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Something Good...

von Biggi1985
Kurzbeschreibung
KurzgeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Dr. Helen Magnus Nikola Tesla
08.03.2015
08.03.2015
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Mein erster Versuch eine Fanfiktion zu schreiben :-)
Normalerweise schreibe ich eher Gedichte aber vielleicht gefällt´s euch ja trotzdem :-)
Für den Anfang wollte ich mich an einer Übersetzung versuchen, welche aber mittlerweile zu einer eigenen Story geworden ist.
Geständnisse & ein Neuanfang zum Geburtstag. (sollte Eigentlich die Kurzbeschreibung sein aber das Feld zeigt mir das als Fehler an :-( also nun doch hier)
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Something Good

Langsam schlenderten Helen und Nikola auf einem schmalen Kiesweg durch ihr neues Sanctuary. Hin und wieder berührten sich ihre Arme, doch störte es beide nicht. Lange gingen sie schweigend nebeneinander her und bewunderten die Schönheit der Natur. Doch schließlich durchbrach Nikola die Stille: „Also eines muss ich dir lassen, Helen, du hast hier wirklich gute Arbeit geleistet. Es gefällt mir wirklich...ist nicht so düster und deprimierend wie das alte.“
Ein scheues Lächeln umspielte ihre Lippen, aber machte es sie doch etwas traurig, wenn sie an ihr altes zu Hause dachte. Immerhin hatte sie dort über fünfzig Jahre gelebt und ihre Tochter großgezogen. Viele Erinnerungen an Ashley waren für immer verloren gegangen. Natürlich hatte Helen das Wichtigste gerettet, aber trotzdem…
Schließlich wandte sie sich wieder an Nikola und flüsterte: „Irgendetwas Sinnvolles musste ich ja wohl mit dem Jahrhundert anfangen.“
Langsam führte sie Nikola zu einer kleinen Steinbank in der Nähe des Wasserfalls. Einige Zeit sahen sie dem Wasser dabei zu, wie es in die Tiefe stürzte, bis Helen schließlich ihre Hand zögerlich auf Nikolas legte. Er ließ sie gewähren und sagte nichts dazu, ganz im Gegenteil, er genoss es sehr ihr so nah sein zu dürfen.
Helen beobachtete noch immer das fließende Wasser, als sie schließlich leise flüsterte: „Was hast du jetzt eigentlich vor, Nikola? Ich meine du hast deine gesamte Arbeit verloren. Hast du überhaupt einen Platz wo du bleiben kannst?“
„Oh Danke, dass du mich erneut daran erinnerst, Helen“, brummte er sie an.
Doch Helen drückte nur kurz seine Hand und erwiderte: „Tut mir leid, Nikola! Ich wollte dir damit auch eigentlich nur sagen, dass du so lange hier bleiben kannst, wie du möchtest. Falls du dich entscheidest irgendwo anders hinzugehen, wäre es jedoch nett von dir, dich vorher von mir zu verabschieden.“
Nikola schien darüber nachzudenken und erneut war es einige Zeit lang still zwischen ihnen, bis er schließlich die erneute Stille durchbrach: „Ich würde sehr gerne hier bleiben. Vorausgesetzt ich bekomme mein eigenes Labor und muss es mir nicht mit einem der Kinder teilen.“ Frech grinste er sie an und zum ersten Mal seit viel zu langer Zeit konnte Helen wieder lachen.
Nur Nikola hatte die Gabe und konnte sie immer zum Lachen bringen, egal in welcher Situation sie auch waren.
„Natürlich, aber Finger weg von meinem Weinkeller!“, lächelte sie.
Helen hatte gar nicht bemerkt, wie nah Nikola ihr gekommen war, bis sie ihm direkt in die Augen sah. Kurz waren alle Gedanken aus ihrem Kopf wie weggeblasen, alles was Helen sehen konnte, waren seine silbergrauen, leuchtenden Augen mit einigen blauen Pigmenten in ihnen.
Sie wollte ihn küssen, noch einmal seine Lippen auf den ihren spüren, sie hatte es schon einmal getan, sie könnte es wieder tun. Es war ganz leicht. Alles was sie tun musste, war sich etwas nach vorne zu lehnen, mehr nicht. Doch schien es dies wirklich zu tun, viel schwerer zu sein, als nur daran zu denken.
Normalerweise war Helen nicht schüchtern. Doch das hier war anders, etwas hatte sich verändert. In Helen, in Nikola, in ihrer Beziehung.
Doch plötzlich nahm er ihr die Entscheidung ab. Langsam lehnte er sich näher zu ihr. Helen hätte genug Zeit zurück zu weichen, doch wollte sie es nicht. Diesmal nicht! Sie wollte, dass es geschah. Sie wollte ihn küssen. Es erschien ihr das richtige in diesem magischen Moment.
Ihre Lippen berührten sich anfangs nur ganz leicht. Es fühlte sich nicht an wie in Rom, falsch und erzwungen,nein diesmal fühlte es sich richtig an. Sie wusste, dass sie etwas für Nikola empfand, er war ihr ein wichtiger Teil im Leben. Noch war es keine Liebe, aber sicher würde es eines Tages dazu werden.
Ihre Beziehung zu James hatte sich anfangs auch ganz langsam entwickelt. Doch schlussendlich waren sie beinahe fünfzig Jahre zusammen.
