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Chasing Life

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16 / Gen
Det. Tommy McConnel Sgt. Eva Vittoria
22.02.2015
03.01.2016
12
20.587
2
Alle Kapitel
12 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
21.09.2015 2.054
 
Hallo, ihr Lieben
Und schon geht es weiter!
Ich war mit dem nächsten Kapitel dran und da kommen jetzt so ein paar Erkenntnisse  hinzu ;)
Lasst euch überraschen und ich hoffe, ihr habt Spaß beim Lesen

Bitte, Bitte, Bitte! Vergesst nicht das Video für Gabriellas Geburtstag! Es wäre unendlich schade, wenn wir nur ein paar Videos und Bilder zusammen bekommen würden.  
Wir wollen ihr doch eine Freude bereiten! Also macht fleißig mit!  
Infos dazu kriegt ihr am Beginn des letzten Kapitels oder bei mir!

Viel Spaß beim Lesen!
Lou, Angi und Aila
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Kapitel 4) Erkenntnisse

"Das ist das schlimmste von allen Übeln,
im Vergangenen herumzugrübeln."
- Cäsar Otto Hugo Flaischlen

Währendessen bei dem Team…

Sie waren zusammen zurück in das Hauptquartier gefahren; alle von ihnen waren noch im Hochzeitsdress, keiner wollte sich so wirklich umziehen, aber dafür hatten sie auch ehrlich keine Zeit. Sie mussten Eva finden und das so schnell wie möglich.
Die Tatsache, dass sie schwanger ist, setzte das Team nun noch mehr unter Druck. Sie wollten weder Eva verlieren, noch das ungeborene Baby von ihren Kollegen.
Womit hatten sie solch ein Unglück nur verdient?! Hatten sie nicht schon genug Kummer in ihrem Leben gehabt mit ihren Familien? Verdienten die Beiden nicht glücklich zu sein?! Es schien fast so, als hätte jemand was gegen die Beiden.

Zu viele Gedanken kreisten in Tommys Kopf herum und erschöpft setzte er sich auf seinen Platz.
Er strich sich mit der Hand durch sein Gesicht. Inständig hoffte er immer noch darauf, dass das alles nur ein böser Traum sei und Eva jeden Moment die Treppe hinunter gelaufen kommen würde. Aber er wusste, dass es bittere Realität war und er nichts dagegen tun konnte. Sie hatten, außer dem Toten, keinen einzigen Anhaltspunkt und das fraß Tommy innerlich auf. Wie sollten sie Eva so jemals finden?!
Während er weiter grübelte und ein Bild von sich und Eva betrachtete, ging Sebastian in sein Labor, um über den Toten zu recherchieren. Arabella war noch mit Carl bei dem Gerichtsmediziner und der Major redete mit Dorn. Er wollte noch mehr Leute auf den Fall ansetzen, alle, die er finden konnte.
„Ich ziehe sogar in Betracht, Lorenzo Vincente zu dem Fall dazu zu ziehen!“, meinte Louis.
„Eva´s alten Partner aus der alten Einheit?“, wollte Dorn wissen.
„Ja, warum nicht? Wenn es was mit ihrer Vergangenheit zu tun hat, dann kann er uns am besten helfen. Er kennt sie von uns allen am Besten!“
„Wahrscheinlich hast du Recht! Ich werde mich sofort mit der italienischen Behörde auseinandersetzen!“
„Aber wir sollten auch Miles dazu ziehen!“, sagte Louis vorsichtig, da er wusste, wie der Ire darauf reagieren würde.
„Miles?! Was wollen wir denn mit dem?!“, meinte Tommy entrüstet und stand auf, um sich zu den beiden Älteren zu gesellen.
„Er kann uns helfen! Wenn es was mit deiner Vergangenheit zu tun hat, ist er unser Ansprechpartner! Er kennt dich und deine Familie an längsten und am besten!“, versuchte Louis es dem Iren zu erklären.
„Nein, ich möchte ihn nicht hier haben! Meine Frau ist verschwunden, meine schwangere Frau, und in dieser sowieso schon schweren Zeit möchte ich am wenigsten auf meinen Erzfeind Miles Lennon treffen! Nein, er wird sofort wieder meiner Familie verdächtigen und darauf habe ich heute echt keine Nerven!“
„Tommy, ich bitte Sie! Er kann uns helfen! Glauben Sie mir, wir wollen Eva und ihr Kind genauso sehr finden wie Sie! Aber bitte, haben Sie Vertrauen! Ich rede mit Miles! Ich kenne ihn! Er wird sich zurückhalten! Ich verspreche es Ihnen! Bitte! Er kann uns wirklich helfen!“, flehte Dorn.
Einen Moment lang überlegte Tommy; er war zu erschöpft, um jetzt lange mit den Beiden zu diskutieren. Darum lenkte er nach kurzer Überlegung schließlich doch ein.
„Ich danke Ihnen! Sie können mir Vertrauen! Ich mache mich dann mal auf den Weg! Haltet mich auf dem Laufenden!“

Gerade, als Michael gehen wollte, kam Sebastian aus seinem Labor gestürmt. Auch Carl und Arabella kamen gerade von der Gerichtsmedizin wieder.
„Ich habe ein paar Info´s über unseren Toten!“, erklärte Sebastian und alle folgten ihm in den Konferenzraum.

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Zeitgleich lag Eva zusammengekauert in der Ecke. Ihr Brautkleid war jetzt vollkommen dahin. Die kleine Schleppe war fast zerrissen und es war auch nicht mehr strahlend weiß, sonder schon fast so grau wie Asche. Eva würde am Liebsten die ganze Zeit weinen, aber was half ihr das?! Das würde sie auch nicht hieraus bringen! Sie dachte an Tommy, an ihr Kind, an ihr Team und die Zukunft! Würden sie noch eine gemeinsame Zukunft haben?! Würde sie jemals hieraus kommen? Sie hoffte so sehr, dass das Team schon eine Spur hatte! Sie hoffte, dass Tommy sich an Matteo erinnerte, an das, was er ihr damals angetan hatte. Sie hatte es ihm vor ein paar Monaten erst erzählt, er musste sich einfach daran erinnern. Es war ihre einzige Chance hier lebend raus zu kommen. Wieder legte sie eine Hand auf ihren Bauch.
„Keine Angst, Kleines! Ich werde dich beschützen! Dir wird nichts passieren!“

Genau in dem Moment betrat Matteo den Raum.
„Mit wem hast du geredet?“, fragte er immer noch wütend.
Eva rappelte sich auf und drückte sich weiter in die Ecke.
„Mit niemanden! Ich habe mit mir geredet! Es ist ja keiner hier sonst!“
Matteo kam auf sie zu und kniete sich vor sie, sodass er ihr direkt in die Augen blickte.
„Ich wusste schon immer, wann du mich anlügst!“
Er verpasste ihr eine Ohrfeige und fragte sie erneut: „Mit wem hast du geredet? Antworte!“
Eva, noch schockiert und verwirrt von dem Schlag, legte wieder eine Hand auf den Bauch, was nicht unbeobachtet von Matteo blieb.
„Nein…Eva!“
„Doch, Matteo! Ich bin schwanger! Tommy und ich, wir erwarten ein Kind!“
„Nein, Nein, Nein!!!“, wütend stand Matteo auf und schlug gegen die Wand.
Eva nahm ihre Hände schützend über den Kopf und hielt sich, als Matteo immer weiter auf italienisch Tommy verfluchte, die Ohren zu. Leise Tränen rollten ihre Wange hinunter.
„Das wirst du mir büßen, hörst du?! Du gehörst mir, mir ganz alleine! Das wird mein Kind sein, nicht von diesem nichtnützigen Iren! Das wirst du mir büßen Eva!“
Damit zischte er wieder ab und knallte die Türe hinter sich zu.
Eva sackte wieder auf den Boden zusammen und begann zu weinen, bis sie irgendwann einschlief.

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„Was hast du herausgefunden, Sebastian?“, fragte der Major, als er die Türe hinter sich schloss und auf seinen Platz setzte.
„Sein Name war Miguel Bagliatelli. Er war 29 Jahre alt und lebte in Italien. Keine Frau, keine Kinder, die Eltern sich verstorben, als er 18 war. Er hat einen älteren Bruder, Matteo Bagliatelli, 34, ebenfalls ledig. Beide wohnen in Rom, aber ich konnte keine Verbindung zu Eva finden.“, erklärte der IT Experte.
„Hast du Lorenzo gefragt?“, meinte Carl.
„Konnte ich noch nicht! Er sitzt gerade im Flugzeug auf dem Weg hierher, aber ich habe ihm eine Nachricht zukommen lassen!“
„Okay, sehr gut! Also, er war der Komplize des Täters, gibt es irgendwelche Straftaten, die er begannen hat, außer der hießigen?“, meinte Carl.
„Nein, er war noch nie auffällig! Immer schön brav nach den Regeln des Staates gelebt!“, schmunzelte Sebastian und redete weiter.
Tommy hörte schon gar nicht mehr zu; er kannte den Namen Bagliatelli, Matteo und Miguel. Er hatte sie schon mal irgendwo gehört, er konnte bloß nicht mehr genau zuordnen, wo und in welchem Kontext.
Er schüttelte seinen Kopf und widmete sich wieder Sebastian.
„…das Einzige, was ich finden konnte, war, dass sein Bruder Matteo, vor ein paar Jahren, in einer psychiatrischen Anstalt war. Aber es stand kein Vermerk darunter, warum!“
Plötzlich machte es „Klick!“ bei Tommy und alle Erinnerungen waren wieder da. Er wusste auf einmal wieder, wo er ihn einzuordnen hatte und wenn er Recht hatte, dann war Eva und das Kind in großer Gefahr.
„Ich kann dir sagen, warum!“, seufzte Tommy.
„Ach ja?“, meinte der Major verwundert, „du kennst die Gebrüder Bagliatelli?“
„Oh ja, also nur vom Hören, aber Eva kannte sie genauer, vor allem diesen Matteo Schwachmaten!“
„Woher?“
„Als Eva damals noch in Rom gearbeitet hat, hatte sie einen Fall in einer etwas ärmeren Gegend von Rom. Eine Familie wurde ermordert, für Eva das Schlimmste. Die Nachbarn, die Bagliatellis, viel mehr, der älteste Sohn Matteo, hatte angeblich alles mitbekommen. Er tauchte fast täglich auf dem Polizeirevier auf und meinte er hätte Beweise. Dabei wollte er nur Eva sehen, weil er sich in sie verliebt hatte, was natürlich nur auf Einseitigkeit beruhte, ihr kennt Eva! Auf jeden Fall hatten sie es irgendwann geschafft den Fall zu lösen. Bis dahin hat der ältere Bagliatelli Eva immer weiter bedrängt, sie hatte es ihrem Vorgesetzten gemeldet und der hat im ein Näherungsverbot ausgesprochen. Ein paar Monate war dann Ruhe. Kurz bevor sie nach Den Haag kam, fing das ganze wieder an. Er belästigte sie, er tyrannisierte sie mit Anrufen und SMS, er verfolgte sie sogar. Eines Nachts mal hat er sie an einer Ecke abgefangen und mit einem Messer bedroht. In seinem kranken Kopf waren er und Eva ein Paar. Als sie einmal ein Date mit einem Mann hatte, war er auch da und beobachtete sie. Als sie sich auf den Heimweg machten, sprang er ihnen in den Weg und erstach ihren Freund, während er versuchte sie zu entführen, aber es misslang. Die Polizei konnte ihn später finden und festnehmen, woraufhin er in diese Klinik kam. Da muss er ja wohl jetzt raus gekommen sein. Jedenfalls muss er uns beobachtet haben und wahrscheinlich bin ich ihm ein Dorn im Auge. Er will Eva für sich haben, das wollte er schon immer und dieses Mal ist es ihm endlich gelungen. Wir können jetzt nur noch hoffen, dass er noch nichts von dem Kind weiß, weil dann ist alles vorbei!“
Stille. Keiner wusste was er sagen sollte. Warum hatte ihnen die Italienerin das noch nie erzählt?! Sie hätten helfen können. Aber für Vorwürde war nun keine Zeit, sie mussten Eva finden, vor allem nachdem, was sie nun erfahren hatten.
„Denkst du wirklich, dass Matteo sie hat?“, meinte Carl.
„Wer soll es denn sonst sein?! Ich meine, was braucht ihr denn noch? Einen toten Bagliatelli Bruder haben wir doch schon. Miguel hat ihn immer dabei unterstützt. Er wollte nicht einsehen, dass er krank ist. Und nun habt er Eva und unser Kind. Gott weiß, was gerade mit ihr anstellt!“
„Okay, Sebastian, geb´ sofort eine internationale Fahndung nach Matteo Bagliatelli raus. Alle sollen von ihm wissen, ich will, dass jeder sein Gesicht kennt. Lorenzo müsste auch gleich hier ankommen. Dorn, könntest du Miles sagen, dass wir den Täter haben und wir auf seine Hilfe nicht mehr angewiesen sind?“
„Ja, ich werde sofort mit ihm reden!“, Dorn stand auf und ging hinaus, um zu telefonieren.
„Was machen wir jetzt?“, fragte Tommy in die Runde , „wollen wir nur hier rumsitzen oder wie läuft das jetzt?“
„Wir werden jetzt mögliche Orte in Den Haag und Umgebung suchen und absuchen. Mehr können wir nicht tun, sofern wir noch keine Botschaft bekommen haben.“, meinte der Major.

Wie als ob Matteo dies gehört hätte, ging auf einmal ein Skype – Anruf auf dem Computer des ICC´s ein.
„Wenn man vom Teufel spricht!“, meinte Sebastian.
„Na los, geh ran, Berger! Worauf wartest du?!“, sagte Tommy verdutzt.
„Tommy, ganz ruhig! Versuch ganz ruhig zu bleiben, sonst bringt es uns und vor allem Eva nichts!“, redete der Franzose dem Iren ein und legte ihm dabei eine Hand auf die Schulter.
„Okay..“, meinte der Ire nervös und kurz darauf nahm Sebastian den Anruf an.
Alle aus dem Team versammelten sich um den Bildschirm.
Noch konnten sie nichts erkennen; es war dunkel und dreckig, aber sie sahen weder Eva noch Matteo. Doch als sie genauer hinsahen, konnten sie eine kleine Figur, zusammengekauert in der Ecke, wahrnehmen.
„Eva!“, stieß Tommy aus.
Seine Frau nahm seine Stimme war und richtete sich langsam auf, wurde aber von einem in den Raum kommenden Matteo aufgehalten.
„Bleib liegen und rühr dich ja nicht vom Fleck!“
„Du mieses Schwein…“, wollte Tommy anfangen, wurde aber von Carl zurückgehalten.
„Einen schönen guten Tag zusammen! Nett sie alle kennen zu lernen! Da ich nun ihre ungeteilte Aufmerksamkeit habe, möchte ich nun beginnen, meine Spielregeln zu erklären!“, sagte Matteo und lächelte.
Das Team schaute sich verwundert an, doch für Tommy war klar: egal, was er verlangte, er würde alles tun, um Eva und das ungeborene Baby dort herauszuholen. Für sie würde er sogar sterben….



TBC
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