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Fünfzehn Melodien

von Sulime
SongficAllgemein / P12 / Gen
Aragorn Denethor II. Faramir Finduilas von Dol Amroth Gandalf Halbarad
04.03.2015
04.03.2015
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Anmerkung: Es ist immer wieder lustig, was man nicht alles beim Stöbern auf der eigenen Festplatte findet. Diese Sammlung von 15 Mini-Songfics – frei nach diesem Projekt - entstand vor zwei Jahren an einem 4. März, welcher der Geburtstag eines meiner Lieblingskomponisten ist, weswegen mir plötzlich nach einem Musikprojekt war. (Soweit ich weiß, hatte ich damals eine Grippe und etwas seltsame Anwandlungen.) Zu jedem Lied habe ich ein paar Zeilen über eine Figur aus dem erweiterten Kreis des Herrn der Ringe geschrieben, falls man nicht erkennt, welche gemeint sind, habe ich es druntergeschrieben.
Ich war dann aber nicht zufrieden genug, um sie hochzuladen. (Zumal ein Teil der Lieder, die da plötzlich aus den Untiefen meines tragbaren Musikspielgerätes auftauchten, nicht mehr meinem Geschmack entsprach. Danach habe ich dann beschlossen, etwas auszumisten. Ich glaube, Mark Medlock war der erste, der gehen musste.)
Heute habe ich mich aber spontan entschlossen, diese kleine Schreibübung doch noch hochzuladen, vor allem, weil ein paar Figuren darin vorkommen, über die ich seitdem praktisch nicht mehr geschrieben habe. Hier ist sie also, zu Ehren Antonio Vivaldis, der heute vor 337 Jahren in Venedig geboren wurde.

Disclaimer: Der Herr der Ringe mit all seinen großartigen  Figuren und Orten und seiner genialen Handlung ist J.R.R. Tolkiens Werk. Ich erhebe keinen Anspruch auf irgendwelche Rechte und es liegt mir fern, Geld damit verdienen zu wollen.


***



Hello – Martin Solveig feat. Dragonette
Da steht er vor ihm, dieses kleine Wesen mit dem finsteren Blick, der ihm allein gilt. Was haben sich ihre Eltern nur gedacht, als sie sie zusammen in einen Raum steckten? Spielt schön, haben sie gesagt. Wunderbar, wenn man zwölf ist und der andere vier.
Spielen? Was denn? Der Kleine kann doch keines der Spiele, die Spaß machen.
Reden? Worüber denn reden?
Merry weiß es nicht. Was sagt man zu einem Vierjährigen? Zu einem Vierjährigen, der einen anstarrt, als sei man ein Ork oder noch Schlimmeres? Verwandt oder nicht, er ist sich sicher, dass er nie etwas mit diesem kleinen Kind wird anfangen können.
Peregrin heißt er, aber seine Mutter nennt ihn Pippin. Was für ein Name.
Was soll er denn nun sagen?
Er gibt sich einen Ruck und probiert es mit: „Hallo“.

Figuren: Merry, Pippin


Ella elle l’a – Kate Ryan
„Was hältst du von ihr?“, fragt Faramir leise. Seine Base durchquert den Raum, Rücken gerade, den Kopf hoch erhoben. Weiß sie, dass alle Blicke auf sie gerichtet sind? Natürlich.
Es ist sein Geburtstag und er freut sich darüber, dass auch die Verwandtschaft seiner Mutter den Weg nach Ithilien angetreten hat. Noch mehr hat es ihn aber überrascht, dass der König von Rohan sich die Ehre gibt, ihn zu besuchen.
Momentan gilt seine Aufmerksamkeit aber nicht Faramir. Auch nicht seiner kleinen Schwester, die sich grinsend zu ihrem Mann beugt und antwortet: „Sie hat ihn schon am Haken.“

