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Ein Blick in die Zukunft

GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16
Damian / Der Verdammte Drachenritterin Talana Drachentöterin Kommandantin Rhoda OC (Own Character)
19.02.2015
17.02.2017
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17.02.2017 2.713
 
Moin zusammen!

Tut mir leid, dass ich mich erst jetzt (zumindest mit dieser Geschichte) zurückmelde! Ich hatte wohl einfach die Bindung zum Spiel und damit auch zur Story verloren, was die größte Schreibblockade verursachte, die ich bis dato hatte. Außerdem ist da noch die Schule ...
In den Winterferien habe ich es jedoch endlich geschafft,  die allerletzte Mission zu bestehen. Sowohl im Hauptspiel, als auch im Add-On. Das hat in mir einen neuen Hype entfacht und die Blockade dem Göttlichen sei Dank gebrochen. Darum hier nun ein etwas längeres Kapitel als Entschädigung. Weitere werden mit Sicherheit bald folgen.
Ein Dankeschön an alle, die auch nach dieser langen Pause noch immer am Ball geblieben sind! Euch sei verraten, dass die eigentliche Geschichte noch gar nicht begonnen hat! Seid also gespannt.
Über Kommentare und Kritik zu meinem Schaffen freue ich mich natürlich immer noch! :)

Und jetzt viel Spaß beim Lesen!

Gorbas Nordwind

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Es war bereits dunkel draußen, als ich mich bei Willi nach einer Schlafgelegenheit erkundigte.
Wir hatten bis spät in die Nacht gefeiert, denn zur Überraschung der Anwesenden hatte Locke eine Runde für alle spendiert und man hatte die Tische zu einer Großen Tafel zusammengeschoben. Zur Feier des Tages erhielt jeder ein Stück Braten und einen Krug Bier. Man kam ins Reden. Jetzt wurde ich langsam müde.
„Ich hab oben noch ein paar Zimmer frei, sucht euch nur eins aus.“, meinte Willi auf meine Frage hin und schenkte Bier an einen Mienenarbeiter vor dem Tresen aus.
„Oh, Moment mal!“ Mir war wieder eingefallen, dass ich blank war. „Ich fürchte ich kann heute hier doch nicht übernachten.“
„Am Geldbeutel soll’s nicht scheitern.“, sagte er lächelnd. „Ihr habt die Suchenden vertrieben! Ich wäre undankbar, euch das Feuer und das Bett des Hauses zu verwehren. Geht einfach die Treppe rauf und sucht euch ein freies Zimmer aus.“
„Danke, aber ich werde meine Schulden begleichen.“, beharrte ich.
Willi lachte: „Solange ihr dafür nicht wieder einen Hasen töten müsst!“
„Keine Sorge!“, antwortete ich ebenfalls lachend und ging nach oben.
Das Zimmer war klein, darin standen nur zwei Schränke und einige Schlafsäcke lagen auf dem Boden herum. Ich suchte mir den am Fenster aus. Die Stiefel zog ich aus und stellte sie ans Fußende, den Rest behielt ich an. Gawains Schwert legte ich neben mich, falls es Zwischenfälle geben sollte. Sie blieben aus und ich schlief die Nacht friedlich durch.
Am nächsten Morgen war ich früh auf den Beinen und nach einem kleinen Frühstück –Immer noch auf Kosten des Hauses, da sich mein Geld über Nacht nicht vermehrt hatte.- ging ich hinaus, um einen morgendlichen Spaziergang zu unternehmen. Ich wollte auf den großen Wachturm und mir das kleine Dorf einmal von oben ansehen.
Ich ging also den Hügel hinauf, wo der Händler Lamotte schon lauthals seine Wahren feilbot. Dankend ablehnend ging ich an ihm vorbei über die Brücke und betrat den Turm der Kaserne. Rhodas Zimmer war leer, aber das interessierte mich nicht weiter. Ich lief zur Aussichtsplattform und sah Pavel da stehen, wo er immer stand. Er trat von einem Bein aufs Andere und war nervös, wie eh und je.        
„Einen guten Morgen wünsche ich.“, grüßte ich den Wächter.
