Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

КИІGHT ЯІDЄR ƑƑ

GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Bonnie Barstow Michael Knight
18.02.2015
17.04.2015
11
18.096
2
Alle Kapitel
9 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
21.02.2015 1.743
 
KAPITEL DREI
Das Überbleibsel im HQ



"Mike, wach auf! Billy hat heraus gefunden, was das Ding ist!", schrie Sarah den armen im Tiefschlaf versunkenen Mike an.

"Hm?!", quälte er aus sich heraus.

In Gedanken dachte er, dass es ja etwas Heftiges sein musste, wenn Sarah sich wie ein Kind benahm. Er stand auf und streckte sich erstmal.

"Wie lange ich wohl geschlafen hab'?", fügte er noch in Gedanken dazu.

Hinter der Hölzernen Tür kam Billy hervor: " Mike! Ich saß die ganze Nacht daran und..."

"Ja Billy, schneller!", schnauzte Mike ihn an.

"Mein Gott, ja! Heute früh war ich nochmal bei der Lagerhalle und der TransAm stand da noch, ich hab wieder den Kasten hingehalten und es fing wieder an zu blinken... Vorher hatte ich versucht an den Anschlüßen hier", Billy zeigte kleine Kabelanschlüsse, "Den PC anzuschließen. Aber das scheiterte alles. Also müssen wir davon ausgehen es ist etwas sehr komplexes."

"Aha und was sagt uns das?!", guckte Mike übermüdet.

"Ich hab' also kräftig überlegt, ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass es die Überreste des alten Knight Industrie sein müssen. Das Internet konnte mir nicht weiter helfen, aber vielleicht kennt dein Vater sich damit aus. Immerhin fuhr er den Pontiac."

"Was mein Vater, der hat sich doch kaum um mich gekümmert und jetzt soll ich ihn um Rat fragen?! Ich habs doch die letzten Jahre auch hinbekommen! Was ist eigentlich mit unserm Kitt jetzt hier?!", schrie Mike Billy direkt in das Gesicht.

"Mike, frühstück erstmal und dann fahren wir hin", versuchte ihn Sarah zu beruhigen.

Mikes Muskeln entspannten sich langsam wieder. Beleidigt ging Billy wieder zu seinem Lieblingsort.



Nach ein paar verspeisten Brötchen riss sich Mike schließlich doch zusammen und nahm das Telefon in die Hand.

"Ach Mike, wenn willst du denn anrufen?", lachte Sarah, und vor Schrecken ließ er das Gerät auf die weißen Küchenfliesen fallen.

"Sarah, erschreck mich doch nicht so", mecktere Mike sie an. Mit genervten Blick hob er das Telefon wieder auf und er drehte sich zu Sarah um, "Also Mike wollen wir jetzt losfahren oder willst du jetzt noch deine Telefongespräche führen?" , fragte Sarah zu ihm.

Mit einem Stöhnen legte er das Gerät auf den Küchentisch. Bevor die beiden das Haus verließen sah der Brünette noch mal auf die Uhr, es war jetzt viertel nach Zwölf.


Auf der Fahrt zu der Hauptquartier sprachen Mike und Sarah nicht viel miteinander, bei Stille im Raum würde KITT jetzt das Wort übernehmen, aber das ging ja nicht.
In dem kleinen Vorort, dessen Namen Mike immer vergas war es totenstill, weder ein einzelner Mensch noch ein dazugehöriges Auto war vorhanden.

"Zoe hatte Recht. Es wurde hier evakuiert", meinte Mike und sah aus dem kleinen Fenster des Chrysler hinaus. Seine Partnerin gab keine Antwort.

"Ich möchte jetzt nicht Zoe beschuldigen, dass sie sich nicht gemeldet hat", dachte Sarah still.


Eine weitere halbe Stunde sprachen sie nicht miteinander.
Der Chrysler quitschte als Sarah die Bremse durchdrückte.

"Warum öffnet das Hangar Tor nicht? Den Hauptcomputer hatte ich nicht abgestellt", überlegte sie.

"Jemand muss hier gewesen sein", gab Mike als Antwort und ballte seine Fäuste.

Vor dem großen Tor, welches sich eigentlich immer öffnet, wenn ein Auto in der Nähe ist, sah der kleine Wagen so aus wie ein ein-Cent-Stück auf einem DinA3-Blatt.