Figuren: Faramir, Lothíriel, Éowyn, Éomer


Say it right – Nelly Furtado
„Sag ihm die Wahrheit.“
Die Stimme ist ruhig, aber eindringlich. Graue Augen, die den Blick von Gandalfs dunklen suchen. Doch dieser wendet sich ab.
„Sag ihm, worauf er sich einlässt.“
„Das weiß er doch bereits“, antwortet der Zauberer unwirsch. „Er ist kein Junge mehr. Bilbo hat ihm viel von der Welt erzählt.“
Der Waldläufer schüttelt nur den Kopf.
„Er weiß nichts von Mordor und du bist dir darüber im Klaren. Dennoch lässt du ihn ziehen. Erzähl ihm wenigstens die Wahrheit. Was ihn in Mordor erwartet, wen er sich zu Feinden gemacht hat… Was der Ring mit ihm machen wird.“
Gandalfs Blick verdüstert sich für einen Moment.
„Was weißt du von derlei Dingen?“, will er wissen.
Doch Aragorn hat schon den Raum verlassen.

Figuren: Gandalf, Aragorn, (indirekt) Frodo


Wheel of Time – Blind Guardian
Er lacht, der junge Truchsess, das Weinglas in der Hand und wendet sich vom Fenster ab. Eigentlich wollten sie sich über Staatsangelegenheiten unterhalten, aber der Sommertag draußen ist zu schön, um mit den Gedanken wirklich bei der Sache zu sein.
Und doch, in dem Moment, als Faramir ihm das Gesicht zuwendet, fühlt Aragorn plötzlich einen Stich. Die Ähnlichkeit trifft ihn unvorbereitet. Das dunkle Haar, die edlen Gesichtszüge  auch wenn auf ihnen der ungewohnte Anblick eines Lächelns liegt, erinnern ihn so sehr an Faramirs Vater, dass er einen Moment fast glaubt, Denethor persönlich gegenüberzustehen.
Es sind die Augen, die ihn zurück in die Gegenwart holen. Finduilas‘ Augen.
„Wisst Ihr, Faramir“, sagt er, „mir fiel soeben auf, wie ähnlich Ihr Eurem Vater seht.“
Sofort verblasst das Lächeln und in einem einzigen Augenblick scheint es kühler im Ram zu werden. Damit hat Aragorn nicht gerechnet.
„Tue ich das?“, fragt der junge Truchsess abweisend.
Der König nickt lediglich. Faramirs Reaktion hat ihn überrascht.
„Dann kanntet Ihr ihn in seiner Jugend?“, fragt Faramir schließlich.
„Ja, das tat ich“, erwidert Aragorn. „Auch wenn ich nicht behaupten kann, dass viel Sympathie zwischen uns herrschte.“
Seine Ehrlichkeit scheint etwas in Faramir wachzurufen.
„Nun, dann sind wir wohl zwei“, antwortet er.
Aragorn runzelt die Stirn.
„Wie meint Ihr das?“
Das Weinglas ist vergessen, ebenso wie der warme Sommertag und die spielenden Kinder in den Gärten von Minas Tirith.
„Vater“, beginnt Faramir, „war anscheinend der Meinung, dass der zukünftige Truchsess stark und mutig sein sollte. Ein Mann des Krieges, nicht der Bücher. Boromir war in dieser Hinsicht wohl der Geeignetere von uns beiden.“
„Boromir strauchelte und fiel, während Ihr die Prüfung bestandet“, antwortet Aragorn, aber bei sich denkt er: Wie schnell sich das Rad der Zeit doch dreht.

Figuren: Aragorn, Faramir


Summer Love - Mark Medlock
Sie läuft, sie fliegt, barfuß im nassen Sand, das Kleid flattert ihr um die Beine und sie lacht.
„Du wirst mich nie fangen!“, ruft sie und läuft schnell wie die Pferde im Land der Rohirrim. Nur dass der Strand ihre Weide ist, alles, was sie zum Leben braucht.
„Freu dich nicht zu früh!“, ruft er ihr hinterher, dabei läuft er absichtlich langsamer. Er liebt es, sie lachen zu sehen, so glücklich und frei.
Der Sommer in Dol Amroth ist der schönste in ganz Gondor.
Weil sie hier glücklich ist.

