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Ribbon Game

GeschichteFreundschaft, Übernatürlich / P16
Akashi Seijūro Kagami Taiga Kuroko Tetsuya OC (Own Character)
28.02.2015
27.12.2015
44
54.281
22
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20.09.2015 1.438
 
„Aber!“ „Kein Aber. Ich werde dieses Mädchen einwechseln lassen. Wenn Sie wollen, können sie gerne mit dem Schiedsrichter darüber diskutieren, aber Satsuki ist Teil dieses Basketballteams. Deshalb hat sie von mir die Erlaubnis, hier an diesem Spiel teilzunehmen.“

Rikos Redewendungen schienen den Mann zu überzeugen, denn er ließ mich passieren. Zu Anfang des Spiels hatte ich die Uniform von Seirin getragen und ich fühlte mich wohl in ihr. Ich hatte das Gefühl, dass ich Kiyoshi ablöste und nun an seiner Stelle spielte. Wenn ich Glück hatte, sah sogar Kuroko zu. Denn dieses, sowie auch alle anderen Spiele, die es heute noch geben würde, wurden live übertragen.

Ich nahm Kiyoshis Position ein und hatte auch schon eine vage Vorstellung davon, wie ich mit meinem Team diesen Riesen zu Fall bringen konnte. Es war wirklich auffällig gewesen, aber ich hatte ein kleines Detail übersehen. Dadurch, dass Murasakibara in der Zone war, musste ich auf günstige Momente warten.

Mein Herz schlug automatisch schneller, weil ich die Stimmen der Zuschauer hörte, die teils empört, teils überrascht zu sein schienen, dass ein Mädchen in einer reinen Jungenmannschaft spielte. „Wer ist das? Ich kenne sie nicht und habe sie auch noch nie gesehen“, kam es laut von der Tribüne.

„Vielleicht ist sie Seirins letzte Hoffnung. Lasst sie uns anfeuern!“ „Sie ist doch nur ein Indikator dafür, dass Seirin die guten Spieler ausgegangen sind! Seirin wird verlieren, so sieht es aus.“ „Sie wollen vielleicht damit erreichen, dass Yosen mehr Rücksicht nimmt.“ „Ich glaube trotzdem an Seirin. Sie werden es schaffen!“

Ich nahm wahr, dass beinahe die Hälfte der Halle den Namen unserer Mannschaft rief und die andere Hälfte den Namen von Yosen. Murasakibara stand mir gegenüber und schaute mich abwertend an. Seine Haare waren zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden. Ich fühlte mich sofort unwohl und eingeschüchtert, doch das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen!

„Wenn du glaubst, dass wir jetzt Rücksicht auf ein kleines Mädchen wie dich nehmen, dann hast du dich getäuscht. Ihr seid wirklich dumm. Dass du eingewechselt wurdest bedeutet wohl, dass Seirin keine Möglichkeiten mehr hat. Zu schade.“ „Werden wir sehen. Ich spiele gerne gegen den Riesen von Yosen. Auch um Kurokos Willen!“ „Das fällt mir ein Kuro-chin ist überhaupt nicht da. Hat er sich den Arm gebrochen?“ „Du bist kalt“, gab ich zurück. „Er schaut uns bestimmt zu und ich lasse nicht zu, dass wir hier verlieren!“ „Mut hast du ja. Aber ich will sehen, ob du auch wirklich das hältst, was du versprichst“, meinte Murasakibara wütender als zuvor. „Verlass dich drauf!“

Im selben Moment wurde das Spiel wieder angepfiffen und die Uhr lief weiter ab. Noch ein Viertel und  ganze 5 Minuten. Das würde ich mit ihnen schaffen. Murasakibara bewegte sich trotz seiner Geschwindigkeit sanft durch unsere Verteidigung und korbte ein. Gleich, gleich war es soweit. Es dauerte nicht mehr lange.

Wir hatten den Ball und Kagami versuchte vorzupreschen, was jedoch von Atsuchi verhindert wurde und er notgedrungen den Ball abgeben musste. Hyuuga spielte ihn mir zu, doch als ich mich zum gegnerischen Korb umwandte, stand der Riese direkt vor mir und war bereit, sich ein One to One  mit mir zu liefern.

„Stell sie noch ein bisschen weiter auseinander“, bat ich im Stillen und grinste, als ich das bekam, was ich wollte. Atsushi ging ein bisschen in die Knie. Das reichte für mich und drehte mich um, ehe ich den Ball durch seine Beine hindurch spielte und gleich darauf hinterher rutschte. Den Ball danach fest in der Hand haltend, spielte ich ihn wieder zu Kagami zurück, sodass mein Hintermann nicht mehr wusste, wo der Ball war. Kagami nutzte die Chance und korbte ein. „Du kleine!“ Murasakibaras Zorn wurde von Kagamis Stimme überlagert. „Gut gemacht, Satsuki!“ Ich nickte ihm lächelnd zu und bemerkte, wie sich die ersten über mich unterhielten. „Unglaublich. Sie hat Potential.“ „Ich hab doch gesagt, ich bleibe bei Seirin und feuere sie weiterhin an!“

Die Reaktion eines Riesen war viel geringer, als die eines kleinen Mädchens wie mir. Ich nutzte diesen Vorteil perfekt aus und bescherte Seirin mit der Hilfe von Hyuuga, Izuki, Kagami und Koga  mehr und mehr Punkte.

