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Ribbon Game

GeschichteFreundschaft, Übernatürlich / P16
Akashi Seijūro Kagami Taiga Kuroko Tetsuya OC (Own Character)
28.02.2015
27.12.2015
44
54.281
22
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29.11.2015 1.413
 
„Beeilung! Beeilung!“, rief Riko und zu, während wir hinter ihr her liefen, um noch rechtzeitig unsere Plätze zu erreichen. Erschöpft ließen sich alle anderen in ihre Sitze fallen und seufzten tief. „Geschafft!“, meinte Kagami und atmete tief ein und aus. Ich ließ mich langsam auf die Bank nieder und schaute mich unauffällig um. Heute morgen hatten wir uns mächtig in der Zeit vertan, sodass wir nun in der letzten Sekunde kamen. Wir waren knapp zwanzig Minuten nur gerannt, aber ich hatte keinerlei Beschwerden gehabt. Obwohl ich so viel Kraft von mir verbraucht hatte, hatte ich in den zwanzig Minuten nicht ein Mal die Orientierung verloren.

Ich hatte beim Hereinstürmen keine Zeit gehabt, mich umzusehen, aber ich spürte einen stechenden Blick in meinem Rücken und wusste somit, dass Akashi hier war. Er befand sich hinter mir. Ich durfte mich jetzt nur nicht umdrehen, denn dann würde ich die Aufmerksamkeit Kurokos auf mich ziehen, der dicht neben mir saß. Der Schiedsrichter pfiff das Spiel Kaijo gegen Shutoku an. Ein Spiel um den dritten Platz. Ein Spiel der Wunder. Ich sah gespannt dabei zu, wie der Ball von einer zur anderen Mannschaft ging und gepunktet wurde. Dennoch fiel mir gleich in der ersten Hälfte auf, dass etwas mit Kise nicht stimmte. Er humpelte mehr, als er lief. Irgendwas stimmte da nicht und ich schien Recht zu haben, denn auch Kuroko wirkte mit einem Mal nervös.

„So wie es aussieht, wird Kise bald ausgewechselt. So kann er nicht weiter spielen“, meinte Riko und setzte somit Kurokos Gedanken um. „Ja, da wirst du Recht haben“, pflichtete Hyuuga ihr bei. Doch nicht nur Kise war bei Kaijo verletzt, sondern auch Teppei bei uns. Auch er hatte eine Beinverletzung und wenn wir morgen spielen würden, würde Teppei auch bald ausscheiden müssen. Die erste Hälfte wurde abgepfiffen und es gab einen 21 Punkte Vorsprung für Kaijo. Tief in meinem Inneren wiederholte ich, dass Kaijo seine beste zeit gehabt hatte, denn Kise konnte nicht mehr weiterspielen, ob er nun wollte oder nicht. Der Trainer würde ihn auf die Bank verfrachten und Shutoku würde somit gewinnen. „Es folgt eine zehn minütige Pause“, kam es aus den Lautsprechern und die meisten Gäste fingen an, sich zu unterhalten.

Ich gab Riko Bescheid, dass ich für eine Weile draußen sein würde, als ich noch einmal den Blick in meinem Rücken spürte und unauffällig aufstand. Vorsichtig drehte ich mich um, sah die verschiedenfarbigen Augen, die mich zu durchbohren schienen und folgte Akashi, als er sich umdrehte und auf einen Ausgang zusteuerte. Der Rothaarige war gerade verschwunden, als sich mehrere Leute hinter ihn drängten und mir ein Durchkommen erschwerten. Jedoch schaffte ich es mich durch die Massen zu schleichen und dem Anführer der ehemaligen Teiko nach draußen zu folgen. Als ich ihn nicht sehen konnte, drehte ich mich ein paar Mal nach ihm um, aber ich konnte ihn nirgends ausmachen. Plötzlich spürte ich jemanden hinter mir und fuhr herum, nur um es danach zu bereuen.

Akashi hatte seine Hand um meinen Hals gelegt und grinste teuflisch. Obwohl ich wahnsinnige Angst hatte, und das gab ich gerne zu, gab ich mich gelassen und schenkte dem Rothaarigen einen strengen und gleichzeitig gelangweilten Blick. „Lass mich los“, meinte ich und sah ihm in die Augen. „Oh? Du wagst es, mir Befehle zu erteilen? Falsch gedacht. Das mache nur ich und wenn ich es dürfte, würde ich dich hier und jetzt verschwinden lassen. Leider muss ich noch etwas warten, bis es soweit ist. Kotaro kam gestern wirklich aufgelöst zu mir und berichtete, dass du über die Brüstung eines hohen Hauses gesprungen wärst. Wieso bist du dann jetzt noch hier? Muss ich ihn dafür bestrafen?“, fragte Akashi halbherzig.

Während er seine Hand etwas weiter zudrückte und damit meinen Hals unter seiner Kontrolle hatte, versuchte ich meinen Blick zu wahren. „Die Sache zwischen dir und mir geht nur uns beide etwas an. Wenn du deine Leute zur Verstärkung schickst, bist du ein richtiger Feigling. Ich habe das Gefühl, dass du nichts alleine kannst, ohne deine treuen Handlanger“, provozierte ich, wobei die Hand sich immer enger um meine Luftröhre schnürte.

