Wicked Game

von Exita
GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P18 Slash
25.02.2015
27.03.2015
14
73933
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Wicked Game


Kapitel 1


So...Start einer neuen Geschichte aus dem Englischen übersetzt...diesmal mit freundlicher Genehmigung von der englischen Autorin WinterStorrm.

Hier der englische Link zur Geschichte
https://www.fanfiction.net/s/7335201/1/Wicked-Game

Wie immer bin ich wirklich glücklich über Reviews. Also Leute...lasst etwas von euch hören, wenn auch nur kurz...ich freue mich sehr. Alle Charaktere gehören nicht mir und sind der englischen Autorin vorbehalten.

An die Operatoren...E Mail von WinterStorrm liegt vor!




Merlin konnte sich nicht erinnern, wann er jemals so nervös gewesen war und er wurde bald achtzehn. Er schaute in den Spiegel, der an Elenas Tür hing und konnte nicht glauben, dass er das war, der ihm da entgegenblickte. Er beobachtete sich im Spiegel und musste feststellen, dass er attraktiv in diesen Kleidern aussah. Sein Blick schweifte über sein Spiegelbild und blieb an der verdammt engen Jeans hängen. Er drehte sich langsam und wackelte mit den Hüften....ja, man konnte sagen, dass er in der Jeans einen knackigen Hintern hatte.

Sein Blick schweifte nach oben, zu dem engen T Shirt, das Elena für ihn besorgt hatte, wenn er die Arme hob, konnte man seine weißen Hüftknochen sehen. Eines stand jedenfalls fest...nichts erinnerte ihn mehr an Merlin Emrys, der fast schon ein Student war und gerne Romane schrieb.Wieder betrachtete er sich und dachte...verdammt, ich bin wirklich ein Hingucker, sein zweiter Gedanke....oh Gott, ich werde es wirklich tun.

„Elena, sag mir mal, warum hast du mich nicht schon vorher gezwungen, solche Kleider zu tragen?“, fragte er sie, denn sie hatte ihn aus seiner alten Jeans und Sweartshirt herausgeholt und ihn in diese Person verwandelt, die ihm aus dem Spiegel entgegen schaute.

„Ich hätte das schon längst getan, wenn du mich gelassen hättest“, gab sie zurück, trat vor ihn, richtete sein Shirt, obwohl es da nichts zu richten gab, schmiegte sich kurz an ihn, und trat zurück.

„Du siehst schön aus! Bist du sicher, dass du wirklich vollkommen homosexuell bist....vielleicht nicht doch ein wenig....bi?“

Merlin lachte und zog sie an sich, Elena hatte ihn das schon oft gefragt, aber sie waren ein Leben lang Freunde und sie wusste nur zu gut, wo seine Neigungen lagen. Manchmal wünschte er sich, dass er bi wäre, denn Elena war ein schönes Mädchen mit langen blonden Haaren und lustigen braunen Augen, schlank und nicht so groß. Sie hatte durchaus anziehende Merkmale und Merlin, obwohl homosexuell, konnte nicht der Tatsache ausweichen, dass sie einen schönen Busen hatte. Aber so sehr er es wollte und sich anstrengte, sie löste kein Zucken in seinen unteren Regionen aus. Merlin war hundertprozentig homosexuell und er war zufrieden damit, wie er war.

„Elena....sollte ich wirklich meinen Neigungen einmal abschwören, so weißt du, wärst du DAS Mädchen für mich.“

Sie hatten diese Gespräche schon früher geführt, als sie im zarten Alter von fünfzehn waren. Damals hatte Elena ihn gefragt, ob er ihr Erster sein wollte, denn sie kannte ihn und es würde einfacher sein. Sie kannten sich schon aus dem Sandkasten, wohnten Haus an Haus....gingen zusammen zur Schule. Merlin konnte sich nicht erinnern, dass er mal ohne Elena war, seiner besten Freundin. Er hatte dann gewartet bis sie sechzehn war, um aus der Reichweite des Gesetzes zu sein. Also war Merlins erste Erfahrung heterosexuell gewesen, aber es tat ihrer Freundschaft nichts an, im Gegenteil....sie wuchs über diese Erfahrung und des fünfzehn Minuten verrückt sein, hinaus.

„Na vielen Dank, Merlin....ich weiß das zu schätzen“, sagte sie fast sarkastisch und sah ihn an „Wir wissen beide, das ich dir nur als Alibi zur Verfügung stehe.“

Er grinste

„Ja, das stimmt....du bist mein selbsternanntes Alibi....nur für die Schule und was sonst so anfällt.“ Er schubste sie leicht und sah sie ernst an.

