Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Liebe und Leid eines Phönixrangers

Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Blake Dustin Brooks / Yellow Wind Ranger Hunter Bradley / Crimson Thunder Ranger Tori Hanson / Blue Wind Ranger
03.03.2015
18.09.2015
19
26.258
2
Alle Kapitel
10 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
18.09.2015 1.735
 
Ich kehrte mit ihm nach Hause zurück, eilte in die Bibliothek und suchte das Buch. Hecktisch begann ich zu blättern und fand den Eintrag.
„Nachdem ein Ninja im Kampf gefallen ist verlässt seine Seele nach dem nächsten Sonnenaufgang seinen Körper und betritt die Geisterwelt. Dort verweilt sie dann 2 Tage um sich auf das Jenseits vorzubereiten.“
Soweit, sogut. Weiter unten war aber der weitaus wichtigere Teil, der Text über die heiligen Ninjaquellen. Dort sollte es möglich sein den Körper eines verstorbenen Ninjas wieder zum Leben zu erwecken. Und genau das sollte auch passieren wenn es nach mir ging. Ich sprach mit niemandem, abgesehen von Phönix, aber das hörte ja keiner.

>Ich muss ihn zu den heiligen Quellen bringen.>

>Willst du dieses Risiko wirklich auf dich nehmen?>

>Wieso fragst du mich das, wir sind ein Wesen wie du immer sagst, also weißt du es ganz genau.>

>Von dort ist noch niemand zurückgekehrt.>

>Dann wird Hunter der erste sein, was muss ich machen? Wie kriege ich ihn dorthin?>

>Verbrenne seinen Körper!>

Ich zeigte meinem Vogel einen Vogel.

>Das ist die einzige Möglichkeit um ihn durch das Portal zu schaffen.>

>Wenn das nicht funktioniert rede ich nie wieder mit dir.>

>Hunter ist bereits tot, du tust ihm also nicht mehr weh.>

>Mach du, ich kann das nicht.>

Und konnte gar nicht hinsehen. Als alles vorbei war, ich hatte mich zwingen müssen im Zimmer zu bleiben, schwebte eine Kugel vor mir, in der es dunkelrot leuchtete. Das war dann also geklärt, meine Reise konnte beginnen.


Zuerst suchte ich mir einen guten Aussichtspunkt, das Portal würde bestimmt nicht beschildert sein.
„Ninja Power des Feuers, zeig mir den Weg!“
Erstmal geschah rein gar nichts, dann begann es weiter entfernt zwischen den Bäumen zu rauchen. Als Schatten huschte ich darauf zu und stand dann vor einem Felshaufen.
Und was jetzt?
Vielleicht gab es ja einen geheimen Schalter oder so, vorsichtig tastete ich die Felsen ab und war auf einmal verschwunden.
Natürlich war ich wieder in einem Wald, ich konnte echt keine Bäume mehr sehen. Ab jetzt war ich auf mich alleine gestellt, Phönix würde mir auch nicht helfen können, also musste mein feuriges Temperament ausreichen. Ich konnte fühlen das ich auf dem richtigen Weg war und das ich beobachtet wurde, ich war ja schließlich lebendig und im Land der Geister. Mehrere Kilometer folgte ich einem kleinen Flusslauf und konnte endlich die Umrisse eines Hauses erkennen. Vielleicht konnte ich hier erfahren wie es weitergehen sollte. Nur noch wenige Meter von dem Eingang entfernt öffnete sich die Tür und eine Person trat in die blendende Sonne. Aber der Größe nach zu folgen war es ein Mann.
„Du bist wirklich gekommen.“
Ich hatte schon nicht mehr daran geglaubt seine Stimme noch einmal zu hören.
„Ich werde dich zurückholen“, brachte ich mühsam beherrscht hervor.
Wir traten aufeinander zu, wie ich mich danach sehnte ihn in die Arme zu nehmen. Hunter streckte seine Hand nach mir aus und berührte mein Gesicht. Es war unglaublich, aber ich konnte ihn spüren, legte meine Hand auf seine und verlor für Sekunden völlig die Fassung.
„Wie geht das?“
„Du bist hier in der Geisterwelt, ich werde erst morgen mit den letzten Sonnenstrahlen ganz verschwinden.“
„Deshalb muss ich auch so schnell wie möglich zu den heiligen Quellen.“
„Das wirst du niemals schaffen, sie werden bewacht.“
„Ich habe mich noch nie von einem Alien abschrecken lassen.“
Seine Züge wurden erst zornig, dann traurig.
„Du wirst sterben, erneut. Nicht irgendein Alien ist hinter den Seelen her, Lothor sorgt dafür das hier alle in Angst und Schrecken leben.“
„Hunter, ich werde dich zurückholen, egal wie, nicht einmal Lothor kann mich aufhalten, ich habe ihn schon einmal über den Abgrund geschubst, ich packe das nochmal, ich bin viel stärker als damals. Ich lasse dich nicht gehen, ich bin eine Bradley und die halten ihre Versprechen!“
„Gut, aber lass uns noch etwas Zeit.“
Ich ließ mich von ihm mit ins Haus ziehen.


