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GeschichteAllgemein / P12 Slash
Cho Hakkai Genjo Sanzô Sha Gojyo Son Goku
27.02.2015
10.03.2015
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Konnichi wa! ^^
Ja... Mir war langweilig und ich habe mir Saiyuki reingezogen und dann kam eine Stelle, an der jemand etwas ziemlich Cooles gesagt hat... Und da dachte ich mir, du kannst doch mal zu deinen Lieblingszitaten eine FF schreiben.
Also ist das hier rausgekommen: Zu jedem meiner Lieblingszitate ein von allen anderen unabhängiger OS. Sie haben alle rein gar nichts miteinander zu tun, also nicht wundern, wenn in einem Kapi einer stirbt und im Nächsten wieder quicklebendig ist...
Ich hoffe auch, dass ich die Charaktere halbwegs IC treffen konnte!
Viel Spaß beim Lesen! ^^

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„I guess, the best way to put it is, that we’re stuck with each other. Our origins, our missions, our pasts, NONE of that really matters. We’re just living so that one day, we can die laughing.” ~ Sha Gojyo

„Gojyo! Hey, Kappa, wir warten auf dich!“
„Klar, Baka - Saru, ich bin sofort da!“
„Ja, klar, als ob! Du musst dich doch erst noch von deinen zahlreichen Freundinnen verabschieden, Perversling! Und nenn mich nicht ‚Baka – Saru‘!“
„Haltet ihr beiden jetzt vielleicht endlich eure Klappe, oder soll ich euch umbringen?!“
„Wir sind ja schon still, Sanzo…“ Ausnahmsweise waren sich die beiden mal einig.
„Wir wären dann soweit, steigt ihr ein?“
„Hai, hai, Hakkai.“
… … …
„Wie lange müssen wir noch fahren, Hakkai? Ich hab Hunger!“
Spöttisches Lachen. „Du hast doch immer Hunger, das bedeutet gar nichts, Saru!“
„Nenn mich nicht immer so, ich bin kein Affe!“ Goku protestierte mal wieder heftigst.
„Bist du wohl!“
„Wenn wir nicht unterwegs vom Weg abgekommen sind, dann sollte es noch ungefähr eine halbe Stunde dauern, bis wir die nächste Stadt erreichen“, beantwortete Hakkai die zuvor gestellte Frage.
„Eine halbe Stunde? Das ist doch viel zu lang, das überlebe ich nie…“
„Wessen Problem wird das wohl sein, Affe?“, kam es kühl von Sanzo. „Meines jedenfalls nicht.“
„Jetzt tut doch nicht immer alle so hochmütig!“ Der Junge jammerte, als würde es kein Morgen geben. „Ich hab keine Lust mehr und mir ist langweilig!“
„Spiel doch mit Gojyo Karten“, schlug Hakkai freundlich wie immer vor.
„Das will ich auch nicht, der schummelt immer.“
„Ich schummle nie!“, wehrte Gojyo sich. „Du verstehst das nur jedes Mal aufs Neue falsch!“
„Tu ich nicht! Ich wiederhole mich auch gerne: Du schummelst!“
Sanzo erhob sich und drehte sich um, um den beiden seinen Fächer überzuziehen. „Wenn ihr beide nicht sofort still seid, lass ich euch hier zurück!“
„Außerdem sind unsere Vorräte leider leer“, fügte Hakkai bedauernd an, „wir müssten also so oder so bis zur nächsten Stadt warten, bis wir etwas zu essen bekommen.“
„Menno.“ Missmutig verschränkte Goku die Arme vor der Brust und lehnte sich zurück, als der Fahrer auf einmal abrupt auf die Bremse trat. „Heeey, Hakkai, was soll das?!“, schrie er erschrocken, während er unaufhaltsam über die Rückenlehne nach vorn geschleudert wurde und Sanzo die Arme um den Haks schlang, um nicht im Fußraum des Jeeps zu landen.