„Denkst du....ich sollte es aufschieben? Ich will nicht mehr als Neuling herumlaufen, der nichts weiß. Ich wäre wirklich glücklich, wenn ich sagen könnte, das ich Erfahrung habe, das alle sehen könnten, dass ich das jetzt tue.“

„Ich wünschte, ich könnte mit dir gehen“, murrte sie, etwas geknickt.

Merlin seufzte und hätte fast nachgegeben, er wollte eigentlich nicht allein dort hin gehen....aber....wenn Elena mitkäme, würde er sich den ganzen Abend um sie kümmern und bekäme im Endeffekt nicht das, was er wollte. Das war etwas vollkommenes Neues für ihn und wenn er ehrlich war....er hatte eine scheiß Angst. Doch hatte er eine Wahl? Die Tatsache, dass er mit seinen Gedanken Dinge verschieben und es an einem sonnigen Tag regnen lassen konnte, gab ihm zumindest ein starkes Gefühl seinen Schulkameraden gegenüber.

Sie dachten sowieso schon, dass er seltsam war, denn in der Cafeteria der Schule gab es einen Vorfall....als Valiant Savage versucht hatte, mit ihm in Streit zu geraten. Doch als dieser ihn berührte, um ihn zu schlagen, da flackerte das Licht und Valiants Haare standen zu Berge, als hätte er in eine Steckdose gegriffen. Dieser hirnlose Idiot war immer hinter Merlin her, stichelte und machte Witze....forderte ihn heraus, aber seit diesem Vorfall genoss Merlin die Angst in Valiants Augen und die Tatsache, das er ihm nicht zu nah kommen wollte.

Wenn sie dann auch noch sicher wüssten, dass er homosexuell war, wäre sein Leben in dieser Schule noch komplizierter, als es ohnehin schon war. Merlin bevorzugte es, die Schule mit Elena, als feste Freundin an seiner Seite, fertig zu machen und auf keinen Fall in dieser Weise aufzufallen.
Denn wenn irgendjemand an einer Schule neugierig war....dann an seiner Schule, die in den Pausen die Toiletten aufsuchten, um genau solche Paare zu finden.

Aber Merlin war siebzehn, fast achtzehn und er wollte jetzt nicht mehr warten....er wollte es wissen. Er wollte seine homosexuelle Neigung ausleben, jetzt und nicht später. Er hatte sich bei Pornos im Internet befriedigt und wurde einmal hart, als er Tom Jamieson, der zwar sportlich trainiert, aber ein Trottel war, in der Umkleidekabine beim Sport beobachtete. Er musste für seine Interessen eine geeignete Herausforderung suchen.

„Elena....wenn ich heute Abend bekomme, was ich will, dann werde ich heute Nacht nicht nach Hause kommen. Ich kann dich nicht einfach auf der Avalon Street stehen lassen und mit irgendjemanden mitgehen.“

„Du wirst dort allein sein“, wandte sie ein.

„Ja....aber ich hoffe, nicht für lange. Du weißt, das ich das jetzt tun muss und das ich es tun werde, heute ist die richtige Nacht dafür....ich weiß es!“, sagte er und hoffte, das er so sicher klang, wie er sich nicht fühlte.

Er könnte auch an einen Raudi gelangen, der ihn aus den Schuhen hob und sonst was mit ihm anstellte....was er heute Abend plante, erfüllte ihn wahrhaftig mit Angst. Seine Magie knisterte unter seiner Haut, fühlte, dass etwas los war....fühlte seine Anspannung.

„Okay....ich vertraue darauf, das du das heute Abend hinbekommst, aber sollte etwas sein....dann ruf mich an, nimm das Handy mit, auch mitten in der Nacht....das macht mir nichts“, bläute Elena ihm nochmal ein.

„Du bist einfach zu gut zu mir“, antwortete er, und zog sie in eine Umarmung.

„Täusche dich nicht“, sagte Elena und zog die Augenbrauen hoch „ Falls es dir entgangen ist, ich habe im Moment nichts dergleichen. Ich erlebe das nun indirekt durch dich.“



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Arthur sah genervt über den Club und rief über die laute Musik

„Ich gehe nach Hause!“

So wie die Musik heute war und egal, was sie spielten, vibrierte der Bass in seinem Inneren und durch seine Knochen, was ihm wirklich gehörig auf die Nerven ging und die Hölle für ihn war. Schon als die Musik begann, kratzte sie an seinen Nerven und er wusste, dass es keinen Sinn machte, noch länger hier herumzuhängen und es definitiv Zeit war zu gehen.

