Das Hotel in St. Germain

GeschichteDrama / P18
Fran Fine Maxwell Sheffield
25.02.2015
31.03.2015
10
18.095
2
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 Datenschutzinfo
01.03.2015 1.688
 
Kapitel 3

Fran zog den Bademantel fester zu und ging zur Tür. „Das ist sicher der Champagner“, dachte sie. Ein junger Mann in Uniform stand vor ihr. Er trug ein silbernes Tablett mit einem weißen Umschlag darauf in der Hand. „Entschuldigen Sie die Störung Mrs. Brandon. Ich weiß, dass sie nicht gestört werden wollen, aber ich habe eine wichtige Nachricht für Mr. Sheffield.“ Er reichte Fran den Umschlag. „Von wem ist sie denn?“, fragte Fran und nahm den Umschlag entgegen. „Von Mrs. Marshall-Sheffield.“ „Klar, von wem sollte sie sonst sein. Dieses Jahr war seine Frau ja besonders schlimm“, dachte Fran, gab dem Angestellten ein Trinkgeld und schloss die Tür. Sie drehte den Umschlag mehrmals, aber sie konnte nicht erkennen, was das für eine Nachricht war.

Als Fran noch im Hause Sheffield gearbeitet hatte, war öfters mal ein verschlossener Umschlag versehentlich natürlich, durch den Dampf von heißen Tee oder Wasser geöffnet worden. Hier hatte Fran aber weder heißen Tee noch Wasser, mit dem sie den Umschlag problemlos öffnen konnte. Sie legte ihn daher auf den Tisch und krabbelte zu dem schlafenden Maxwell ins Bett. Vorsichtig schmiegte sie sich an ihn, um ihn nicht zu wecken. Fran konnte hören, dass Maxwell anfing leise zu schnarchen. Liebevoll küsste sie seine Schulter und das Schnarchen hörte auf. Maxwell drehte sich um und lag nun mit dem Gesicht zu Fran. „Wie süß er aussieht, wenn er schläft“, dachte Fran und strich ihm die graue Haarsträhne aus dem Gesicht. „Ein bisschen lasse ich Dich noch schlafen, Liebster“, flüsterte sie.

Fran beobachtete Maxwell eine ganze Zeit lang beim Schlafen, als es wieder an der Tür klopfte. Dieses Mal war es der Champagner und 2 Gläser. Sie stellte alles neben den Brief und huschte zurück ins Bett. Liebevoll strich sie Maxwell über den Arm. Er schlief jetzt über eine Stunde. „Aufwachen Liebster“, sagte sie leise und küsste ihn. Maxwell gab ein leises Brummen von sich, schief aber weiter. Fran fing an ihn am Bauch zu kitzeln. „Wach auf Du Schlafmütze“, neckte Fran ihn und kitzelte ihn weiter. Maxwell versuchte sich vor Frans Händen zu schützen, drehte sich auf den Rücken und hielt schützend die Hände vor dem Bauch. Fran krabbelte auf ihn und hörte nicht mit dem Kitzeln auf. Maxwell konnte nicht mehr vor Lachen. „Fran, Gnade“, keuchte er. Fran ließ von ihm ab. „Kann ich Dich damit besänftigen, wenn ich Dich küsse?“, fragte er. Fran schien zu überlegen. „Versuch es doch mal“, sagte sie dann und grinste.

Sie beugte sich über ihn und er küsste sie zärtlich. „Das reicht mir nicht Liebster.“ Bevor sie ihn wieder kitzeln konnte, zog Maxwell sie in einen leidenschaftlichen Kuss. Ihre Hände fuhren durch seine Haare und ihre Zungen spielten miteinander. „Ich könnte den ganzen Tag mit Dir hier im Bett verbringen“, sagte Maxwell, als sie sich voneinander lösten. „Eine schöne Idee Max, aber es ist so schönes Wetter und wir könnten an die Seine gehen. Da ist doch ein kleiner Strand.“ „Gut, machen wir das. Ich geh nur eben Duschen und Du solltest Dich auch etwas Ausgehfein machen“, grinste er. Fran kniff ihn zärtlich in die Seite. „Du bist ganz schön frech für einen Gentleman Maxwell Sheffield.“ Sie küsste ihn noch einmal und stand auf. „Ich habe uns Champagner aufs Zimmer bringen lassen. Wollen wir den hier trinken oder mitnehmen?“ Maxwell setzte sich auf. „Den trinken wir hier und eine Flasche nehmen wir mit.“