„Tut mir leid“, entschuldigte der Yôkai sich ernst. „Aber ich fürchte, wir werden aufgehalten.“
„Huh?“ Erstaunt sah der Affengott nach auf und schnaubte entrüstet, als er die Yôkai erblickte, die dem Jeep den Weg versperrten. „Müssen die immer dann auftauchen, wenn ich den meisten Hunger habe???“
Gojyo schlug einen Wettbewerb vor, um das Ganze zu versüßen: „Was hältst du davon, Affe: Wer die meisten fertig macht, bekommt das meiste Essen?“
„Ich bin dabei! Und ich bin übrigens immer noch kein Affe.“
„Nicht?“ Der Hanyou grinste, während er sein Shakujou beschwor. „Was denn dann?“
„Nyoi – bo!“, rief Goku, ehe er antwortete: „Auf jeden Fall KEIN Affe, klar?“
„Wie du meinst.“
… … …
Schwer keuchend stützte der Rothaarige sich auf seine Oberschenkel, sein Shakujou noch in der Hand. „23…“, zählte er. „Hey, Saru, ich hab 23, und du?“
„25“, lautete dessen triumphierende Antwort. „Ich bin besser als du, Kappa.“
Gojyo hustete, wobei auch etwas Blut aus seinem Mund spritzte. „Ich bin auch stärker verwundet, Baka.“
„Ich bin auch verwundet. Gleichberechtigung für alle.“ Ausnahmsweise verzichtete Goku mal auf einen gemeinen Spitznamen.
Als der Hanyou in die Knie ging, drehte er sich jedoch etwas besorgt zu ihm um: „Hey, Gojyo, alles in Ordnung?“
„Klar, was soll nicht in Ordnung sein? Alles bestens, und jetzt lasst uns weiterfahren!“
„Bist du sicher, dass ich dich nicht behandeln soll, Gojyo?“, hakte Hakkai nach. „Ich würde gerne… –“
„Nein, lass mal, Hakkai, spar dir deine Energie für’s Fahren.“ Gojyos Shakujou dematerialisierte sich. „Alles ist gut, mir geht’s prima.“
Die restlichen Mitglieder der Sanzotruppe verkniffen sich ihre Kommentare gekonnt, während sie einstiegen. Gojyo musste schließlich selbst wissen, was gut für ihn war.
… … …
„Gojyo, ist mit dir wirklich alles in Ordnung?“
„Ja, Hakkai, glaub mir das doch!“ Allmählich war Gojyo wirklich etwas genervt. Nur, weil er hier etwas rumhustete…!
… Okay, vielleicht auch, weil er dabei auch ein wenig Blut spuckte… Aber das war nun wirklich nicht relevant! Schließlich hatte er schon weitaus schlimmere Verletzungen ertragen.
Andererseits war da dieses seltsame Gefühl an der Stelle, an der der Yôkai ihn mit seiner Kralle erwischt hatte… Nein!, schalt er sich selbst, Das ist nichts! Mir geht es gut!
Die anderen nahmen ihm dies wohl oder übel ab und so saßen sie nicht viel später gemeinsam am Tisch in ihrem Zimmer und spielten Mahjongg.
Niemand dachte sich etwas Böses dabei, als Gojyo auf einmal ganz belanglos fragte: „Was denkt ihr eigentlich, warum wir leben?“
„Warum wir leben?“ Verwirrt sah Goku ihn an. „Wirst du jetzt philosophisch, Wasserratte?“
„Ich will es nur wissen, ja, Affe? Also gib mir einmal eine vernünftige Antwort.“
„Warum wir leben“, wiederholte der Kleinere nachdenklich. „Hm… Also… Ich denke ja, damit wir alles –“
„Ich will jetzt nichts von Essen oder so hören!“
„Was denkst du denn, warum wir leben?“, gab Hakkai die Frage mit einem höflichen Lächeln an den Rothaarigen zurück. Ihn interessierte es wirklich, was er wohl damit meinte.