Als sie ihren Kuss schließlich wieder lösten, wenn auch nur um Luft zu holen,
meinte Nikola zögerlich: „So… Du hast mich geküsst.“
„Dafür hast du mich jetzt geküsst!“ erwiderte nun Helen mit ein Lächeln.
Daraufhin musste er lächeln, doch wurde schnell wieder ernst als er seine nächste Frage stellte: „Warum? Warum hast du das getan, Helen? Nur weil du dachtest, dass du sterben würdest? Oder weil du noch etwas anderes für mich empfindest? Du weißt, ich wäre bei dir geblieben, bis zum Schluss.“
Nikolas Worte ließen Helen lächeln, schon lange hatte niemand mehr etwas so liebevolles zu ihr gesagt und es auch wirklich ernst gemeint. Sie wusste, dass Nikola mit ihr gestorben wäre. Wohlige Wärme breitete sich in ihrem Inneren aus  als sie ihm antwortete: „Ich weiß, Niko. Ich weiß nicht wirklich warum ich das getan habe, es fühlte sich einfach richtig an.“
Nikola sah sie voller Liebe an und flüsterte „Das, was ich damals in Rom sagte war die Wahrheit. Ich liebe dich Helen. Doch nicht mehr so wie damals. Ich wollte dich nur als eine Art Trophäe, doch es hat sich schon vor sehr langer Zeit etwas verändert. Ich weiß, es hört sich dumm und einfältig an. Aber ich möchte bei dir sein. Das wollte ich schon immer.“
Wieder rührten sie seine Worte, doch Helen kannte Nikola. In einem Moment gestand er ihr seine Liebe und im nächsten versuchte er sie zu töten. Nur aus diesem Grund viel es ihr die ganzen Jahrhunderte so schwer sich bei ihm fallen zu lassen…aus Angst ein weiteres Mal von ihm verletzt zu werden.
„Warum verschwindest du dann so oft ohne dich zu verabschieden? Meldest dich oft Wochen, Monate oder sogar Jahre lang nicht mehr bei mir?“, wollte sie betroffen von ihm wissen.
„Du weißt wie ich bin, Helen. Ich bin nicht der Typ für eine feste Sesshaftigkeit “, scherzte Nikola, doch sie sah ihn durchdringend an, sodass er sofort merkte wie sehr sie darunter zu leiden schien. Er flüsterte schüchtern: „Ich weiß nicht, es kam mir so vor, dass wenn ich manchmal nicht gegangen wäre, ich vielleicht geblieben wäre.“
Helen sah ihn verwirrt an und traute sich kaum ihn zu fragen: „Und was wäre so schlimm daran gewesen?“
Er sah die Angst in ihren Augen: „Ich weiß nicht. Nenn es einfach Angst vor dem Unbekannten“ versuchte er es mit seiner üblichen Art zu scherzen und in der Hoffnung sie damit etwas aufheitern zu können.
Nikola zog sie erneut nahe an sich, einfach um ihr das Gefühl von Sicherheit zu geben. Sie war so wunderschön, doch jetzt im Mondlicht, schien sie zu strahlen. Er wollte sie nie mehr los lassen.
Vorsichtig durchbrach er die Stille: „Eine Frage habe ich aber noch“, flüsterte er Helen ins Ohr, „Was empfindest du für mich? Liebst du mich?“
Helen dachte kurz darüber nach, wie sie es wohl am besten formulieren sollte, bis sie schließlich leise sprach: „Nikola, du bist einer der wichtigsten Menschen für mich, Du bist ein Teil meines Lebens. Natürlich fühle ich mehr für dich als nur Freundschaft! Ich will bei dir sein, aber ich habe zu große Angst dich noch einmal zu verlieren. Ich bin mir nicht sicher ob es Liebe ist, Noch nicht…!“
„Wir können es herausfinden“, grinste Nikola, zwar betroffen durch ihre Worte und die Angst die darin steckte, aber dennoch voller Hoffnung.
Sie hatten eine Chance und diesmal würde er sie auch nutzen und um die Liebe seines Lebens kämpfen. Sie war seine Königin.
„Also wirst du hier bleiben?“, fragte Helen unsicher.
Er drehte sie so, dass sie ihm direkt in die Augen schauen konnte: „Natürlich werde ich das. Das ist einer der Vorteile unserer Unsterblichkeit…wir haben genug Zeit um herauszufinden ob es mit uns funktionieren wird.“
Sein Spitzbübisches Grinsen brachte sie nun auch zum Lächeln.
Aber noch bevor Helen etwas erwidern konnte, schlug die Uhr Mitternacht und damit auch den 10. Juli…
„Happy Birthday Niko“, flüsterte Helen, bevor Nikola sie erneut in seine Arme zog um sie zu küssen.
Sie erwiderte seinen Kuss und wusste, dass sie es nun endlich beide geschafft hatten.
Er liebte sie wirklich und würde sein Versprechen diesmal halten und sie nun nie mehr verlassen…das wusste sie jetzt.
Und plötzlich wurde ihr klar das auch sie ihn aus tiefster Seele liebte und das schon so lange Zeit…aber nun hatte sie endlich das Gefühl sich nicht mehr verstecken zu müssen, aus Angst er könne sie im nächsten Augenblick wieder verlassen.

Fin.

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Hoffe es war halbwegs erträglich für euch zu lesen oder hat vielleicht doch sogar jemandem gefallen :-)
LG & Vielen Dank eure Biggi1985
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