„Oh, äh … guten Morgen. Ich … äh habe euch gar nicht bemerkt.“
„So vertieft in eure Wacht? Gibt es denn Grund zur Sorge?“, fragte ich obwohl ich längst wusste, dass dem so war. Vielleicht würde er sich mir ja doch offenbaren.
 „Nein, nein! Ich meine, von was sollten wir denn angegriffen werden – von Wildschweinen?“
Er versuchte durch seinen Scherz einen souveränen Eindruck zu machen. Das taten Viele, wenn sie etwas zu verbergen hatten.
„Um die mache ich mir keine Sorgen.“, meinte ich. „Eher um die Goblins da draußen. Ein einzelner Mann könnte ganz schöne Schwierigkeiten bekommen, sollte er ihnen begegnen.“
„Da habt ihr Recht Drachentöter. Aber keine Sorge, die Patrouillen sind immer zu zweit unterwegs.“
„Und wo ist dann euer Partner?“
Jetzt hatte ich ihn.
„Also der … ich weiß nicht…“
„… dass er auf einem Aussichtspunkt hockt, umzingelt von einer Horde Goblins die ihn töten wollen?“, unterbrach ich ihn. „Wie könntet ihr das auch wissen? Ihr habt ihn ja schließlich nur dort zurückgelassen!“
„Was? Woher …? Quentin, ist er …“ Pavel riss die Augen auf.
„Nein er ist nicht tot, aber er sitzt noch immer mitten im Wald zwischen einer Bande mordlustiger Goblins fest. Ihr habt ihn verraten! Und euren Posten!“
Pavel sackte in sich zusammen: „Ich, ich hatte solche Angst … hab die Nerven verloren. Quentin, ich wollte ihn nicht im Stich lassen.“
„Und doch seid ihr hier in Sicherheit, während Quentin im Wald um sein Leben fürchten muss. Das ist Desertation!“, drohte ich und warf ihm einen abschätzigen Blick zu.
„Was? Nein, bitte …!“, flehte Pavel, der wusste, dass er dafür schlimmstenfalls hingerichtet werden würde.
„Passt auf“, sagte ich. „Es gibt genau zwei Möglichkeiten: Entweder ich erstatte Hauptmann Roland Bericht und er wird euch in eine Zelle stecken wo ihr verrotten werdet oder ihr kommt jetzt mit mir und wir holen Quentin gemeinsam da raus! Ihr habt die Wahl!“
„Ihr wollt mir helfen?“ Pavel wirkte erleichtert. „Ich würde euer Angebot mit Freuden annehmen, aber wie um alles in der Welt wollen wir ungesehen an den Torwachen vorbeikommen?“
„Daran habe ich ja noch gar nicht gedacht!“ Ich grübelte. Nach einer kurzen Denkphase kam mir die Erleuchtung: „Ich hab‘s, die Wildschweine!“
„Die Wildschweine?“, fragte Pavel irritiert.
Ich erklärte: „Ihr habt doch selbst gesagt, dass die Wildschweine, mal ganz abgesehen von den Goblins,“ –Ich warf ihm einen vorwurfsvollen Blick zu.- „die einzige Gefahrenquelle darstellen! Ich werde also in den Wald gehen und einen der Kollegen zum Tor locken! Das wird die beiden Torwächter für einen Moment ablenken. Derweil könnt ihr euch mit dem Seil dort drüben“ –Ich wies auf das Seil, welches Zusammengerollt auf einem Fass lag.- „von hier Abseilen und euch in der Nähe verstecken. Wenn sich die Lage dann beruhigt hat, werde ich zu euch stoßen und wir können Pavel befreien!“
„Ich weiß nicht…, meint ihr das funktioniert?“, fragte Pavel skeptisch.