Figuren: Finduilas, Denethor


Seasons in the sun – Westlife
Er zögert nicht, bevor er in den Schatten geht, er überlegt. Wägt einen Moment Für und Wider ab.
Auf der einen Seite stehen Heimat und Familie, ein Land, das es zu beschützen gilt. Ohne Dank und Anerkennung, aber er kennt es nicht anders. Das ist sein Leben, sein ganzes Leben, das auf der einen Seite steht. Und auf der anderen ist nur er, der Mann, den er seit frühster Kindheit kennt, dem er blind vertraut. Dieser Mann und die kleine, unbezwingbare Hoffnung, die doch so unbegründet scheint, dass auf der anderen Seite ein Sieg auf sie wartet, ein Sieg und ein Königreich.
Doch Halbarad weiß, dass auf ihn kein Königreich wartet. Auf ihn wartet der Tod, kalt und gnadenlos.
Noch einmal wägt er die beiden Seiten ab. Ist es das wirklich wert?
Sein Blick fällt auf den Mann neben ihm. Erinnerungen kommen in ihm hoch. Ein Leben als Waldläufer. Frühling, Sommer, Herbst und Winter, unter der Sonne, im Freien, zusammen. Alles geteilt, Wunden und kleine Erfolge. Einander Mut gegeben, wenn das Leben allzu aussichtslos schien. Das hatte er, all die Jahre. Es waren glückliche Zeiten, trotz aller Widrigkeiten.
Seine Entscheidung steht schon längst.

Figuren: Halbarad, Aragorn


Der Frühling, Allegro Animato e Grazioso – Robert Schumann.
„Mama, wann kommt endlich der Frühling wieder?“ Faramirs Stimme ist leise, aber die Ungeduld und die Enttäuschung über den andauernden Regen hört man dennoch gut heraus.
Seine Mutter hebt den kleinen Jungen hoch und streicht ihm über das lockige Köpfchen.
„Bald, mein Schatz“, antwortet sie. „Du musst noch Geduld haben. Die Natur weiß selbst am besten, wann sie ihre graue Decke von Neuem abwirft. Dann werden die Blumen wieder sprießen und die Vögel singen und der Himmel wird blau sein, höchstens verziert von ein paar watteweißen Wolken.“
Sie tippt ihm zärtlich auf die Nase. Wie ähnlich er seinem Vater doch ist, so ungeduldig wie auch Pippin immer war. Wobei, ,war'…? ,Ist' würde es eher treffen.
„Aber, Mama… Kann sich die Natur nicht etwas beeilen?“
Die kindliche Hoffnung in dem sommersprossigen Gesicht ihres Sohnes bringt Juweline zum Lachen.
„Die Welt ist alt genug, sie wartet geduldig auf den richtigen Zeitpunkt und erst, wenn er erreicht ist, wird der Frühling zurückkehren.“
Faramir zieht die Nase kraus und wirft noch einen Blick aus dem runden Fensters des Smials.
„Wenn du meinst…“ Er wirkt nicht überzeugt. Juweline schmunzelt. „Aber mir ist so langweilig!“
„Wie wäre es, wenn du mir dann beim Aufräumen hilfst?“, fragt sie.
Plötzlich ist Langeweile für den kleinen Hobbit ein Fremdwort.