„Ach komm schon, Arthur“, maulte Leon und stemmte die Hände in die Hüften, was ihn noch breiter aussehen ließ, als er schon mit seinen Muskeln war „Es ist noch nicht mal Mitternacht.“

Gwaine und Lance standen rechts von ihm und rollten genervt mit den Augen.

„Nein....es ist heute Abend überhaupt nichts los....was soll ich noch hier?“, fragte Arthur und dachte an den schwachen Blowjob, den er im Hinterzimmer bekommen hatte und der seine, seit Tagen miese Laune, nicht verbessert hatte.

Nein, die weit bessere Alternative war nach Hause zu gehen. Er lächelte Leon charmant an und wartete auf dessen saures Gesicht, wenn er bemerkte, das er es ernst meinte und dann schmollte, wie er es immer bei Arthur tat. Leon war sein bester Freund. Er bewunderte Arthur, sie waren sich so nah wie Brüder. Mancher glaubte das, aber sein Vater....Uther, bestritt sehr heftig die Affäre mit Leons Mutter. Aber Leon und er waren immer zusammen, sie mussten nicht verwandt sein, um beste Freunde zu sein.

Arthur war das Zentrum von Leons Aufmerksamkeit, sie waren zusammen, seit sie aus der Wiege krabbeln konnten. Er war Arthurs Familie....Leon und seine Mutter Alice. Seine....offizielle Halbschwester....Morgana war eine Zicke und machte ihm es nicht einfach, sie zu lieben und sein Vater....es hatte keinen Sinn, Uther und Familie in einem Satz zu sagen.

Alice war die einzige Mutter, die er kannte....seine Mutter lebte schon getrennt von Uther, als sie bei seiner Geburt starb. Da sein Vater nie Zeit für ihn hatte, verbrachte er seine Jugend in Leons Haus. Alice war die einzige Frau, die ihn mit einem Blick strafen konnte und als sie Gaius heiratete, Leon und er waren gerade sechs, hatte er endlich auch eine Vaterfigur, die es wert war, geliebt zu werden. Leon schmollte, wie Arthur sich das dachte und Lance griff ihn am Arm.

„Komm schon....wir werden auch Spaß haben....auch wenn dein großartiger Freund nicht dabei ist, Leon“, er sah zu Arthur und nickte „Wir sehen uns dann morgen, oder?“

Lance, den er vor Jahren kennengelernt hatte, führte Arthur schon auf seiner Liste....an erster Stelle. Arthur würde es niemals zugeben, aber er mochte seine Schwärmerei für ihn. Arthur war der absolute Star des Clubs Camelot, das wusste Lance, denn jeder wollte Arthur ficken und....er meinte jeder, buchstäblich, außer die Männer, die vor ihm standen, seine Freunde, sie kannten ihn einfach viel zu gut. Lance war ein einfacher, ruhiger, gutaussehender Mann, ziemlich pragmatisch und auch auf keinen Fall Arthurs Typ.

Die Kumpels zogen Lance immer auf, wenn sie sagten, das ein ruhiger Puls und ein Penis nicht ausschlaggebend waren, um Arthurs Aufmerksamkeit zu erregen. Aber Lance war nicht ihrer Meinung, er wusste, dass er etwas Besonderes war....sagte das nicht jeder von sich? Arthur war es!

Was Lance aufgefallen war....das Leon sich vor Arthur stellte und ihn schützte, wenn Lance mal wieder einen leichten Vorstoß wagte und das ärgerte ihn wie die Hölle, als ob Lance Leons Erlaubnis bräuchte. Arthur amüsierte sich darüber sehr. Lance verstand das nicht, denn Arthur ignorierte ihn so oder so.

Gwaine sah diesen Spielchen immer relaxt und aufmerksam zu, nur um Arthur damit später aufziehen zu können. Sie waren schon eine seltsame Gruppe, auch wenn Morgana und Gwen nicht dabei waren, was sie sowieso nicht oft waren, Gwen hatte das Baby und trotz ständiger Streitereien seiner zänkischen Schwester, waren sie doch alle befreundet.

„Wir werden mit dir raus an die frische Luft kommen“, entschied Leon, trotz Lance Bitten, ihn doch einfach gehen zu lassen. Arthur ignorierte sie alle....er wollte hier weg!

