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Ribbon Game

GeschichteFreundschaft, Übernatürlich / P16
Akashi Seijūro Kagami Taiga Kuroko Tetsuya OC (Own Character)
28.02.2015
27.12.2015
44
54.281
22
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Dieses Kapitel
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20.12.2015 1.176
 
Eine Druckwelle ging von meinem Körper aus. Sie breitete sich über das gesamte Spielfeld aus und erreichte sogar diejenigen, die auf den Bänken saßen. Das war meine gesamte Kraft, die ich nun mehr als überhaupt erlaubt gebrauchen würde.
Ich stand mit meiner Kraft über Akashi und holte mir nun die Bälle, um sie dann zu meinen Teammitgliedern zu spielen. Ab und zu spielte ich so schnell, dass ich beinahe wie Kuroko verschwand  und irgendwo wieder auftauchte. Es war ein gutes aber auch schreckliches Gefühl, denn nur ich wusste, wie es enden würde.

Aber Akashi schien es sich nicht so einfach gefallen zu lassen. „Das ist sehr gut, aber leider bist du immer noch nicht gut genug für mich“, meinte der Rothaarige und aktivierte seine eigene Zone. Seine Augen blitzten vor Wut und Stolz auf und irgendwie erreichte es mich, indem mir ein Schauer über den Rücken lief. Dennoch ließ ich mich davon beirren und kämpfte gegen Akashi um den Sieg.

Die Körbe für Seirin wurden immer mehr aber auch der Rakuzan punktete ab und zu noch. Als Akashi mir wieder ein Mal auf den Füßen stand konzentrierte ich meine Kraft noch mehr und ließ sie explodieren, sodass Akashi zurückgedrängt wurde. „Wie du mir, so ich dir“, meinte ich und schob mich an ihm, wenn auch gewaltsam, vorbei und übergab den Ball Kagami, der neben mir auftauchte. Er war es auch, der punktete. Immer näher kamen wir dem Punktestand von Akashi und seiner Mannschaft. Wir waren nicht aufzuhalten und selbst Akashi musste bemerken, dass er nicht weiter kam. Er hatte seine Mannschaft vernachlässigt, spielte auf dem Feld allein, während seine Kameraden auf dem Feld standen und nichts tun konnten. Selbst Kotaro hatte keinen Spaß mehr und wusste wahrscheinlich kaum noch, was es hieß, mit einer Mannschaft zu spielen.

„Komm endlich wieder dort hin, wo du mal gestanden hast!“, rief ich und spielte erneut an dem wütenden Rotschopf vorbei. „Du hattest eine wundervolle Mannschaft. Ihr wart Teiko und ihr habt so viel geschafft. Zusammen. Und nun? Jetzt seid ihr alle getrennt und kämpft gegeneinander. Ihr habt euch alle verändert, da gibt es keinen Zweifel, aber doch nicht so! Werd mal wieder zu dem alten Akashi!“ Kagami und Kuroko kreuzten sich, sodass Akahi kurz die Orientierung verlor und nach hinten stolperte. Jetzt saß er dort, wo wir immer gesessen hatte und wir standen vor ihm und blickten auf ihn herab. Es war nun genau andersherum. Akashi sah nun, wie es aus der anderen Perspektive aussah.

Er schien mit sich selber zu kämpfen und schließlich färbte sich sein anderes braunes Auge wieder so rot, wie das eine, was er von Anfang an besessen hatte. Er hatte seine zweite Persönlichkeit besiegt. Vorsichtig stand er auf, sah mich an und lächelte leicht. „Danke. Ich weiß jetzt wieder, was es heißt, in einer Mannschaft und mit Freunden zu spielen“, sagte Akashi leise. Ich nickte ebenfalls lächelnd. Akashi entschuldigte sich bei seinen Mitspielern und kehrte mit ihnen auf das Feld zurück.
„Spielen wir es zu Ende!“, rief ich und gab den Ball an Izuki ab. Die letzte Minute lief bereits und es stand 104 zu 105 für den Rakuzan.

