen und er tat mir so unendlich leid, dass ich ihn am liebsten in den Arm genommen hätte. Doch stattdessen sagte ich bloß stumpf, „Wenn sie so feige abzieht und nicht den Arsch in der Hose hat dir gegenüberzutreten, dann hat sie dich nicht verdient. Ich finde jeder Mensch ist es wert, dass man korrekt mit ihm umgeht… und so übel scheinst du gar nicht zu sein.“ Er lächelte schwach. „Schön, dass du das so siehst. Scheint genug Menschen da draußen zu geben, denen dieses Wertgefühl am Arsch vorbei geht.“ Seite an Seite schlenderten wir zurück zum Feuer, wo er von einer auf die andere Sekunde seine fröhliche Maske aufsetzte. Doch ich sah, dass es nicht das erste Mal zu sein schien, dass er sein Glück vorzutäuschen wusste. Ich setzte mich wieder neben Shannon und bemerkte den Blick den er seinem Bruder zuwarf. Er war der einzige der ihm die Fröhlichkeit nicht abzukaufen schien. Doch er sagte nichts, der Blickwechsel zwischen den beiden schien mehr zu sagen als ein Gespräch. Ich hatte damals ebenfalls eine starke Bindung zu meinem jüngsten Bruder gehabt, so konnte ich nachvollziehen wie wichtig Geschwisterliche Nähe war.

Es wurde viel gelacht, getrunken und herumgealbert. Erst als sich die Müdigkeit bei den meisten erkenntlich zeigte, ging die Richtung der Themen etwas in die tiefgründigere Richtung.  Ca. gegen halb zwei Uhr  nachts verabschiedeten wir uns, bedankten uns für den netten Abend und machten uns auf den Heimweg, nicht ohne der stillen Hoffnung meinerseits, sie noch einmal wiederzusehen. Auf halben Weg zur Promenade rief uns jemand hinterher und so blieben wir stehen. Als wir Shannon vom weiten erkannten, schnalzte Mona bloß vielsagend mit der Zunge. „Das galt wohl eher dir. Wir treffen uns oben an der Straße.“ Damit wandte sie sich ab und ging weiter. Er hatte mich inzwischen eingeholt und blieb mit einem charmanten Lächeln vor mir stehen. „Hey, ich konnte dich nicht so ohne weiteres ziehen lassen.“ Verlegen gruben sich meine Zehen in den noch warmen Sand. „Ach ja?“, sagte ich einfallsreich und wartete darauf was er zu sagen hatte. „Du hast mir noch gar nicht gesagt wie du heißt. Ich weiß gar nicht unter welchen Namen ich dieses hübsche Gesicht abspeichern soll.“ Ich zog etwas die Augenbrauen hoch und sagte dann mit einem entschuldigenden Lächeln, „bleiben wir bei Mokkanixe. Namen und Menschen werden schnell vergessen. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir uns wiedersehen schätze ich doch als sehr gering. Ich bin nicht oft hier. Da müsste schon sehr viel Glück im Spiel sein.“ „Darauf wollte ich als nächstes hinaus“, erklärte er ohne auf den Rest einzugehen. „Ich war mir erst nicht sicher, bis ich gecheckt hab, dass ich es bereuen werde, es nicht einmal versucht zu haben dich nach einem Date zu fragen.“ Ich fühlte mich ehrlich geschmeichelt und wollte ihm schon mit einer entschuldigenden Antwort einen Korb geben, als mir auffiel, dass mein Liebesleben in letzter Zeit tatsächlich etwas ausgetrocknet war und ich bisher immer einen Rückzieher gemacht hatte. Mona war nicht die erste und einzige, die gesagt hatte, dass ich mir so mein Leben verbaute und mir unnötig Steine in den Weg legte. Und gegen ein bisschen Spaß im Urlaub war ja nichts einzuwenden. Also nickte ich und gab ihm meine Nummer. „Wir telefonieren“ sagte ich und wollte mich abwenden als er fragte, „und unter welchem Namen darf ich dich nun abspeichern.“ „Mira. Speicher es unter Mira ab.“ Mit einem Lächeln wandte ich mich um und folgte Mona hinauf zur Promenade.







tbc.