Figuren: Faramir und Juweline Tuk


Don’t cry for me Argentina – Julie Convington
Sie ist so schwach, dass sie die Stimme ihrer Dienerin kaum vernimmt, die ihr mit einem feuchten Tuch über die Stirn wischt.
„Herrin, die Menschen beten für Euch. All ihre Gedanken sind auf Euch gerichtet.“
Wenn die Schmerzen nicht so stark wären, würde sie lächeln.
„Meint Ihr wirklich?“
Die Dienerin nickt.
„Ihr müsst stark sein, Herrin. Ganz Gondor weint bei dem Gedanken, Euch zu verlieren.“
Minas Tirith weint um seine schöne Herrin. Haben sie den nie bemerkt, wie unwohl sie sich hier fühlte? So allein, in diesem kalten Käfig aus weißem Stein?
„Sagt Ihnen, dass meine Gedanken bei ihnen sind, auch in diesen schweren Stunden“, murmelt sie mit schwacher Stimme. „Sie sollen wissen, wie viel mir ihre Anteilnahme bedeutet.“
Da ist Mitleid in den hellen Augen der Dienerin.
„Ich werde Eure Worte weiterleiten.“
Dann verlässt sie den Raum.
Finduilas sinkt in den Kissen zusammen, die Stirn fieberglänzend.
„Weine nicht um mich, Gondor“, flüstert sie. „Weine um die, die ich zurücklasse.“

Figuren: Finduilas, namenlose Dienerin


Geboren um zu leben – Unheilig
Nie hätte er für möglich gehalten, dass er beim Anblick seines Kindes solchen Schmerz empfinden könnte. Dabei liebt er den Jungen, liebt ihn mehr als sich selbst und umso mehr, da er das einzige Kind ist, das er je haben wird. Und doch ist da Schmerz. Zu ähnlich sieht der Junge seiner Mutter, er hat ihr Lächeln, ihren Mund, die Grübchen in ihren Wangen… Obwohl er gerade erst drei Jahre alt ist, sieht man es auf den ersten Blick.
Und er denkt zurück. An die wenigen Jahre, die er mit seiner Frau hatte. Hat er wirklich jeden Moment genutzt? Ihr oft genug gesagt, dass er sie liebt und wie viel es ihm bedeutet, dass gerade sie seine Königin sein wird?
Zu spät. Das Leben so schnell ausgelöscht. Wie eine Kerze, die ein kalter Windhauch erfasst. Eben war sie noch zum Leben geboren – dann nur noch zum Sterben.
Aber wenn er in das Gesicht seines Sohnes blickt, weiß er, dass es den Preis wert gewesen sein muss.

Figuren: Théoden, Théodred, (indirekt) Elfhild


Felicità – Al Bano und Romina Power
Glück.
Die Menschen haben merkwürdige Vorstellungen davon. Suchen sie doch ihr Leben lang danach und finden es einfach nicht. Kann man glücklich sein, wenn man in zwei Monaten seine Familie und sein Erbe verloren hat? Wenn man dem Tod nur so knapp entronnen ist, dass man noch meint, seine kalten Finger im Nacken zu spüren? Kann man glücklich sein, wenn man doch von Trauer und Schmerz zerbrochen sein sollte? Darf man es überhaupt sein?
Diese Gedanken lassen ihm keine Ruhe. Dabei hat er die Antwort für sich schon gefunden. Er weiß es, wenn er in diese hellen Augen blickt und darin etwas liest, dass er selbst tief in seinem Herzen spürt: Glück.

Figuren: Faramir, Éowyn


Curse my Name – Blind Guardian
Er ist hier nicht mehr willkommen und weiß das auch. Weder in Rohan, wo der König nun unter dem Einfluss einer doppelzüngigen Schlange und eines gefallenen Weisen steht, noch in Gondor, wo ein alter Bekannter seit vielen Jahren Truchsess ist und ihn am Liebsten auf der anderen Seite Ardas sehen würde.
Aber er gibt nicht auf. Unermüdlich stellt er sich dem Spott und den Drohungen. Sie wissen ja nicht, wer er ist.
Er ist ihre Rettung. Auch die Rettung der Kleingeistigen, der Verwirrten, der Unglücklichen und Verbitterten.
Sollen sie ihn doch verfluchen, ihm alle möglichen Namen geben. Sturmkrähe, grauer Narr, es kümmert ihn nicht. Er strebt nicht nach ihrer Anerkennung. Sein Auftrag ist das einzig Wichtige. Und das Vertrauen derjenigen, deren Freundschaft ihm wirklich etwas bedeutet.
Sollen sie seinen Namen verfluchen, all die hohen Herren, seine Feinde, gegen die er so unermüdlich kämpft, sie sollen ihn doch verfluchen.
Am Ende wird er seinen Auftrag erfüllen.

