Mir bleibt nichts anderes übrig.

KurzgeschichteAngst / P6
Alfred Ill
19.02.2015
19.02.2015
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Liebes Tagebuch,


Ich bin nervlich total am Ende. Ich kann einfach nicht mehr. Hier in diesem Dorf ist es einfach nicht auszuhalten. Es ist einfach nur schrecklich was hier passiert. Und vor allem, das kam alles so schnell, sodass ich kaum eine Chance hatte dem allem zu folgen. Das ist einfach alles in mein Leben gefallen und lastet nun auf meinen Schultern. Klara – sie ist völlig übergeschnappt! Die Beziehung die ich mit Ihr geführt hatte ,als ich noch jung war, ist nun schon so lange her. Und nun muss ich erkennen das Klara nichts vergessen. Rein gar nichts! Ich hatte damit schon längst abgeschlossen aber Sie musste es ja wider auf dieses Thema bringen. Ich weiß das es nicht richtig war, was ich Ihr damals angetan habe aber schließlich kann ich es nicht mehr rückgängig machen! Aber das entsetzlichste ist dass Sie will, dass mich jemand tötet. Eine Milliarde für meinen Tod. Ist dass fassbar?
Das ist einfach schrecklich und ich komme mit diesem Gedanken nicht klar das man mich jeden Moment jemand umbringen könnte. Und jeder könnte es sein. Darüber will ich gar nicht nachdenken wer es sein würde falls es geschehen würde...
Möglicherweise ist das was ich hier nun schreibe, das letzte was ich tue. Aber ich hoffe das dem nicht so ist. Ich dachte ja eigentlich das die Bürger von Güllen zu mir stehen da ich ja als der beliebteste Bürger der Stadt gelte aber mittlerweile glaube ich das nicht mehr.
Sie jagen mich! Ja, du hörst richtig. Sie haben mich heute gejagt. Wie ein wildes Tier. Wenn ich mich nicht irre haben sie auch auf mich geschossen. Vielleicht habe ich mir das aber auch nur eingebildet...
Deshalb habe ich einen Entschluss gefasst. Ich werde von hier verschwinden! Ich werde nach Kalberstadt gehen und von dort aus irgendwie nach Australien. Schließlich steht niemand mehr zu mir. Der Polizist glaubt mir nicht, der Bürgermeister verlacht mich und auch der Pfarrer scheint schwach zu werden...
Und sie alle haben mich schon zum Tode verurteilt. Das kann man sehen! Sie haben alle etwas neues. Der Bürgermeister hat einen neue Schreibmaschine und in der Kirche läutet bereits eine zweite Glocke. Und das alles auf Kredit! Und je mehr Schulden diese Verräter machen desto höher ist die Notwenigkeit mich zu töten. Also bleibt mir nichts anderes übrig als von hier fort zu gehen. Aber wenn es Klara wirklich so wichtig ist mich zu töten, dann wird sie mich suchen lassen. Und sie würde mich finden. Bestimmt! Schließlich hat sie Ludwig und Jakob auch gefunden. Und trotzdem... Ein Versuch ist es wert! Es geht nicht anders.Wenn ich hier bleibe und dem allem kampflos zusehe habe ich bereits verloren!
So, ich muss nun das nötigste zusammenpacken und hier leise wegschleichen. Es ist zwar schon spät aber ich weiß das demnächst der Zug nach Kalberstadt kommt. Dies ist meine Einzige Chance. Ich hoffe das dann alles gut wird. Wünsch mir Glück.

Dein Alfred.  
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