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Chasing Life

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16 / Gen
Det. Tommy McConnel Sgt. Eva Vittoria
22.02.2015
03.01.2016
12
20.587
2
Alle Kapitel
12 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
02.11.2015 2.290
 
Hallo, ihr Lieben.
Und schon  geht es weiter  mit unserer Geschichte.
Jetzt wird es (hoffentlich) spannend. Wir werden Eva nämlich endlich finden.
Was danach alles passieren wird?! Wie wird es ausgehen?!
Das könnt ihr HIER lesen  :)

Hinterlasst uns doch ein paar Reviews.

Viel Spaß beim Lesen.
Lou, Angi und Aila
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8.) Kapitel 7: Endlich am Ziel? – Aileen

„Der Tod ist nicht der größte Verlust im Leben. Der größte Verlust ist das, was in uns stirbt, während wir leben.“
- Norman Cousins



Nachdem Matteo sie eingeholt hatte, zerrte er sie hinter sich her zu einer Hütte tief im Wald versteckt.
Nun hatte Eva die Hoffnung endgültig aufgegeben. Hier würde sie keiner finden, noch nicht mal ihr Team. Sie war verloren und ihrem Entführer schutzlos ausgeliefert.
Doch sie wäre nicht Eva, wenn sie nicht nach einem Weg raus suchen würde.
An der Hütte angekommen, schaute sich Matteo panisch um. Seit dem Telefonat vorhin war er so merkwürdig. Was hatte ihr Team herausgefunden? Hatten sie eine Spur? Sie hoffte es, sie wollte einfach nur noch  nach Hause, zu ihren Freunden und zu Tommy. In seinem Arm liegen und sie wollte, dass er ihr sagte, dass alles nur ein böser Traum war. Doch so schnell würde dies nicht passieren.
„Setz dich dahin!“, wurde sie von Matteo schroff aus ihren Gedanken gerissen.
„Es tut mir leid, dass ich weggerannt bin! Das war ein Fehler!“, versuchte Eva, in der Hoffnung, der Italiener würde wieder ein wenig Vertrauen zu ihr schöpfen.
„Bitte Matteo, ich weiß doch, dass du dir nur Sorgen um mich machst. Es tut mir sehr leid, es kommt nicht mehr vor. Das verspreche ich dir!“, dabei ging sie immer weiter auf ihn zu und blieb dann in unmittelbarer Entfernung vor ihm stehen.
Dieser musterte sie kritisch, ging dann aber, nach einer Weile, auf seine Eva zu und griff nach ihrer Hand.
„Ich will dich doch nur beschützen, Eva! Versteh das doch! Ich will dir nichts böses! Du gehörst zu mir, nicht zu denen!“
„Ja, das habe ich jetzt verstanden!“, lächelte sie ihn an.
„Dann ist ja gut! Ich glaube dir!“, lächelte Matteo zurück und lehnte sich ein wenig vor, um Eva zu küssen.
Voller Schreck zuckte Eva ein wenig zurück und erntete dafür einen kritischen Blick von dem ihr gegenüber.
„Tut mir leid, ich habe mich nur kurz erschreckt!“, lachte sie.
Dann plötzlich spürte sie seine Lippen auf ihren. Es fühlte sich so falsch an…sie gehörte zu Tommy, nur er durfte sie so küssen und halten, niemand sonst. Dennoch spielte sie mit, aus der Angst, er würde ihrem Kind etwas tun. Nachdem sie sich voneinander lösten, wandte sich Matteo ab und holte etwas aus seiner Tasche. Es waren verschiedene Medikamente.
Verwundert fragte Eva: „Bist du verletzt?“
„Nein, aber du! Du trägst das Kind eines dir unwürdigen Partners in dir, das ist eine Schande, ja sogar eine Krankheit. Du musst es loswerden, nur so können wir von vorne anfangen.“
„Nein!“, rief Eva bestimmt.
„Eva, bitte….“
„Nein, Matteo! Das wirst du nicht!“
„Eva, zwing mich nicht dazu dir weh zu tun!“
„Das ist mein Kind und du kannst genauso gut von ihm der Vater werden, aber bitte, mach es nicht weg! Bitte, Matteo, es ist noch alles was ich hab von..“, doch Eva stockte; sie hatte sich schon genug damit in die Situation hineingeritten.
„Von wem? Heh? Von diesem schmutzigen Iren? Der Taugenichts! Hah, das ich nicht lache! Das Kind wird genauso ein Versager und Nichtskönner wie er. Du verdienst besseres! Es wird dir ewig auf der Tasche liegen! Bitte, Eva, lass mich dir helfen!“
„Nein, das wagst du nicht!“
„Eva….“
Für einen Moment lang starrten sich die Beiden nur an, bis Eva bemerkte, dass er die Tür der Hütte nicht verriegelt hatte. Es war gewagt, aber sie musste es probieren. Es war ihr einziger Ausweg. Sie musste einen Weg zurück in die Zivilisation finde. Doch schaffte sie das mit ihrer Wade? Sie musste es einfach wagen.
Matteo drehte sich weg von ihr, um alles für die Abtreibung vor zu bereiten. Das war der perfekte Moment. Eva rannte zur Tür, stieß sie auf und lief in die Nacht hinein durch den Wald. Sie hörte Matteo hinter sich fluchen. Sie hatte es endgültig verspielt bei ihm. Sie musste ihm entkommen. Anderenfalls würde er sie auch töten.
Eva rannte um ihr Leben, für sich, für das Kind und für Tommy…
Sie rannte und rannte, aber sie spürte, dass sie langsamer war als sonst.
„Komm schon Eva, reiß dich zusammen!“
In einem Moment voller Unaufmerksamkeit und vor allem Dunkelheit, stolperte sie über eine herausragende Wurzel und fiel zu Boden.
Nicht lange nachdenkend sprang sie geistesgegenwärtig wieder auf und lief weiter. Sie sah vor sich die Umrisse eines breiten Baumes. Sie lief dort hin und versteckte sich dort hinter. Einige Meter war sie nun schon entfernt von der Hütte; ob Matteo sie noch einholen würde?!