Figuren: Gandalf

Wir sind froh, dass es uns gibt (Tabaluga und Lily Soundtrack) – Peter Maffay
Krieg und Tod, Leid und Unterdrückung – Mittelerde hat viele Sorgen, doch selten sind sie bis in Auenland vorgedrungen. Hier, wo der Frieden herrscht, wo man noch in Harmonie leben kann, auf einer Insel der Ruhe inmitten eines Zeitalters des Aufruhrs und der Veränderung.
Die Hobbits haben sie, die Kunst, die so vielen anderen Bewohnern Mittelerdes fehlt: Sie verstehen es zu leben. Vielleicht sind sie nicht die klügsten, mutigsten und mächtigsten Geschöpfe der Welt, aber sie sind froh, dass es sie gibt und das ist eine Menge.

Figuren: Hobbits

Voulez-Vous – Abba
Ein König muss wissen, was das Beste für sein Volk ist und danach handeln. Diese Weisheit hat Thengel an seinen Sohn weitergegeben. Bisher war es meist leicht, danach zu handeln.
Doch in einer Situation wie dieser, was ist hier das Beste für das Volk? Und ist das Beste für Rohan gleichzeitig auch das Beste für Mittelerde?
Es ist die schwerste Entscheidung seiner Regierungszeit. Den offenen Krieg mit Mordor hat er riskiert und sein Land retten können. Doch es noch einmal in Gefahr zu bringen – tausende Leben aufs Spiel zu setzen, für eine Nation, die ihnen nicht geholfen hat?
Es ist Eorls Entscheidung. Aber kann er sie noch einmal treffen? Darf er das? Und will er das überhaupt?
Wenn er nicht eingreift, wird Gondor fallen. Und das will er nicht.
Wenn er eingreift, könnte es das Ende für Rohan bedeuten. Und auch das will er nicht.
Die Entscheidung ist schwer. Vielleicht kann es kein Wissen geben. Vielleicht muss er seinem Gefühl vertrauen.
Er will Gondor nicht im Stich lassen.

Figuren: Théoden


My man is a mean man – Stefanie Heinzmann
Auf einem Schiff hat er mich ausgesetzt! Und meine Katzen gleich mit. Was denkt er sich?
Ganz Gondor hasst mich. Weil ich Schwarz trage statt bunter Farben und keinen Schmuck. Weil ich die Einsamkeit dem Trubel ihrer Feste vorziehe. Und weil ich dem Land keinen Thronerben geschenkt habe. Als wäre das meine Schuld.
Er ist ein Schwächling. Ein niederträchtiger, feiger Mann. Mag er auch zehnmal der König von Gondor sein, über einen Mann, der seine Frau zum Sterben aussetzt, lässt sich nichts anderes sagen.

Figuren: Berúthiel, (indirekt) Tarannon Falastur


Memory (Cats) – Elaine Page
Erinnerungen – sie verblassen zunehmend. Nur noch Schatten und Schemen sind ihm geblieben und selbst sie verlassen ihn, fliehen mit jedem Schritt, den er in die Richtung des Berges tut.
Seine Vergangenheit verlässt ihn, eine Zukunft gibt es nicht – und die Gegenwart ist ein endloser Kampf des Willens. Was ist er noch anderes als eine leere Hülle, die sich immer weiterkämpft?
Er wünscht so sehr, er hätte noch Erinnerungen an seine Heimat, an glücklichere Zeiten, um sich daran festzuhalten, um einen Grund zum Kämpfen zu haben. Doch da ist nichts mehr. Es ist die Erinnerung daran, dass es einmal etwas anderes gegeben haben muss, die ihn weitertreibt.

Figuren: Frodo
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