Es schien wie ein ewiges Hin und Her. Die Zeit schien, als wäre sie angehalten worden und auch ich verfolgte Kuroko, wie er den Ball zu dem gegnerischen Korb spielte. „Satsuki!!“ Einige Zuschauer waren verstummt. Auch ich sah nur noch zur Seite zur Tribüne, wo sich ein junger Mann versuchte sich durch die Massen zu kämpfen. Er hatte mittellanges braunes Haar, welches sein rechtes Auge bedeckte und sah sehr panisch aus. Sein anderes Auge strahlte in einem hellen Blau und dennoch schien es nicht wie damals freundlich, sondern eher ziemlich besorgt. Er war also doch hier gewesen. Mein Bruder Akira. Als er mich ansah, schüttelte ich nur lächelnd den Kopf, womit ich ihm zeigte, dass es längst zu spät war.

Ich wandte mich um, sah, wie Kuroko den letzten Korb machte und wir das Spiel gewannen. Zufrieden lächelte ich, als das Spiel abgepfiffen wurde und als sich meine neue Familie zu mir umdrehte, weinte ich sogar. „Satsuki-chan!!“ Riko schien es begriffen zu haben. Meine Worte, bevor ich auf das Spielfeld zurückgekehrt war. Aus den Augenwinkeln sah ich, wie Akira über die Absperrung sprang. Kuroko, Kagami, Izuki, Hyuuga. Alle sahen verwirrt aus. Meine Hand legte ich über mein Herz. Die Schläge wurden mit jedem Augenblick schwächer, das Blut suchte sich bereits den Weg aus meinem Körper. Ich hörte, wie sie meinen Namen riefen, aber es war zu spät. Mein Leben war vorbei. Wie ich es doch bereute, dass ich Kuroko nicht sagen konnte, dass ich mich in ihn verliebt hatte. Wie ich es bereute, dass ich nicht noch mehr Zeit mit meinen Freunden und meinem Bruder, der den Absturz des Flugzeuges überlebt hatte, verbringen konnte.

Lautlos verabschiedete ich mich von allen, die mich bisher beschützt, akzeptiert und nie verlassen hatten, ehe meine Beine einknickten und ich auf den Hallenboden aufschlug. Die Schreie der Zuschauer klangen zu mir herüber, aber ich hatte das Gefühl, dass sie weit weit weg waren. Der Hallenboden färbte sich rot. Diese Farbe hatte ich noch nie gemocht.

Hätte ich doch damals besser aufgepasst, dann hätte ich vielleicht noch eine Chance gehabt, weiterzuleben. Damals trug ich zu den Schleifen noch ein Amulett, welches es mir gestattete, meine Schleifen sowohl beim Duschen, als auch beim Schlafen abzunehmen. Aber dieses Amulett ging zu bruch, als ich mit Kise damals zusammengestoßen war. Man konnte es nicht mehr reparieren und selbst wenn man es gekonnt hätte, war die Wirkung verloren gegangen. Somit blieb mir nichts anderes mehr übrig, als mich dem Schicksal hinzugeben.

Ich spürte, wie mich jemand auf den Rücken drehte und meine Hand hielt. Sie war so schön warm. Ich fühlte mich geborgen. Wer hatte mir doch gleich die Hand als erstes gereicht, als ich so verloren war? Vor meinem Inneren Auge zeichnete sich ein Junge ab, der Kuroko sehr ähnlich war. Aber er war ihm nicht nur ähnlich, der Junge selbst war Kuroko. „Halt durch, bitte halt durch. Das wird alles wieder!“ Ganz schwach spürte ich noch etwas feuchtes auf meiner Wange, kam zu dem Schluss, dass es seine Tränen waren und lächelte gequält, ehe ich die Augen vollkommen schloss und die Tränen, die sich in meinen Augenwinkeln gesammelt hatten, an meinen Wangen herunterrollten.

Wie gern ich ihm doch meine Liebe gestanden hätte. Wie gern ich alle noch ein letztes Mal lachend gesehen hätte. Wie gern ich die Wunderkinder vereint gesehen hätte, nach so langer und harter Zeit.
Aber ich hatte alles erreicht, was ich bisher wollte. Und für mein Versprechen habe ich mein Leben hergegeben. Wie ging der Spruch noch gleich? Wer dieses Versprechen bricht, ist Tausend Nadeln schlucken Pflicht? Ich hatte es schon ewig nicht mehr gemacht, aber das machten ja für gewöhnlich nur Kinder.

Meine Umgebung war bereits dunkel, doch nun wurde sie schwarz. Mein Leben war hier und jetzt zu Ende.


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Hallo! Hier ist Animeliker^^

Wer jetzt denkt, die FF ist schon zu Ende, der hat sich mächtig geschnitten.
Freut euch auf das nächste Kap!^^

LG Animeliker^^
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