Mike stieg aus und ging zu einer kleinen Tür und drückte mit aller Kraft dagegen. Doch auch der manuelle Eingang war  verriegelt.

"Hoffentlich ist Kitt wirklich nur abgeschaltet und ist noch da drin", knurrte Mike.

"Sarah, bleib du hier, ich versuch es über den Eingang, durch den ich letztes Mal auch durchgekommen bin." ,gab er noch dazu und rannte los.‏ Er lief und lief. Seine Gedanken wirrten herum, was war wenn Kitt nicht da war?

Mit einem Sprung gelangte er in das Kanalsystem von der Zentrale. Es waren meilenweite Rohre, die zur Verwirrung teilsweise einfach so endeten. Ein riesiges Labyrinth. Von hier unten konnte mal nicht mal den Gedanken fassen, dass über einem eins der modernsten Computerwelten war.

Die kleine LED-Taschenlampe von seinem Handy reichte gerade so aus um den Weg zu beleuchten. Doch plötzlich war eine Wand vor ihm.

"SACKGASSE. DAS BRAUCH ICH JETZT NICHT!", schrie er.

Mit einem Schlag war er aber schon woanders zurückgelaufen, hoffendlich den richtigen Weg.

Dieses Rohr endete mit einer Leiter, die üblich aussah für Kanalgassen. Mit Leichtigkeit kletterte er hinauf und schob mit aller Kraft den Deckel zur Seite.

Der Raum sah schon ganz anders aus als der Rest, weiße Fliesen bis zu der Decke und irgendwelche Holzabtrennungen, da wurde ihm klar, er befand sich auf der Toilette der Zentrale.

"Naja immerhin besser als eine Sackgasse", lachte er und fuhr mit der einen Hand durch die Haare. Vorsichtig ging er zu der Tür auf den Flur.

Sein Handy piepte: "Mist noch fünf Prozent Akku", fluchte er. Ohne Taschenlampe war er hilflos.

Mit aller Kraft, mal wieder, rannte er den Gang entlang, bis er zu einer Rutschstange kam. Mit beiden Händen fest gehalten rutschte er hinunter.

Schon stand er vor dem großen Bildschrim mit dem Hightech-Computer, kurz überlegte er, was im SSC  eigentlich nicht Hightech war.

Sein Herzschlag wurde langsamer als er den schwarzen Shelby Mustang vor ihm sah. Er stand da genau so wie vor den acht Wochen.

"Kitt? Bist dus'?", rief er dem Wagen zu.

Doch bei dem genaueren Hinsehen bekam er keine Luft mehr. Die Motorhaube war offen und die Fahrertür auch.

Den Blick konnte er nicht ertragen, er klappte die Haube zu und sofort fiel ihm auf, dass ein komischer schmaler Kasten auf dem Scanner haftete.

Mit bloßer Kraft ging es aber ab. Vorsichtig saß er sich hinein. Die Halbkugel, die Mike gerne als Navigationssystem verkaufte, war geschrottet. Das Glas war in Tausend Scherben. Auch an dem Platz, wo eigentlich das Armaturenbrett war, hingen nur Kabel.

An dem Lenkrad, was wengstens noch da war, hing ein Zettel:

Computer mitgenommen, Karosserie nicht nötig.
Restliche Teile unbrauchbar.



Vor Wut klopfte er auf das Lenkrad. Kein Wunder, dass KITT sich nicht gemeldet hatte. Mike stieg wieder aus und ballte seine Fäuste und haute sie auf das Dach.

Sein Handy piepte, Sarah rief an.

"Mike? Bist du drin'?", fragte die sampfte Stimme auf der anderen Seite.

"Mhpf", kam aus Mike nur heraus.

"Schalt den Notstrom an und mach das Hangar Tor auf."

"Mhpf", meinte Mike nur wieder und ging zu dem Kasten an dem Notstrom dranstand.

Plötzlich wurde es dann Taghell und die einzelnen Knight Industries Research Computer fingen an zu starten.

Jetzt bemerkte der Computer auch das ein bekanntes Fahrzeug vor dem Tor stand.