Mit den ersten Sonnenstrahlen des nächsten Tages brach ich auf, schweren Herzens zwang ich mich nicht an die letzten Stunden zu denken, die wir nicht vergeudet hatten. Wir hatten uns ewige Liebe geschworen, es war die schönste Nacht meines Lebens gewesen. Jetzt war ich bereit für den Kampf auf Leben und Tod. Es ging einen steilen Pfad hinauf, bis zur Bergspitze, von da an musste ich in eine Schlucht, die mich zum Berg der heiligen Quellen führen würde. Ich atmete tief durch und wollte den Abstieg wagen, als ein komisches Brausen Besuch ankündigte. Ich konnte ihn nicht sehen, aber die dunkle Aura sagte mir das Lothor nicht mehr weit weg war. Und schon bekam ich einen heftigen Schubs, ich segelte in die Schlucht hinein, keine Ahnung wie oft ich mich überschlug, aber unten angekommen tat mir alles weh. Dann stand er mir gegenüber und er sah genauso bekloppt aus wie früher.
„Bist du hier um deinen Liebsten zu retten? Leider werde ich dir einen Strich durch die Rechnung machen.“
„Ich habe dir schon einmal in den Hintern getreten, das werde ich auch ein weiteres mal machen.“
Und nahm eindeutige Kampfhaltung ein. Natürlich war es Wahnsinn mich ihm direkt frontal zu nähern, aber ich hatte nicht die Zeit für lange Diskussionen. Für diesen Fehler bekam ich die Prügel meines Lebens, er scheuchte mich durch die ganze Schlucht und ließ mir keine Zeit zum verschnaufen. Deshalb brachte ich mich mit Ninjaspeed aus der Reichweite von ihm und keuchte ein schnelles „Thunderstorm Rangerform!“ Den Donnerstab ließ ich zum Schwert werden und war bereit.
„Du wirst es niemals bis Sonnenuntergang schaffen.“
Meine Antwort waren schnelle Schwerthiebe, die dem Mistkerl aber nur ein ekliges Lachen entlockten. Seine Angriffe waren sowas von brutal, kein Wunder das meine Freunde es nur knapp überlebt hatten, ich war alleine, wie sollte ich das denn schaffen? Aber ich durfte auf keinen Fall aufgeben.
Mit der Zeit stolperte ich nur noch durch die Schlucht, verteidigte mich nur noch schwach, jeder Muskel meines Körpers schrie vor Schmerzen. Dann schickte Lothor mir seinen Energiestrahl zum x-ten mal um die Ohren und diesmal traf er mcih brutal. Ich flog gegen die Steine, landete alles andere als sanft und wandelte mich zurück. Diesmal blieb ich liegen und wartete auf den Gnadenstoß.
„Du hast ehrenhaft gekämpft.“
Fies grinsend stand er über mir und holte zum finalen Schlag aus.
„Finger weg von meiner Frau!“
Der Schatten huschte über mich hinweg, traf Lothor, nietete ihn um und war dann wieder bei mir. Okay, war das jetzt Hunter, oder sein Rangergeist, oder beide? Ich hatte eindeutig zu viel auf den Kopf bekommen.
„Komm!“
Er zog mich hoch.
„Ich schaffe es nicht.“
„Doch, du darfst nur nicht an dir zweifeln, du bist der stärkste Ninja den ich kenne, nur du kannst ihn vernichten und die Seelen retten. Ich werde immer an dich glauben.“
Er begann zu strahlen und ich spürte es, er gab mir seine Rangerpower.
„Das wird dir auch nicht helfen, keiner entkommt mir.“
„Hatte ich auch gar nicht vor!“
„Du gibst nicht auf?“
„Nein, ich kann ein verdammt sturer Bock sein wenn es nötig ist.“
Hunter hatte recht, ich musste nur diese gewaltigen Kräfte in mir wecken. Ich sah zum Himmel, der sich verdunkelte und spürte die Ladung in der Luft.
„Ich rufe die Kräfte des feuerroten und dunkelroten Ninjas, Power des Feuers und des Donners, verbindet euch!“ Meine gefalteten Hände begannen zu leuchten, was sich  schnell zu einem blendenden Leuchten steigerte. Mir wurde selbst etwas mulmig, so viel Power hatte ich noch nie benutzt. Mein ganzer Körper stand unter Strom und gleichzeitig schien ich lichterloh zu brennen. Und genau diese unbändige Energie ließ ich jetzt frei und schloss die Augen. Es gab einen gewaltigen Knall, ich wurde von der ungeheuren Wucht durch die Schlucht gefegt und dann war Ruhe, friedliche Stille, kein Fluchen, kein hämisches Lachen, rein gar nichts.
„Du hast ihn besiegt.“
Hunter lächelte mich an, verblasste und war dann verschwunden. Ich sah erneut zum Himmel, wo sich die roten Wolken verzogen hatten und die Sonne schon ziemlich tief stand. Ich musste mich beeilen.


