The one fear of Eric

GeschichteAbenteuer, Romanze / P16 Slash
Eric OC (Own Character) Tobias "Four" Eaton Tori
05.03.2015
30.06.2020
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Sei sparsam. Hasse nicht wo du mit Verachtung auskommst





Boah.....noch etwas, was auf die Liste der nutzlosen Dinge gehört....SONNENLICHT.
Müde und verkatert öffnete ich ein Auge nach dem anderen.
Scheiße, heute war so ein Tag wo ich mir am liebsten schwören würde nie wieder Alkohol zu trinken. Wenn ich es nur durchhalten würde....

Ein Blick auf die Uhr.


FUCK
in 10 Minuten geht das Training los.

Ich sprang aus dem Bett, aua, Rippen und hechtete ins Bad. Duschen? Kann ich später. In Windeseile putzte ich Zähne, zog mir meine Sportsachen an, hechtete zur Wohnungstür an der Küche vorbei und ließ noch einen Apfel mitgehen.
Kaffee konnte ich ja wohl bis zum Mittag vergessen. Ich hatte diesen beschissenen Wecker mal wieder nicht gehört. Klasse gemacht Bullet.
Exakt 3 Minuten und 30 Sekunden später stand ich in der Sporthalle. Die Initianten standen schon an der Linie. Four besprach gerade das heutige Training mit ihnen und ich stapfte betont gelangweilt in ihre Richtung.
Chris grinste mich unbemerkt an, ein Hallo auf seine Weise. Ich musste an den Abend gestern in der Bar denken und konnte mir selbst ein Grinsen fast nicht verkneifen.

„BEWEGUNG“ dröhnte Fours Stimme und die ganze Gruppe bewegte sich auf die Ringe zu. Heute gab es zum ersten Mal bewertete Kämpfe. Drei oder Vier der ganzen Meute waren ganz interessant und würden es sicherlich gut schaffen. Der Rest? Absolute Versager.

„Na ? Ausgekatert?“ frozelte mich Four an. „oha“ gab ich zurück und stellte mich neben ihn. „schlechten Sex gehabt?“ versuchte ich mich an einem Witz. Dann biss ich in meinen Apfel

Der kam aber leider nicht so gut an. Stattdessen schnaubte er nur mit verschränkten Armen. „dafür hattest du scheinbar guten“
Sichtlich verwirrt hielt ich in meiner Kaubewegung inne und schaute weiterhin nach vorne. Nach ein paar Sekunden schaffte ich es doch die Frage zu stellen „ wie kommst du darauf?“
Wieder ein Schnauben von ihm.

Stille.

„du trägst es ja quasi zur Schau.Chris scheint ja gerne zu beisen so wie dein Hals aussieht.“
Innerlich rutscht mir das Herz in die Hose, äußerlich laufe ich ein paar Schritte zur Seite zu den Spiegeln und drehe mich nach links und nach rechts.
Als ich es sehe rutscht das Herz an der Hose vorbei Richtung Erdboden. Da. An der rechten Halsseite prangert eine rote Bissspur. Also eine BISSSPUR und kein Knutschfleck. So ein Ding was förmlich schreit >> DIESE FRAU MAG ES DRECKIG UND HART<<
und während ich den Haargummi aus meinen Haaren ziehe um ihn so zu verdecken, schießen mir die Bilder von gestern Abend wieder in den Kopf.


Eric.

in meiner Wohnung.
Wütend.
Ich an der Küche.
Er an mir dran.
Küssen.
Drohung.

Eric.


Wie ferngesteuert drehe ich mich um. Schaue hinter zu den Matten wo Eric steht als wäre nichts gewesen. In mir ist es als würden sich tausend Knoten bilden die jeden Moment platzen könnten. Scheiße, scheiße. SCHEIßE! Eric war in meiner Wohnung und hat mir quasi verboten mich jemals wieder auf Chris einzulassen. >>sonst nagel ich dich vor allen Initianten<<

fuck.
Ich war in dem Moment alles. Wütend, sauer, trotzig, verwundert, irritiert, traurig, neugierig.....entschied mich aber erstmal für das angebrachteste. Wut.

Was fiel ihm ein? Was gab ihm das Recht mich in meinem Heiligtum so anzugehen? Und warum hatte ich mich nicht gewehrt? Warum hatte ich es mit mir machen lassen?

Unbewusst griff ich mir an die Haare....deshalb.





