Das Hotel in St. Germain

GeschichteDrama / P18
Fran Fine Maxwell Sheffield
25.02.2015
31.03.2015
10
18.095
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25.02.2015 1.393
 
Hallo und willkommen bei meiner  neuen Geschichte über Fran und Maxwell. Ich sage gleich vorweg, dass ich diese Geschichte bereits zu Ende geschrieben habe und ich versuchen werde, alle 2 Tage ein neues Kapitel hochzuladen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen und würde mich freuen, wenn ihr ein Review da lassen würdet.



Fran saß in der Empfangshalle im Hotel in St. Germain. Es war früher Nachmittag und sie war total nervös. Heute würde sie Maxwell nach einem Jahr endlich wiedersehen. Eigentlich sollte ihr Treffen ja schon vor einem Monat sein, doch Maxwell musste absagen. Er lag mit einer Sommergrippe flach und konnte daher nicht nach Paris reisen. Mehrere Stunden hatte Fran im Bad verbracht, bis ihre Frisur endlich so saß, wie sie es wollte. Etliche Male hatte Fran geflucht, die Haare wieder nass gemacht und sie neu hochtoupiert, bis ihr endlich gefiel, was sie im Spiegel sah. Danach trug sie Make-Up, Lidschatten, Wimperntusche und Lippenstift auf. Dann war sie endlich fertig. Ein Blick auf die Uhr sagte Fran, dass sie über 2 Stunden damit beschäftigt war, sich fertig zu machen und das sie langsam hinuntergehen sollte.

Das Schicksal wollte es so, dass Fran vor 10 Jahren einen anderen Mann kennen und lieben lernte. Er war ein reicher Regisseur und erfüllte Fran jeden Wunsch. Ein halbes Jahr nachdem sie sich kennengelernt hatten, machte ihr Shane einen Heiratsantrag. Fran hatte Maxwell und die Kinder zu ihrer Hochzeit in Miami eingeladen, aber zu ihrem bedauern war Maxwell nicht gekommen, obwohl sie ihn darum gebeten hatte, ihr diesen Wunsch zu erfüllen. Kurz nach der Hochzeit zogen sie nach Thailand, wo Shane zu dieser Zeit beruflich arbeitete. Doch in der Zwischenzeit hatte sich ihr Wohnort einige Male geändert. Zurzeit wohnten sie in Australien. Maxwell hatte es nicht geschafft ehrlich zu Fran und auch sich zu sein und ihr endlich seine Liebe zu gestehen. So musste er mit ansehen, wie die Frau, die er liebte sein Haus und seine Kinder für immer verließ.

Maxwell litt lange unter dem Verlust von Fran und stürzte sich von einer Liebesgesichte in die Nächste, bis ihm Sharon über den Weg lief. Die Beiden verliebten sich ineinander und heirateten sehr schnell. Zu der Hochzeit lud Maxwell Fran und ihren Ehemann nicht ein. Er wollte endlich damit abschließen. 1 Jahr später wurde Maxwell noch einmal Vater einer Tochter. Die Kleine wurde auf den Namen Jenny Fran Sheffield getauft. Maxwell nannte seine Kleine immer nur Fran. Es sei denn, sie hatte etwas angestellt, dann nannte er sie Jenny und sie wusste sofort Bescheid, dass sie irgendwas gemacht und ihren Vater damit verärgert hatte, was aber sehr selten vorkam. Maxwell liebte seine Frau und seine Tochter, aber er konnte Fran einfach nicht vergessen. Sie war immer noch ein sehr wichtiger Teil in seinem Herzen. Und wenn Maxwell ehrlich zu sich war, liebte er Fran noch immer und versuchte heimlich wieder mit ihr in Kontakt zu kommen. Durch Silvia Fine erfuhr er die Adresse von Fran und ihrem Ehemann. Er schrieb Fran einen langen Brief, in dem er ihr endlich von seinen Gefühlen und auch von seinem jetzigen Leben erzählte. Nur bei dem Absender log er. Maxwell war sich sicher, dass der Brief sonst ungeöffnet zurück gekommen wäre, wenn Fran wusste, von wem der Brief kam.

Fran war sehr überrascht, als sie den Brief geöffnet hatte und die Schrift erkannte. Ein Kribbeln in ihrem Bauch machte sich breit, als sie die Zeilen las. Maxwell legte sich ihr total offen. Er schrieb ihr ohne Umwege seine Gefühle und auch seine Sehnsucht nach ihr. Fran wurde klar, dass es ihr genauso ging wie ihm. Sie hatte diese Gefühle immer wieder versucht zu unterdrücken. Oft gelang es ihr auch. Aber in ruhigen Stunden gewannen die Gefühle. Auch sie hatte Sehnsucht nach Maxwell. Nach seinen liebevollen Händen, die sie so oft in den Arm genommen hatten. Nach seinen wunderschönen Augen, die sie so oft angesehen und manchmal das innere von Maxwell wiedergespiegelt hatten. Sie erinnerte sich noch genau daran, wie traurig er sie angesehen hatte, als sie für immer gegangen war. Und etwas in ihm war zerbrochen, dass konnte sie in seinen Augen erkennen. Dennoch hatte er es nicht über sich gebracht, ihr zu sagen, dass er sie liebte. Und sie sehnte sich nach seinen Lippen, die sie so oft geküsst hatten. Fran spürte sie jetzt noch auf den ihren.

Fran schrieb Maxwell zurück, ohne ihrem Mann etwas davon zu erzählen. Nach einigen Briefen folgten heimliche Telefonate, in denen die Gefühle zu einander nur noch stärker wurden. Maxwell kam auf die Idee, dass sie sich doch treffen sollten, da seine Sehnsucht zu ihr so groß war, dass es schon schmerzte. Fran ging es ebenfalls so. Und sie beschlossen, dass sie sich in Paris, die Stadt der Liebe treffen und sich dort endlich wieder in den Armen liegen wollten. So würde keiner der Ehepartner etwas davon mitbekommen.

Heute war es nun endlich wieder soweit. Fran war schon am vorigen Tag in Paris angekommen und hatte die Suite gebucht, die die Beiden seit mehr als 5 Jahren nahmen, wenn sie sich trafen. Sie sah auf ihre Uhr. Es war 14:00 Uhr. Maxwell müsste jeden Moment kommen. Sein Flugzeug aus New York sollte um 13:30 Uhr landen. Sie hatten vor 2 Tagen noch einmal miteinander telefoniert und Fran konnte im Hintergrund Sharon hören, die fragte, wer es denn sei. Maxwell sagte ihr, dass es sein Geschäftspartner aus Paris sei und es ginge um den Geschäftstermin in 2 Tagen. Fran wusste, dass Maxwell seine Frau jedes Mal belog, wenn sie miteinander telefonierten und wenn es um ihre Treffen ging. Auch sie belog ihren Mann, in diesem Punkt.

Fran spürte schon wieder dieses Kribbeln und war jedes Mal ganz aufgeregt, wenn die Eingangstür aufging, aber es war immer nur irgendein Gast gewesen. Sie konnte nicht sagen, wie sehr sie diesen Mann begehrte und sie konnte es kaum erwarten, ihn endlich in den Arm zu nehmen und seine Lippen zu berühren. Aber Fran wusste, dass es Maxwell ebenso ging. Da ging die Tür ein weiteres Mal auf. Und da war er. Fran stand auf und ging zu ihm. Maxwell sah müde und erschöpft aus. Es schien ein anstrengender Flug gewesen zu sein, doch als er Fran sah, hellte sich seine Miene auf und er lächelte sie an. Maxwell stellte seine Tasche ab und nahm Fran in den Arm. „Fran. Endlich.“

Maxwell drückte Fran an sich und hauchte ihr ein Küsschen auf die Wange. „Ich habe Dich so vermisst und diesen Tag herbeigesehnt.“ „Max.“ Fran konnte sich nicht zurückhalten und küsste ihn auf den Mund. „Ich habe Dich auch so vermisst. Und Du kannst Dir nicht vorstellen, wie sehr ich mich danach gesehnt habe, Dich wieder in den Arm nehmen zu können. Und…“ Weiter kam Fran nicht, denn das Handy von Maxwell klingelte. Er löste sich nur ungern aus Frans Umarmung und ging dann ran. „Hallo Sharon. Ja, ich bin gerade angekommen und hätte mich noch bei Dir gemeldet.“ Er klang etwas genervt, aber Sharon schien davon nichts zu merken. Fran fragte sich, ob sie ihren Mann wirklich kannte, wenn sie das nicht merkte. Im Gegenteil, sie sprach immer weiter. „Was? Ja, gib mir die Kleine. Hallo Fran. Das kann ich Dir jetzt noch nicht sagen. Ich weiß nicht genau, wie lange der Termin hier dauert. Nein mein Schatz, Du wirst dann nicht mehr wach sein. Hier ist ja eine ganz andere Uhrzeit als zuhause. Ich werde sehen, ob ich was Schönes für Dich finde. Du weißt doch, dass ich Dir jedes Mal was mitgebracht habe, wenn ich einen Termin im Ausland hatte. Ich muss jetzt Schluss machen mein Schatz. Ich habe Dich auch lieb. Bye.“

Maxwell legte auf und sah Fran an. „Tut mir leid. Aber Du weißt ja, dass Sharon jedes Mal anruft.“ Fran strich ihm über den Arm. „Schon gut. Ich weiß ja, dass Du nicht mehr frei bist und dass sich“, Fran machte eine Pause, bevor sie weitersprach: „Deine Frau Sorgen macht. Shane hat mich gestern auch angerufen und sich erkundigt. Er ist jetzt mit seinen Freunden unterwegs und wird wohl nicht noch einmal anrufen.“ Fran legte die Hand auf Maxwells Schulter. „Komm, lass uns nach oben gehen. Du willst Dich sicher etwas frisch machen, nach dem langen Flug. Ich habe wieder unsere Suite gebucht.“ Maxwell nahm seine Tasche und ging mit Fran Arm in Arm zu den Aufzügen.
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