Endlich oben angekommen musste ich erst einmal verschnaufen, der Berg war verdammt steil gewesen. Aber die Panik trieb mich schnell weiter, mir bleiben nur noch Minuten. Hastig nahm ich die Kugel aus meinem Rucksack, noch wenige Schritte, dann war ich bei der Quelle. Vorsichtig ließ ich sie ins Wasser gleiten, es verfärbte sich kurz dunkelrot und ich konnte deutlich Hunters Gesicht sehen das sich Spiegelte und dann wieder nur mein eigenes Spiegelbild. Ich ließ mich neben der Quelle nieder, die Sonne ging unter und ich wartete.
War ich noch rechtzeitig hier oben gewesen?
Mit jeder Minute die verging sank auch meine Hoffnnung, es rührte sich rein gar nichts.

Jetzt waren schon über 2 Stunden vergangen, ich konnte mich nur noch mit Mühe wachhalten. Als dann doch noch etwas passierte, vor mir öffnete sich ein Portal, es würde mich zurückbringen, alleine.
Wie ungerecht konnte das Leben sein?
Ich hatte alles, wirklich alles gegeben und doch alles verloren.


Ich wurde erwartet, mit unzähligen Fragen bombardiert und beantwortete keine davon. Die nächsten Tage bekam mich keiner zu sehen, ich musste alleine zurechtkommen. Eigentlich wollte ich alles hinwerfen und verschwinden, aber ich hatte Pflichten und wollte Hunter nicht enttäuschen, ganz egal wo er jetzt war. Aber sonst lief ich auf Sparflamme, zog mich total von den anderen zurück, lebte nur noch für die Schüler. Blake versuchte immer wieder mich zu überreden doch wieder unter Leute zu gehen, aber ich wollte nicht.
„Ich weiß das ist jetzt nicht der richtige Moment, aber ich vermisse Hunters Wandler.“
„Du hast Recht, es ist nicht der richtige Moment, wie kannst du jetzt an sowas unwichtiges denken, dein Bruder ist nicht mehr da!“
„Ich habs doch nicht so gemeint, nur falls wieder ein Alien auftaucht, bräuchten wir vielleicht.....“
„Einen neuen Donnerranger? Ich kann es nicht fassen, als wenn irgend jemand jemals seinen Platz einnehmen könnte. Sollen sich doch die anderen darum kümmern, hier du kannst meinen haben, ich brauche ihn eh nicht mehr. Ich konnte trotz meiner Power das wichtigste in meinem Leben nicht beschützen, also gibt es keinen feuerroten Ranger mehr. Gründe doch dein eigenes Team wenn du willst, ich bin raus aus dem ganzen.“
Und war auch schon wieder in meinem Zimmer verschwunden.








So liebe Leser, damit endet meine Story, ich hoffe sie hat euch gefallen, ich habe viel Herzblut hineingesteckt!!
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast