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Hexenjagd

von Kartoffel
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Ben Eduard Gretel Hänsel
04.03.2015
20.06.2016
7
5.139
3
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1 Review
 
07.03.2015 850
 
Wo bin ich?
Was ist passiert?
Bin ich tot?
Nein. Es fühlt sich nicht so an.

Langsam kam ich zu mir. Meine Augen öffneten sich und meine Sicht klärte sich. Ich war in einem kleinen Haus aus Holz und lag in einem Bett. Neben mir befand sich ein Tischchen auf dem eine brennende Kerze stand. Sie erleuchtete den düsteren Raum und gab ein wenig Wärme. Wo war ich hier? Das letzte an das ich mich erinnern konnte war, das Hänsel mich getragen hat. Wo war er überhaupt? Ich ließ meinen Blick wandern und entdeckte einen dunkelhaarig en Jungen oder einen Mann. Was auch immer. Als schien er meinen Blick zu bemerken, wandte er seinen Kopf zu mir. ,,Ah du bist wach!" schon kam er auf mich zu. ,,Wie geht es dir?" fragte er mich besorgt. ,,Gut", war meine schlichte Antwort. Jetzt viel mir auch alles wieder ein. Auch das Versprechen von Hänsel. Und wo war er? Hatte er nicht gesagt, er wäre da, wenn ich aufwache? Ich sah mich nochmals um, doch außer dem Mann war niemand da. ,,Ich bin übrigens Ben. Hänsel kommt gleich, er musste kurz weg. Ich soll von ihm ausrichten, dass er dein Versprechen nicht brechen wollte, aber es wurde wieder eine Hexe gesehen. Sie hat sich ein paar Kinder gekrallt." Ich nickte. Schade dass er nicht mehr da war. Aber er war eben ein Hexenjäger. Ich war ihm nicht Böse. ,,Hier, ich hab dir Brei gekocht." Dankend nahm ich die von Ben gereichte Schüssel mit dem noch dampfenden Brei an und begann vorsichtig zu essen. ,, Du heißt doch Elise, hab ich recht?" ,,Elisa", verbesserte ich Ben. ,, Du bist doch ein Mädchen?" Irritiert sah ich ihn an. ,,Ja, seh ich etwa wie ein Junge aus? Na danke." Etwas sauer wand ich meinen Kopf ab. ,,So meinte ich es doch gar nicht!" Ich wollte gerade meinen Kopf wieder zurück drehen, als wir von einer Stimme unterbrochen wurden. ,,Was meinst du nicht so Ben?" Hänsel stand in der Türe und sah mit zusammen gekniffenen Augen zu Ben. Dieser wurde ziemlich klein. Jetzt tat er mir Leid. Ich hab doch auch nur Spaß gemacht, als ich so täte als wäre ich sauer. ,,Ich wollte sie nur um einen Rat bitten. Hänsel ich wollte sie nicht beleidigen." meinte Ben mit erhobenen Händen. ,,Schon gut", lächelte ich Ben an. Hänsel schien sich damit zufrieden geben und setzte sich zu uns. Auch er erkundigte sich nach meinem Wohlergehen und ich sagte ihm das gleiche wie zuvor zu Ben. Hänsel nickte. ,,Deine Wunde ist sehr tief, du wirst dich lange schonen müssen. Die Hexe ist tot, wenn es dich interessieren sollte." Hänsel lächelte dabei. Mein Herz schlug im Moment Saltons in meiner Brust. Trotzdem erwiderte ich das Lächeln. Die Türe ging erneut auf und Gretel trat gefolgt von Eduard, dem Troll, ein. ,, Wir haben uns umgehört, außerhalb der Stadt soll eine Hütte stehen. Sie soll schon seit langer Zeit niemandem gehören. Vielleicht verstecken die Hexen sich dort." Hänsel nickte. ,,Dann werden wir sie morgen besuchen. Jetzt wird es bereits dunkel. Das wäre viel zu gefährlich." ,,Ja, in der Nacht Hexen zu jagen, ist der Tod." stimmte ihm Gretel zu. ,,Ich werde jetzt schlafen gehen" Ben erhob sich und die anderen taten es ihm gleich. Nur Hänsel blieb an meinem Bett sitzen. Alle wünschten mir eine angenehme Nacht und verschwanden in anderen Teilen des Hauses. ,,Das Haus hat uns der Bürgermeister gegeben. War echt nett von ihm!" erzählte Hänsel. ,,Ihr seid die Hexenjäger. Ich glaube ihr würdet alles bekommen, wenn ihr danach fragt." meine ich ernst. Das ließ Hänsel lachen. ,,Ja wahrscheinlich schon. Wenn Menschen Angst haben, geben sie alles dafür, die Angst nicht mehr zu spüren." Hänsel strich mir über den Kopf. ,,Ich bin froh, dass es dir gut geht Elisa." Ich bemerkte wie meine Backen warm wurden. Bestimmt sah ich jetzt aus, wie eine Tomate. ,,Wie geht es dir?" stellte ich die Gegenfrage. Hänsel lächelte. ,,Gut. Sogar sehr gut." Ich nickte und verstand aber noch was er genau meinte.

Langsam überkam mich die Müdigkeit und ich legte meinen Kopf nach Hinten ins Kissen. Zudem gähnte ich einmal herzhaft. ,,Schlaf Elisa" Ich nickte und sah wie Hänsel sich erhob. ,,Bleibst du bei mir?" fragte ich ihn. Da ich noch immer Angst hatte wieder einer Hexe zu begegnen. Hänsel sah mich an. ,,Soll ich wirklich bleiben?" ich nickte und Hänsel setzte sich wieder an mein Bett. ,,Ich kann auch rutschen, dann kannst du auch ein bisschen schlafen" sagte ich mit hochrotem Kopf. Da ich ein schlechtes Gewissen bekam. Ich wollte nicht dass er wegen meinem Egoismus nicht schlafen konnte. Hänsel sah mich kurz an. Nickte dann und lächelte mich wieder an. Er legte sich zu mir und legte die Decke über uns. ,,Jetzt schaf Elisa. Ich pass auf dich auf." Ich nickte und schon schlief ich wieder ein. Ich bemerkte nicht einmal, wie Hänsel einen Arm um mich legte und mich zu sich zog.
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