Diese Hitze und der Lärm trieben ihn nach Hause....in seine ruhige Wohnung und sein bequemes Bett, manchmal musste auch ein Arthur Pendragon eine Auszeit haben. Die Luft draußen war wie ein Schlag ins Gesicht....es war April und noch relativ kalt.

„Bist du dir sicher, dass du dir das nicht nochmal überlegen willst und doch hier bleibst?“, fragte Leon, aber Arthur hörte ihm nicht mehr zu.

Seine Aufmerksamkeit wurde von der Gestalt eines schlanken. blassen Jungen angezogen, der gerade vorsichtig die Straße überquerte und in ihre Richtung kam. Arthurs Welt veränderte sich, als ob die Zeit angehalten wurde und niemand sonst hier war....nur er und dieser Junge....dunkles lockiges Haar, hohe Wangenknochen und Gliedmaßen, die unendlich schienen.

Er war....schön… und bei Gott, das war nicht die Art, wie Arthur einen Mann beschreiben würde, aber es fiel ihm einfach nichts anderes ein und, Arthur wollte ihn....wollte ihn auf jeden Fall. Alle seine Gedanken nach Hause zu gehen und zu relaxen, verschwanden im Nichts....was auch immer passierte....er wollte diesen Jungen....sofort!
Als der Junge stehen blieb, ohne zu bemerken das Arthur ihn nicht aus seinem Blick ließ, lehnte er sich gegen einen Mast und stützte sich mit einem Fuß ab, beobachtete nervös die Menschen, die auf der Canon Street unterwegs waren, auf der Suche nach Vergnügen.

Die Musik aus dem Club, der Verkehr und die Menschen verwandelte sich in ein Hintergrundgeschehen und das einzige, was er hören konnte, war sein eigener Herzschlag.

Oh, verdammt!




Das war das nervenaufreibendste Unternehmen, was Merlin jemals tat und insgeheim wünschte er sich, das er Elena doch mitgenommen hätte. Überall sah er Menschen, meistens Männer, die aus den Clubs kamen oder in der Warteschlange für in die Clubs standen, eine nicht enden wollende Menge an Leuten, die auch in Gruppen auf dem Bürgersteig standen und sich lachend unterhielten....oder an der Mauer der Clubs gelehnt waren....rauchten und mit Freunden sprachen....hier auf der berüchtigten Avalon Street. Sie war das Zentrum für überwiegend homosexuelle Paare oder Männer, auch Frauen....die Clubs darauf ausgerichtet, verirrte sich nur selten ein normales Pärchen hierher.

Fast jeder war in Begleitung und Merlin war allein, etwas, was ihn wirklich beängstigte. Er wurde schon viermal angehalten auf dem Weg zu seinem unbekannten Ziel, hungrige Augen hatten ihn taxiert und ihm eindeutige Angebote gemacht....das war es, warum er hierher gekommen war. Aber die Männer waren wesentlich älter als er und sie wollten ihn, aber Merlin nicht. Er wollte nicht sein erstes Mal mit einem betrunkenen Typen in Leder verbringen, die aussahen wie eine billige Kopie von Village und er fand diese Ledertypen und überhaupt das Lederzeugs nicht so toll. Er war für jemanden anderen gedacht und er würde es wissen....wenn er ihn fand. Also schüttelte er ihre Hände ab und ging weiter. Er wusste nicht, welchen Club er besuchen sollte und wenn er jemanden auf der Straße fragte, sagten sie ihm alle etwas von einem....Käfig. Das war mit Sicherheit nicht der Ort, wo Merlin sein wollte....das wusste er.

Aber er wusste es, als er die grelle Beleuchtung sah....Camelot. Das war es....dort sollte er sein! Welcher Ort könnte perfekter sein, wenn sein Name Merlin war....er kannte die Legende nur zu gut und das würde der richtige Club sein. Er überquerte die Straße und ging zielsicher darauf zu, aber seine Nerven flatterten....war er wirklich im Begriff dort hineinzugehen und seine Jungfräulichkeit anzubieten?

Also gut....er hatte kein T Shirt an, auf dem stand....hier bekommt ihr einen jungfräulichen Arsch....aber er hatte das Gefühl, das jeder der ihn ansah, es einfach wusste, das es so war.
Seine Unerfahrenheit hing an ihm wie ein Gewicht, er wollte es weg haben...er musste es weg haben. Als er das Camelot erreichte, blieb er stehen....seine Nerven flattrig, lehnte er sich an einen Pfahl. Nur fünf Minuten, sagte er sich.....Nerven beruhigen und sich seelisch darauf vorbereiten, hineinzugehen.

