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Chasing Life

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16 / Gen
Det. Tommy McConnel Sgt. Eva Vittoria
22.02.2015
03.01.2016
12
20.587
2
Alle Kapitel
12 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
09.11.2015 1.997
 
Hallo ihr Lieben :)
Vielen Dank für die lieben Reviews, die uns erreicht haben :) Wir haben uns über jede einzelne gefreut :)
Wir liefern euch ein neues Kapitel von unserer Story, geschrieben von der lieben Lou :) (CLSK♥)
Wir hoffen, dass es euch gefällt und wenn ja (oder auch nein), hinterlasst uns ein paar Reviews; die helfen uns, Fehler zu verbessern und uns zu verbessern.

An dieser Stelle sei auf den neuen Account von Angi (Alphahexe) hingewiesen.

Lou und ich möchten zudem noch mitteilen, dass wir am Montag unser Geburtstagsvideo für Gabriella online gestellt haben :) Falls es jemand sehen möchte, kann er gerne mich anschreiben.
Wir bedanken uns vorallem bei Emilia fürs Mitmachen :) Hat uns wirklich gefreut! :) Bei allen anderen (so viele waren es leider nicht) haben wir uns schon persönlich bedankt :)
Wir hoffen weiter, dass Gabry es sehen wird und wir ihr damit ein Lächeln auf die Lippen zaubern können :) Wenn ihr Twitter habt, teilt es doch bitte da und verlinkt Gabriella (@/gabpex), Louisa (@/Twangel_Louisa) und mich (@/moveslikejade) darauf :)

So und nun viel Spaß mit dem neuen Kapitel :)
LG, Lou, Angi und Aila
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9.) Kapitel 8: Emotionslos - Lou

"Die Defekte und Fehler des Verstandes sind wie Wunden des Körpers. Auch wenn alles Vorstellbare unternommen wird, um sie zu heilen, Narben werden trotzdem bleiben."
- Francois La Rochefoucauld

*Piep* ….. *Piep* …… *Piep*
Die Sonne schien in das Krankenhauszimmer und erhellte dieses am frühen Morgen. Tommy saß seit 3 Stunden am Krankenbett von Eva und hielt ihre Hand. Es waren bis jetzt 2 Tage vergangen, nach dem das ICC Team Eva gerettet hatte, doch die Italienerin war immer noch nicht ansprechbar. Die Ärzte meinten, es wäre völlig normal, doch Tommy machte sich Sorgen. Er überlegte schon die vollen 2 Tage, wie er seiner großen Liebe erzählen soll, dass ihr gemeinsames Baby gestorben ist.

*Piep* ….. *Piep* ….. *Piep*
Weitere 2 Stunden vergingen und Tommy beschloss, sich einen Kaffee zu holen, damit er nicht einschläft. Denn er wollte Tag und Nacht für seine Eva da sein. Er konnte sie nach all dem nicht alleine im Krankenhaus lassen.
Auf dem Flur begegnete er Arabella, Sebastian, Louis und Carl. Die 4 hatten sich auf dem Weg gemacht, um nach dem Rechten zu schauen, doch sie machten sich nicht nur Sorgen um Eva, sondern auch um Tommy. Er hat sein dem Verschwinden kaum ein Auge zu bekommen und kapselt sich immer weiter vom Team ab.
„Wie geht es dir?“ Fragte der Major vorsichtig.
Tommy blickte zu ihm und sagte in einem gereizten Ton: „Wie sollte es mir schon gehen? Eva ist seit 2 Tagen Bewusstlos und ich kann einfach nichts machen, dass es ihr besser geht. Sie weiß noch nicht einmal, dass unser…“
Der Ire stoppte. Er selbst konnte es immer noch nicht fassen, doch wie würde es Eva erst gehen? Sie hat gekämpft und am Ende doch verloren. Dies war dem ganzen Team bewusst und sie blickten betroffen zu Boden. Arabella übergab Tommy einen Mitgebrachten Kaffee und sie gingen zurück in das Zimmer, wo Eva lag.

*Piep* …. *Piep* ….. *Piep*
„Dieses Geräusch konnte ich noch nie ausstehen.“ Dachte sich Hickman, als er das Zimmer betrat und das Herzfrequenzmessgerät neben dem Bett stehen sah. Er kannte diese Situation schon genüge. Doch dieses Mal war es anders. Dieses Mal lag keine ihm unbekannte Person im Krankenhaus. Sondern seine Kollegin. Die für ihn immer ein offenes Ohr hatte. Selbst als Anne-Marie gestorben war, hatte sie ihm zugehört und versucht ihn aufzuheitern. Carl setzte sich auf einen der Stühle und betrachtete Eva, wie sie völlig ruhig da lag. Tommy streichelte ihre Wange und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. Er betrachtete den Monitor, um nach ihren Werten zu sehen. Bei jedem Herzschlag ertönte ein Geräusch.

