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Ein Blick in die Zukunft

GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16
Damian / Der Verdammte Drachenritterin Talana Drachentöterin Kommandantin Rhoda OC (Own Character)
19.02.2015
17.02.2017
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15.03.2015 881
 
„Da wären wir!“, erklärte Rhoda, nachdem alle ausgestiegen waren. „Marius, macht euch mit den anderen auf die Suche nach dem Drachen und Chris, ihr kommt mit mir!“
Damit waren die Befehle klar. Marius salutierte kurz und stürmte sogleich davon. Nachdem er weg war wandte sich Rhoda wieder an mich:
„Chris, ich weiß wie gerne ihr mitkommen würdet, aber ich brauche euch hier. Fragt die Dörfler nach dem besagten Drachen, denn wir brauchen jede Information, die wir kriegen können! Ihr findet mich in der Kaserne. Bis später!“
Damit lief sie los und ließ mich allein im  Wald stehen. Ich überlegte was ich zunächst tun sollte:
-Ich weiß ja, wen ich bezüglich des Drachen fragen muss. Also kann das noch warten! Am besten ich helfe erst mal den Leuten hier und denke weiter über den Plan nach. So mach ich’s!-
Mit diesen Gedanken schlenderte ich gemütlich den Weg entlang, zum Tor des Dorfes. Als ich eintrat grüßten mich die beiden Wachposten freundlich und ich entschloss mich zuerst in den schwarzen Eber zu gehen und die Suchenden rauszuschmeißen. Das Wirtshaus war an den Berg gebaut und von einigen Pfeilern gestützt. Ich öffnete die Tür und trat ein. Im Erdgeschoss standen riesige Wein,- oder Bierfässer. Ein in den Stein gehauener Weg führte im Schein mehrerer Fackeln in den Schankraum. Von   dort kam nun  Uschi herunter und beschwerte sich lautstark über die Witze der oben versammelten Trunkenbolde des neuen Ordens. Ich lächelte, dann ging ich nach oben. Hier konnte ich mit ansehen wie die Besoffenen sich an Elsa, die blonde Kellnerin, ranmachten und lautstark mehr Alkohol verlangten. Ich schlenderte zum Tresen und fragte den Wirt:
„Seid gegrüßt! Wie läuft das Geschäft?“
„Gar nicht gut!“, beklagte sich dieser. „Diese Suchenden vertreiben die Kundschaft und belästigen Elsa! Aber ich kann sie nicht hinauswerfen, ohne den Kopf zu verlieren.“
„Darf ich es mal versuchen?“, fragte ich und ging auf das Nicken des Wirtes sogleich zum Tisch der Störenfriede. Diese tranken fröhlich ihr Bier und lallten einander ihre Ruhmestaten zu.
„Hey ihr da!“, begann ich mit fester Stimme. „Verlasst sofort das Haus!“
„Was willst du?“, lallte einer. „Da braucht wohl einer ‘ne Abreibung! Los kommt!“
Mit diesen Worten sprangen alle auf und zogen ihre Zweihänder. Ich hatte ja nur das einhändige Schwert von Gawain, welches wie ein Zahnstocher wirkte, als ich es aus seiner Scheide auf meinem Rücken zog. Die Suchenden waren zwar betrunken, aber trotzdem zu fünft und ich hatte noch nie zuvor in meinem Leben ein Schwert geschwungen. Noch waren sie einige Meter entfernt, da ich mich nicht weit vom Tresen entfernt hatte. Das brachte mir ein paar Sekunden zum überlegen. Die Gedanken zuckten mir wie Blitze durch den Kopf:
-Sie sind betrunken, also ist ihre Reaktionszeit länger und sie werden einfach drauflos schlagen. Aber sie sind zu fünft und haben die größeren Klingen. Doch sie stehen nicht stabil, sondern wanken und taumeln. Außerdem haben sie auch die schwereren Waffen und das ist der Punkt! Wenn ich schnell genug bin kann ich ihre Verteidigung umgehen und sie von hinten meucheln, wenn Ludwig bis dahin nicht erscheint!-
Diese Gedanken kamen mir innerhalb einer Sekunde. Da stürmte der erste heran und versuchte einen senkrechten Treffer zu landen. Ich wich zur Seite aus und schlug sogleich den Stoß des nächsten, der meinen Brustkorb hatte treffen sollen seitlich weg und rollte mich über die Schulter auf ihn zu. Jetzt stand ich neben ihm. Blitzschnell nahm ich seinen Kopf und hielt ihm die Klinge an die Kehle.
„Halt!“, brüllte ich. „Lasst die Waffen fallen oder er ist tot!“
Alle hielten in der Bewegung inne und sahen mich und ihren Kammeraden verdutzt an. Dass es so schnell gehen würde hätte ich selbst nicht gedacht. Aber bisher hatte keiner seine Waffe auf den Boden gelegt und einer machte einen kleinen Schritt auf mich zu. Gerade, als ich meine Drohung wahr machen wollte hörte ich eine erlösende Stimme:
„Was ist hier los?“ Ludwig, seines Zeichens Kommandant des neuen Ordens, war gerade rechtzeitig hereingekommen. „Erklärt euch Drachentöter!“, verlangte er aufgebracht.
Ich ließ die Klinge sinken, stieß die Exgeisel von mir und antwortete wahrheitsgemäß: „Nun, eure Schützlinge hier haben sich betrunken und die Leute angepöbelt! Als ich sie dann freundlich darauf hinwies, die Schänke zu verlassen, brachen sie Streit vom Zaun.“
„Stimmt das?“, hakte der Kommandant bei Tim, dem Wirt, nach.
„Voll und ganz!“, bestätigte dieser und fügte hinzu: „Sie haben meine ganze Kundschaft vertrieben und  Elsa belästigt!“
„Ich schäme mich für euch, ihr elenden Taugenichtse!“, fuhr er seine Männer an. „Ihr seid eine Schande für den Orden! Aber ich werde euch diese Flausen schon austreiben. Die nächsten Tage werdet ihr mit einer Strafexpedition verbringen! Und Tim, sie werden natürlich für alle Kosten aufkommen!“
Nachdem er geendet hatte führte er seine Schar hinaus und lies uns allein.
„Vielen Dank Drachentöter! Ohne euch säßen diese Kerle immer noch hier!“, bedankte sich Tim und Elsa gab mir einen flüchtigen Kuss auf die Wange. „Keine Ursache!“, antwortete ich leicht errötet.
Der Wirt zapfte ein Bier ab und stellte es vor mich auf den Tresen: „Hier, geht aufs Haus!“
„Danke!“, sagte ich, prostete ihm und der blonden Elsa  zu und trank einen Schluck.
Doch ich konnte mich nicht wirklich freuen, denn ich wusste: Ich hatte die fünf Suchenden gerade in ihren sicheren Tod geschickt.
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