„Ich denke… Am besten kann man es so beschreiben, dass wir alle miteinander verbunden sind. Unsere Herkunft, unsere Missionen, unsere Vergangenheit – nichts davon ist wichtig. Wir leben nur, damit wir eines Tages lachend sterben können.“
Sanzo nickte knapp. „Du wirst sehr wohl philosophisch.“
„Wenn du’s sagst.“ Gojyos Meinung nach hatte dieser kaltherzige Kommentar gerade eine sehr eindrucksvolle Atmosphäre zerstört, was er allerdings nicht aussprach.
Goku griff nach den nächsten beiden Steinen. „Spielen wir die Runde noch zuende?“
… … …
Niemand bekam mit, dass es Gojyo in der Nacht immer schlechter ging. Anscheinend war die Wunde doch etwas ernster oder – was er eher vermutete, weil sein gesamter Körper sich anfühlte, als stünde er in Flammen und das garantiert nicht von der einzelnen Wunde herrührte – in den Klauen der Yôkai, die ihn berührt hatten, hatte sich ein Gift befunden, das sich nun in seinem Körper ausbreitete.
Nach etwa einer Stunde, in der er sich unruhig hin und her gedreht hatte, fiel er schließlich in einen nicht besonders tiefen Schlaf, aus dem er auch sofort wieder aufschreckte, als Sanzo sie am nächsten Morgen weckte.
An diesem folgenden Tage wurde er nicht mehr nach seinem Befinden gefragt; offenbar hatte er seine Freunde am Vorabend glaubhaft genug überzeugt, dass es ihm gut ginge – und dies konnte er natürlich nicht mehr zurücknehmen, weshalb er nichts von seinen Beschwerden sagte.
Bis zum Abend schaffte er es sogar, sie weitestgehend zu ignorieren und als sie wieder Mahjongg spielend am Tisch saßen, scherzte er mit Hakkai und Goku, als wäre nie etwas geschehen.
Das ging solange gut, bis er keuchend über dem Tisch zusammenbrach.
„Gojyo?!“, fragte Hakkai alarmiert und sprang auf. „Gojyo, was ist los?“
Aber der Rothaarige hatte kaum mehr die Kraft, zu sprechen, zu sehr hatte sich das Gift durch seine Bewegungen tagsüber im Körper ausgebreitet, zu sehr nahm es ihm nun sämtliche Kräfte. „Ich… denkt an das… was ich gesagt habe…“
„Hey, Kappa, du darfst doch nicht einfach sterben, was ist denn los?!“ Auch Goku war ernsthaft besorgt, doch nur ein spöttisches Grinsen huschte über Gojyos Gesicht: „Hey, Saru… du musst Sanzo… ein bisschen für… mich mit ärgern, wenn ich…“
„Was willst du damit sagen?!“ Sanzos Stimme hatte einen kaum erkennbaren nervösen Unterton angenommen – nicht, weil er Angst vor Goku hatte oder aus ähnlichen Gründen, sondern weil einer seiner Freunde hier im Begriff war, zu sterben –, während Hakkai bereits sein Ki sammelte, um Gojyo zu heilen.
Doch in diesem Moment tat Gojyo mit einem Grinsen auf den Lippen seinen letzten Atemzug, dann erschlaffte sein Körper.
„Gojyo!!!“ Goku hörte sich unverkennbar panisch an. „Gojyo, hey – das ist nicht lustig, du blöder Kappa! Hör sofort auf damit!!!“ Dann wurde ihm klar, dass das kein Spiel war. „Hey, Gojyo“, flüsterte er und seine Stimme klang beinahe gebrochen. „Gojyo, wach auf. Gojyo! GOJYO!!!“ Zuletzt schrie er seine Trauer laut hinaus, Tränen liefen über seine Wangen. Gojyo war immer wie ein großer Bruder für ihn gewesen; zwar hatten sie sich unbestreitbar oft gestritten, doch andererseits hatten sie in Ernstfällen immer füreinander eingestanden.
Und nun sollte das alles vorbei sein?
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