Fran ging an dem Tisch vorbei. „Fast hätte ich das vergessen. Deine Frau hat Dir eine Nachricht hinterlassen. Und sie hat mehrmals auf Deinem Handy angerufen. Du hast aber so süß geschlafen, dass ich es nicht übers Herz gebracht habe, Dich zu wecken.“ Maxwell stand ebenfalls auf und zog den Bademantel an, den Fran ihm reichte. Er nahm das Handy aus seiner Jackettasche und sah drauf. „Meine Güte“, stieß er aus. „6 Mal hat sie angerufen. Hoffentlich ist nichts mit der Kleinen.“ Fran bekam ein schlechtes Gewissen. An das Kind hatte sie gar nicht gedacht. Fran wusste, wie sehr Maxwell sein 4. Kind liebte. Deswegen würde er sich auch nicht von Sharon trennen. Sie sah Maxwell an, der die Nachricht aus dem Umschlag nahm und sie las. „Ist was passiert“, fragte Fran leise. Er sah auf und schüttelte leicht den Kopf. Dann steckte er den Zettel zurück in den Umschlag und ließ diesen auf den Tisch fallen. „Ich geh eben unter die Dusche und wenn Du soweit bist, können wir los.“

„Warte Liebster“, sagte Fran und hielt ihm am Arm fest. „Ich habe noch ein kleines Geschenk für Dich.“ Sie reichte ihm ein kleines in Geschenkpapier eingepacktes Päckchen. Maxwell sah Fran an und packte es aus. Es kam ein goldener Brieföffner in Form des Eifelturms zum Vorschein. „Damit Du Dich immer an unsere wundschönen Treffen erinnerst und Deine Frau wird kein Verdacht schöpfen“, sagte Fran. „Der ist wunderschön Darling.“ Maxwell war überwältigt und nahm Fran in den Arm und küsste sie. „Ich werde jetzt nur noch mit diesem Brieföffner meine Post öffnen. Vielen Dank Fran.“ „Schön, dass er Dir gefällt und jetzt ab unter die Dusche mit Dir.“ Fran gab ihm einen Klaps auf den Hintern. Er legte den Öffner auf den Tisch und ging ins Bad.

Fran sah Maxwell nach. „Was wollte seine Frau bloß von ihm?“, fragte Fran sich. Sie lauschte, bis sie das Wasser plätschern hörte, griff sich die Nachricht und las sie.

Mein lieber Maxwell.
Warum gehst Du nicht an Dein verdammtes Handy. Ich habe mehrmals versucht, Dich zu erreichen. Ich wollte Dir nur sagen, dass Du daran denken sollst, nicht so viel Fleisch zu essen. Besser wäre, gar keines. Und keinen Alkohol. Du weißt, was der Arzt gesagt hat.
Bis bald
Sharon

„Wow. Was für eine freundliche Nachricht. Kein „Ich liebe Dich“ und sonst kein liebes Wort“, dachte Fran. „Du weißt, was der Arzt gesagt hat? War Max krank?“ Sie steckte den Zettel zurück, bestellte noch eine Flasche Champagner für ihren Ausflug und noch andere Leckereien und ging ins Bad. Sie musste sich schließlich die Haare machen, bevor sie ausgehen konnte. „Max, stört es Dich, wenn ich mich fertigmache?“ Maxwell kam aus der Dusche. Er hatte nasse Haare und ein Handtuch um die Hüften geschlungen. Er ging zu Fran und küsste sie zärtlich in den Nacken. „Nein, Du störst mich nie, Darling“, hauchte er an ihrem Hals. Frans Haut fing an zu kribbeln, als sein Atem sie berührte. „Wie soll ich da meine Haare machen“, fragte Fran, ließ die Bürste sinken und küsste Maxwell auf den Mund. Er legte seine Arme um sie und zog sie an sich. Fran genoss es in seinen Armen zu sein. Sie ließ ihren Kopf an seine nackte Schulter sinken und strich ihm liebevoll über den Rücken.