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„du bist manchmal so ein Arschloch Eric weißt du das eigentlich? Ja natürlich weißt du es weil ich es dir schon tausendmal gesagt habe. Himmel wie arrogant kann ein einzelner Mensch bloß sein, erkläre es mir Coulter!“
die junge Frau stapfte wütend in der Wohnung ihres Ausbilders auf und ab. Sie redete sich so die Wut von der Seele das sie kaum noch atmete. Mit hochrotem Kopf hatte sie an die Tür gedonnert und mit hochrotem Kopf stand sie nun schon seit 10 Minuten hier. Oder besser gesagt lief.

Eric saß auf seinem Sofa und beobachtete sie mehr oder weniger. Oder ließ sie sich auswüten. Er wusste genau weswegen sie so aufgebracht war. Er hatte sie heute vor versammelter Mannschaft bloßgestellt. Die junge Initiantin hatte sich seit Wochen an die Spitze der Liste gekämpft. Tag um Tag. Und sie war mittlerweile die Beste.
Doch jetzt fing sie an sich darauf auszuruhen. Sie ließ die Trainingseinheiten schleifen, tat nichtmehr das was die Ausbilder sagten.
Also hatte der Anführer sie heute als glänzendes Beispiel für das ' Hochmut kommt vor dem Fall' Prinzip genommen und sie damit in ihrer Ehre gekränkt. Und soetwas, das wusste Eric, schmeckte Bullet nicht.

Ihm würde es auch nicht gefallen. Aber was manchmal muss ist eben nicht immer das schönste. „ du bist der schlimmste, egoistischste, eingebildetste, albtraumartige....“

so langsam wurde er selbst wütend. Alles konnte auch sie sich nicht herausnehmen. Dreimal hatte er schon ihren Namen gerufen um sich gehör zu verschaffen. Dreimal hatte sie ihn einfach ignoriert.
Jetzt war seine Geduld vorbei. Er stand auf, näherte sich ihr und griff beherzt in ihre Haare.
Er wollte schon seine Stimme zwei Stufen höher stellen damit er sie übertönen konnte, doch plötzlich war es ganz still im Zimmer.
Bullet gab keinen Ton mehr von sich. Eric schaute ihr in die Augen und sah einen verklärten, erregten fast schon unterwürfigen Blick.
Fast wäre er überrumpelt gewesen, aber nur fast. Ein diabolisches Grinsen stahl sich auf sein Gesicht.

„soso“ murmelte er:“ gut zu wissen“


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das er mit der Aktion damals recht hatte wusste ich. Das stand auch garnichtmehr zur Debatte, ich hatte mich wirklich gehen lassen als ich dachte ich hätte es geschafft. Aber es störte mich schon damals das er herausgefunden hatte, wie sehr ich darauf ansprang wenn mir jemand in die Haare packte. Oder an den Hals. Ich konnte dann nichtmehr sprechen, mein Kopf schaltete sich immer sofort aus. Großartig bewegen? Nö, war dann auch eher nicht so.

Ja meine Güte ich war schon so ein recht dominanter Charakter. Da durfte ich ja ab und zu auch mal die Zügel abgeben. Und es lag schon immer in meiner Natur das mich dominante Männer ansprachen. Nur hänge ich es nicht an die große Glocke. Auch das entsprach nicht meiner Natur.
Und genau diese Schwäche hatte Eric gestern gegen mich eingesetzt.
Und das machte mich noch verwirrter.

Eine ganz seltsame Wuterregung geisterte durch mich durch. Ich wusste das ich auf Eric wütend sein müsste. Wir waren kein Paar. Er hatte keinerlei Rechte mir irgendetwas zu verbieten. Er hatte keinerlei Rechte in meine Wohnung zu kommen ohne mein Wissen. Er hatte keinerlei Rechte sich mir so zu nähern und mich kontrollieren zu wollen.Und trotz dessen fühlte es sich....gut an?

Ich schüttelte über mich selbst den Kopf. Ein bisschen krank war das ja schon so. Aber, als allererstes, musste ich die Gedanken wegschieben. Ich war auf der Arbeit und das hatte hier nichts zu suchen.
Und Four? Ihm konnte ich definitiv nichts davon erzählen. Er würde sich mit dem Anführer anlegen und das würde beiden nicht gut bekommen. Die Zwei hatten seit je her ein angespanntes Verhältnis. Und wir würden noch einige Wochen zusammenarbeiten.