*Piep* ….. *Piep* …… *Piep*
Der Tag verging schneller als Gedacht und ehe sich die ICC Ermittler versahen, war es schon 11 Uhr in der Nacht. In den letzten 2 Tagen versuchten die Ermittler so wenig zu arbeiten, wie es nur möglich war, doch sie hatten einen neuen Fall reinbekommen, der ihnen viel abverlangte. Doch Tommy wurde vom Major persönlich beurlaubt, damit er für Eva da sein konnte.

Eine Krankenschwester betrat das Zimmer von Eva und schickte die Ermittler nach Hause, da die Besuchszeit zu Ende war. Nur Tommy blieb am Krankenbett sitzen und hielt Evas Hand. Er musste hier bleiben. Denn wenn Eva aufwacht, wollte er bei ihr sein. Er sollte der Erste sein, den Eva sieht, wenn sie ihre Augen öffnet. Damit sie weiß, dass alles wieder gut ist und sie gerettet ist. Damit sie weiß, dass ihre Familie –das ICC-Team- für sie da ist. Tommy rückte mit seinem Stuhl näher ans Bett und begann mit Eva zu reden. Er hat schon oft gehört, dass Menschen in so einem Zustand etwas mitbekommen können. Wirklich geglaubt hat er nie daran, doch für Eva war er bereit dazu.

„Hey mein Schatz…“
Er begann ihre Hand zu streicheln.
„… Ich weiß zwar nicht ob du mich hören kannst, aber ich vermisse dich. Du musst unbedingt aufwachen. Ich weiß nicht wie lange ich es noch aushalte, dich so dort liegen zu sehen…“
Tränen sammelten sich in Tommys Augen.
„… Das Team vermisst dich auch.“  Der Ire hielt inne und überlegte, was er noch sagen könnte. Er schluckte einmal und wischte sich die Tränen aus seinem Gesicht.
„Matteo ist fort. Er kann dir nichts mehr antun… Ich werde immer für dich da sein. In guten wie in schlechten Zeiten. Arabella hat deinen Ehering im Wald gefunden und mir gegeben. Sie meinte, dass es Schicksal war. Du weißt ja, dass ich an so etwas nicht glaube, aber du… wir sind Schicksal.“ Tommy kramte in seiner Hosentasche und holte den Ring heraus. Er hielt Evas Hand behutsam hoch und steckte ihr den Ring an. Er betrachtete ihre Hand und dann ihr Gesicht. Ein kleines Lächeln schmückte sein Gesicht und Tränen liefen ihm über die Wangen. „Alles wird wieder gut.“ Flüsterte er.
Nach einer Stunde schlief auch Tommy ein.

„Detective McConnel?“ Eine weibliche Stimme riss den Iren aus dem Schlaf. Er öffnete langsam seine Augen und wurde von dem einfallenden Licht geblendet. Vor ihm stand eine blonde Frau in weißer Kleidung. Es war Evas Krankenschwester. Tommy streckte sich und lies seine Knochen knacken. Er schaute verschlafen auf die Uhr. Es war 8 Uhr in der Früh und die Krankenschwester öffnete die Fenster. „Möchten Sie einen Kaffee, Detective McConnel?“ Fragte sie liebevoll. „Nennen Sie mich Tommy und ja, sehr gerne.“ Lächelte er und stand auf, um sich etwas zu bewegen. Die Krankenschwester nickte und verließ das Zimmer. Tommy ging einmal um her und blieb am Bettende stehen und betrachtete Eva. Sie lag immer noch in derselben Position wie gestern und vorgestern. Er hielt kurz inne, ehe er sein Handy aus der Jackentasche holte und seine Kollegen anrief. „Kommt einer von euch heute noch vorbei? Dann könnte ich vielleicht kurz nach Hause und mich umziehen.“ Arabella war bereit, Tommy abzulösen. „Ich komme in ca. 2 Stunden. Ist das okay?“ Fragte die Holländerin. „Ja klar.“ Sagte der Ire und legte auf. In diesem Moment kam die Krankenschwester von vorhin mit einem Kaffee. „Danke“ Sagte Tommy und sie verließ wieder den Raum. Er trank einen Schluck und stellte die Tasse auf den Tisch, der neben dem Fenster stand. Der Ire schaute dann aus dem Fenster und entdeckte spielende Kinder auf dem Krankenhausrasen. Dies ließen seine Gedanken wieder abschweifen und er dachte an eine Zukunft mit seinem verstorbenen Kind. Ihm war bewusst, wieso dies alles geschehen war. Doch er hatte Angst um Eva. Im Krankenzimmer war es still. Nur das Geräusch des Herzfrequenzmessgerätes war zu hören. Immer noch vertieft in seinen Gedanken schaute Tommy aus dem Fenster und bemerkte nicht, wie Eva aufwachte.

