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Ribbon Game

GeschichteFreundschaft, Übernatürlich / P16
Akashi Seijūro Kagami Taiga Kuroko Tetsuya OC (Own Character)
28.02.2015
27.12.2015
44
54.281
22
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04.10.2015 1.288
 
Wie lange saß ich jetzt schon auf dieser Bank und starrte den Schokoriegel, von dem ich vorhin abgebissen hatte, an? Ich wusste es nicht, aber wenn ich noch mehr essen würde von diesem Schokoriegel wäre mein einziger Beweis, etwas bei Murasakibara erreicht zu haben, verschwunden. In meinem Magen. Aber wäre das nicht eigentlich gut? Man sagt ja auch, ein gutes Gefühl im Bauch zu haben? Also warum sollte ich ihn dann nicht essen?

Ich hatte nicht bemerkt, dass es mir schon wieder besser ging, ich lediglich noch ein bisschen wackelig auf den Beinen war, aber im Endeffekt wirklich glücklich. Noch lange war ich nicht mit Kuroko auf der gleichen Höhe aber ich konnte es ja wenigstens versuchen. Vielleicht war es mein Glück, dass ich mal etwas bei einem Wunder erreicht hatte. Aber zuvor hatte ich die Angst verspürt, irgendwie fehlgeschlagen zu sein. Ob Kuroko sich auch so fühlte? Jedes Mal, wenn er ein ehemaliges Mitglied seiner Mannschaft umstimmen wollte?

Mit einem mulmigen Gefühl umklammerte ich den Schokoriegel fester, jedoch nicht so, dass er zerbrach. Es war mir wichtig ihn ganz zu essen. Nach und nach kamen die anderen Mitglieder des Seirin Teams wie Kagami und Izuki aus der Umkleide und setzten sich neben mich. „Was ist denn das?“, fragte Izuki, als wolle er auch einen. „Hab ich geschenkt bekommen.“ „Ich wollt schon sagen, hier steht gar kein Automat für so was“, meinte Kagami und sah zu, wie ich noch ein Stückchen abbiss. „Wer hat ihn dir gegeben?“, fragte der Rotschopf und ich antwortete ohne Hintergedanken. „Murasakibara.“ Kagami stutzte und sah mich ungläubig an. „Dass er mal seine Süßigkeiten teilt, würde er sonst nie tun. Wie kommt er dazu?“ Ich antwortete ihm nicht weiter, meinte nur „Er wünscht uns viel Glück im Halbfinale“ und aß weiter.

Aus dem Augenwinkel bekam ich mit, wie sich Izuki und Kagami ansahen, bis mir etwas einfiel und ich stoppte. „Sagt mal“ „Hm?“ antworteten beide gleichzeitig. „Meint ihr, dass es schwer wird, Akashi wieder auf den rechten Weg zu bringen?“ „Bitte was?!“ brüllte Kagami und stand auf, als wäre ich ein seltenes Wesen, was er gerade entdeckt hatte. „Er tut mir irgendwie leid. Er ist Machtbesessen und beansprucht jeden Sieg für sich und seine Mannschaft. Akashi hat die Eigenschaft, seine Gegner in den Boden zu stampfen. Ich finde das nicht richtig und würde ihn gerne eine Niederlage erfahren lassen, damit er wieder zur Besinnung kommt. Meint ihr, es ist schwer?“ „Wie man Akashi bemitleiden kann, hab ich mir ja nicht mal träumen lassen! Hast du den Verstand verloren?! Natürlich kannst du ihn NICHT ändern! Er war bestimmt schon immer so gewesen und wird sich nicht mehr ändern!“ „Das stimmt nicht“, meinte ich und stoppte somit Kagamis Redefluss. „Er war mal ganz anders. Er hatte noch nicht von Anfang an dieses Gesicht und ich sage es noch einmal. Egal, was die Umstände dafür waren, er tut mir leid und ich würde das gerne mit euch allen wieder zum Alten bewegen, wenn es denn möglich ist. Ich möchte wissen., wie es eurer Meinung nach aussehen könnte. Ich meine, ihr habt Akashi doch schon des Öfteren gesehen. Ihr könnt ihn bestimmt auch beurteilen.“

„Also ich sage nein! Ich bin ihm einmal begegnet und er wollte mich wahrlich umbringen, weil ich sein Feind bin und ich bin mir sicher, dass er das auch bei euch versuchen würde, ganz sicher!“ meinte Kagami und lief aufgebracht auf und ab.

„Also ich hatte ja auch nicht gedacht, dass man Aomine wieder umstimmen kann, aber irgendwie hat Kuroko es geschafft. Er ist wesentlich ruhiger und aus verschiedenen Quellen habe ich gesagt bekommen, dass er sogar wieder zum Training geht und mit in einer Mannschaft spielt.Irgendwie glaube ich zwar, dass es relativ schwer wird und wir auch nicht gleich unser Ziel erreichen können, aber im Nachhinein könnte es schon sein, dass Akashi wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkommt. Ich bin lieber optimistisch, als pessimistisch.“
Ich nickte Izuki einstimmig zu. Das war alles, was ich wissen wollte, damit es mir ebenfalls neue Hoffnung gab.