„Max, was ist los mit Dir?“, fragte Fran geradeheraus. „Was meinst Du?“, fragte Maxwell zurück. Er verstand nicht. Fran löste sich aus der Umarmung und sah Maxwell an. „Spiel nicht den starken Mann, Max. Ich habe die Nachricht von Deiner Frau gelesen. Was verschweigst Du mir? Bist Du krank?“ Maxwell sah Fran an. Es störte ihn nicht, dass Fran die Nachricht gelesen hatte. „Nein Fran, ich bin nicht krank. Die Sache ist die“, fing er an und versuchte Fran dabei nicht anzusehen. Diese legte ihm aber die Hand unters Kinn, so, dass er sie ansehen musste. „Max, Du weißt, dass Du Dich vor mir nicht schämen musst.“ Maxwell atmete auf, bevor er wieder anfing zu reden. Er wusste, wenn er Fran das jetzt erzählte, würde sie ein sehnsüchtiges Gesicht machen. „Also. Sharon will unbedingt noch ein Kind. Am liebsten ein Mädchen. Leider klappt es nicht mit dem Schwanger werden. Ihr Arzt meint, dass sie völlig gesund sei und das dann an mir liegen muss. Deswegen solle ich auf gewisse Lebensmittel verzichten oder sie nur in geringen Mengen zu mir nehmen. Und das für ein Jahr. Außer einer gelegentlichen Umarmung oder einen Kuss, tauschen wir keine Zärtlichkeit aus, da wir auch auf Sex verzichten sollen.“

Vorsichtig sah Maxwell Fran an. Und da war er. Dieser sehnsüchtige Blick. Maxwell wusste, wie sehr Fran sich ein Kind wünschte. Doch Shane wollte keine Kinder. Er war der Meinung, dass es keinen Platz in ihrem Leben für Kinder gab, da sie öfters umzogen und Kinder da nur stören würden. Maxwell nahm Fran in den Arm und strich ihr über den Rücken. „Ist schon gut Max. Ich habe Dich ja schließlich gefragt, was los ist.“ „Ich weiß aber auch, wie sehr Du Dir ein Kind von Deinem Mann wünschst. Aber ich kann Dich nicht belügen“, sagte er leise. Das liebte Fran so sehr an diesem Mann. Er war so einfühlsam und ehrlich zu ihr.

Fran lehnte sich an Maxwell. Seine Haut war warm und auch noch etwas feucht. „Deswegen ist er auch nach Zärtlichkeit ausgehungert“, dachte Fran. „Lass uns nicht diesen schönen Tag verderben“, sagte sie dann und küsste ihn liebevoll. „Ich habe uns noch einige Leckereien und eine Flasche Champagner für den Strand bestellt. Oder hättest Du lieber was Alkoholfreies gehabt?“ „Nein, dass ist schon in Ordnung. Wir werden die Zeit, die wir miteinander haben in vollen Zügen genießen.“ Fran nickte und begann, sich die Haare zu machen, während Maxwell sich Bade-Shorts und Hose anzog. Als er sich auch das Hemd anziehen wollte legte Fran ihre Bürste und das Haarspray zur Seite. „Warte Max. Ich habe Dir vorhin etwas den Rücken zerkratzt. Ich schmiere Dir da etwas Salbe drauf.“ Zärtlich massierte sie die Creme auf die Kratzer ein und umarmte ihn dann von hinten und hauchte einige Küsse auf den Rücken. „Es ist so schön mit Dir.“ Dann ließ sie ihn los und frisierte sich weiter.

Mit einem kleinen Picknickkorb und einer Decke machten sich Fran und Maxwell in einen Mietwagen auf den Weg zur Seine. Fran fand es etwas überflüssig, dass Maxwell sich so in Schale geworfen hatte. Er trug wie immer einen Anzug und ein blaues Hemd. Immerhin war das ein ganz normaler Ausflug und kein Gala-Treffen. Jedenfalls konnte sie ihm die Krawatte ausreden und das Jackett hatte er lässig auf die Rückbank des weißen BMW-Cabriolets geworfen und die Ärmel hoch gekrempelt. Während der Fahrt hatte Fran ihre Hand auf seinen Oberschenkel gelegt und streichelte ihn.
Review schreiben