„Du solltest etwas mehr Respekt zeigen“, knurrte Akashi und funkelte mich wütend an. „Sagt gerade der, der keinen hat“, gab ich zurück. Der Rotschopf hob mich am Hals gepackt hoch und wartete ein wenig ab. Ich strampelte nicht, hielt die Luft an und grinste ihn ebenso höllisch an, wie er es vor ein paar Minuten getan hatte. „Ich hätte dich schon viel früher erledigen sollen“, meinte er und ließ mich los. Ich atmete tief ein und erklärte ihm: „Du bist ein Mensch, der seine Kameraden für Macht benutzt. Das ist nicht der Sinn von Teamwork. Aber wir werden dir das morgen zeigen. Verlass dich drauf.“

„Bist du dir da ganz sicher? Ich hab über dich recherschiert. Als Kotaro mir erzählte, dass du ein Auge mit der Farbe Magenta besitzt, habe ich mich gewundert. Auch wenn ich es schon im Spiel gesehen habe, hat es mich doch gewundert, dass es so etwas gibt. Also habe ich nachgeforscht und einiges herausgefunden. Ich werde dich morgen zerstören. Da kannst du dir sicher sein.“ Mein Gegenüber drehte sich um und verschwand wieder in der Halle. Ich atmete ein paar Mal tief ein und aus, sodass ich die weißen Schwaden zum Himmel aufsteigen sah. Je näher der Tag kam, desto abgedrehter wurde die Sache, vor allem mit Akashi.

Aber auch ich freute mich auf das Spiel morgen und würde mein Bestes hinzugeben. Mit diesem Gedanken schlängelte ich mich durch die Massen wieder hinein und ließ mich neben Kuroko sinken. Er legte eine Hand an meine Wange. „Du bist ganz kalt. Warst du draußen?“, fragte er und schon geriet ich in Erklärungsnot. Ich musste mir schnell etwas einfallen lassen. „Ja war ich. Ich hab die Luft hier oben nicht mehr ertragen. Aber jetzt ist alles wieder in Ordnung.“ Kuroko schien mir zu glaube  und ich beobachtete so das weitere Geschehen unten auf dem Spielfeld. Kise war tatsächlich rausgenommen worden. Er saß auf der Bank und feuerte seine Kameraden an. Irgendwie tat er mir leid.
Doch auch Kise konnte jetzt nichts mehr tun. Seine Präsenz auf der Bank zeichnete sich deutlich im Spiel aus. Sein Freund und Senpai Kasamatsu versuchte mit dem restlichen Team alles, doch schlussendlich stand es 54 zu 96 für Shutoku. Doch auch Midorima und Takao schienen nicht zufrieden zu sein. Ich sah, wie Midormia noch mit Kise sprach und sie sich die Hand gaben. Dieser Anblick war mir viel lieber, als der bei den anderen Spielen, wo sich noch alle bekriegt hatten. Das Spiel war zwar schon vorbei, doch es war noch nichts auf der Tribüne passiert. „Satsuki?“, fragte Riko, als ich plötzlich aufstand. Ich antwortete nicht, sondern begann zu applaudieren. Die Braunhaarige lächelte und stand ebenfalls auf. Auch die anderen Mitglieder Seirins taten es uns gleich und nur Sekunden später applaudierten alle. Beide Mannschaften hatten es verdient. Kise und Midorima lächelten in meine Richtung.

Nach dem Spiel irrten wir durch die Gänge der Halle, wobei ich rechts und links von Menschen umgeben war, die ich nicht kannte. Ich hatte meine Mannschaft verloren. Sicherlich würden sie am Ausgang warten. Plötzlich wurde ich am Arm gepackt und in einen schmalen Gang gezogen, wo niemand war. „hatten wir nicht alles geklärt? Oder willst du mich hier und jetzt umbringen?“, fragte ich wütend und drehte mich um, nur um zu sehen, dass es gar nicht Akashi war, der mich hier her gezogen hatte. Es war der blonde Junge von gestern. Wenn ich mich richtig erinnerte, war das Kotaro, von dem Akashi gesprochen hat. „Was willst du?“, fragte ich, schaute ihn aber ebenfalls wütend an. „Akashi hat mir erzählt dass du lebst Magenta-Mädchen. Ich wollte dich um einen Gefallen bitten.“ „Und damit kommst du mir, nachdem ich fast gestorben bin, wäre Murasakibara nicht da gewesen. Wieso sollte ich dir trauen?“, fragte ich ihn. „Weil ich auf deiner Seite bin!“ „Und das soll ich dir glauben. Das wird schwer mich zu überzeugen.“ „Ich kann Akashi bald nicht mehr ertragen. Er kommandiert uns herum, wie er lustig ist. Ich hatte vor, nach unserem Spiel auszusteigen, aber er lässt uns nicht. Er droht uns regelrecht. Darum bitte ich dich, dass du ihm morgen mit Seirin ein Zeichen setzt.“ „Das werde ich auch so, auch wenn es mich Einiges kosten wird“, meinte ich und drehte mich um. „Warte! Was wird es dich kosten?“, fragte Kotaro und klang ernsthaft überrascht. Ich blieb stehen. „Alles“, erwiderte ich, bevor ich mich wieder in Bewegung setzte.
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