Plötzlich riss jemand von hinten an ihren Haaren und sie fiel zu Boden.
„Du mieses, kleines Flittchen! Ich habe es satt! DU GEHÖRST ZU MIR! Akzeptiere das endlich!“
Er zerrte Eva an ihren Haaren hoch, sodass sie wieder auf ihren Füßen stand. Nicht lange zögernd boxte Eva Matteo mit ihrem Ellenbogen in den Bauch, sodass er ein wenig zurücktaumelte.
„Lass mich endlich in Ruhe! Ich gehöre nicht dir, ich gehöre zu Tommy McConel, meinem Ehemann. Wir haben noch nie zu einander gehört, das ist alles deine Einbildung. Wir kennen uns gar nicht richtig. Ich habe dich nie geliebt und ich werde dich niemals lieben. Du bist krank, Matteo. Ich kann dir helfen, aber..“
Weiter kam Eva nicht, weil Matteo auf einem auf sie zugestürmt kam und sie zu Boden riss. Er schlug ihr ins Gesicht, doch Eva wehrte sich, so gut sie konnte. Sie war eine Kämpferin und würde nicht kampflos aufgeben.
Sie schlug ihn zurück, trat nach ihm. Auf einmal warf er sie auf dem Boden und gerade, als sie zum Schlag ausholte, hielt er ihren Arm fest und verdrehte ihn gewaltvoll. Eva stöhnte vor Schmerzen und war für kurzer Zeit außer Gefecht.
„Das hast du davon!“, sagte Matteo und dabei trat er ihr mit voller Wucht in den Bauch.
Eva krümmte sich vor Schmerzen. Ihr Baby…..das war das einzige, woran sie in dem Moment dachte.
Doch lange hatte sie keine Zeit sich zu erholen. Auf einmal hielt Matteo ihr ein Tuch mit Chloroform vor den Mund. Sie versuchte es abzuwehren, doch es war schon zu spät und sie wurde bewusstlos.