„Keine Ahnung!“, entgegnete ich. „Ich weiß nur, dass wir es nicht herausfinden, wenn wir es nicht probieren! Und ihr wollt Quentin doch retten – oder nicht?“
Pavel straffte seine Schultern: „Ihr habt recht Drachentöter, ich muss Quentin zusammen mit euch da rausholen! Er ist schließlich mein Freund und hat mich noch nie im Stich gelassen! Das schulde ich ihm! O beim Göttlichen, was war ich für ein mieser Feigling! Wir können sofort beginnen.“
„Sehr gut Pavel, so gefallt ihr mir schon besser!“, lobte ich ihn. „Ab er eins noch: Vergesst in eurer Euphorie nicht eure Waffe mitzunehmen!“ Ich klopfte ihm lächelt auf die Schulter. „Los geht’s!“

Damit konnte die Rettungsaktion beginnen. Ich war froh darüber, Pavel davon überzeugt zu haben mir zu helfen. Im Grunde war er ja ein netter Kerl, der es nicht verdient hatte, im Kerker zu schmoren. Das hatte er gerade bewiesen. Aber auch ich sollte nicht zu voreilig sein, denn schließlich war Quentin noch lange nicht gerettet.
Ich begab mich also nach unten und ging sogleich über den Hügel, am schwarzen Eber vorbei, zum Tor. Die Posten grüßten freundlich und wünschten mir einen guten Tag.  Ich grüßte zurück und begab mich ein Stück des Weges entlang. Dann bog ich auf die Wiese ab, durch die der kleine Bach floss, welcher dem Wasserfallsee im Dorf entsprang. Ich tat so, als würde ich aus dem Bach trinken wollen und ignorierte dabei die beiden Wildschweine, welche sich eben dies anschickten, mit einiger Mühe.
Sehr schön!, dachte ich, Gleich zwei Stück! Die sollten für ausreichend Ablenkung sorgen!  
Es dauerte nicht lange, da entdeckten mich die zwei Borstentiere. Sie grunzten bedrohlich und machten sich sofort daran, mich aufzumischen. Ich rannte also laut schreiend und mit fuchtelnden Armen zum Tor zurück:
„Aaaah! Hilfe! Die Wildschweine!“, brüllte ich aus voller Kehle.
Die beiden Wachen blickten sich verwundert an. „Ihr Narr! Lockt sie doch nicht auch noch ins Dorf! Seid ihr denn verrückt geworden?“
Ohne auf die Proteste der Beiden zu achten, rannte ich durch das Tor. Die Wildschweine folgten mir in einigem Abstand, was mir durch das schabende Geräusch zweier gezogener Zweihänder und anschließendem Kampflärm bestätigt wurde. Ich drehte mich um, um mir das Ergebnis meiner Arbeit anzusehen. Es war beachtlich! Alle Soldaten auf Mauer und Tor hatten sich umgewandt und starrten nun auf die beiden Wachmänner, die verbissen versuchten, sich gegen die Hauer der Tiere zu erwehren.  
Mir wurde bewusst, wie skurril die Szenerie auf die Anderen gewirkt haben musste; ein Drachenritter – oh pardon DrachenTÖTER … naja – der schreiend vor zwei Wildschweinen davonläuft. Das war dem Ansehen des Ordens aber nicht gerade dienlich! Und da ich eine Konfrontation mit Rhoda diesbezüglich vermeiden wollte, versuchte ich nun doch noch bestmöglich wegzukommen.  
Ich sprintete also auf eines der Wildschweine zu, welches von einem der Wachposten, Joris, gerade mit dem Zweihänder in Schach gehalten wurde, zog im Lauf meine Klinge und sprang mit einem beherzten Schrei auf das Wildschwein zu. Das Tier hatte sich bisher nur auf seinen ersten Angreifer, den Wachmann, konzentriert und nahm von mir nicht die geringste Notiz. Bis zum Schrei. Den hatte ich hauptsächlich deshalb ausgestoßen, damit mir mein unfreiwilliger Helfer nicht ausversehen im Weg stand. Was soll ich sagen; es funktionierte! Wie von der Tarantel gestochen, warf er sich zur Seite und machte mir somit den Weg frei. Bis eben hatte er das Wildschwein mit der flachen Seite seiner Waffe wegzudrücken versucht, sodass es nun, da er sein zu groß geratenes Schwert einfach fallen gelassen hatte, einen Satz nach vorne machte und so direkt in meine Klinge lief. Langsam quoll das Blut aus dem Schädel des Keilers, der nun seinen letzten Grunzer tat, bevor er zusammensackte und den Boden rot färbte. Ich schnappte fast über vor Adrenalin.
Aber da war ja noch Nummer 2!
Während das erste Schwein es via Überrumpelungstaktik geschafft hatte, durch das Tor auf den Vorplatz zu gelangen, also der Wiese vor dem schwarzen Eber, hielt der andere Wachposten den zweiten Keiler vor der Mauer auf. Das nutzte ich. Ich zog meine, inzwischen bis zum Schaft rote, Klinge aus dem Haupt meines toten Kontrahenten und lief die Treppe hoch auf die Mauer. Da sowohl die Brüstung, als auch die eigentliche Mauer nicht besonders hoch war und das Wildschwein nahe genug stand, sprang ich, mit zum Stoß erhobener Klinge, von der Mauer. Ich landete mehr oder weniger sanft auf dem Tier und streckte auch Dies mit einem Stoß, diesmal in den Nacken, nieder.
Paul erschrak gewaltig, als er mich im letzten Moment vom Wall springen sah.
„Drachentöter!  Welch … äh … ungewöhnliche Taktik.“, brachte er verdattert hervor, während auch Wildschwein Nummer 2 einen letzten erstickten Laut von sich gab.  
Pah!, dachte ich, Du wirst dich wundern, was ich sonst noch aus dem Hut zaubern werde!
Schließlich war das alles hier nur ein erstes Austesten meiner Möglichkeiten …
Inzwischen hatten sich einige der im Dorf patrouillierenden Soldaten zum Tor begeben, um sich zu vergewissern, dass die beiden Wildschweine auch wirklich keine Gefahr mehr darstellten. Ich zog meine Waffe aus dem toten Tier, auf dem ich noch immer hockte und wischte sie im Gras ab. Als ich von meiner Beute stieg musste ich feststellen, dass ich es mit dem Aufmerksamkeit-auf-mich-lenken wohl doch etwas übertrieben hatte. Nicht nur, dass sämtliche besorgte Dörfler erschienen waren und sogar die Trainingsgruppe unter der Leitung des ewig nörgelnden Ausbilders ihre Lektion im              Wie-blöd-in-die-Luft-schlagen-und-dabei-die-Beschimpfungen-des-Vorgesetzten-ignorieren              unterbrochen hatte, um sich das von mir verursachte Spektakel anzusehen, auch bei höherer Stelle weckte mein Ablenkungsmanöver anscheinend Interesse. Als ich mich nämlich umdrehte, stapfte Hauptmann Roland geradewegs auf mich zu und sah nicht gerade glücklich darüber aus, seinen Schreibtisch in der Kaserne verlassen zu müssen.
„Was bei allen verdammten Drachen ist in euch gefahren, Drachentöter? Wie kommt ihr dazu, solch einen Aufruhr auszulösen? Wildschweine ins Dorf zu locken, das ist unverantwortlich! Ihr habt gerade die Leben zweier guter Soldaten aufs Spiel gesetzt!“, legte er wutentbrannt los.
Alle Blicke richteten sich auf mich. Jetzt war guter Rat teuer! Vor allem da Pavel bereits begonnen hatte, sich vom Wachturm abzuseilen und nun auf halber Strecke und für jeden, der auch nur für eine Sekunde in die falsche Richtung blickte, sehr gut sichtbar, an der Befestigungsanlage baumelte. Auf keinen Fall durfte sich jemand umdrehen und schon gar nicht Hauptmann Roland! Ich musste Zeit schinden, damit Pavel auch die zweite Hälfte seines Weges zurücklegen konnte.
„Hauptmann Roland“, begann ich und schielte dabei zum Turm herüber, wo Pavel seinen Abstieg langsam und vor allem so leise wie möglich, fortsetzte. „Verzeiht mir, wenn ich euch etwas erschreckt haben sollte. Aber ich muss sagen, die Übung lief in Anbetracht der Umstände sehr gut!“
„Hm?“, brummte er verwundert, „Was denn für eine Übung und was für Umstände?“
„Nun“, entgegnete ich, während mein Partner Fuß für Fuß abwärts glitt, „ die Soldaten auf der Mauer berichteten mir davon, wie ruhig es hier weitestgehend ist und da habe ich mich gefragt, ob das Dorf einem unerwarteten Angriff standhalten würde, da ihr laut eurem Bericht Probleme mit den Banditen im südlichen Teil des Tales habt! Die Wildschweine waren ein einfacher aber wirkungsvoller Test eurer Wehrhaftigkeit. Ich melde hiermit, dass die Torwächter Paul und Joris trotz der vorherrschenden Widrigkeiten souverän gehandelt haben. Sie beschützen einen Verbündeten, der vom Feind verfolgt wurde und schafften es, den gegnerischen Trupp rechtzeitig aufzuhalten, bevor dieser möglicherweise Zivilisten angefallen und somit großen Schaden angerichtet hätte!“
Roland entspannte sich etwas: „Das ist ja schön zu hören, aber was denn für Widrigkeiten, beim Göttlichen nochmal!“
Pavel hatte gut zwei Drittel hinter sich und befand sich nun auf Höhe der schmalen Fenster.