Mit der Zeit kamen auch die anderen Mitglieder wie Hyuuga oder Teppei und auch Koga ließ es sich nicht nehmen, sich zu uns zu gesellen. Riko kam nach einiger Zeit nach unten und hielt einen Stadtplan in die Höhe. „Leute! Wir gehen was essen. Jetzt sofort! Und Kuroko nehmen wir was mit, wenn wir ihn besuchen gehen“, rief sie und führte uns an. Wir folgten ihr mehr erschöpft und erreichten das Restaurant jedoch vollständig. Unterwegs hatte sich also keiner abgeseilt und war nach Hause gegangen. Da hätte Riko bestimmt getobt und ich glaubte zu wissen, dass sich die anderen das auch denken konnten, wenn sie mit einem Mal spurlos verschwunden waren.

Für Kuroko bestellten wir etwas einfaches, was er auch vertragen konnte. Etwas einfacheres wie Suppe mit ein wenig Reis war da nicht drin, aber ich glaubte, dass er sich damit zufrieden geben würde. Ganz sicher. Wir anderen nahmen auch nur etwas Kleines, was man im Stehen oder gar beim Gehen essen konnte. Das bekamen wir alle allerdings super gut hin. Der Rückweg dauerte wegen diesem Stopp auch nicht sehr lange.

Als wir dann bei mir zu Hause angekommen waren, schloss ich leise auf und die restlichen Essensreste, wurden entweder rasch verputzt oder weggeworfen. Kise empfing uns mit einem warmen Lächeln und erhob sich von der Couch, um uns zu begrüßen. „Das habt ihr super gespielt. Kurokocchi war total aus dem Häuschen deswegen“, meinte der Blondschopf und ließ uns in mein Wohnzimmer. „Kann ich mir vorstellen“, sagte Kagami mit einem leichten Grinsen auf den Lippen. „Möchtet ihr was trinken?“, fragte ich aus der Küche, die genau ans Wohnzimmer angrenzte. „Ja gerne“, antworteten alle gemeinsam.

„Wo ist Kuroko eigentlich?“, wollte Hyuuga wissen und aus den Augenwinkeln bekam ich mit, wie er sich suchend umschaute. „Ich hab ihn in Satsukicchis Zimmer gebracht, damit er ein bisschen schlafen konnte, bis ihr kommt.Und“, wollte Kise weiter reden, als er plötzlich von einer verschlafenen Stimme unterbrochen wurde. „Herzlichen Glückwunsch“, murmelte der Blauhaarige, der sich noch ein Auge rieb. „Wo ist Satsuki?“, fragte Kuroko schwach und schaute sich ebenfalls suchend um, bis ich ihm sagte „Ich bin hier“, und hinter der Durchreiche hervorkam.

Er wankte etwas auf mich zu, ehe er mich umarmte und ich dabei rot anlief. Auch den anderen schien die Kinnlade herunterzuklappen. „Danke wegen Murasakibara. Du hast das Spiel gerettet“, meinte er und drückte mich noch fester. Ich lächelte und strich ihm durch die verschwitzten Haare, was mich überhaupt nicht anekelte.

„Ich wollte auch mal etwas erreichen, wie du. Ich wollte dir auch einmal wenigstens helfen und dich aus der Patsche ziehen“,erwiderte ich und drückte ihn ebenfalls. Das hielt noch eine Weile, bis ich seinen Magen leise knurren hörte. „Wir haben dir was vom Restaurant mitgebracht, damit du nicht verhungerst. Ich mach es dir warm“, sagte ich und ließ langsam, wenn auch ungewollt, von ihm ab.

Danach brachte ich jedem eine Tasse Tee und Kuroko brachte ich sowohl das, als auch sein Essen. Er setzte sich an den niedrigen Tisch und aß brav einen Löffel nach dem anderen, während wir uns noch über das Spiel unterhielten. „Das Halbfinale ist in zwei Wochen. Bis dahin muss noch viel geschehen, denn ich habe das Gefühl, gegen euch wird das nicht so einfach, was?“ „Wir werden uns auch vorbereiten, verlass dich drauf!“, meinte Kise zu Kagami, der diese Frage vorher gestellt hatte.

Ich schaute betrübt auf meine Tasse, die noch dampfte. Ob ich es nach dem Spiel mit Akashi schaffen würde, meine Schleife wieder anzubringen? Ich machte mir ehrlich gesagt Sorgen darum, denn würde ich es danach nicht rechtzeitig schaffen, würde etwas passieren, was ich noch nie jemandem offenbart hatte. Und ich hoffte auch, dass es  nie dazu kommen würde.
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