Ein wenig benebelt wachte die Italienerin eine Weile später wieder auf dem Boden in der Hütte auf.
Sie versuchte sich langsam auf zurappeln und verspürte ein Stechen in ihrem Bauch. Vorsichtig legte sie ihre Hand auf den Bauch.
„Bleibe stark, Kleines! Papa wird uns bald holen, daran glaube ich ganz fest!“
Vorsichtig stieg sie auf und lief zu einem Fenster. Matteo war nicht in der Hütte, also musste er draußen sein.
Und tatsächlich, sie erspähte in ein paar Meter abseits der Hütte. Er telefonierte. Leise machte sie die Türe auf um zu horchen was er sagte.
„Was?! Dieser Schwachmat! Also wissen sie von der Hütte?! Verdammt, bin ich den nirgendswo mit meinem Engel sicher?! Können sie sie nicht einfach mal in Ruhe lassen! Ja, okay, Plan B! Ja, habe verstanden!“
Das Team wusste von der Hütte? Erleichterung machte sich in Eva breit. Dann würde es nicht mehr lange dauern, bis das Team hier auf der Matte stand. Solange musste sie ihn noch hinhalten, das schaffte sie.
Plötzlich hörte sie Schritte. Sie lief zu einem Stuhl und setzte sich hin. Dann betrat ihr Entführer die Hütte und lief auf sie zu.
„Eva, mein Engel, du bist wieder da!“
„Ich war nie weg…“, zischte Eva.
Matteo lief zu dem Schrank und packte alles wieder ein, was er vorher sorgfältig verstaut hatte.
„Was hast du vor?“
„Wir müssen weg. Die Bösen sind auf den Weg hierher. Sie wollen dich holen und dich mir wegnehmen. Das kann ich nicht zulassen.“
Wütend verschloss er die Tasche, lief auf Eva zu, packte sie an der Hand und zerrte sie hinter sich her.
„Matteo, es ist vorbei! Sie werden bald hier sein. Unsere Beziehung wird keine Zukunft haben! Du hast verloren“
„NEIN! NEIN! NEIN! ICH VERLIERE NIE!“, schrie er und verpasste ihr eine Ohrfeige.
„Ich bleibe hier! Ich gehe nicht weg! Es ist vorbei! Sie werden uns immer finden…“
„Nein, das werden sie nicht und dafür werde ich sorgen.“
„Matteo, bitte, sei vernünftig und stell dich..“
„Wir müssen jetzt los!“
„Lass mich los, ich bleibe hier!“
„Nichts da…“


„Hören Sie nicht, was die Frau zu ihnen sagt?!“
Geschockt drehten sich sowohl Eva als auch Matteo zu der sprechenden Person um  und Eva erkannte ihr Team. Erleichterung durchfloss ihren Körper. Sie hatte es geschafft.
„Lassen Sie die Frau gehen, Matteo, und alles wird gut!“, redete Carl weiter.
Doch Matteo dachte gar nicht daran und zückte sein Messer und legte es Eva um den Hals.
„Daran denke ich nicht! Ihr macht alles kaputt, ALLES! VERDAMMT! EVA GEHÖRT MIR!“
„Matteo, lassen Sie Eva gehen! Sehen Sie nicht, dass es ihr nicht gut geht? Wenn Sie sie wirklich lieben, dann lassen Sie sie bitte gehen!“, versuchte es Arabella.
„Nein, Eva liebt mich und ich liebe sie! Wir werden glücklich werden, wenn ihr uns einfach endlich in Ruhe lassen würdet. Wir werden eine Familie werden mit eigenen Kindern und einem schönen Haus abseits von allem hier. LASST UNS IN RUHE!“
„Matteo, bitte…“, flehte Eva nun förmlich und Tränen liefen ihre Wangen hinunter.
„Sehen Sie nicht, wie sehr Sie sie verletzen?“, sagte Arabella.
„Nein, das tut nur ihr Nichtsnutz von Ehemann. Habt ihr ihn bei euch? Er soll selbst hören wie Eva sich für mich entscheidet.“
Plötzlich trat Tommy hinter Hickmann und Louis hervor.
„Hier bin ich!“, sagte er und schaute zu Eva.
„Tommy…“, flüsterte sie leise; ihre Stimme klang ängstlich und von Tränen erstickt.
„Alles wird gut, Eva..“, versicherte der Ire ihr und schenkte ihr ein Lächeln, welches sie erwiderte.
„Du hast sie einer Gehirnwäsche unterzogen, du Bastard. Sie weiß gar nicht, was Liebe ist. Ich werde sie mitnehmen. Aber zuerst soll sie Dir sagen, dass sie mich liebt! Stimmt doch Eva, oder? Sag es ihm! Sag ihm, dass du nur mich liebst!“
Eva schaute verunsichert zu Tommy und eine neue Welle Tränen liefen ihre Wangen hinunter.
„Es ist okay, Eva, alles wird gut.“, sagte er zu ihr.
Eva holte so gut wie es mit dem Arm um ihren Hals ging Luft und sagte dann leise: „Ich liebe nur Matteo, niemand anderen! Wir werden glücklich werden! Tut mir leid, aber das ist was ich fühle!“
Bei den letzten Worten begann sie zu weinen. Heftiger als zuvor.
Doch Matteo zauberte dies nur ein Lächeln auf die Lippen. Seine Eva hatte sich vor all ihren Freunden und vor ihrem Ehemann für ihn entschieden.
Tommy trat ein wenig zurück und aus der Schusslinie.
Und auch Matteo vergaß vor Faszination alles um sich herum und lockerte den Arm um Eva´s Hals.
„Ich wusste es schon immer! Wir sind für einander bestimmt!“
„Matteo..“, sprach Hickman ihn aber noch mal an und Matteo richtete sein Messer in seine Richtung.
„Sie müssen trotzdem mit uns mitkommen. Wir wollen Sie in Sicherheit bringen. Sie und Eva.“
Doch Matteo war nicht dumm, er wusste, dass es nur ein Trick war, um an seine Eva zu kommen.
Matteo funkelte die Polizisten böse an und drehte sich dann ruckartig wieder um.
„Es gibt nur einen Weg, wie wir hier beide rauskommen, Evalein.“, sagte er, bevor er das Messer hob und auf Eva einstehen wollte.
Doch plötzlich fiel ein Schuss, gefolgt von einem zweiten, einem dritten und noch zwei weitere.
Dann herrschte Stille. Keiner sagte etwas oder bewegte sich.
Matteo lag am Boden, neben ihm lag Eva.