„Die Wächter konnten den Feind bezwingen und auch der Vorgesetzte, also ihr, wurde vorschriftsgemäß benachrichtigt.“, erklärte ich.
„Na dann ist doch alles in Ordnung!“, meinte der Hauptmann sichtlich besser gelaunt, als zuvor.
„Mit Verlaub.“, unterbrach ich ihn. Pavel trennten nur noch zwei Meter vom Erdboden und dem rettenden Gebüsch. „Aber das ist es nicht! In einem Angriffsfall hätte man die Bewohner schnellstens evakuieren müssen, anstatt sie einfach gaffen zu lassen! Außerdem bestünde gar kein Handlungsbedarf für die Toreinheit, gäbe es Bogenschützen auf der Brüstung! Ich kann hier aber weit und breit keine entdecken. Die Wildschweine waren nur wilde Tiere. Sollte sich jedoch der Goblinstamm dazu entscheiden, an euer Tor zu klopfen, dann könnten ihm zwei Soldaten gewiss nicht viel entgegensetzen. Aber was rede ich da – ihr habt ja nicht mal ein Tor!“
Der Hauptmann schluckte angesichts meiner Standpauke und ich war ganz schön froh, dass der Drachentöterorden hier so viel Ansehen besaß. Ansonsten hätte er mich ungehobelten Frechdachs mit Sicherheit in eine Zelle stecken lassen. Ein weiterer Grund zur Freude war Pavel, der soeben im Strauchwerk vor dem Turm verschwand. Bingo!
„Na ja … ihr habt ja Recht, Drachentöter.“ Roland rückte sich den Helm zurecht. „Wir sollten wirklich ein Tor bauen! Und ein Paar Bögen können wohl auch nicht schaden. Ich sehe, dass wir hier noch einiges lernen müssen!“
Ich lächelte: „Wer nicht? Die Übung war doch trotz allem erfolgreich oder? Und aus Fehlern lernt man. Ihr solltet eure Männer für diesen Einsatz belobigen. Ich schlage vor, wir feiern diesen Erfolg heute Abend mit einem Wildschweinbraten!“
Nun lächelte auch der Hauptmann: „Ihr habt Recht! Los Leute, schafft die Viecher zu Willi in die Küche! Für das hier habt ihr euch wirklich einen saftigen Braten verdient!“
Die jubelnden Soldaten schleppten die toten Keiler jeweils zu zweit in den schwarzen Eber, die Rekruten nahmen ihr Training wieder auf, die Dörfler gingen wieder an ihre Arbeit zurück und Hauptmann Roland bestellte Paul und Joris zu sich in die Kaserne, um ihnen einen Bonus zu zahlen. Bevor er ihnen folgte, wandte er sich an mich:
„Kommt ihr auch mit, Drachentöter. Schließlich wart eigentlich ihr es, der die Biester erlegt hat. Noch dazu mit dieser außergewöhnlichen Methode. Dafür sollt ihr ebenso einen Beutel Münzen erhalten!“
„Nun“, entgegnete ich und schielte zum Busch herüber, „etwas Gold nehme ich mit Freuden an, solange es euch nicht an anderer Stelle fehlt. Allerdings würde ich diese Angelegenheit lieber später klären, da ich jetzt eigentlich gerne … ein paar Pilze für heute Abend sammeln würde. Wäre das in Ordnung?“
„Sicher! Wie ihr wollt. Geht nur!“ Roland lachte. „Aber bringt bitte nicht wieder solch unerwarteten Besuch mit!“
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