Doch auch Atsushi dachte nicht daran, uns gewinnen zu lassen. Er versuchte immer wieder mich zu decken, doch der Vorteil eines kleinen Menschen war größer, sodass ich mein Ziel trotzdem erreichte.

Plötzlich wurde die kurze Pause eingeläutet. „Ihr habt zwei Minuten. Danach geht’s weiter!“ Seirin hatte den Punktevorsprung auf ein ganzes erweitert. Wir durften jetzt nicht nachlassen und Yosen den Sprung zum Ausgleich auf dem Silbertablett servieren. Kiyoshi legte mir eine Hand auf die Schulter. „Du machst das richtig gut. Immer schön weiter so.“ Und auch Riko schloss sich der Meinung an. „Ich hätte nie gedacht, dass du wirklich so oft den Ball bekommst. Strapazieren wir dich zu sehr?“ Ich schüttelte den Kopf. „Ich hatte noch nie so viel Spaß!“, erwiderte ich .

Die Pause war schon beinahe zu schnell zu Ende. Wir wurden wieder aufs Feld geschickt und sahen uns an, wie wütend Murasakibara bereits geworden war. Er hatte die Augen eines wilden Raubtiers. Die letzten zehn Minuten liefen. Aber als wir den Ball bekamen, fiel mir etwas auf. Yosen hatte die Aufstellung verändert. Sie schlugen Hyuuga den Ball aus der Hand und stellten sich vor uns auf. Ich wurde nun von einem anderen als Murasakibara gedeckt. Ich hatte keine Chance vorbeizukommen!

Die Zeit neigte sich dem Ende und die Minuten waren nun auf zwei begrenzt. Yosen hatte tatsächlich in der Zeit aufgeholt und lag mit 71 Punkten in Führung. Und noch einmal korbten sie ein, sodass sich der Abstand auf vier Punkte erhöhte. Kagami wurde sichtlich nervös. Ich musste mir etwas einfallen lassen! Ich hatte es doch versprochen! Ich hatte versprochen, dass wir ins Halbfinale einziehen würden!!

Plötzlich fiel mir etwas ein. Ich könnte es tun. Ich könnte das tun, was uns zum Sieg verhelfen könnte. Aber war das wirklich gerecht? War es denn in Ordnung, das zu tun? Ich legte eine Hand an ein meine linke Schleife. „Wir werden gewinnen und ins Halbfinale ziehen!“ Das hatte ich Kuroko noch heute gesagt, bevor Kise kam. Dieses Versprechen wollte ich halten. Mein Blick suchte den von Kagami, der mich verwirrt ansah. Ich sah ihn ernst an, hoffte, dass er meinen Blick als Bitte deuten konnte.

Und das tat er. Als er es an seinem Gegner vorbei schaffte, zog ich an meiner Schleife und ließ einen Teil meiner Kraft frei. Mein Auge färbte sich spürbar Magengta und mit Kagami zusammen schlug ich den Ball aus Murasakibaras Hand. Kagami wurde jedoch bald ausgebremst und musste ihn an mich abgeben. Ich spielte mich an allen anderen vorbei und korbte ein.

Nur noch zwei Punkte, die fehlten. Wir hatten den Ball. Ich spielte zu Hyuuga, der neuen Mut zu haben schien und dieser lenkte ihn weiter zu Izuki. Kurz darauf war dieser eingekesselt und spilet ihn wieder zu mir ab. Doch kurz, bevor ich ihn erreichen konnte, griff eine große Hand nach diesem und nahm ihn mir weg. „Schade aber auch. Jetzt werden wir gewinnen“, meinte Murasakibara und war bereit zu werfen. Mein Blick huschte zur Uhr. 7 Sekunden! Die reichten mir.

Ich nahm meine neu gewonnene Kraft zusammen und sprang, um Atsushi den Ball aus der Hand zu schlagen, ihn selbst zu nehmen und sicher zu landen. Ich konnte keine Zeit verlieren, weshalb ich rannte und rannte. Der Korb schien so weit weg zu sein. Stimmen riefen nach mir, feuerten mich an.  Die Linie hatte ich beinahe erreicht, spielte mich durch die Verteidigung und warf den Ball. Die Sirene ertönte, als der Ball noch im Flug war und den Treffer versenkte. Hoffnungsvoll starrte ich auf die Uhr die noch immer 71 zu 72 für Yosen zeigte. In der Halle war es ganz ruhig geworden.

Hatten wir es nicht geschafft? Hatten wir dieses Spiel verloren? Hatte ich mein Versprechen gebrochen? Ich drehte den Kopf langsam von der Uhr weg, erfüllt mit Trauer, als die Uhr plötzlich den Punktestand veränderte. Das Klacken ließ mich zurückschauen. 73 zu 72. Wir hatten 73 Punkte.

In der Halle brach lautes Gejubel aus und auch meine Mitspieler schienen sich kaum beruhigen zu können. Wir hatten das Viertelfinale gewonnen! Kagami rannte von hinten auf mich zu und umarmte mich fest und kurz darauf kam der ganze Rest. Wir freuten uns gemeinsam, während Murasakibara mit seinem Team die Halle verließ. Doch als ich aufsah, schaute mich jemand an. Sein Ernst, war ihm ins Gesicht geschrieben. Er hatte das Spiel mitverfolgt. Hatte gesehen, dass ich meine verborgene Kraft eingesetzt hatte, während der Rest davon nichts mitbekommen hatte. Er wusste nun, was ich für ein Geheimnis trug. Akashi hatte alles genau gesehen...
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