"Hangar Tor wird geöffnet", kam es aus irgendwelchen Lautsprechern mit der Computerstimme.

"Mhpf. Kannst kommen", sagte Mike noch und legte auf.
Der Blick auf den Halbgeschrotteten Mustang war schrecklich. In seinem ganzen Leben hatte er noch nicht einmal das mit KITT hinbekommen.

Der kleine rote Chrysler kam hereingefahren und blieb vor Kitt stehen. Sarah stieg aus und erschrak, auch ebenfalls bei Mikes Anblick. Er hatte seinen Kopf auf das Dach gelegt und heulte.

"Was ist hier passiert?" , fragte Sarah und mit einem Blick auf das Gerät an KITTs Scanner.

Mit einem kleinen Schraubenzieher ähnlichem Teil aus der Hosentasche fing sie an daran herum zu schrauben.

"Ruf erst Billy und Zoe an", bittete der am Bodenzerstörte junge Mann.

Doch Sarah antwortete nicht. Mit einem Ruck hatte sie das Ding in den Händen.

"So das wäre geschafft. Kitt?", stöhnte Sarah.

"Er kann dich nicht hören", antwortete Mike.

"Ich dachte das hätte Kitt ausgeschaltet?"

"Nein, Kitts ganze Computertechnik ist weg. Er ist weg, obwohl er hier steht", heulte er.

Ohne ein weiteres Wort holte sie ihr Handy heraus und rief Billy an.

"Billy? Du musst zur Zentrale kommen.........Ja Kitt ist hier.........Nein er ist nicht funktionstüchtig.........Ja bis gleich."

Mike sah sie an, er hatte inzwischen schon total rote Augen und sprach sie an:
"Das mit KARR war schon schlimm, aber da war Kitt wenigstens ein ganzes. Hier ist er nur halb, ohne leglicher Spur zu ihm selber...", er nahm sich ein Taschentuch und wischte seine Tränen weg.

"Mike! Denkst du, für mich ist das auch leicht? Wir hätten ihn nicht allein lassen dürfen."

Auch Sarahs Augen füllten sich mit Tränen, doch sie konnte sich besser beherrschen als ihr Partner.

Sie setzte sich auf den Beifahrersitz und Mike hinter das Lenkrad.

Ihr Mund blieb offen, als sie das Zerstörte sah.

"Hangar Tor wird geöffnet.", kam es aus dem Hintergrund und der Focus kam herein.

Die beiden stiegen sofort aus und zeigten Billy die Probeme. Billy: "Mike, ich verstehe dich voll und ganz. Er war ein Familienmitglied von uns allen, aber reiß dich bitte zusammen."

Mike nickte.

"Zoe konnte ich nicht erreichen", fügte er noch hinzu.

Schnurstracks ging Billy zu dem Computer, wo sein eigentlicher Platz war.

Doch Mike beunruhigte etwas. Er hörte ein Geräusch.

"Billy. Dein Auto macht komische Geräusche", rief er und ging auf den Focus zu.

Auf dem Beifahrersitz war dieser komische Computer, der wie verrückt blinkte.

Mit großer Vorsicht nahm er das Ding in die Hand. Die Blinkzeichen wurden Regelmäßig. Billy und Sarah standen hinter ihm.

"Er versucht anscheinend eine Nachicht zu übermitteln", murmelte Billy.

"Er?", kam es aus Sarahs und Mikes Mund gleichzeitig heraus.
Aber Billy gab keine Antwort.

Schnell gab er das Teil in Billys Hände und holte sein Handy heraus und wählte schon.

"Darf ich fragen, wen du anrufst?" , fragte Sarah leicht verwirrt und drehte sich zu dem Mustang.

"Hallo? Ja hier ist Mike. Kann ich dich kurz etwas fragen, Michael?....Wenn du kannst komm schnell zu Sarah......Okay bis gleich" , telefonierte Mike kurz.

"Du hast also grade deinen Vater angerufen?", legte Billy den Kopf schief.

"Ich glaube, dass hier ist wirklich der erste Knight Industrie. Und wer kennt sich damit am besten aus? Na der Fahrer", lachte Mike.

Schnell stiegen alle in ihre Fahrzeuge und fuhren los. Der schwarze Mustang blieb jedoch alleine in der Zentrale zurück.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast