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Chasing Life

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16 / Gen
Det. Tommy McConnel Sgt. Eva Vittoria
22.02.2015
03.01.2016
12
20.587
2
Alle Kapitel
12 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
20.09.2015 1.074
 
Hallo ihr Lieben :)
Wir melden uns mit einem neuen Kapitel zurück, welches von Angi verfasst wurde! :)
Wir hoffen, dass es euch gefällt und dass ihr fleißig Reviews hinterlasst! Wäre echt nett, damit wir wissen, was wir noch besser machen können etc. :)

An dieser Stelle erinnern Lou und ich auch  nochmal an das Geburtstagsvideo für Gabriella!
Bis zum 06.10.15 könnt ihr an die Email Adresse birthdayvideo@t-online.de eure Geburtstagswünsche schicken. Wenn es ein Video ist, bitte 1 bis 2 Minuten, nicht länger! Wenn es ein Bild ist, bitte so deutlich abfotografieren, dass es erkennen kann! :-)
Wir würden uns freuen, wenn so viele wie möglich mitmachen würden. :)

Und nun viel Spaß beim Lesen!
Lou, Angi und Aila :)
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Kapitel 3) "Erklärung" - Angi

"Nichts verdunkelt unsere Erkenntnis mehr als die Leidenschaften."
(Gotthold Ephraim Lessing, 1729-1781)


Es war still. Zu still. Sie öffnete langsam ihre Augen. Alles schmerzte. Die Kälte des Bodens durchfloss ihren ganzen Körper. Angst ließ ihre Muskeln verkrampfen, sodass sie nicht in der Lage war aufzustehen. Langsam gewöhnten sich ihre Augen an die schwärze des Raumes und sie konnte leichte Umrisse erkennen.
Ihr Kopf dröhnte und sie spürte wie eine warme Flüssigkeit über ihr Gesicht lief. Vorsichtig tastete sie mit ihren Fingerspitzen an den Hinterkopf. Plötzlich durchzog sie ein stechender Schmerz. Von dort an wusste sie wieder alles. Doch was machte sie hier? Fragen über Fragen, die sie selbst nicht beantworten konnte.
Vorsichtig versuchte sie sich an der Wand neben sich hoch zu stützen. Doch ihre Kräfte reichten nicht und sie fiel unsanft wieder zu Boden. Tränen der Angst bahnten sich über ihr Gesicht und tropften anschließend auf ihr nicht mehr weißes Kleid-
Das Kleid, was sie an ihrem schönsten Tag tragen wollte. Doch jetzt saß sie hier. In diesem dunklen, schmutzigen und miefenden Loch. Mutterseelenalleine.

Dann fiel Eva wieder alles ein: Matteo hatte sie ja von ihrer eigenen Hochzeit entführt. Er hatte seinen Freund erschossen. Er hatte ihren schönsten Tag im Leben zerstört!
Ihre Wunde pochte unaufhörlich wie ein Topf mit kochendem Wasser.
Ihr Hintern tat von dem erneuten Sturz weh. >>Was soll ich hier?<<, fragte die Italienerin sich und zog ihre Beine an den Körper.
Dass sie Angst hatte wollte sie nicht zugeben, aber sie hatte Angst. Abgrundtiefe Angst. Angst um sich und…und ihr Kind. Bewusst legte sie sich eine Hand auf ihren flachen Bauch und seufzte. Hoffentlich ging es dem Baby gut. Eigentlich hätte sie es jetzt Tommy gesagt. Am See. In der kleinen gemütlichen Hütte. Arabella hatte wirklich alles dafür getan, damit sie die kleine Hütte bekamen.
Arabella. Was wohl mit ihrer Freundin war?
Eva wollte sich nicht vorstellen, was alles passiert sein könnte! Hoffentlich ging es ihr gut. Was wohl gewesen wäre, wenn sie jetzt in der Hütte wäre? Sie hätte ihren Ring betrachtet. Vielleicht hätte Tommy sie in diesem Moment geküsst. Vielleicht hätte er sich wie einer dieser aufgeregten werdenden Väter verhalten und mit ihrem Bauch geredet. Vielleicht hätten sie über mögliche Namen geredet. Vielleicht… Vittoria raffte ihre ganze Kraft zusammen und stand wieder wackelig auf. Ihre Knie fühlten sich wie Wackelpudding an. Dieses „vielleicht“ war ein Loch. Wenn sie zu viel an solche Dinge dachte, würde sie sicherlich nicht hier rauskommen. Der Raum war karg, ausgestattet mit einem Bett, was amerikanisch aussah, und einer Toilette. An der Decke hing eine Lampe, vielleicht aus den 60er.
Alles sah eigentlich aus wie aus den 60er. Wenn nicht sogar aus den 50er. Es stank fürchterlich und es war verdammt stickig. Wie ein Sommertag in einer Fabrik in Bangladesch. Sie musste würgen, hatte das Gefühl, dass das Stück ihrer Hochzeitstorte gleich noch einmal „Hallo“ sagen würde.

„Oh, du bist wach.“,holte eine Stimme sie aus ihren Gedanken und Eva schnellte herum. Im Türrahmen stand Matteo, mit einem Tablett in der Hand.
Der Italiener stellte das Tablett auf den Nachttisch und schaltete die Deckenlampe ein. Grelles Licht begann Eva zu blenden und sie hielt sich abschirmend die Hände über die Augen.
„Matteo, warum bin ich hier?“ ,fragte die ICC Agentin und blickte ihren Ex-Geliebten an.
„Ich habe dich gerettet, Amore. Sie werden dir nichts mehr tun. Los, komm zu mir und iss etwas!“
>>Mir etwas tun?<< ,dachte die Agentin sich. Sie bewegte sich keinen Millimeter. Matteo sah sie unentwegt an, mit diesem markanten Blick. Was er wohl dachte? „Eva komm, iss was!“
„Warum bin ich hier?“ ,wiederholte Eva ihre Frage, ohne auf die Aufforderung zu achten.
„Warum hast du mich hier her gebracht?“
„Du bist hier in Sicherheit, Evchen. Ich werde auf dich aufpassen und wir werden wieder glücklich zusammen!“
Matteo kam einige Schritte auf sie zu.
„Woher wusstest du, wo ich bin?“; die Italienerin machte einen Schritt zurück. Matteo verstand nicht, warum Eva ihm diese Frage stellte. Er hatte ihr doch aus dieser Gefangenschaft geholfen! Er hatte sie befreit, warum war sie denn nicht erleichtert, endlich in Sicherheit zu sein? Warum benahm sie sich so komisch? Warum wollte sie nicht sein Essen essen? Früher hatte es ihr auch geschmeckt. Warum aß sie jetzt nichts? Ging es ihr nicht gut? Tat ihr ihre Wunde weh? Hatte sie Schmerzen?
„Ach Evchen, ich habe überall meine Leute. Ein Wort von mir reicht, um jeden einzelnen Menschen zu finden, den ich kenne. Du bist da keine Ausnahme. Meine Leute haben dich immer beobachtet.“
Fassungslosigkeit stand Eva ins Gesicht geschrieben. Man hatte sie die ganze Zeit beobachtet?! Und sie hatte nichts gemerkt?! Hatte sie nachgelassen? Sonst war es ihr doch immer aufgefallen, wenn man sie beobachtete. Warum dieses Mal nicht? „Du…hast mich beobachten lassen?“
„Aber natürlich! Eva, wir gehören zusammen! Wir sind für einander bestimmt! Unsere Seelen sind wie Ying und Yang! Wir gehören zusammen!“
Nun stand er so nahe bei ihr, dass sie nicht mehr ausweichen konnte. Sein Atem streifte ihre Haut und Eva drückte sich gegen die feuchte Wand.
„Matteo, bitte…ich, ich bin verheiratet!“
„Ach, dieses Blättchen. Eva, er liebt dich nicht mal! Aber ich liebe dich wirklich!“
Er drückte seine Lippen gegen ihre.
„Lass das!“
Eva stieß Matteo von sich weg.
„Ich will das nicht!“
„Wehr dich doch nicht dagegen Eva! Du liebst mich doch auch! Ich weiß es!“ „Matteo ich liebe dich nicht! Ich bin verheiratet! Mit einem Mann, den ich sehr liebe!“
„NEIN! Er ist nicht gut für dich!“ ,schrie Matteo nun aufgebracht.
Er schlug das Tablett mit dem Essen vom Nachttisch, funkelte sie böse an und verließ den Raum.





TBC
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