„EVA!“, rannte Tommy auf sie zu und kniete sich neben sie.
Er suchte ihren ganzen Körper nach Schusswunden ab. Er sah nur die an ihrer Wade, aber sonst war sie nicht verletzt, zum Glück! Das hätte er sich niemals verzeihen können.
Nach ein paar Sekunden vernahm er eine leise Stimme.
„Tommy..“
„Eva…“
Tommy half seiner Frau sich aufzurichten. Er stützte sie.
Doch Eva fiel ihm weinend in die Arme. Sie war endlich sicher. Sie war zurück bei ihrem Mann und ihrem Team.
Während das Team nach Matteo schaute, der tot auf dem Boden lag, tröstete Tommy Eva. Die beruhigende Stille wurde durch die Sirene des Krankenwagens unterbrochen, den Sebastian gerufen hatte.
Das Team stellte sich ein wenig abseits von dem Paar, um ihnen einen Moment Ruhe zu geben.
„Eva, fehlt dir irgendwas? Geht es euch gut?“, wollte Tommy wissen.
„Es tut mir alles so leid, es war so eine blöde Idee. Ich wollte es doch nur etwas schöner gestalten. Arabella und ich hatten alles verbereitet. Rebecca wollte uns decken. Es sollte alles perfekt werden…es tut mir leid, Tommy. Vergib mir!“
„Alles wird gut! Ich bin nicht sauer, Eva! Ihr konntet ja nicht ahnen, dass Matteo auf einmal auftaucht.“
Tommy gab Eva einen Kuss auf die Stirn.
„Na komm, du musst untersucht werden. Du und unser Kind.“, sagte Tommy und Eva nickte.
Tommy stützte Eva und sie liefen gemeinsam zum Krankenwagen. Als Eva das Team erblickte, rief sie ihnen ein leises „Danke“ zu, welches sie mit einem Nicken erwiderten.

Ein paar Meter von dem Krankenwagen merkte Eva, dass etwas nicht stimmte. Ihr Bauch tat viel mehr weh, als zuvor. Sie konnte sich kaum auf den Beinen halten.
Sie begann sich sichtlich vor Schmerzen zu krümmen, was von Tommy nicht unbemerkt blieb.
„Eva?! EVA! Was ist los? Rede mit mir!“
Doch viel konnte Eva nicht sagen. Das einzige, was sie herausbekam, war: „Unser Kind….Tommy..“.
Sie bekam noch mit, wie Louis verzweifelt nach einem Sanitäter rief und Tommy sie versuchte wach zu halten.
Doch es ging nicht. Sie fiel zu Boden und dann wurde alles um sie herum schwarz….





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