*Piep* …. *Piep* ….. *Piep*
Dies war das erste Geräusch, was Eva wahrnahm, als sie ihre Augen öffnete. Die Sonne blendete sie, sodass sie zuerst nur Umrisse erkennen konnte. Ihr kam das Geräusch bekannt vor. Nach kurzen Überlegungen fiel es ihr ein. Sie war im Krankenhaus. Langsam wurden die Umrisse klarer und ihr Blick schweifte direkt zum Fenster. Sie sah Tommy und das brachte ihr ein Lächeln auf den Lippen.
„Tommy…“ Sagte die Italienerin mit geschwächter Stimme und lächelte ihn an, als er sich umdrehte. „Eva!“ Tommy kam zu ihr und gab ihr einen Kuss auf ihre Lippen. “Ich hab mir solche Sorgen gemacht! Geht es dir gut?” Eva nickte und gab Tommy noch einen Kuss. Vor lauter Freude hätte Tommy fast das wesentliche vergessen. Ihr Kind war gestorben und er musste es Eva schonend beibringen. Er setzte sich auf die Bettkante und hielt ihre Hand.
„Eva, da ist etwas was du wissen solltest…“,begann er mit trauriger Miene.
Beide hielten inne. Eva sah ihn bedrückt an und wusste woraus er hinaus wollte. Sie fasste sich an ihren Bauch und spürte plötzlich, dass etwas in ihr fehlte. Tränen sammelten sich in ihren Augen.
„Nein! Tommy bitte… Bitte sag mir, dass unser Baby noch lebt.“, stammelte sie. In Tommys Augen bildeten sich nun ebenfalls Tränen.
„Ich… Ich kann nicht.“
Eva starrte ins Leere und musste erst einmal verarbeiten, was Tommy ihr gesagt hatte. Nach wenigen Sekunden war ihr alles klar, doch sie fühlte sich auf einmal Emotionslos. Ihre Augen waren feucht, doch sie konnte nicht weinen.
„Lässt du mich bitte alleine, Ich brauche einen Moment für mich.“
Tommy stand ohne ein Wort auf und verließ das Zimmer. Dann rief er bei seinen Kollegen an und bat sie zu kommen.

Eva setzte sich aufrecht hin und berührte noch einmal ihren Bauch. Doch wieder spürte sie nichts außer Leere. Ihr Baby war weg und das alles nur wegen Matteo. Er hatte ihr ganzes Leben zerstört. Die Italienerin zog an den Kabeln, die Sie mit den Geräten neben ihrem Bett verbunden hatte und stand dann vorsichtig auf. Sie musste hier raus. Eva lief einige Schritte und blieb vor einem Spiegel stehen. Sie betrachtete sich und erschrak. Ihre Haut war blass und ihre Augen waren rot. Sie sah alles andere als Gesund aus. Sie öffnete den danebenstehenden Schrank, in der Hoffnung ein paar Anziehsachen von ihr zu finden. Mit Glück. Sie zog sich um und verließ ihr Zimmer. Sie spähte in alle Flure, damit Sie Tommy nicht begegnete. Als Sie vor dem Krankenhaus stand wurde ihr leicht Schwindelig, doch das hielt sie nicht auf weiter zu laufen.
„Mir geht es gut! Ich brauche nicht hierzubleiben.“,sagte sie zu sich selbst. Doch weit kam die Italienerin nicht, denn wenige Meter vor ihr liefen Carl, Arabella, Louis und Sebastian auf sie zu.

„Ist das nicht Eva?“, fragte Hickman in die Runde und zeigte mit einem Finger auf die rothaarige Frau wenige Meter vor ihnen.
„Ja, was macht sie denn hier draußen?“, gab Arabella von sich und lief auf sie zu.
„Eva, was zur Hölle machst du hier?!“
Die Italienerin schaute Arabella mit einer nichtssagenden Miene an.
„Ich gehe nach Hause.“
Arabella verstand nicht ganz.
„Wie du gehst nach Hause? Ist das ein schlechter Witz von dir?“
„Nein, ganz und gar nicht. Mir geht es gut. Die kleine Schusswunde an meiner Wade ist doch nicht so schlimm.“ Louis, Carl und Sebastian kamen nun auch dazu.
„Eva, du hast dein Kind verloren. Das nimmt man nicht einfach so leicht.“
Carl versuchte auf sie einzureden.
„Das kann mal passieren.“, meinte Eva stumm und wollte weiter laufen, doch Louis hielt sie fest.
In diesem Moment kam Tommy aus der Eingangstür gerannt und war sichtlich erleichtert, als er Eva sah. „Was machst du hier?“, fragte er unglaubwürdig.
Doch Eva antwortete ihm nicht. Stattdessen nahm Arabella ihn mit zur Seite und erzählte ihm, was gerade vorgefallen war.  
„Tommy, irgendetwas stimmt nicht mit Eva!“


Das Team brachte Eva zurück in ihr Zimmer und fragten einen Arzt nach Rat.
„Es kommt  vor, dass Mütter bei einer Fehlgeburt Depressionen oder Ähnliches bekommen.
In diesem Fall hat Mrs. Vittoria eine Art Alexithymie. Das bedeutet, dass sie keine Emotionen mehr zeigen kann, geschweige denn Gefühle wahrnimmt.“ Tommy fuhr sich mit der Hand durch sein Gesicht.
„Und wie lange wird es anhalten?“, fragte er dann.
„Das kann man nie genau sagen.“








TBC
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