Nein, den Stress konnte und wollte ich mir nicht antun. Ich lief also wieder zu meinem Besten Freund zurück.
„na? Trophäe entdeckt?“ grummelte er. Ich spielte das Spiel einfach mit. „ ja und? Du wolltest doch das ich mal etwas lockerer werde und Spaß habe“
Er ließ den Satz einige Sekunden lang stehen.

Er wusste das ich recht hatte. „ja das habe ich gesagt. Aber nicht mit jemandem den du kaum kennst“
innerlich musste ich schmunzeln. Ich stupste ihn mit meiner Schulter an „du meinst : den du kaum kennst“
Four ließ es unbeantwortet. Er brauchte auch nichts sagen, wir wussten beide das es stimmte. Ich beschloss das ganze Thema mit einer Wahrheit zu beenden. „ aber keine Angst. Es ging nicht so weit wie du denkst“ Nummer vier schien leicht aufzuatmen. Jaja, das waren sie, die besten Freunde. Wünschten einem alles Glück der Welt. Aber nur solange sie es kontrollieren konnten.
Schon irgendwo süß.


Das Training verlief, bis auf eine kleine Schlägerei zwischen den beiden größten Konkurrenten ,recht ereignislos. Ich lief durch die Reihen während der Kämpfe und korrigierte Fehlhaltungen, falsche Schläge und Tritte und zeigte andere Techniken. Eric und Four bewerteten und kontrollierten die Wertkämpfe.
Wir arbeiteten professionell aber auf Distanz miteinander. Mit Chris musste ich mich nichteinmal beschäftigen. Er war bei Fours Gruppe.
Als es dann gegen 18.00 Uhr ging beendeten wir die letzte Einheit. Die Initianten trotteten müde und zerschlagen zum Abendbrot und Four wurde von seiner Ollen an der Tür abgeholt. Ohne Begrüßungskuss oder sonstwas.
Irgendwas lief da auch nicht so wie es sollte. Ich musste meinen Freund später mal drauf ansprechen.
Als ich mit aufräumen fertig war und gehen wollte, überkam es mich plötzlich doch.
Ich drehte mich um und schaute seinen Rücken an.
„Was sollte das gestern Coulter?“ zischte ich gerade noch laut genug damit er es hören konnte. Er war gerade dabei die letzte Matte aufzurollen, hielt für eine Millisekunde inne und machte dann einfach weiter. Oh und wie genau er wusste das ich sowas hasste.


„ich habe dich was gefragt“ raunzte ich nun lauter.
Er stellte sich auf und drehte sich langsam um.
„ich dachte du hättest verstanden was ich gesagt habe.. bist du so beschränkt?“ fragte er mich etwas gelangweilt zurück und verschränkte locker die Arme.
„ kann ich ja nicht sein. Du knallst ja nur beschränkte und gevögelt haben wir meiner Erinnerung nach nie“ blaffte ich zurück....ohwe Bullet...heute gewinnst du keinen Preis fürs Sprüche klopfen. Er zog die Stirn in Falten....Wuteric Stufe 1.
„ich will wissen wieso du meinst in MEINE Wohnung zu kommen und mir DROHEN zu können. Ich meine mich erinnern zu können das ich dir sagte : halt dich von mir fern“ redete ich einfach weiter und verschränkte nun ebenfalls meine Arme.
Er bewegte sich einige Schritte langsam auf mich zu. Okay, du bleibst jetzt stehen Bullet. Du bewegst deinen Arsch nicht von diesem Fleck. Du lässt dich nicht einschüchtern.
„ dafür kann ich mich nicht erinnern das ich dem zugestimmt habe“ antwortet er mir nur.Meine Fresse dieser Kerl ist im antworten eine noch größere Niete als ich.
„ach so funktioniert das also? Bullet sagt etwas und Eric ignoriert es einfach? Tja, soll ich dir mal was sagen du großer und furchteinflößender Anführer? Mich interessiert das schlicht und ergreifend nicht. Ich habe keine Angst vor dir. Und weißt du was? Das ist genau das was dich an mir von Anfang an interessiert hat.“ währendessen hatte ich mich hingehockt und schaute ihn nun ebenfalls gelangweilt an. Ich kannte und konnte dieses Spielchen.


Ich hörte plötzlich eines der arrogantesten Lachen die ich je gehört habe. Eric stand tatsächlich vor mir und lachte.
„Angst? Nein Angst hast du nicht. Aber etwas das mir deine heimlichen Blicke verrät, deine Gänsehaut...du hast Interesse.“
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