Merlin atmete ein paar Mal ein, um sich zu beruhigen....er konnte das, er konnte da hineingehen, aber in fünf Minuten, die er brauchte....dann würde er sich in die Warteschlange einreihen.
Als würde er es spüren, dass ihn jemand beobachtete, hob er den Kopf und sah einen Mann, der ihn unverwandt anstarrte. Breite Schultern, blonde Haare und blaue Augen, die ihn nicht aus den Augen ließen. Dieser Mann legte eine lässige Arroganz an den Tag, sich seiner Reize voll bewusst und Merlin konnte es ihm nicht verübeln. Der Mann war verdammt heiß.

Merlin stand unbeweglich da....in dem Blick des Mannes gefangen und....ja, das war er, das war der Mann, der für ihn bestimmt war....er wusste es einfach.

Merlin wusste wirklich nicht, wieso er sich so sicher war, aber etwas hatte in ihm eingerastet....vielleicht, weil er sich von all den Nächten diese ausgesucht hatte, das machte doch Sinn, oder?

Er konnte nicht wegsehen und wenn ein Blitz zwischen ihnen eingeschlagen hätte....er konnte nicht wegsehen.
Der blonde Mann leckte sich über seine Lippen und winkte ihm mit einer Hand lässig zu. Er wollte zu ihm gehen, sich an ihn lehnen und seine Lippen kosten, aber seine Nerven ließen nicht zu, dass er sich bewegte.
Ohne den Blick von Merlin zu lösen, kam der Mann nun auf ihn zu, Merlins Herzschlag beschleunigte sich und er blieb erst stehen, als er dicht vor ihm stand. Merlin schluckte nervös und leckte sich über die Lippen.

„Hallo!“, sagte der blonde Mann „Wie heißt du?“ Seine intensiven blauen Augen ließen Merlin keine Sekunde aus den Augen.

„Merlin“, antwortete er.

Es klang wie ein Quaken und er hoffte inständig, dass es nicht so war. Er konnte jetzt nicht weitergehen oder weiter suchen, denn alles was er noch finden würde, wäre zweite Wahl.

„Merlin?“

Der gutaussehende Mann sah ihn belustigt an, beugte seinen Oberkörper zurück und lachte.
Merlins Stimmung schwand

„Stimmt irgendetwas nicht mit meinem Namen?“, fragte er etwas gereizt.

„Natürlich nicht!“, antwortete der Mann, hob seine Hand, fuhr mit seinem Daumen über Merlins Lippen....diese Aktion ging direkt in seine untere Regionen… und er kämpfte um Kontrolle.

Arthur ersetzte seinen Daumen durch seine Lippen und Merlin wusste, er brauchte nicht länger zu suchen, Arthur würde sein Erster sein, derjenige, dem er seine Jungfräulichkeit schenkte. Der Kuss war heftig, aber vorbei, bevor er richtig begann, Arthur trat zurück und sah ihn an.

„Also....Merlin....willst du mit mir nach Hause kommen?“, fragte er.

Merlin wollte gerade antworten, als jemand dazwischen funkte und eine Stimme sagte

„Oh komm schon, Arthur....nimmst du jetzt schon welche aus dem Kindergarten mit?“

Arthur wie Merlin wandten sich der Stimme zu, Arthurs Gesicht verärgert, Merlin vermutete, seines auch.

„Ich bin neunzehn!“, log er zu dem dunkelhaarigen Mann, der sie unterbrochen hatte.

Eine kleine Notlüge....konnte ja nicht schaden. Merlin war nicht minderjährig, er war ein Jahr drüber und fast achtzehn und das war es doch, was zählte. Arthur legte einen Arm um Merlin und dieser sah den dunkelhaarigen Mann triumphierend an.

Er war wohl ein Freund von Arthur, aber Arthur hatte seinen Arm um ihn und er fühlte sich bei der Wärme und der Erwartung stark an seiner Seite.

„Hörst du das, Lance?“, fragte Arthur. „Merlin hier ist neunzehn und wohl in der Lage zu entscheiden, ob er mit mir kommen will.“

Zwei andere Männer stellten sich neben Lance und kicherten, einer sagte

„Nimm es leicht, Lance....lass gut sein....was Arthur will....bekommt Arthur, das weißt du doch.“

Merlins Magen fühlte sich an, als würden tausend Schmetterlinge darin fliegen und er drückte sich unbewusst an Arthur. Er wollte hier weg....er wollte schnell weg, bevor dieser Mann hier wieder seine Meinung ändern würde.
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